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Category Archives: Wissenschaft und Technik

Kann nicht

Stell dir vor: Ich so drauf und dran. Und sie? Sie kann nicht. Kann einfach nicht!


["Abgelaufene Sendung kann nicht", 2011-10-22]

Warum nur habe ich mich damals für eine abgelaufene Sendung entschieden?

Defekt einer Anlage im Kernkraftwerk Cattenom: Französisches AKW trotz Störfalls noch am Netz*

Im französischen Atomkraftwerk Cattenom hat sich erneut ein Störfall ereignet. Wie aus Kreisen verlautete, war im Rahmen regulärer Wartungsarbeiten eine Schlossfalle fehlerhaft eingerichtet worden. Dies habe zu einem unsicheren Betrieb und schließlich zum vollständigen Versagen des Schließsystems einer Anschlagtür geführt, so dass die Anzahl funktionstüchtiger individueller Sanitärkabinen in der Nähe des Blocks 2 unter eine kritische Marke gefallen sei. Dieser Reaktorblock war erst am 10. Februar wegen eines technischen Fehlers automatisch abgeschaltet worden.

Nach Angaben des Betreibers EDF habe der aktuelle Vorfall keine Auswirkungen auf die Sicherheit der Anlagen im Ganzen, auf das Personal oder die Umwelt gehabt. Der Vorfall habe sich im nicht-nuklearen Bereich der Anlage ereignet. Block 2 ist EDF zufolge nach einem Störfall am 10. Februar erst am Montag wieder angefahren worden. Dass dieser Reaktor trotz des aktuell aufgetretenen Defekts nicht erneut vom Netz getrennt wurde, stößt bei Politik und Anti-Atom-Aktivisten auf Unverständnis und Kritik.

In der Vergangenheit hatten sich der saarländische Landtag und die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke für eine Abschaltung ausgesprochen. Auch der luxemburgische Regierungschef Jean-Claude Juncker dringt auf eine dauerhafte Stilllegung der Anlage. Insgesamt wurden in Cattenom seit der Inbetriebnahme des ersten Reaktorblocks 1986 rund 750 sicherheitsrelevante Ereignisse registriert. Die Anlage ist nur wenige Kilometer Luftlinie von den Grenzen zu Deutschland, Belgien und Luxemburg entfernt.

[Original]

* Achtung: Satire. Bitte beachtet das About.

Eli Pariser on Online “Filter Bubbles”

Almost a year old but still very topical and worthwhile TEDTalk on filter bubbles and the threat that content-filtering algorithms might pose to democratic societies in the age of the internet.

[via]

Rotationshyperboloidenromantik

Naturzug-Kühlturme haben die Form von Rotationshyperboloiden, weil man mit wenig Material eine stabile Form gießen kann. Wer die Funktionsweise dieser Türme nicht kennt, wird vielleicht erstaunt sein zu erfahren, dass die ziemlich dünnhäutig sind. Das ist nicht verwunderlich, denn sie sind leer. Da ist nichts drin außer Luft. Man könnte in ihnen rumlaufen, wenn sie in Betrieb sind. Allerdings plätschert dann das Wasser ziemlich laut, und so läuft man bei Besichtigungen in der Regel durch gerade nicht laufende Kühltürme. Das ist ein außergewöhnliches Erlebnis und jedem zu empfehlen. Schon allein wegen der Perspektive vom Boden eines hohlen Rotationshyperboloiden. Da ich keine Fotos aus dem Innenbereich machen durfte, hier nur von außen…


["Dampfturbinenläufer an Kühlturm", 2011-09-09]

You Are All Stardust

Every atom in your body came from a star that exploded. And the atoms in your left hand probably came from a different star than your right hand. It really is the most poetic thing I know about physics.

You are all stardust.

You couldn’t be here if stars hadn’t exploded. Because the elements, the carbon, nitrogen, oxygen, iron, all the things that matter for evolution weren’t created at the beginning of time. They were created in the nuclear furnaces of stars. And the only way they could get into your body is if the stars were kind enough to explode.

So forget Jesus. The stars died so you could be here today.

[from: Lawrence M. Krauss, "A Universe from Nothing," AAI 2009, full speech here (worth watching)]

Homöopathiekonzern gegen Blogger

Ich rege mich ja schon darüber auf, dass Menschen in Gegenden mit gutem Leitungswasser Wasserflaschen von der Kaufhalle nach Hause schleppen, die vorher durch ganz Deutschland transportiert wurden, eine fürchterliche Umweltbilanz haben, eklig nach Plaste und Weichmachern schmecken und im Vergleich mit Leitungswasser um einiges teurer sind. Stilles Wasser sind die Schlimmsten!!1! Anyway… Was richtig krass ist, ist, dass man viel kleinere Packungen Wasser zu vergleichsweise irrsinnig hohen Preisen verkaufen kann, wenn man Homöopathie drauf schreibt. Dass Homöopathie Blödsinn und Abzocke ist, sollte man m. E. schon längst verstanden haben, wenn man nicht geblendet werden möchte oder einfach blöde ist. Dass Homöopathie keine Naturmedizin ist, ist bekannt (auch wenn das leider noch nicht zu Lobbypolitikern wie Renate Künast vorgedrungen zu sein scheint). Ich stelle mit den typischen Homöopathen irgendwie als fehlgeleiteten Knallkopp vor, und bin also erstaunt über die Skrupellosigkeit einer Industrie, die, soweit ich weiß, vor allem mit Hoffnung, Unwissen, leeren Versprechungen und kleinen, teuren Wasserfläschlein ihr Geld macht.

Boiron ist ein riesiger Homöopathie-Konzern mit einer guten halben Milliarde Euro Umsatz im letzten Jahr. Dieser internationale Konzern steht also gerade auf der einen Seite, ein kleiner Italienischer Blogger, der sich erlaubt hat, eine Wahrheit zu sagen, der steht auf der anderen einer Auseinandersetzung, bei der es, wie ich glaube, darum geht, dass einer mundtot gemacht werden soll. Wer das ist? Klar. Aber lest selbst. Übrigens hat der Blogger, Samuel Riva, auch eine eigene Seite mit Updates in Englisch aufgemacht. Wer also sehen möchte, wie sich Boiron bis auf die Knochen blamiert und–das hat natürlich etwas Gutes–dazu beiträgt, dass vielleicht ein Homöopathieanwender mehr über die Praktiken der Industrie und die Unwirksamkeit der Methode aufgeklärt wird, der kann dort in den nächsten Tagen einmal vorbeischauen.

Update: Bei dem Medikament, um das es vorrangig geht (das Umsatz-Zugpferd des Unternehmens), handelt es sich anscheinend nicht um Wasser, sondern um Zucker. In Kalifornien läuft gegen das Unternehmen im Moment eine Sammelklage.

Only Boys Accepting Feminism Get Kissed Meaningfully


["HR-sparse-de" von Sch, CC-BY-SA]

Ist auch schwer zu merken, die Reihenfolge der Spektralklassen im Hertzsprung-Russell-Diagramm. Wir sollten das aber mit einem der unglaublich vielen Merksätze hin bekommen. Schließlich feiert das HRD dieses Jahr seinen 100-jährigen Geburtstag, denn Ejnar Hertzsprung hatte es in seinem Aufsatz Ueber die Verwendung photographischer effektiver Wellenlängen zur Bestimmung von Farbenäquivalenten, Publikationen des Astrophysikalischen Observatorium zu Potsdam 63.22.1 (1911), (Leipzig: Engelmann, 1911) zum ersten Mal in dieser Form verwendet. Spannende Geschichte übrigens, denn nicht umsonst taucht da auch ein gewisser Russell in der Bezeichnung auf. Wie dem auch sei, habe ich mich schon länger gefragt, warum die Benennung nicht alfabetisch ist. Aber da gibt es diesen empfehlenswerten Podcast von Astronomy Cast, der das erklärt. Und natürlich sind die Frauen Schuld:

People started taking spectral images of stars – this is where you take the starlight and you shine it through a slit, a prism, and [...] as a result, you end up with the light spread out into very fine-grained rainbow, where you can see where light gets absorbed out by the atmosphere of the star and where there’s extra light due to emission lines in the atmosphere of the star. [...] These neat lines on the rainbows of these stars and the first people to try and figure out how to sort out what these spectra meant were two of Pickering’s women at Harvard. So on one hand you had Antonia Maury [...]. And she came up with this really complicated system that looked at the widths of the lines, what the lines were, and it had some basis in physical reality, but we didn’t understand that at the time. Then there was Wilhelmina Fleming, who looked at the lines and took a very straightforward approach. She knew what the Hydrogen Balmer series was, she knew what the lines were in the stars, and she classified the stars, such that “A” stars had the most Hydrogen Balmer lines, and as you worked your way down the alphabet, the Balmer lines slowly disappeared.

Erst später hat man dann festgestellt, dass die verschiedenen Farben Temperaturindikatoren sind und das Spektrum dementsprechend neu geordnet, dabei aber die alten auf der Analyse tausender Spektren basierender Bezeichnungen beibehalten.

Zuckendes Essen

Juchheisasasa! Lecker tanzender Tintenfisch–not!* Warum dem so ist? Hier.

[via]

Übrigens: Bitte nicht bei Youtube den anderen Frosch-Video-Empfehlungen folgen! Echt jetzt. Das wird wirklich unappetitlich.

*Da ist mir die Tiegelwurst, die ich heute hatte, um einiges lieber.

TED: How Algorithms Shape Our World / Kevin Slavin

Kevin Slavin talks about the life of algorithms, about how we are not capable of understanding what they are doing, and how they even terraform our planet.

[via]

Volkswagen – The Dark Side / Greenpeace

A very sexy campaign that looks as glossy as the car manufacturer’s own ad. Published by Greenpeace, it is a kind of follow up to Volkswagen’s own campaign emphasizing on the stark contrast between VW’s corporate image and what they are actually doing in terms of CO2 emission, fuel efficiency and general eco friendliness.

Really worth having a look: the videos (especially part II), the facts and the viral part of the campaign (a kind of game). You might also want to join the rebellion and get some jedi training.

How to Preserve Our Culture…

…forever–or, at least, a very long time? Hungry Beast’s on to it. Hilarious! May the Bieber live on.

Ja, das kaufen unsere Kunden…

…gern und auch in rauen Mengen zusammen. Wir fragen uns natürlich nicht wieso, weil ja … naja, weil wir uns freuen, wenn die Menschen unser Zeug kaufen.

Es ist katastrophal!

Und wenn, man den Überblick darüber nicht verlieren möchte, wie die Welt gerade auseinander bricht, sich die Apokalypse nähert oder es einfach nur mit der Menschheit den Bach herunter geht, der findet alle notwendigen Informationen beim Havaria Information Service der ungarischen National Association of Radio-Distress Signalling and Infocommunications (RDSI). Mit dabei: ein wunderbarer Google-Maps-Mashup mit klickbaren Katastrophen-Icons, Listen aktueller, kurz- und langfristiger Ereignisse. Auch Autounfälle im UK, Tsunamies, der Zustand der Supervulkane und die zu erwartenden Asteroideneinschläge werden in wertvollen, informativen Tabellen verzeichnet. Definitiv mein Tipp fürs Wochenende: Katastrophentourismus mit dem Mauszeiger auf der Landkarte.

PS: Ich finde ja die nicht weiter kommentierten Epidemie-Risikofälle am beeindruckendsten. Was wird es wohl sein? SARS, die Vogelgrippe, hämorrhagische Fieber, Super-Resistenzen oder noch nie gesehene Keime aus Biowaffen-, oder Pharmalaboren, aus dem langsam auftauenden Permafrostboden, aus Asteroiden oder dem großartigen Darwinschen Variationskosmos?

Überholen ohne Einzuholen beim Zwersten Trierer Science Slam

Die Zweiten werden die Ersten sein, heißt es irgendwo. Vielleicht auch nicht. Aber das ist auch egal, denn es scheint zumindest beim ersten Trierer Science Slam so zu sein. Der ist mindestens der zweite, was aber keinen stört, denn mit der Wahrheit ließe sich schlechter werben.

Beim Stadtblog mit Identitätsproblem lokalen Nachrichtenportal 16vor schreibt man, dass das Studentenwerk zusammen mit dem Verein “Kulturraum Trier” zu Beginn des Semesters den “ersten Trierer ‘Science Slam’ veranstalten” wolle. “Wir sind auf dem besten Weg, eine rheinland-pfälzische Premiere zu veranstalten”, weiß dann auch der Organisator zu behaupten. Allerdings wird nur durch einen O-Ton die Unwahrheit nicht richtiger. (Und ganz nebenbei: Eine gute Idee, keinen Verfasser zum offensichtlich überhaupt nicht recherchierten Artikel bei 16vor zu setzen.)

Interessanterweise verweist der Text nicht auf die vom traditionreichsten Slam-Veranstalter, dem Haus der Wissenschaft in Braunschweig, geführte Website scienceslam.org, sondern auf so etwas wie die zweite Reihe der Szene (was ja dann auch wieder zum Motto–die Zweiten werden die Ersten sein–passt): auf die Website der Hamburger Biologin Dr. Julia Offe, die u. a. auch den zweiten Berliner Science Slam veranstaltet. (Übrigens unterscheiden sie die beiden URLs, wenn man will, nur in einem Bindestrich: science-slam.de vs. scienceslam.de) Überhaupt scheint es in dem Bereich einiges an Wettbewerb zu geben, wie ein Blick auf die Veranstaltungsseite der ersten Berliner Slammer zeigt. Die wollen u.a. auch nach Köln, wo Frau Offe schon veranstaltet. Aber all das ist total verworren und kompliziert und sowieso ohne Garantie und vollkommen uninteressant. Was viel wichtiger ist, ist festzustellen: der erste Trierer Science Slam fand bereits am 14. Mai 2010 statt. Und er war auch noch richtig authentisch trierisch, denn er wurde vom ortsansässigen selbstredend e. V. organisiert.

Wer das alles noch einmal nachlesen möchte: Informationen zum wirklich ersten Trierer Science Slam gibt es hier. Ach so, und dass die Pressestelle der Uni die falsche Nachricht weiterverbreitet (obgleich sie es am besten wissen sollte, schließlich war die Uni Veranstaltungsort des ersten Slams), kommentiere ich am besten nicht.

PS: Für die nächste Werbeoffensive: Powerpoint-Karaoke gibt es übrigens auch schon regelmäßig in Trier. Da kann man eigentlich auch wieder nur Zwerster sein. ;-)

UPDATE/KORREKTUR: Erfahre gerade [via Marcus Stölb], dass Meldungen, die de facto nur auf einer Pressemitteilung basieren nicht mit Namen getaggt werden. Also kein passender Einfall für diesen spezifischen Artikel bei 16vor, sondern generelles Prinzip.

Doch nicht vom Tisch! Was Hunde in Sektionsdarstellungen suchen…

Hogarth, "The Reward of Cruelty"

Tatsächlich scheint die Kunst den Hund bei der Darstellung der Sektion nicht vergessen zu haben. Er bekommt das, was vom Tische fällt. Wie beim Essen auch. Eine Art Nebenmotiv in der Darstellung der Obduktionspraxis. Vielleicht mit einem zwinkernden Auge gezeichnet. In William Hogarths The Four Stages of Cruelty (1751) z. B. findet sich der Hund in einer ausgezeichneten Position. Er ist einer der Endverwerter des zur Strafe geschändeten Tom Nero, dessen Karriere der Grausamkeit freilich auch mit dem Quälen von Hunden began, wie die erste Bildtafel zeigt. Eine späte Genugtuung also. Die vierte Tafel vielleicht ein Zitat, vielleicht ein Pastiche von anderen.

Vesalius, _De humani corporis fabrica_

Im Frontispiz zu Andreas Vesalius’ De humani corporis fabrica (1543) findet sich der Hund etwas weiter abseits als Zuschauer. (Auch einen Affen gibt es.) Aber er hat das Maul schon aufgerissen, muss zurückgehalten werden.

Im nächsten möglichen Vorbild, der Sektionsszene aus Johannes de Kethams Fasiculo de Medicina (1495), gibt es keinen Hund. Vielleicht geht er gerade Gassi. Warum aber ausgerechnet Rembrandt van Rijn 1632 glaubte, dass seine Anatomie des Dr. Tulp ohne Hund auskäme, bleibt bis heute rätselhaft. Noch nicht einmal ein versteckter Hinweis, ein Napf in der Ecke oder so etwas!

Besonders schön indes, gemalte Kommentare zur Motivpraxis: wenn Hunde Hunden zuschauen. So wie in Emile-Edouard Mouchys “Physiological Demonstration with Vivisection of a Dog” (1832). Ich gebe zu, eine Nekropsie wäre das bessere Beispiel.

Swanenburgh, "Anatomische Theater zu Leiden" (1610)

Übrigens: Mein Favourit ist Willem Swanenburghs Kupferstich von 1610, “Anatomische Theater zu Leiden”. Wie frech der Hund den Betrachter anzuschauen scheint! Wie er zu wissen scheint, wo es etwas zu Fressen gibt. Jetzt, und potentiell auch später, wenn der Betrachter in Leiden aufgeschnitten und verfüttert wird an den besten Freund des Menschen.

 

 

 

 

The Particle Physics Song / CERN Choir

One of the comments at YouTube says that this is “the most beautiful expression of ultra nerdyness” they have ever seen. Well, it’s not too nerdy, really, but beautiful anyway … and special.

Oxygen and its Friends

Sweet…

Oxygen from Christopher Hendryx on Vimeo.

[via]

Wie man Facebook-Social-Plugins den Garaus macht…

Haben mich schon länger gestört: so genannte Social Plugins, wie die Like-Buttons, die auf allen möglichen Seiten aus dem Boden sprießen. Warum? Aus dem gleichen Grund wie Carsten, der neulich darüber geschrieben hat. Dazu kommt noch, dass man Interaktion im Netz und auch Erinnerung immer stärker in das körperschaftliche System von Facebook einbettet. Statt auf einem Blog zu kommentieren, macht man das in Facebook. Statt zu twittern, postet man Status-Updates bei Facebook. Vieles passiert also in einem “monokulturellen” System, über das man letztlich wenig Kontrolle hat (vgl. auch die Diskussionen um die Nutzungsbedingungen der Seite). Außerdem noch die oben angedeutete Möglichkeit für Facebook, genau zu analysieren, auf welchen Seiten man sich herumtreibt. Das mag ich nicht. Allerdings mag ich mich aber nicht ständig aus Facebook ausloggen, weil ich es häufig nutze. Was ist also zu tun?

Ganz einfach: So könnte man die Facebook-SpitzelPlugins los werden:

Ad-Blocker-Einstellungen öffnen. Ich habe Adblock Plus. Da klicke ich auf den Pfeil neben dem ABP-Logo neben der Adress-Zeile.

FBSPB1

Dort wähle ich “Preferences…” und klicke auf “Add Filter…”, um diese beiden Zeilen dort hinein zu kopieren (ich muss also zwei Mal klicken):

||facebook.com/*$third-party
||fbcdn.net/*$domain=~facebook.com

FBSPB2

So einfach. Die Zeile bringt den Ad-Blocker dazu, alle Facebook-Inhalte zu blockieren, wenn sie von einer anderen Seite als Facebook selbst geöffnet werden. Like-Buttons und Bilder von Facebook-Freunden, die eine besuchte Seite schon mögen, sollten ab jetzt wegfallen.

Auf der Website der Open House Party, z. B., ist jetzt rechts wieder ganz viel Platz, der die Augen zum Verweilen einlädt. Unter Magazin-Beiträgen bei hunderttausend.de gibt es keine Kommentare mehr etc. Übrigens frage ich mich ja noch, wie sich die Social Plugins mit der Störererhaftung vertragen. Habe ich als Seitenbetreiber das Recht, bestimmte Kommentare zu löschen oder nicht anzuzeigen? Kommentar-Content, der nicht bei mir liegt, den ich vielleicht auch sehr schlecht moderieren kann, wird auf meiner Seite angezeigt…

Fil, mein via, hat neben Anleitungen für andere Werbe-Blocker auch noch eine entspechende Zeile für den “Google-Analytics-Spion” im Angebot…

Update (2011-07-06): Problem: Die hiesige Lokalzeitung erlaubt Kommentare ihrer Online-Beiträge direkt auf ihrer Website mittels Facebook. So etwas machen auch andere Websites. Das ist ganz praktisch, führt aber dazu, dass wir mit unserer Ad-Blocker-Einstellung diese Kommentare nicht lesen können, nicht selbst kommentieren können oder eben den Ad-Blocker für diese spezifische Domain ausschalten müssen und uns damit erneut Werbung oder anderen unerwünschten Inhalten ausgesetzt finden. Lösung: den Filter anpassen. Die erste Zeile genügt. An sie wird einfach die Ausnahme angehängt. Bei mir sieht die Zeile so aus:

||facebook.com/*$third-party,domain=~volksfreund.de

Dabei ist “volksfreund.de” die Domain der Lokalzeitung. Da könnte also auch etwas anderes stehen. Website also ohne Klingelton-Abo-Werbung, dafür mit Kommentarmöglichkeit und ansonsten überall die SpionageSocial-Plugins von Facebook ausgeschaltet. Yay!

PS: Denkt bitte daran, dass sich diverse Anbieter durch Werbung finanzieren. Ich bezweifle, dass sie das immer verantwortungsbewusst tun. Auf der Buchmesse konnte man einmal die neue Website einer großen deutschen Tageszeitung live bewundern–mit Werbeblocker. Ohne wäre das sicher sehr peinlich geworden…

Ach so… ;-) :

Hör mal, wo der spricht! – Spannendes Regiolektspiel auf der Website des IDS

So ein schönes Spiel! Man kann etwas lernen und trägt ein bisschen zur Forschung des Instituts für Deutsche Sprache bei. In der nächsten Stufe, vielleicht nur eine Karte auf der man die Region anklickt? Dann fiele die Ausschlussmethode weg…

Zum Start aufs Bild klicken!

IDS - Hör mal, wo der spricht_neu

[Ich habe übrigens jetzt nur einmal gespielt aber aufgepasst/hingehört wie ein Fuchs/Luchs. Wäre schön zu wissen, ob ich jetzt besonders schlecht war oder nicht...]

Spektakulär: Google Translate for Animals

Gerade herunter geladen, an der Nachbarskatze ausprobiert, und–wie ich immer geahnt habe–die Antipathie ist beiderseitig. Gut zu wissen…