Rechts vor links oder “Du bist der Radfahrer, du musst die Augen aufmachen”

Nach einem Beinahezusammenstoß auf dem Parkplatz am Augustinerhof in Trier (Einfahrt Lorenz-Kellner-Straße) kurbelt der Beifahrer das Fenster runter. Zwei junge Männer, an sich vernünftig wirkend, ruhig. Ob ich sie nicht gesehen hätte? Zu erklären, dass ich angenommen hatte, dass sie halten würden und dass ich auch keinen Bock darauf habe, in dieser Stadt als Radfahrer ständig geschnitten zu werden und deswegen tendenziell immer länger überlege, mir die Vorfahrt zu erzwingen…; all das hätte zu lange gedauert. Ich spiegle ihre Frage und möchte wissen, ob sie mich denn nicht gesehen hätten? Keine Antwort. Aber die symptomatische Aussage: “Du bist der Radfahrer. Du musst die Augen aufmachen.” Argumente (rechts vor links, auch bei Fahrzeugen, die keine Autos oder LKWs sind) scheinen bei dieser Einstellung nicht mehr zu helfen. Ich entschuldige mich also und hoffe im Geheimen, dass die Erfahrung einer Beinahekollision sie in Zukunft ein wenig mehr Obacht geben lässt. Hätte ich–im Wissen um die de facto Rechtelosigkeit von Radfahrern in dieser Stadt–früher bremsen sollen? Sollte ich ein Exemplar der Straßenverkehrsordnung zum Verteilen mit mir führen? Ich weiß es nicht.

Radwege: Mattheiser Wald mal anders

Photo: Mattheiser Wald, #Trier #Pfütze
[“Pfütze im Mattheiser Wald”, 2013-01-06]

Heute, anders als schon einmal, etwas gemächlicher durch die Berliner Allee bergauf zum Mariahof.

Eckdaten:

  • Gesamtstrecke: 10,19 km
  • Gesamtzeit: 47 min
  • Durchschnittliche Geschwindigkeit: 12,24 km/h
  • Maximale Geschwindigkeit: 41,56 km/h
  • Höhendifferenz: 194 m
  • Elevation Gain: 313 m
  • Maximales Gefälle: 26 %
  • Minimales Gefälle: -20 %


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Radwege: Genovevahöhle

Zwischen Kilometern 12 und 13 eine Frau ganz furchtbar erschreckt. Drei mittelalte Frauen nebeneinander, rechts 1,5 m Platz. Wie jeder Radfahrer weiß, wird bei entferntem Klingeln von Fußgängergruppen nicht reagiert oder genölt. Bei Sichtkontakt zu einem Fußgänger wird auch nicht reagiert. Klingelt man kurz vor dem Aufeinandertreffen, erschrecken sich Fußgänger und springen in den Weg. Also: leise von hinten heranpirschen und langsam und vorsichtig vorbei, wenn eine Lücke da ist. Gerade das aber hat nicht geklappt, weil die dritte Wandersfrau just in diesem Moment einen Ausfallschritt nach rechts gemacht hat. Gebremst also, gefahrlos aber wegen Rollsplitt und bergab hörbar. Mit ihnen geredet. Zwecklos, wie ich meine. Ich frage mich, ob es eine Lösung in diesem Radfahrer-Fußgänger-Kommunikationsdilemma gibt, die nicht darin endet, dass Fußgänger Radfahrer (fälschlicherweise) für rabiat, raudihaft und potentiell lebensgefährlich und Radfahrer Fußgänger (fälschlicherweise) für dumm, aggressiv und potentiell gefährlich halten? Wie macht ihr das? Hüstelt ihr anstatt zu klingeln (das funktioniert oft recht gut)? Ach!



[“Genovevahöhle”, 2012-07-22]

Radwege: Männertagsausfahrt

…nur eine kurze. Dafür aber schöne Ausblicke, viel Sonne und Wind.


[“Männertagsausfahrt”, 2012-05-17]

Länge: 22,3 km
Höhendifferenz: 260 m (bei 737 m kumuliertem Anstieg)
Zeit: 1,5 h
Energieverbrauch: 1600 kcal

Besonderheiten: Rapsfelder, windschattige aber sonnenreiche Anstiege neben zugigen Höhen. XXL-Männertagsburger mit Bier auf dem Ruwertalradweg nicht zu mir genommen.

Radwege: Moselradwege zwischen den Eisenbahnbrücken von Trier und Konz


Länge: 29,5 km
Höhendifferenz: 20 m
Zeit: 1,75 h
Energieverbrauch: 2100 kcal
Besonderheiten: Gänse, Pferde, Segelboote, glitzerndes Wasser, Schleuse, Angler, Frauen mit kleinen hässlichen Hunden, …, das volle Programm. Die Strecke ist wenig kreativ. Aber: die ganze Zeit in der Sonne und man kann gut an der Mosel (die über Eisenbahnbrücken gequert wird) pausieren.

Radwege: Falsches Biewertal und Sirzenich

Ich finde ja total krass, dass die in Sirzenich die gesamte Front, an der man einen tollen Blick über die Täler nach Trier hat, haben zubauen lassen. Nicht eine kleine Ecke für einen Aussichtspunkt… Dafür müssen aber die Menschen in den schönen neuen Häusern, die den Ausblick genießen dürfen, mit dem Gekläffe vom Hundeplatz leben.