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Category Archives: Zonenkinder

Lachscarpaccio in Safransoße – au lait!

Ja, ich muss es einmal verlinken:

Verspätete Vogelperspektive

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Weihnachtliches Pane Hone bei Albrechts um die Ecke

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– Schreib mal ein Preisschild für diesen italienischen Kuchen!

– Wie heißt das Zeug?

– Pane Hone.

– Wie?

– Steht doch drauf! Hier P-A-N-E  H-O-N-E.

– Ach so! Und ich dachte schon, du kannst Italienisch.

– Nee, das kann hier keiner.

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Fragen an Gunter Weißgerber (MdB)

Leicht gekürzte Kopie meiner Nachricht an MdB Gunter Weißgerber (Wahlbezirk Leipzig II).

Sehr geehrter Herr Weißgerber,

[…] Wie ich der Website des Bundestages entnommen habe, haben sie in der 124. Sitzung des Bundestages am 9. November in der namentlichen Abstimmung zur “Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung und anderer verdeckter Ermittlungsmaßnahmen sowie zur Umsetzung der Richtlinie 2006/24/EG; Drs.16/5846 und 16/6979” mit “Ja” gestimmt.

Leider finde ich weder auf Ihrer Website eine Stellungnahme dazu, noch habe ich eine Antwort auf Anfragen im Vorfeld (vgl. hier) bzw. nach (vgl. hier) der Abstimmung gefunden. Deswegen wende ich mich nun direkt an Sie.

Mich würde interessieren, wie Sie Ihre Entscheidung mit Ihrem rechtsstaatlichen und demokratischen Verständnis vereinbaren können. Denken Sie, dass Sie Ihrer Pflicht nach Artikel 38, Absatz 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland nachgekommen sind? Wie haben Sie, auch im Hinblick auf die deutsche und Ihre eigene Geschichte, der Konstruktion einer abstrakten Terrorgefahr folgend, massiven Einschränkungen bürgerlicher Rechte (besonders nach Artikel 5, GG) zustimmen können? Oder vertrauen Sie, vielleicht nicht allein nach Ihrem Gewissen entschieden habend, wie andere Kollegen auf das Bundesverfassungsgericht (vgl. Anlage 4 “Erklärung nach §31 GO” des stenografischen Berichts der Sitzung)?

In der Sitzung haben Sie über das “Einheitsdenkmal” gesprochen. Sie waren an der friedlichen Revolution in der DDR beteiligt. Waren Sie einmal in der Runden Ecke? Schätzen sie das Fernmeldegeheimnis nicht? Wie konnten Sie gesetzlichen Regelungen, die de facto dafür sorgen werden, dass von allen Bundesbürgern festgehalten wird, wann sie mit wem telefoniert haben, wem sie welche E-Mail zu welchem Thema geschrieben haben und auf welchen Internetseiten sie nach Informationen gesucht haben an einem 9. November zustimmen?

Schämen Sie sich dafür kein bisschen? Oder sorgen Sie sich nur darum, dass die SPD für die Generation Internet nun eigentlich unwählbar geworden sein sollte? Oder ist es Ihnen ganz gleich?

Herzliche Grüße

[…]

Das Groitzsch-Phänomen: Tappen Polizei und Staatsanwaltschaft wirklich im Dunkeln?

Wie Mephisto meldet, wisse die Staatsanwaltschaft noch nicht, was da eigentlich los war:

Nach der Massenprügelei vergangene Woche in Groitzsch sucht die Staatsanwaltschaft weiter nach Erklärungen. [… Es] ist noch unklar, wie und warum es überhaupt zu der Schlägerei kam. [Link von mir]

Das klingt ja ziemlich lächerlich, schließlich überwacht man doch in Leipzig so gern. Da hätte den Überwachenden doch auffallen können, dass man in linksautonomen Kreisen die “Befreiung” des Leipziger Umlands plant. Erst müssten die Dörfer nazifrei werden, bevor man nach Leipzig zurückkehrte… Der Witz dabei ist, dass nicht nur Polizei und Staatsanwaltschaft dabei unschön aussehen, sondern eben auch diverse linksradikale Leipziger Randalierer, da sich nun zeigt, dass es in der Tat nur immer um Kloppe gegangen sein muss. Jetzt wo Worch und Konsorten nicht mehr in Leipzig präsent sind – und wenn, dann nur mit einer kleinen Gruppe traurig dreinkuckender Spinner -, muss man sich eben umorientieren, um seinen Spaß zu bekommen.

Man kann den Kollegen Polizisten nur wünschen, dass sie einmal auf die Idee kommen, ein paar Euro für Kameratechnik zu sparen und lieber ihren Arsch vor den Rewe am Kreuz bewegen, um mit den Leuten zu reden. Dann tappen sie beim nächsten Mal auch nicht im Dunkeln.

Wo beschwert man sich…

…denn über Hubschrauber, die den ganzen Sonntag vorm Fenster herumkreisen?

Uni nimmt mehr Studierende als geplant…

meldet Mephisto und erklärt, dass das mit dem Hochschulpakt 20/10 zu tun habe, nach dem so viele Studierende aufzunehmen seien wie 2005, da es sonst zu Stellenkürzungen käme. Fraglich ist, wie das funktionieren soll, ohne die Akkreditierung der neuen Studiengänge zu riskieren. Schließlich ist, nach meinem Wissen, ein alter Magister nur einen Bruchteil eines Bachelor im Belegungsschlüssel wert. Aber wahrscheinlich ist das ohnehin Wurst. Irgendwie wird man sich durchlavieren. Beim Trabbi hammer früher schließlich ou Goula in de…….

Rahmenbedingungen Scheiße, Handlungsfelder top; und trotzdem fährt kein Zug

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Zwar liegt Leipzig im Index zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Wohnen, Bildung und Ausbildung und Freizeit des Familienatlas des Resteministeriums für Familie, Senioren, Frauen etc. im oberen Drittel der zuletzt verglichenen vierzig deutschen Großstädte, doch leider kommt trotzdem niemand hin.

Übrigens scheint sich wieder einmal jeder die Perlen nach Gutdünken aus diesem Bericht herauspicken zu wollen. Da steht dann in diversen Medienberichten der Osten ganz gut bei der Familienfreundlichkeit da, obwohl es keine Jobs gibt.

Waldbrandstufe auf dem Sandberg

Triptis, die kleine Stadt an der Orla, ist ja–das ist nichts besonderes für kleine Städte–nicht gerade für aufregendes kulturelles Leben bekannt. Da ist es schon erstaunlich, dass ein paar Leute dort eine Freilufttanzveranstaltung mit elektronischer Musik organisieren. Waldbrandstufe nennt sich das ganze und fand vorgestern zum wiederholten Male am Triptiser Sandberg (Triptiser Sand ist in der ganzen Welt…) statt. Hier gibt es Bilder der Waldbrandstufe 3 vom Sommer 2004. Es muss wohl, so wie die WILMA-Party in Leipzig, die geilste Party der kleinen Stadt an der Orla sein.

“Das sind aber Dinge, über die darf man nicht diskutieren…”

Via Batz und Manniac ein Schnipsel aus der ZDF-“Doku” “Auf Nummer Sicher” von David Dietl. Der Film zeigt auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Kuckst du hier!:

“Man darf nicht sagen, ach das ist doch nicht so schlimm. Hier ‘n bisschen was weggeschmissen und dort einen angerempelt, hier mal auf’m Bürgersteig gefahren und dort mal in der dritten Reihe geparkt, immer so hinter dem Motto ‘Is alles nicht so schlimm’.
Ist alles nicht nach dem Gesetz, und wer einmal Gesetzesübertretungen duldet, der kann anschließend nicht mehr begründen, warum’s irgendwann schlimm wird und irgendwann nicht so schlimm ist. Und deshalb: Null Toleranz bei Innerer Sicherheit, meine Damen und Herren.”

Kann gar nicht fassen, dass das wirklich der O-Ton sein soll. Ist aber wohl so. Leider! “Einfach machen” und “nicht diskutieren” klingt irgendwie nicht so richtig demokratisch, befürchte ich…

Pappe, Kunststoff (mehrfarbig), Holz/Farboffset, gegossen, geprägt, gesägt: Ich war ein Vero-Construc-Kind

Nochmal ein Nachsatz dazu: Mir ist aufgefallen, dass ich fast alle Kästen aus der Reihe Vero Construc hatte. Nur der Fahrzeugbau fehlte. Beim DHM finden sich Abbildungen der Kästen: 100-Kleiner Grundkasten, 200-Großer Grundkasten, 300-Zahnradgetriebe, 400-Getriebemotor, 500-Beleuchtungssatz, 600-Lochstreifengerät und sogar die 220, den Bausatz für Bagger und Raupe mit den erst zusammenzusetzenden Kettengliedern. Ich werde fast wehmütig beim Anblick dieser Kästen…

Mittags-GAU-Zeit-Vermeidung mit Gerd dem Herd

Eigentlich ein Thema für die Leipziger Gerüchteküche: hier. Dann aber doch nicht ganz, da ich noch ganz persönlich betroffen bin.

Im Mephisto-97,6-O-Ton hat sie es richtig gesagt, die Soziologiestudentin Franziska Werner:

Also es ist schon ziemlich problematisch, dass ich nicht mehr da essen gehen kann, weil es eben wirklich immer zentral gelegen war und da ich auch ganz oft im Seminargebäude Unterricht hatte. Und deswegen […] koche ich zu Hause und esse halt zu Hause. [hier]

Da hat sie es gut, die Franziska. Bei mir war das bisher nicht gut möglich. Aber jetzt ist er in mein Leben getreten: Gerd der Herd.

Gerd der Herd

Und wenn er erst mal angeschlossen ist, dann gibt es ständig Lasagne und Fix-Schokokuchen à la Julian und und und. Und zum Ameinsenhaufen von Karsten Mittag muss ich dann nur noch, wenn mir der Sinn nach Salatteller mit Tunfisch und Jogurtdressing plus weißem Brötchen steht.

Dank an Camilo, Torsten, Antje, Tikka, Christoph, Ina, Christian, Benny, Ralf, Ike ( Nicola), Stefanie, Gereon und Holger Ihr kriegt noch eine Lasagne-Einladung

Weitere Themen meiner Woche waren: die Warmen Brüder, diverse StudiVZ-Gruppen, die fünfzehn Leute, die fast ihre Romanistikprüfung hätten vergessen können und der WILMAnische MajorDomo.

Schau mal, ein Flugzeug!

Hana Jensel hat ja in ihrem Buch Zonenkinder* so manche erstaunliche Befindlichkeit ostdeutscher Menschen meiner Generation festgehalten. Da ist das Gefühl, eben weder Playmobil– noch Lego-Kind gewesen zu sein, wenn man im Ausland Erfahrungsberichten der anderen Deutschen lauscht. Da ist die Erfahrung, dass die Eltern einem irgendwie nicht so die Ratschläge zum Überleben im System geben können, weil sie genau so lange darin sind wie die Kinder etc…

Was sie aber vergessen hat ist die eigenartige Angewohnheit, jedes vorüberfliegende Flugzeug, jeden Hubschrauber zu kommentieren. Vielleicht liegt das daran, dass es früher so wenige davon gab. Dieser Flugzeugmangel sitzt noch in den Köpfen die sich dann automatisch drehen, immer wenn ein Motor am Himmel brummt. Leute zeigen nach oben, bleiben stehen, schauen nach. Bin mal gespannt, was passiert, wenn DHL in Leipzig ist. Ob der Verkehr ob der vielen angefahrenen Fußgänger auf den leipziger Straßen zum Erliegen kommt?

* [irgendwo ist da ein Dreher drin]

Geschwetz

Zwar ein bisschen nach der Spargelernte… Aber dennoch: Hier gehe ich Tante Frieda beim Sortieren zur Hand. Am Tisch steht auch noch müllers klein Else und Lompi (nicht zu sehen: der Zwiebelhändler GG von der Waffen-SS am anderen Ende der Leine). Aber es ist ja Urlaub, und da muss man den nicht sehen, oder?

Zu alt für die Böhsen Onkelz?

[Illustration: Onkelz-Logo]Komisch! Habe gerade den Matt noch von den Onkelz begeistern wollen. Meine Jugendmusik. Höre sie gerade und finde sie total trivial und eintönig. Dabei dachte ich doch immer, dass das ganz tolle Musik sei. Hatte sie sogar noch in England im Shuffle-Modus parallel zu Slime gehört, was zugegebenermaßen auch schon damals eigenartig war. Ich glaube, ich bringe die CDs jetzt in den Keller und lege lieber Heino auf (vielleicht liegts am Alter) ;-).

[Illustration: Hey Punk!/Slime]