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Category Archives: Zonenkinder

Supergeil: Was für die Adaptation Studies

Vergleiche

mit

[via Nebel].

Russischer Botschafter Wladimir Michailowitsch Grinin an der Universität Trier

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[Der Präsident der Universität führt ein.]

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[Recht gut gefüllter Audimax.]

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[MdB Bernhard Kaster]

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[Grinin]

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[Das Podium unter der exzellenten Moderation von Jens Paulus. Vielleicht ergänze ich noch etwas dazu…]

Jägerschnitzel auf Mensatablett


[“Jägerschnitzel auf Mensatablett”, 2011-12-11, Klicken vergrößert.]

Im Ramschkasten neulich schon das Rezept, und ich will einfach einmal meine Soße dazu geben.

Soße also:

  • Fetten Speck auslassen.
  • Fett für eine Mehlschwitze (Wasser aufgießen) verwenden.
  • Ketchup dazugeben.
  • Zucker und ggf. etwas Essig hinzugeben.
  • Mit Pfeffer und Salz abschmecken.
  • Fertig ist die Tomatensoße à la “Friedenszeiten”.

Бритни Спирс Sung by Some Elderly (Possibly Slightly Tipsy) Ladies

[via]

Stadt Land Fluss

Gerade Stadt Land Fluss gesehen und sehr begeistert. Nein, das ist keine Rezension. Aber ich möchte doch Benjamin Cantu loben, weil er Setting und Stimmen der Figuren (ob fiktional oder “authentisch” (im Presseheft spricht man von halb-dokumentarisch, glaube ich)) so wahrheitsnah und glaubwürdig wirken lässt. Natürlich sind weder Glaubwürdigkeit noch Wahrheitsnähe relevanten Kriterien für Kunst. Aber queere Liebesgeschichten befinden sich traditionell in einem besonderen Spannungsverhältnis zwischen Wunsch und Wirklichkeit der Leser und der Fiktionalisierung dieser beiden. Schon E. M. Forster hatte dieses Problem mit seinem Maurice. Wie soll man diese Liebesgeschichte enden lassen? In einem wahrheitsnahen schrecklichen Ende, einem Skandal und einem Bruch? Oder soll man ein Happy Ending kreieren, das dann dem Leser gefällt, ihn nicht in das Grau der Wirklichkeit und seine gesellschaftsbedingt mutmaßlich verlogene und gefürchtete Seinsweise zurückwirft? Total unglaubwürdig. Bei Forster geht das Paar fort. In den Wald. Ins Grüne. In eine Art Überrealität, die dem Wesen des Menschen und der Natur näher ist. Cantu macht einen Schnitt und beendet den Film. Das Paar, das seine Liebe nur in der Großstadt oder im Geheimen zu leben für möglich hält, bleibt dort wo es ist: in einer tiefen Nähe, mitten im ländlichen Milieu, in der Provinz Brandenburgs, auf dem Hof der LPG. Wo soll es auch hin? Nach Berlin, weg aus der Heimat? Und da eine Zukunft ihrer Liebe, dort wo sie in diesem Moment ist, undenkbar ist, friert die Zeit ein, endet der Film dort wo er am Schönsten ist. … Mehr nicht (obgleich sich so viel mehr sagen ließe). Lesenswert ist das Presseheft von Salzgeber (PDF), in dem überaus spannend der Hintergrund des Drehs beleuchtet wird (das Halbdokumentarische). Der Regisseur kommt auch zu Wort und berichtet davon, dass die von mir als undenkbar bezeichnete Liebe vielleicht doch denkbar ist… Mir bleiben die Bilder, der Sound und der Geschmack des Ländlichen, des Ostdeutschen, der Provinz. Sie sind ernüchternd und heimelig zugleich. Und–obgleich Cantu was anderes behauptet–befürchte ich, dass es für dieses Gefühl gut ist, dass der Film mit der Umarmung endet.

Was sind Filinchen?


[“Filinchen”. Klick zum Vergrößern!]

Das sind Filinchen.

Polytechnische Oberschule Rudolf-Schwarz im Schnee

Warum die Schule, als ich sie besuchte, nach dem NS-Widerstandskämpfer benannt war, obgleich der meines Wissens niemals in der Orlaquellperle Triptis gewesen war, ist mir bis heute schleierhaft. Vielleicht hatte die Ostthüringische Kleinstadt keine eigenen Antifaschisten aufzubieten? Wie auch das “Orlatalgymnasium” in der Nachbarstadt, hat man sich nach der Wende nach all den politischen Wirrungen des letzten Jahrhunderts dafür entschieden, der Schule einen politisch möglicht unverfänglichen Namen zu geben. Jetzt heißt das Ding “Am Morgenberg“–eigentlich ja ein Straßenname–und ist eine Regelschule (Thüringer Real-/Hauptschul-Kombipack). Dabei hätte die Stadt mindestens zwei wichtige historische Figuren zu bieten gehabt (einen Fotografen/Dokumentarfilmer und den Linguisten, von dem de Saussure seine Unterscheidung zwischen Langue und Parole hat). Aber sei es drum! Solange die frische Farbe einen schönen Kontrast zum Schnee vor der Braunsdorfer Straße abgibt, ist mir das Wurst. Klick!

ADAC Rallye: Impressionen 2

ADAC Rallye: Impressionen 1

Vogelperspektive Speyer

Huch! Habe gerade festgestellt, dass mir bei meinen Fotos des Doms zu Speyer die Marie Curie der bundesdeutschen Alt-Ministerpräsidenten vor die Linse gelaufen ist. Hier ein Bildausschnitt:

Audimax-Besetzung Landau–Retrospektive

Hatte noch gar nicht meine Impressionen von der Audimax-Besetzung aus Landau gepostet. (Das fiel mir ein, als ich heute in der Regionalzeitung von der Uni Trier las.) In der Erinnerung gab es dort mehr Aushänge mit der Aufforderung zur Sauberkeit und Hinweisen zur Müllbeseitigung im besetzen Hörsaal als bildungspolitische Forderungen. Echt weird. Ich zitiere aus dem Gedächtnis (aus Trier): “Was ist das denn überhaupt für ein handzahmer Protest?” So einer eben.

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PS: Cool eigentlich, wenn man sich Handtücher, oder meterweise Schals und Jacken sparen kann. Ein Zettel tut es auch und sieht so viel ordentlicher aus.

Studentenproteste lokal: Realitätsverleugnung beim Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen?

Zuerst einmal die Pressemitteilung des AStA der Uni Trier: hier (PDF, Quelle).

Dann der Artikel “OB Jensen verteidigt Stadt gegen AStA-Kritik” von Marcus Stölb bei 16vor (inklusive einiger triertypischer (engstirnig, provinziell, moralisierend) Kommentare).

Was ist nun von der Jensens Reaktion gegenüber 16vor zu halten? Klaus Jensen (SPD) sei erstaunt und befremdet über die Kritik des AStA, auch weil dieser sich direkt an die Presse gewandt habe, ohne vorher das Gespräch mit dem Rathaus gesucht zu haben. Ist ja blödsinnig, denn 1.) sollte die Wohnraumsituation und der Zustand des ÖPNV im Rathaus bekannt sein, wenn die Zuständigen nicht vollkommen auf der ältesten Wolke Deutschland schweben. 2.) Seit wann muss man, wenn man etwas zur Lage Triers sagt, das Rathaus um Erlaubnis bitten? Viele mögen sich in diesem miefigen Kaff mit allen anderen arrangieren, niemandem auf den Schlips treten wollen. Dass dieses Gebaren allerdings von den politischen Akteuren dieser Stadt erwartet wird, wirft schon einen dunklen Schatten auf ebendiese. 3.) Die Positionen des AStA sind bekannt. Im letzten Semester gab es gar ein Podiumsdiskussion zum Thema ÖPNV. Übrigens wurde damals auch die Haltung der Entscheidungsträger offensichtlich: mit ein paar Cent mehr Studienbeiträgen sei der Nachtbus schnell finanziert. Umschichtungen von Stadt nach SWT seien schwierig. Um- und Neudenken sind (so mein Eindruck) in Trier prinzipiell ausgeschlossen. Alles, was nicht aus dem Trierer Filz sickert, ist sowieso nichts wert… Dass eine Großstadt auch nachts ein halbwegs annehmbares ÖPNV-Netz bereitstellen sollte, versteht sich von selbst. Dass Trier es nicht tut, ist traurig und entlarvt die Stadt als Großstadt auf dem Papier. Dass der Oberbürgermeister einerseits die Studenten deklassieren zu wollen (keine Extrawurst!) und dann aber doch nichts gegen eine Finanzierung des städtischen Nachtverkehrs aus Studentenhand zu haben scheint, entlarvt ihn als Heuchler vor dem Herrn jemanden, der nicht zu wissen scheint, was er sagt oder will. Ich würde Klaus Jensen übrigens einmal empfehlen, eine Woche nur Bus zu fahren. Auch morgens kurz vor zehn vom Avelertal aus. Oder auch abends nach 20 Uhr von der Arnoldistraße Richtung Stadt.

Neben den irren Bemerkungen zum ÖPNV schlägt schon allein Jensens Hinweis auf die Wohnsituation für Studenten in Trier dem Fass die Krone ins Gesicht. In Trier-West solle aus einer ehemaligen Kaserne ein Studentenwohnheim werden. Braucht man gar nicht lange drüber nachzudenken. Man muss nur “Studenten” z. B. mit “Behinderten”, “Rentnern” oder “schwarzafrikanischen Asylbewerbern” ersetzen und schauen, ob das dann immer noch so gut klingt. Hätte der Trierer Oberbürgermeister gesagt, dass in Trier-West aus einer ehemaligen Kaserne ein Wohnheim für schwarzafrikanische Asylbewerber werden solle, hätte es wahrscheinlich schon deshalb Protest gegeben. Wie kann man die Leute in eine umgebaute Kaserne abschieben?

Latenten Hass auf Studenten möchte ich Klaus Jensen (neben all der zum Teil satirischen Polemik) nicht unterstellen. Eine große Arroganz und Ignoranz gegenüber den tatsächlichen Gegebenheiten der Stadt möchte ich nicht ausschließen. Die Uni und die Studenten sind ein wichtiger Standortfaktor und eine Bereicherung für diese Stadt. Dass die Politik die Studenten nicht ernst nimmt, sie stattdessen fast wie Dreck zu behandeln scheint und ihre kritischen Vorschläge einfach so vom Tisch wischen möchte, ist wirklich sehr sehr traurig.

Eigentlich müsste man in dieser Situation den AStA dazu aufrufen, das Semesterticket zu kündigen und den Studenten empfehlen, sich nicht in Trier anzumelden (bzw. sich wieder abzumelden). Eigentlich.

PS: Zur Unlogik des SWT-Verkehrsbetriebschef Frank Birkhäuer, der in Stölbs Artikel auch zu Wort kommt, kann man fast nichts mehr sagen. Der Nachtbus richte sich fast ausschließlich an eine Bevölkerungsgruppe und werde deswegen nicht von den SWT finanziert. … Die Busse morgens richten sich auch vor allem an eine Gruppe der Bevölkerung, nämlich die, die Frühschicht haben. Trotzdem werden die Busse von den SWT finanziert. Käse also, was Birkhäuser da meint. Vielmehr geht es wohl, wie auch bei Jensen, eher darum, dass man glaube, es mit den Studenten machen zu können.

Ü30-Indy im Chat Noir

“Was ein Spaß!” dachte ich mir: Ü30-Indy-Party im Chat Noir. Naja, die meisten, an die ich gedacht hatte, waren dann doch nicht dabei (“Wir reiben uns freitagabends immer gegenseitig mit Rheumasalbe ein.”).

Als ich mit Begleitung zum Varieté Chat Noir komme, fragen wir uns, ob die Veranstaltung vielleicht ausfällt (man sieht niemanden, hört keine Leute jolen, nichts). Dann fragen wir den Rausschmeißer. Der ist nett. Es fülle sich gerade noch. Okay. 4€ Eintritt, 1€ Garderobe. Dafür aber echt die große Sitzauswahl, die Tanzfläche leer. Als Getränk hat mir der Herr des Hauses kürzlich einen Gin-Tonic mit Gurke empfohlen. Den will ich haben. 6€. What a ripoff! 6€? Ja, 6€. … Mein Denkfehler natürlich. Ich bin auch nicht auf dem aktuell Stand. Meinen letzten Gin-Tonic hatte ich im Stadtzentrum von London dieses Jahr. Montagnachts im Heaven. Der hat 2,50£ gekostet. Aber klar: war ja nur London und nicht Trier, und das Heaven ist im Vergleich zum Chat Noir …, und das Publikum…, und natürlich die Gurkenscheibe (mit Schale)! Die macht den Unterschied.

Die Musik ist tanzbar. Der DJ macht ein paar Fingerübungen bei den Übergängen. Nirvana, Depeche Mode, und so alter Kram aber auch Phoenix, Bloc Party und Franz Ferdinand. Als Rammstein gröhlt, Continue reading ›

Der Baubiber brannte …

… heute Morgen.

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[Blindi hat’s gesehen.]

Nun fragt man sich, ob sich das heiße Tier selbst entzündet hat oder ob da Vandalen am Werk waren. Der Baubiber war schon in der Vergangenheit durch gesundheitliche Probleme und exzentrisches Verhalten aufgefallen.

[Fällt gern durch exzentrisches Verhalten auf: Der Baubiber lässt sich seine Zähne vergolden (März 2008).]

Und abends gehen wir nicht mehr in das Horns / die Ilse / das UT / …

Und abends gehen wir ins Horns, um dort festzustellen, dass es irgendwie ziemlich leer ist, weil die Premiumklasse der Klubbesucher–wenn man das so nennen darf–gar nicht so groß ist und sich inzwischen über ganz Leipzig verteilt. Das war früher nicht so. (Was nicht heißen soll, dass es besser war, sondern lediglich, dass sich die Ausgangslage verändert hat.)

Jetzt geht man nicht mehr in die Ilse, um dort alle zu treffen. Nein, man geht ins Kultiviert Anders! oder ins Victor Jara. Auch im Sweat Club wird man fündig und im Café Knicklicht feiert man große Parties. Allerdings gibt es keine festen Szene-Zentren mehr. Die ganze studentische Nachtkultur-Suppe ist breit gelaufen. Das Problem dabei: Die Stadt gibt diese Entwicklung nicht wirklich her. Die von Banden kontrollierten Drogenumschlagplätze Teenie-Schubsen in der Innenstadt mögen voll sein, wie sie wollen, das leicht alternativ-subkulturelle Publikum indes ist in Leipzig zu klein. Eine starke Profilierung muss folgen–oder ein Gesundschrumpfen. Wann macht die Ilse zu? Oder spielt man dort doch wieder jeden Donnerstag Indy-Rock (um eine ganz bestimmte Zielgruppe aus der ganzen Stadt zu ziehen)? Oder übernimmt der Sweat Club diese Rolle auf Dauer? Wo ist ein szeniger Ort, an dem immer Minimal auf dem Plattenteller liegt? Wo bleibt der Nachfolger der Homo Elektrik? Wo bleiben die neuen Konzepte? Klar kann man in einem Wächterhaus regelmäßig auflegen (natürlich nur elektronisch, weil alles andere uncool ist) und sich selbst feiern. Doch scheint mir da die Substanz (Nachhaltigkeit, echte Investitionen und festes Engagement) völlig zu fehlen.

Die alten scheinen müde (Warum mach die Ilse keine Dependance in Schleußig auf?) und die jungen offensichtlich mit halben Sachen zufrieden.

Oder nicht?

Krichten

Meine Ohrhörer sind kaputt. Deswegen gestern beim Sport den m. E. schlechtesten Radiosender ever hören müssen. Jump, der angeblich neue Sound im Radio, ist by-default in der Muckibude eingestellt. Einerseits passt das ganz gut, denn Dudelsender nimmt man eben für Zwecke, wo es sowieso egal ist, wo es also nur im Hintergrund dudeln muss, weil die verzogene Meute keine Stille mehr erträgt. Anyway. Jump scheint ja mehr Selbstbeweihräucherungsjingles zu spielen als alles andere. Sehr suspekt. Irgendwo zwischen diesen Clips und massentauglich weichgespültem und durchproduziertem Gesang dann tatsächlich auch Nachrichten, in denen sogar auf den Tod eines mir unbekannten Autors eingegangen wurde, ein gewisser Krichten. Der Name wurde in der Meldung wiederholt und ein paar seiner Romane erwähnt. Mir schwante, dass es sich doch nur um einen bekannteren Autor handeln könnte. Vielleicht stimmt es tatsächlich, dass Journalisten nicht googeln (können), denn selbst bei Wikipedia steht die Aussprache des Namens in IPA-Umschrift.

Home is …

… wo braune Ortsjugendgruppen sich vom Nebel an Allerheiligen nicht vom traditionellen Morgenspaziergang neben den Gleisen abhalten lassen.

Mein Vermieter liebt mich nicht mehr ODER Die LWB verwechselt Leipzig mit München

Was habe ich nur falsch gemacht? Was habe ich versäumt und gelassen? Wie ihn aufgebracht gegen mich, der ich immer dachte, ein guter Mieter zu sein? Seit über zehn Jahren miete ich bei ihm, doch nun, da ich neu mit ihm verhandeln möchte, weil die Wohnung nicht so top ist, wie er vorgibt, weil Reparaturen sich verzögern, weil die Preise steigen und steigen, just in diesem Moment verstößt er mich und meint, ich könne doch kündigen, wenn es mir nicht passe. Da frage ich mich glatt, ob der Leerstand in den Objekten der LWB denn so gering ist und ob es dem Unternehmen so gut geht, dass man Anliegen der Mieter auf solche Weise glatt abbügeln kann. Vielleicht scheint einem als kommunaler Anbieter aber einfach immer die Sonne aus dem Arsch.

Sach ma, DHL, haste vielleicht noch ein…

…Pöstchen übrig? Der Malitzke ist doch nicht die allergrößte Nummer. Wir hätten da noch einen unbeliebten Reli-Lehrer wegzuloben.

Clemenz Meyer bei Ulrich Wickwert

Rache der Praktikanten in der Podcast-Abteilung? Clemenz Meyer und Ulrich Wickwert.

[Screenshot: Feed im Google-Reader]

Ganz erstaunt war ich, als ich diesen Titel sah. Hatte sich da der Podcast-Praktikant am Sender rächen wollen, oder hatte er mit dem Gesprächsgast vielleicht vor der Einspeisung des Eintrags einen Kasten Sternburg geleert? Ganz im Gegensatz zur Überschrift in der XML-Datei ist die Sendung im Sinne Wickerts sicher gelungen. Clemens Meyer war nüchtern und plauderte sehr sympathisch aus dem Nähkästchen. Allerdings habe ich mich gefragt, ob die Aussagen irgend einen literaturwissenschaftlichen Wert haben können, ob sie der Konservierung und Transkription lohnen. Ich denke nein, zu viel Herumgehacke auf der Person, zu viel wieder nur über das Medienphänomen Meyer, über den Knast und das Journalisten-Bashing. Über seine Poetik, über seine Denke zur Literatur, zu Werkstatt, Welt oder Leben kam nur etwas viel zu diffuses Gequackel.

Für Fans des Reudnitz-Rockers, ist das Interview allerdings ein Muss.