Man ist ja in der Türkei ganz stolz auf die Erfindung des Sekundencountdowns an den Ampeln der großen Straßenkreuzungen. Das gibt dem Fahrer die Möglichkeit, zu entscheiden, ob er noch ein bisschen Gas geben soll oder schon ausrollen lassen kann, wenn die Ampel auf Rot wechselt. Umgekehrt kann man beim Warten getrost seinen Motor abstellen, da die Ampel nicht unerwartet auf Grün springt. Eine schöne, eine ökologische, eine sichere und auch eine ergonomische Erfindung (man muss nicht mehr die ganze Zeit auf das Licht starren). Warum man das in Deutschland nicht übernimmt, ist mir schleierhaft. Ich tippe auf Stolz oder Arroganz.
Das bewegte Ampelmännchen an Fußgängerampeln ist natürlich, im Gegensatz zur Sekundenanzeige, eine bloße Spielerei, die nur für touristische Filmaufnahmen dienen kann.
Wenn einem also einmal die Wörter [sic] fehlen oder man einen Reim sucht, ihn nicht findet und weder seine PC-Bibliothek, noch ein gutes Wörterbuch dabei hat, kann man es einmal mit dem “Fünffachen Denckring der Teutschen Sprache” von Georg Philipp Harsdörffer probieren, der eine ganze Reihe potentieller teutscher Wörter bereithält.
Je länger ich darüber nachdenke, desto problematischer scheint mir die Idee des Fußballlivestreamschauens in der Bibliotheka Albertina. Zuerst einmal müsste sicher gestellt werden, dass der Stream auch noch steht, wenn man um 22 Uhr aus dem Gebäude fliegt. Fängt man auf dem Grünstreifen davor noch genug WLANlinge ein? Fliegen die nachts überhaupt? Und auch im Lesesaal selbst: Möchte man, dass solche Bilder wie im Screenshot dargestellt, in den heiligen Hallen zu sehen sind?
Es ist schon ein ganz großer Mist, wenn einem das Blog gerade dann zerhackt wird, wenn man mit Fieber im Bett liegt. Zeichen des dräuenden Unheils gab es indes schon länger. Hätte ich nur einmal eher reagiert! Beim Heldenstadt-Treffen neulich tönte ich noch mit meinem veralteten Wordpress und meinte auf die Hinweise zu den Sicherheitslücken nur, dass niemand mehr ein WP 2.0 hacken würde. Geirrt. Aber da waren ja auch die anderen Zeichen. Leere Kommentare, zum Beispiel, die sich nicht aus dem Spamfilter löschen ließen. Als dann ein vor ewigen Zeiten im Suff geschriebener und seitdem in der Entwurfliste der Löschung harrender Eintrag ohne mein Zutun mit der Zugabe einiger Konsumempfehlungen veröffentlicht wurde, war es amtlich: dieses Blog wurde zerhackt. Meine Hoffnung, dass ich in Ruhe nach einer Lösung suchen könnte, zerschlug sich, als mir Besteckfachinlaufrichtung mitteilte, dass mein Feed nicht mehr funktioniere. Alles war betroffen. Alles. Alles also aus. *klick*
Was habe ich gelernt? Per Hand knapp 150 Spamzusätze aus den eigenen Texten zu löschen dauert auch halbautomatisch seine Zeit. 1&1 sind beim Einrichten schnell. Will man eine Datenbank löschen, oder auch eine Subdomain, dann kann man zwischenzeitlich schon einmal gut ausschlafen. Das aktuelle Wordpress ist viel cooler als das alte. Also zumindest von hinten. Vorne gibt es noch Unstimmigkeiten, die aber eher an einer schlechten Dokumentation des Stylesheets liegen. Und: Geht man mit einer Irin und einem Briten in den Johannapark grillen, kümmert man sich am besten um Wurst, Brötchen und Senf, nicht um den Grill, Wein oder die Gläser. Sonst muss man nämlich unter Umständen die Roster im süßen Labberbrötchen im Hot-Dog-Stil mit Ketchup essen, was eines echten Thüringers echt nicht würdig sein kann. Aber das ist eine ganz andere Geschichte…
Endlich eine Lösung für die, die immer noch E-Mail mit Fax verwechseln oder nur ausgedruckt lesen können: Gmail bietet einen Druckservice. Weitere Informationen hier. Ich könnte mir noch ein gutes Plugin für Video- oder Audio-Anhänge vorstellen: einen singenden, schauspielenden GMail-Paper-Boten.
Seit Kurzem auch mit DVD-Brenner ausgerüstet. Grund genug, einmal beim Supermarkt um die Ecke zu schauen, wie teuer die Silberlinge pro speicherbarer Datenmenge sind.
Ach hätte ich doch nur ein Skull-Trail-Motherboard mit entsprechender Bestückung. Dann könnte ich auch endlich die störenden Heizkörper in der Bude abmontieren und vollständig mit dem Rechner heizen…
Aus aktuellem Anlass möchte ich einmal auf die Existenz des Spiels Hurrican hinweisen. Natürlich denkt der geneigte Leser mit entsprechender Computer-Sozialisierung an eine Spielereihe von Manfred Trenz, und das ist gut so, denn das Spiel ist - sogar im Leveldesign - stark an den Klassiker angelehnt. Die Entwickler haben sich einige Mühe gegeben, das alte Brotkasten-Feeling aufkommen zu lassen. So so gibt es ein Intro mit fliegenden Rasterbars und einen Entpacker-Screen mit Rahmenflimmern. Leider war man nicht konsequent, so dass der eigentliche Lade-Bildschirm in vorzüglicher 1995-PC-Optik daher kommt. Aber selbst das Original war ja nicht fehlerfrei. Wer also im neuen Jahr nichts zu tun hat, vergleiche bitte:
Echt spooky. Ich dachte, das Ding will mich fressen.
<UPDATE>
Apropos: Wenn ich es recht verstanden habe, habe ich den Hauptpreis des beliebten Weihnachtsgewinnspiels des Mensablogs gewonnen: Ein Essen in der Mensa. Mal schauen, wie das da wohl schmecken wird, wie der Beigebeauftragte aussieht usw. Es gibt bestimmt viel zu entdecken. Ich freue mich sehr.
Natürlich hat es HoRatioRama falsch verstanden. Meine peinliche Unkenntnis. (Natürlich gibt es in auch hier Vetternwirtschaft achten siebten Grades.) Und bei mir also wieder nur ‘ne Tütensuppe. Mein Beige mache ich mir selbst. Guten Appetit!
Glücklich und erschöpft liegen sich die Kollegen des T-Punktes in der Schildergasse in den Armen, stoßen mit Sekt an, verschwinden in der Finsternis der Großstadt. Und immer wieder sieht man zwischen Einkaufsstraße und Hauptbahnhof einsame Menschen im strömenden Regen auf Bänken sitzen, die eifrig eine schwarze Kiste aufreißen und gierig ein futuristisch aussehendes Telefon herausnehmen.
Wie damals bei der Autorennbahn. Wie an Weihnachten.
[Quelle]