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Kostenloser Mark-Schulman-Schlagzeug-Workshop am Sonntag + Backstagepassverlosung Pink

“Beim Workshop der Modern Music School am 22. Oktober um 12.30 Uhr in der Moritzbastei wird Mark Schulman aus seinem Leben und natürlich auch dem Leben auf Tour plaudern. Er wird sein Können auf dem Schlagzeug zeigen, Fragen beantworten und selbstverständlich auch Autogramme geben. Als absolutes Highlight wird am Ende des Workshops ein Backstage-Pass verlost werden.”

[hier]

Tatsächlich kann man einfach so mal den Schlagzeuger, Songwriter und Produzenten Mark Schulman (Pink) in Leipzig sprechen und anfassen. Unfassbar!

Familie: Fotos

Aus dem Wochenende nach Leipzig gekommen und beim Sichten und Bearbeiten von Fotos. Finde meine Mutter auf dem Bild toll. Sie erinnert mich an eine deutsche Schauspielerin… Welche?

Liebenswertes Leipzig: Rustikale Tür für Cafeteria Beethovenstraße

Es ist fast soweit. Die neue Tür der Cafeteria in der Beethovenstraße gegenüber der Albertina ist eingebaut. Ganz erstaunlich rustikal wirkt sie. Aber sie entspricht dem Trend zu bodenständigerer Küche, der sich diese Tage auch in Gerichten wie Kalbsgeschnetzeltem Zürcher Art, Lammbraten mit Rosmarin, Kräuterquark Hausfrauen Art, Schmorbraten vom Rind oder der Rinderzunge in Rotweinsoße zeigt. Ein paar Tage wird es noch dauern, aber dann wird man samstags durch diese Tür kommend schon den Duft frischen Malzkaffees schnuppern…

Tränenbegaste und niedergeknüppelte Reiskörner

Noch ein Nachtrag zum 3. Oktober. Wenn alles nur Reis wäre, dann wäre es gar nicht so schlimm. / Morgen das letzte Mal “Of all the People in all the World”: Deutschland, Leipzig und seine Menschen in 1,6t Reis: Eine interaktive Theaterinstallation von Stan’s Café, Birmingham.

Liebenswertes Leipzig: Herz voll Gift?

Damals war’s: Fraggles Rock

[Bild]

“Fraggles sind etwa 60 cm große, verschiedenfarbige humanoide Lebewesen, die in einer Höhle unter dem Wohnhaus des Doc (einem menschlichen Wissenschaftler […]) leben. Den Tag verbringen die Fraggles mit Lachen, Singen und Tanzen.” [hier]

Dann leben in der Höhle auch noch die Doozers, kleine grüne Wesen, die die ganze Zeit wohlschmeckende Gerüste bauen, die dann von den Fraggles aufgeknabbert werden. Eine Art Symbiose findet dort statt. In einer Folge entscheiden die Fraggles, nicht mehr die Bauwerke zu essen, was dazu führt, dass die Höhle komplett verbaut ist und die Doozers über einen Wegzug nachdenken.

Meine Lieblingsfigur war aber die “Allwissende Müllhalde”, Marjorie:

“Die Müllhalde lebt in den Wäldern hinter dem Schloss der Gorgs. Sie ist ein lebender Komposthaufen – eine Sammlung von alten Grapefruits, Gras, Konservendosen, Kaffefiltern, Kartoffel-Schalen und sostigem [sic] Müll, welcher eines Tages misteriös [sic] zum Leben erweckt wurde. […] Die Müllhalde ist ein Orakel. Sie sieht alles, weiß alles, ist alles.
Sie ist das zu Hause für Philo und Gunge, ihre zwei Nagetier-Freunde. Sie agieren als Interpreten, Vertreter und beste Freunde der Müllhalde. Philo und Gunge sind die beiden einzigen, die sie mit ihrem Vornamen ansprechen dürfen: Marjoriy. Wenn man bei ihr ist lassen einen die beiden Nagetiere wissen, wenn die Sprechzeit vorbei ist, indem sie sagen: ‘Die Müllhalde hat gesprochen!'” [hier]

Zwar ist alles im Fraggles Rock allegorisch zu verstehen, ein Mikrokosmos der menschlichen Befindlichkeiten. Nur das mit der Müllhalde kriege ich nicht auf die Reihe. Eine Vorahnung des Internet?

http://www.fragglerocker.com/media/audio.asp

Uwe ist so sexy; und schlau ist er auch!

Stefan Schmitt schreibt bei SpOn über Vornamen-Vorurteile.

“Ist Birgit attraktiv oder hässlich? Ist Christian dumm oder schlau? In welche Schublade wir jemanden stecken, hängt enorm von seinem Vornamen ab. Das haben deutsche Psychologen herausgefunden – sie verraten, mit welchen Namen man am besten wegkommt.”

Udo Rudolph, Robert Böhm und Michaela Lummer (alle Sozialpsychologen | TU-Chemnitz) haben untersucht, was bei vielen Menschen im Kopf abläuft, wenn sie einen Unbekannten kennen lernen. Vom Vornamen ausgehend schlössen viele Menschen auf das Alter und dann auch auf die Attraktivität und Intelligenz der jeweiligen Person. Älter heißt dabei dümmer und hässlicher.

Ob da wirklich etwas (außer einem statistischen Effekt) dran ist? Wer von euch einen intelligenten und attraktiven Dirk, Frank, Heiko, Holger, Jens, Jörg, Mario, Mike, Olaf, Peter, Torsten oder Uwe persönlich kennt, möge bitte diesen Eintrag kommentieren!

Blue Screen

Na, da wird es wegen eines Elektroschadens am IJsselmeer dunkel bei den Blauen und vielleicht auch voll im Verkehrsgarten. *lol*

Harms lädt Extremisten zum Zensurdruck ein

“Fotomaterial zu dieser Produktion könenn [sic] wir momentan leider nicht zur Verfügung stellen! Wir bitten um Ihr Verständnis.”

So schreibt Alexander Busche von der Deutschen Oper auf deren Website. Natürlich geht es um die gestoppte Wiederaufnahme von Idomeneo. Kirsten Harms sprach gestern im Parkett-Foyer, schön in weiß, und in den Tagesthemen, ebenfalls in weiß, über die Gründe. Die Inszenierung des Regisseurs Hans Neuenfels hätte aus Angst vor islamistischen Störungen vom Spielplan genommen werden müssen. (In der Schlussszene werden die geköpften Häupter von Religionsgründern (Mohammed, Jesus Christus, Buddha und Neptun) vorgeführt.)

Obwohl das ganze wie ein PR-Gag für die Oper klingt–denn so bescheuert kann ja keine Intendantin wirklich sein–, bietet die Oper keine Bilder für die Presse an (zum Glück hat SpOn ein Foto-Set) und möchte auch nicht all zu intensiv über den Vorgang berichtet wissen (siehe Anne-Will-Interview). “Verständnis” kann man dafür wohl kaum erwarten.

Nach zehn Jahren

Irgendwie werden doch alle älter. Die anderen immer mehr als man selber. Aus Jungs werden richtige Kerle, aber manche bleiben, zum Glück, wie sie immer waren: Kinder eben. Ich hoffe, ich gehöre dazu. Dass bei mir nicht das Kinderkriegenfernsteuerungsprogramm läuft lobe ich, da ich gesehen habe, wie aus Mädchen Muttis werden. Da dreht sich alles nur um das eine, und das ist viel schlimmer als bei Männern, bei denen sich ja ohnehin immer alles um Sex dreht.

Zum nächsten Klassentreffen werden wir vielleicht einen Tisch der Kinderlosen aufstellen, und wer dann in zehn Jahren immer noch dort sitzt, ist dann gleich ein Outlaw. Mein Vorschlag, in die Adressliste unseres Abi-Jahrganges gleich den Familienstand und die Anzahl der Kinder einzutragen um der lästigen und unverschämt indiskreten Fragerei aus dem Weg zu gehen, stieß als Reaktion nur auf ein Lächeln. Vielleicht hätten einige sonst ja gar nichts zu erzählen. Ich habe aber etwas gelernt über Comics (von Sandra), Globus (den Supermarkt / von Enrico), Promovieren in Berlin (von Torsten), Klatsch und Tratsch (von Karin) und wie sich manche doch noch machen (… / … / …). Vielleicht hefte ich mir in fünf oder zehn Jahren ein Schild an um unbotmäßige Anfragen abzublocken?

Gash or Tash?

Can you tell the difference? Have a try (quiz by Rob Manuel / background music by Weebl).

Bare Branches in Meck-Pom

Methusalem-Schirri schreibt gestern in der FAZ und heute bei SpOn über Triebwähler in Meck-Pom:

“Je mehr heiratsfähige Männer aus sozialen Gründen daran gehindert werden zu heiraten, weil es die Frauen dazu entweder nicht gibt oder von denen, die es gibt, keine die Zurückgebliebenen haben will, desto mehr Testosteron zirkuliert.
‘Bare branches’ – nackte Äste werden diese Milieus junger Männer inmitten alter Leute in Indien und China genannt, wo der Männerüberschuss (aufgrund der Abtreibung von Mädchen) ganze Regionen mit Gewalt überzieht. Junge Männer ohne Zukunft sind eines, junge Männer ohne Zukunft und ohne die Chance zur festen Bindung etwas anderes; und junge chancenlose Männer, ohne die Chance zur Heirat, ohne Arbeit und als Teil alternder Gemeinschaften sind schlichtweg explosiv.”

Nicht nur politischer Radikalismus an sich, sondern auch Frauenmangel und Überalterung sind der Grund, weshalb in diversen Regionen der heutigen DDR* ein gewaltbereiteres Milieu entsteht, in dem radikale rechte Parteien gewählt werden. Das hat mit den von den rechten favorisierten Männerbündnissen zu tun. Kein Job, keine Frauen, keine Chancen, selbst zu blöde: da säuft und kloppt man sich eben–das ist bekannt–und fühlt sich zu männerbündischen Lebensformen hingezogen…

Hmm? Vielleicht sollten die Stargayte– und Cocks-Betreiber es mal in diesen Gegenden versuchen? Dann hätte man vielleicht ruck, zuck eine breite Basis Grünen- und FDP-Wähler, die sich dann nur noch zum CSD in Warschau oder in Moskau rumkloppen und sich sonst gegenseitig Kuchen backen und Topflappen häkeln.

[* Pardon, vertippt. Meinte so ziemlich alle “national-befreiten Zonen” in Ostdeutschland = die furchtbare Provinz]

Sensu Hörprobe

Sensu haben immer noch keine Hörproben auf ihrer Website. Schade! Deswegen hier einfach einmal der Party-Kracher (MB-Montagsdemobesucher der ersten Staffel kennen ihn) der Heidelberger. Vielleicht als Anreiz, in Zukunft etwas fleißiger zu werden. 😉
[audio:http://gelb.net/03-03-Tirol.mp3]

Herzlich…

Seife rätselt heute über die Bedeutung der Herzen in der leipziger Innenstadt. Sind die Wasserwerke schuld, und was haben die genau vor?

Schau mal, ein Flugzeug!

Hana Jensel hat ja in ihrem Buch Zonenkinder* so manche erstaunliche Befindlichkeit ostdeutscher Menschen meiner Generation festgehalten. Da ist das Gefühl, eben weder Playmobil– noch Lego-Kind gewesen zu sein, wenn man im Ausland Erfahrungsberichten der anderen Deutschen lauscht. Da ist die Erfahrung, dass die Eltern einem irgendwie nicht so die Ratschläge zum Überleben im System geben können, weil sie genau so lange darin sind wie die Kinder etc…

Was sie aber vergessen hat ist die eigenartige Angewohnheit, jedes vorüberfliegende Flugzeug, jeden Hubschrauber zu kommentieren. Vielleicht liegt das daran, dass es früher so wenige davon gab. Dieser Flugzeugmangel sitzt noch in den Köpfen die sich dann automatisch drehen, immer wenn ein Motor am Himmel brummt. Leute zeigen nach oben, bleiben stehen, schauen nach. Bin mal gespannt, was passiert, wenn DHL in Leipzig ist. Ob der Verkehr ob der vielen angefahrenen Fußgänger auf den leipziger Straßen zum Erliegen kommt?

* [irgendwo ist da ein Dreher drin]

Schule für Popularmusik bald auch in Leipzig

Am 24. September macht endlich eine Filiale der Modern Music School in Leipzig auf. Dann haben wir unsere eigene ‘Pop-Akademie’, nur mit dem Unterschied, dass die MMS eben eine richtige Musikschule ist und keine TV-Sternchen fünften Ranges sondern Leute hervorbringt, die dann bei Juli, Silbermond, Captain Overdrive oder Gusto mitspielen. Der Schlagzeuger Dirk Brand hat mal mit Gloria Gaynor gearbeitet und lädt im formschönen Flachbau am Bayerischen Platz zum Probieren ein. Das wird ein Spaß!

Tod und er

Jetzt ist er gestorben, der Joachim Fest. Aber wie ist das eigentlich bei großen Biographen? Wer schreibt ihre Biographie? Über James Boswell gab es wohl erst einmal kein großes Werk. Klar, schließlich hatte er sein Leben auch mit Johnson gelebt und auch anderweitig sich selbst in seine Biographie einfließen lassen. Ob Joachim Fest jetzt in seiner Hitler- oder in seiner Speer-Biographie steht? Im Gegensatz zu Boswell hat er eine richtige Autobiographie vorgelegt. Von diesem tauchten in den 1920er Jahren lediglich die Tagebücher auf, die später veröffentlicht wurden. Wie dem auch sei. Wer zur Fest’schen Speer-Lesung am 17. März 2005 in der Albertina war, wird sich gut an ihn erinnern (nicht nur, weil eine Fotografie des Publikums auf dem Leipzig-Liest-Programm 2006 auftauchte) und wissen wie schlecht man doch auf den Stühlen der Universitätsbibliothek sitzen kann. Vielen Dank Herr Fest für diesen schönen Abend!

Bahn fördert Kunst im öffentlichen Raum

Die Bahn fördert auf dem Leipziger Hauptbahnhof junge Kunst. Hier ein Objet trouvé in der Westhalle. Auch Touristen sollen mit dieser Aktion in den Bahnhof gelockt werden.

Ostthüringen und die deutsche Standardsprache

Wie es bei einem Blick in die Titeleien scheint, werden beide relevanten* aktuellen deutschen Rechtschreibwörterbücher in Pößneck beim GGP gedruckt. Damit ist Ostthüringen nach Georg von der Gabelentz das erste Mal wieder ein Zentrum der deutschen Sprachwissenschaft (*lach*). Wie schön!

[*: über Zehetmairs/Bertelsmanns Werk kann man sicher streiten, medienpräsent ist es allemal]

“Im Alter von 91 Jahren starb am Sonntagmittag (03…

“Im Alter von 91 Jahren starb am Sonntagmittag (03. September 2006) die Schauspielerin Annemarie Wendl an den Folgen eines Herzversagens in ihrer Münchner Wohnung. Dies gab die Familie am Montagnachmittag bekannt. Annemarie Wendl gehörte seit dem Start der ARD-Serie ‘Lindenstraße’ im Jahre 1985 zum Ensemble der Dauerserie und verkörperte fast 21 Jahre lang die Rolle der Else Kling.”
[hier Bild hier]

Zwar bin ich kein Fan der Lindenstraße, zählte Frau Wendl aber doch zum TV-Urgestein der Republik. ‘Else Kling’ sagte doch allen was. Schade: Keine neuen Witze mehr über fiese alte Nachbarsweiber oder Dinge, die schee machen…

“Mei Serie hätten S’ mi scho zu Ende schaun lassen kinna. Jetzt weiß i gar nimmer, wie’s ausgeht!”
“Aber ich weiß es, Else. Es geht gut aus.”
“Dann bin i froh. Mei, dann bin i froh.” [hier]

Ciao Annemarie Wendl!