Musik im SWR-Tatort “Happy Birthday, Sarah”

Die Stuttgarter mit einem ganzen Mixtape. Schön verpackt. Mich hat die kleine Sarah an die Effy aus Skins erinnert. Weiß nur nicht sicher warum. War es die Art, wie sie sich bewegt? Der verlaufene Lidschatten? Das Aussehen? Oder der Auftritt zur Musik:

Falls das Widget unten nicht funktioniert, hier die Titel aus der Tatort-Folge mit der Möglichkeit, kurz rein zu hören:

“Paint It, Black” / The Rolling Stones
“Breathe” / Prodigy
“Fortunate Son” / Creedence Clearwater Revival
“Mindfields” / Prodigy
“Respect” / Aretha Franklin
“Dissolved Girl” / Massive Attack
“Man Next Door” / Massive Attack
“Pretty When You Cry” / Vast
“Enter Sandman” / Metallica
“Dream On” / Aerosmith

Alles korrekt? Fehlt ein Titel? Je zweimal Prodigy und Massive Attack ist schon eine Aussage. Aber welche?

Musik im SWR-Tatort “Letzte Tage”

Ziemlich viele obskure Töne, denen der Zuschauer ausgesetzt war. Mich würde ja mal interessieren, was das für ein Titel war, zu dem Perlmann Mia ins Krankenhaus schleppt. Anybody? Aber gut, dass “Muerte del Ángel” von Astor Piazzolla dabei war. Ein wirklich schönes Bandoneon-Lied, das es unter anderem auf dem Best-Of-Album The Soul of Tango gibt.

UPDATE: Steffen kennt den gesuchten Titel (siehe Kommentare). In der Tat gibt “Sometimes” von Mathias Beine bei Amazon.de zum Download.

Musik im Bremer Tatort “Er wird töten”

Heute aus Bremen: Federn, Blut, unzureichende Stimmungslichter, eine gute Kamera. Und am Ende annehmbare Musik. Von wem? Von der amerikanischen Indy-Combo The Antlers. Auf ihrem Album Hospice von 2009 findet sich “Kettering” als zweites Lied. Bemerkenswert, dass npr es sogar zum besten Album des Jahres kürte… Vielleicht nicht ohne Grund. Es lohnt sich, in die anderen Titel des Album rein zu hören. Hier zum Beispiel.

Musik im WDR-Tatort “Scheinwelten” vom 1. Januar 2013


[“SCHMIDT – Heart Shaped Gun“]

Obiges Musikvideo ist ja ganz nett, unterscheidet sich aber von der m. E. viel ansprechenderen Tatort-Version mit Robin Grubert, die so eine Art Thema und musikalische Klammer der Folge darstellte. Weitere musikalische Auffälligkeiten waren der Faithless-Klassiker “Insomnia” vom Album Reverence, der Kontrast zwischen der McCartney-und-Wonder-Schmalznummer “Ebony and Ivory” (1982) und dem Teeniediskokracher “I Gotta Feeling” (2009) der Black Eyed Peas.

Ich frage mich noch,

  • ob es Schleichwerbung ist, wenn man auditive Erkennungszeichen (ist das möglicherweise gar eine “Hörmarke”?), wie das Auflegegeräusch von Skype in einem Tatort verwendet;
  • ob es einen Grund dafür gibt, dass in zwei Tatorten hintereinander auffällig stark/viel/präsent geraucht wird;
  • ob Schenk der Mao’schen Drei-Welten-Theorie anhängt oder geistig noch im kalten Krieg verblieben und ein bisschen verwirrt ist (Kuba wäre dann ja Zweite Welt). Oder vielleicht soll der Chef der schwarzen Perle diesmal noch viel übermäßiger plump dargestellt werden? Werden die Kölner jetzt ein wenig münsterlich? Armes Schenklein! 😉

Musik im BR-Tatort “Der tiefe Schlaf” am 30. Dezember 2012

Hui, die Einführung eines sogenannten IT-Spezialisten geht natürlich Hand in Hand mit dem Thema “Hand Covers Bruise” aus dem Soundtrack von The Social Network (30 min). Später, zur Trauerfeier für denselben (1h 17min) dann “Lilac Wine” von Jeff Buckleys Album Grace. Übrigens hier noch Info zum Lied. Passt nur bedingt zur Charakterisierung des neuen Kollegen.

Musik im Tatort “Auskreuzung”

Ein paar nette Titel heute im Soundtrack des WDR-Tatorts aus Köln “Auskreuzung”. Eskobars “Immortality” vom nach der Band benannten Album von 2006 hatte ich schon länger nicht mehr gehört gehabt, und–ganz ehrlich–die Südengländer von The Miserable Rich kannte ich bisher noch gar nicht. Of Flight & Fury heißt das Album von 2010, dem der im Tatort verwendete Titel “The Mouth of the Wolf” entstammt.

Bremer Tatort “Stille Wasser”: Karlsen schnuppert Selbstreflektivität

Total nervige Drohnenflugästhetik im Bremer Tatort “Eisblumen”Stille Wasser” von Thorsten Näter (Regie und Buch) heute. Sehr sehr eigenartig auch die unnötig hochkarätige Besetzung von Nebenrollen mit Leuten wie Anna Maria Mühe oder Ulrich Matthes. Die beste Leistung allerdings von der Darstellerin der traumatisierten jungen Mordaugenzeugin Nadine durch Sina Monpetain. Herzzerreißend glaubwürdig und tief. Ein besonderer Spaß natürlich die ironische Metanarration. Karlsen (Winfried Hammelmann), der einmal durch Entwicklung aus seiner Rolle als Funktionsfigur zu fallen droht, sich dann aber sofort zusammen nimmt und sogar dafür entschuldigt. (Wie sähe denn so ein Tatort ohne die vielen flachen, statischen Kollegen, Sekretärinnen, Gerichtsmediziner und Kriminaltechniker aus?) Oder auch der Umstand, dass die dargestellte Bremer Unterschicht gerade dadurch ein bisschen unheimlich wirkt, weil sie wirklich weder Fernsehen kuckt noch ständig vor dem Rechner hängt. Fjeden ziemlich interessanter und auch sehenswerter RB-Tatort.

Musik im SR-Tatort “Heimatfront”

So wenig wie Afghanistan und das Saarland oder die beiden Kommissare Franz und Stefan zusammenzupassen scheinen, so sehr war auch gestern Abend der Titel “Closer” vom Album Only by the Night der Kings of Leon ein Fremdkörper im Saarbrücker Tatort “Heimatfront” von Uwe Wilhelm (Regie: Jochen Alexander Freydank). Ziemlich eigenartig das Ganze. Allerdings vor dem ersten Besuch bei der Psychotante eine schöne Einstellung… Und Ludwig Trepte, den ich zuletzt in der äußert sehenswerten Dokumentation Aghet – Ein Völkermord über den türkischen Genozid an den Armeniern gesehen hatte, gab trotz Amputation ein gutes Bild ab. Immerhin. …

Musik im Münchner Tatort “Nie wieder frei sein”

Wie Nebel richtig feststellt, ist die Musik von Sebastian Pille im BR-Tatort “Nie wieder frei sein” wunderschön. Auf der Komponisten-Website findet man einige Hörbeispiele. Mich hat sie ein bisschen an Max Richter erinnert, der ja auch gern Musik für audiovisuelle Produktionen macht (Die Fremde, Vals Im Bashir u. a.):

Musik im Tatort “Unsterblich schön”

Schöne Farben, schöne Bilder, um die sich Regisseur Filippos Tsitos im Münchner Tatort bemüht hat. Die Story von Stefanie Kremser … naja. Die Musik schon irgendwie eigenartig. Aber dafür einen Titel von Johnny Cash fast ausgespielt. Ich hatte irrtümlicherweise angenommen, dass der auf Album 3 der American Recordings, Solitary Man, ist. Aber nein, American IV – The Man Comes Around ist es. Track 15 auf der Platte. Man sollte mehr Cash hören.

Musik im Tatort “Die Unmöglichkeit, sich den Tod vorzustellen” (Berlin)

Endlich wieder einmal ein Tatort mit einem schönen Soundtrack.

Natürlich das beste Lied von Imogen Heap: “Hide and Seek” vom Album Speak For Yourself (2006). (Hier kann man bei Amazon reinhören.)

Und dann war doch noch ein anderes, nämlich “Summer In Siam” vom The-Pogues-Album The Very Best of the Pogues (2001) (zuerst auf Hell’s Ditch (1990) veröffentlicht).

Oh ja, und da waren noch zwei Stücke, die nur angespielt wurden. Für sachdienliche Hinweise bin ich dankbar.

Tatort im Textorium

Sonntag, 5. Juli 2009, Textorium in der TUFa in Trier: Zwei anscheinend leicht überforderte Bedienungen laufen zwischen Freisitz und Kneipe umher. Dabei scheint doch gar nicht so viel los. Okay, ein paar Leute haben Essen bestellt. Dafür gibt es aber einen Koch. Es gibt auch noch einen Kollegen, der nur zu zapfen scheint. Irgendwo in einem Hinterraum spielt eine Kapelle. Klingt nach Übung.

Elf Minuten dauert es, bis eine der Bedienung mich fragt, ob ich gern etwas hätte. Das finde ich nett. Leider habe ich bis dahin schon ein paar Minuten vom Tatort verpasst, weil ich ja mehr damit beschäftigt war, einen Blickkontakt mit den Bedienungen herzustellen als auf die Leinwand zu kucken.

Auf dieser ist aber zuerst sowieso nicht so viel zu erkennen. Es ist zu hell. Die Lampen innen und das Außenlicht lassen den Beamer blass aussehen. Nach ein paar Minuten wird ein Vorhang zugezogen und die Lampen etwas gedimmt. Dummerweise hängt eine der Lampen penetrant vor der Leinwand herum (Das kenne ich schon–es ist nicht mein erster Besuch hier. Die Leute vom Textorium wissen es auch.). Dabei wäre es doch so einfach, die aus dem Weg zu hängen. Schließlich wird der Sonntagstatort doch hier immer gezeigt. (Haken an die Decke und das Ding vor dem Film mit einem Stecken dort dran gehoben.)

tatort_im_textorium

Der Ton ist heute fürchterlich. Das Besteckgeklapper vom Nachbartisch ist laut, im Hintergrund diskutiert der Koch etwas mit der Bedienung. Aus einer offenen Tür (ich nehme an, es ist die Küche) kommt ein Geräusch, als würden dort unzählige Schnitzel gebraten. Auch die Band spielt laut und von außen dringt das Geschrei umherrennender Kinder. Es gibt zwei Reihen Lautsprecher. Doch nur aus der linken tönt der Tatort. Das lenkt sehr ab. Man schaut nach vorn, bekommt aber den Ton direkt von links–und nicht besonders laut.

[audio:http://gelb.net/gelblog/wp-content/uploads/2009/07/tatort_im_textorium.mp3]

Der Tatort selbst ist auch scheiße. Einer der schlechtesten ever. Ästhetik aus den frühen Neunzigern, ein überstrapaziertes Seriengesicht (Dennenesch Zoudé), wirre Story. Sowieso eine Wiederholung von 2003 (Wieso muss man so einen Dreck wiederholen?). Ich entscheide mich also zu gehen und spreche die Bedienung beim Zahlen auf den schlechten Ton an. Ach ja? Sie höre hier (an der Kasse) gar nichts vom Ton. Vielleicht ist das ja ein Indiz, dass er zu leise ist? Aber es scheint keiner so richtig zu bedauern, wenn auch der Mann hinterm Tresen einen Blick auf die Musikanlage wirft. Ob der Ton danach besser wird, kann ich nicht sagen, denn ich bin schon auf dem Weg nach Hause.

Tatort heute: m. E. ein Mega-Fail.