Auf jeden Fall ist der–Hmm, wie soll man das nennen?–das Ding da bei RTL-explosiv sehenswert. Nicht weil es irgendetwas erklären würde. (Mir scheint es eher Desinformation zu sein.) Der Unterhaltungscharakter von so viel Blödsinn ist allerdings nicht zu leugnen. Wenn es nicht Leute gäbe, die glauben, was da erzählt wird, wäre es gar nicht schlimm.
Da es aber Leute gibt, die das glauben, ist es legitim, nein sogar geboten, den Journalisten, die solch einen unfassbaren Mist verzapfen einmal auf die Füße zu treten, wie es Lukas von Coffee and TV macht.
…kann man, wenn man davon ausgeht, dass alles irgendwie Text ist, auch dadurch erzeugen, indem man auf Bilder verweist, die ein anderes Blog potentiell bringen könnte. In diesem Fall erhoffe ich den Verweis via Trackback. Aber vielleicht bleibt es ja ein Missing Trackback, weil die Quarkkeulchen auf der anderen Seite gar nicht verwurstet werden. Letztlich passt Verwurstung und sächsische Quarkkeulchen auch nicht zusammen. Anyway…
Schwuppdiwupp ist das Blog wieder da, auch wenn diverse Teile erst sukzessive oder gar nicht auftauchen werden. Grund für die Länge der Down-Time ist 1&1, die offensichtlich ewig brauchen, eine Datenbank zu löschen.
Kann man sich lustig machen über Frauen, die schon lange eine Gehirnwäsche hinter sich haben/religiös verblendet sind, und denen gerade ihre Kinder weggenommen wurden?
Genau das wird bei Spreeblick gerade in den Kommentaren zu einem Eintrag von Malte Welding verhandelt. Hier erst einmal ein grundlegendes Video:
Nach einem Kommentar von Bougie war sehr interessant zu sehen, wie man sich herauswinden würde oder auch nicht. Dummerweise passierte nicht so viel. Nur Relativismus an allen Seiten. Mir fiel dazu der Anfang eines Auden-Gedichtes ein:
About suffering they were never wrong,
The Old Masters; how well, they understood
Its human position; how it takes place
While someone else is eating or opening a window or just walking dully along;
Vielleicht müsste man da ergänzen, dass die neuen Meister einfach drauf scheißen würden und einen Witz selbst aus der Rippe von Auschwitz-Opfern schnitzten. Vielleicht auch nicht. Ich weiß es nicht. Es einfach so wegputzen kann man wohl aber keinesfalls. (Vielleicht könnte man ja einfach über die Erscheinung lachen und doch die Ernsthaftigkeit der Lage begreifen und versuchen, den Strippenziehern ordentlich in die Eier zu treten, bzw. allen religiösen Fanatikern. Das wäre doch ein Auftrag…) Mal schauen, ob sich die Spreeblicker noch etwas einfallen lassen. Eine Grundsatzdiskussion scheint da nicht fehl am Platze. Ob das ein deutsches A-Blog vom Format von Spreeblick leisten kann, zweifel ich an.
Fest steht: Gelb ist eine schwierige Farbe. Ist man zu blass, macht Gelb das Gesicht noch fahler, ist man wiederum braungebrannt, sieht die Farbe schnell billig aus. In Kombination mit Schwarz erinnert Gelb leicht an Biene Maja, und wer den Komplettlook wagt, darf sich über ein hinterhergerufenes “Kanarienvogel” nicht wundern.
Andererseits: Keine andere Farbe strahlt soviel Optimismus und Lebensfreude aus wie ein kräftiges Sonnengelb. Und in Schneestürmen, bei Nebel oder im Dunkeln auf dem Fahrrad wird man bedeutend schneller gesehen.
Endlich eine Lösung für die, die immer noch E-Mail mit Fax verwechseln oder nur ausgedruckt lesen können: Gmail bietet einen Druckservice. Weitere Informationen hier. Ich könnte mir noch ein gutes Plugin für Video- oder Audio-Anhänge vorstellen: einen singenden, schauspielenden GMail-Paper-Boten.
Macht es Sinn, die Olympischen Spiele, die Sponsoren oder die für Übertragungsrechte zahlenden Medien zu boykottieren? Die Bloggosphäre scheint sich sehr intensiv damit zu beschäftigen. Es scheint sich jedoch keine Meinung durchzusetzen.
Eine Liste der Sponsoren der Olympischen Spiele in Peking findet sich auf der offiziellen Website. Mit dabei sind laut Website: Adidas, Coca Cola, McDonalds, Kodak, Panasonic, VISA, Samsung, VW und UPS. Schon eine ganze Weile (Darfur) wird über die Reaktionen der Sponsoren spekuliert. Passiert ist nicht viel.
Beispiel VW: Selbst jetzt, wo die International Campaign for Tibet (ICT) VW vor dem möglichen Szenario warnt (”Bunte VW-Fahrzeuge auf Straßen, die kurz zuvor Schauplatz blutiger Ereignisse waren, wären für die deutsche Öffentlichkeit unerträglich. Das kann nicht im Interesse von Volkswagen sein.”), hält der Autobauer an seinem Engagement fest (vgl. Frankfurter Rundschau, 26.3.: 14).
Jane will sich das Leben nehmen. Die letzten neunzig Tage möchte sie in ihrem Blog dokumentieren. Ob sie es wirklich tun wird oder nicht, weiß niemand. Wer es ist oder was es ist, weiß auch niemand. Gerätselt wird in der Bloggosphäre. Mal schauen.
Das junge Ding hat sich schon das richtige Kleid für ihren großen Tag herausgesucht und dokumentiert es auf YouTube.
Oops, das war nur ein Nachahmer. Das Original ist hier. Da sieht man auch ganz gut, dass poor Jane nicht alleine filmt–einer der vielen Hinweise darauf, dass es sich um eine Werbekampagne oder ein Kunstprojekt handelt.
Falls es sich um Kunst handelt, scheint das Prinzip klassisch und im doppelten Sinne web-2.0-ig. 1.) Die Vernetzung über alle Kanäle, über Blogs und Youtube wird genutzt, um das Projekt bekannt zu machen (virales Marketing). Mit einem zugleich “skandalösen” (Selbstmord) und dem poetischsten Thema überhaupt–dem Tod einer schönen Frau (vgl. Poe)–gelingt dies besonders gut. 2.) Die “Weisheit der Vielen” (hier: “Das Getuschel der Vielen”) wird für das Projekt genutzt. Spätestens seit John Cages 4′33″ ist das Thema in der Kunst jedoch abgedroschen. Natürlich ist das eigentliche Kunstwerk der Hype um den Selbstmord; die Kommentare im Blog, die entweder bestürzt, sarkastisch, …, religiös, oder zustimmend wirken; die Reaktionen und Antwortvideos bei YouTube; das Echo im Bloggerwald an sich. Alter Wein in Web-2.0-Schläuchen.
Es sei denn, natürlich, Jane hieße wirklich Jane, wollte sich in der Tat das Leben nehmen, das ganze wäre keine Kunst. Dann wäre es zwar auch nicht neu, aber auf einer menschlichen Ebene traurig. Wollen wir hoffen, es ist das kleinere Übel: schlechte Kunst.
Update 2008-02-15: Wir werden auf den Crazy-Jane-Effekt lange warten können. Die Kiste ist aufgelöst, das Blog verschwunden. In der Auflösung (dem letzten Eintrag), schreibt Jane:
My closeness to this project must have made art seem like reality to many people. That is not a reaction that I expected nor can I morally justify. This is why my project, 90DayJane, will be taken down in the next few hours. [...] 90DayJane was meant to mirror the tragic figure, Christine Chubbuck. Newscaster Christine Chubbuck committed suicide in 1974 by shooting herself in the head live on air. She was very vocal about her depression to those around her and gave every indication of her exact intentions leading up to the event. Sadly, no one reacted or helped Christine and those left behind could only ask “why”. [...] Her story both inspired and terrified me because I can truly empathize with her rage and even her isolation. I wondered how Christine’s life and subsequent suicide would play out in our time. Would the internet be yet another place of isolation to her or an escape? [Quelle]
Kenner der Materie wissen mit dieser Art der Liste etwas anzufangen. Da Deutschland spätestens heute zum präventiven Überwachungsstaat geworden ist, bleibt nur das, was viele Menschen 40 Jahre lang gemacht haben: Mitmachen. Hier also die Liste. Die IP-Nummern, Adressen der Suchenden mit Hobbys und Konsumvorlieben erhalten Sie auf Anfrage von ihren örtlichen Staatssicherheitsorganen.
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Zum diesjährigen Blogbiertrinken kamen das Besteckfachinlaufrichtung, dessen Finger man hier sehen kann; Kaiser Heinrich II (HRR), Gewinner des diesjährigen Mensablogweihnachtsgewinnspiels (zugegebenermaßen eher zufällig) und meine Wenigkeit. Angefragte Größen der lokalen Szene wie Looza, Guido oder Hansi konnten leider nicht erscheinen. Aber dafür gab es als Stargast MS, der extra aus der City angereist war.
Vielleicht sieht man den Rest der Bande zum nächsten Bloggertreffen.
Den Blogbiertrinkern, den Angefragten, allen anderen Bloggern dieser Stadt, dem gewogenen Publikum, den mitlesenden Trollen und überhaupt allen Menschen einen guten Start ins Jahr 2008! Wie wir feststellen, verspricht die einstellige Quersumme der neuen Jahreszahl genau das. Darauf ein herzliches Prosit! Danke für die Treue! Wir lesen uns im neuen Jahr.
Bei einem vorweihnachtlichen Blick auf Counter-Auswertungen ist auffällig, dass das Schwein am Spieß (Google-Bildersuche) inzwischen nicht nur das Objet trouvé (Spreeblick-Link) überrundet hat, sondern eben auch den Dath-Kommentar zum Arschfick (”unanständige” Google-Suche jedoch mit Familienfilter). Das muss wohl an der Jahreszeit liegen. Man schlachtet ja gern in der Adventszeit. Oder?
[Das Schwein (by-nc-nd). Schau nur, wie es sich freut!]
Sehr schön: Aust als “Plattmacher”, das “Gespür für Titte und so weiter”, und das Wenden des Herrn Matthias Matussek bei der Nachfrage nach Nicolas Iljine von der Guggenheim-Stiftung. Sehr geil. Da kann man schleimig und wendig sein wie ein Aal, und trotzdem, und trotzdem …
[...] Wie ich der Website des Bundestages entnommen habe, haben sie in der 124. Sitzung des Bundestages am 9. November in der namentlichen Abstimmung zur “Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung und anderer verdeckter Ermittlungsmaßnahmen sowie zur Umsetzung der Richtlinie 2006/24/EG; Drs.16/5846 und 16/6979″ mit “Ja” gestimmt.
Leider finde ich weder auf Ihrer Website eine Stellungnahme dazu, noch habe ich eine Antwort auf Anfragen im Vorfeld (vgl. hier) bzw. nach (vgl. hier) der Abstimmung gefunden. Deswegen wende ich mich nun direkt an Sie.
Mich würde interessieren, wie Sie Ihre Entscheidung mit Ihrem rechtsstaatlichen und demokratischen Verständnis vereinbaren können. Denken Sie, dass Sie Ihrer Pflicht nach Artikel 38, Absatz 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland nachgekommen sind? Wie haben Sie, auch im Hinblick auf die deutsche und Ihre eigene Geschichte, der Konstruktion einer abstrakten Terrorgefahr folgend, massiven Einschränkungen bürgerlicher Rechte (besonders nach Artikel 5, GG) zustimmen können? Oder vertrauen Sie, vielleicht nicht allein nach Ihrem Gewissen entschieden habend, wie andere Kollegen auf das Bundesverfassungsgericht (vgl. Anlage 4 “Erklärung nach §31 GO” des stenografischen Berichts der Sitzung)?
In der Sitzung haben Sie über das “Einheitsdenkmal” gesprochen. Sie waren an der friedlichen Revolution in der DDR beteiligt. Waren Sie einmal in der Runden Ecke? Schätzen sie das Fernmeldegeheimnis nicht? Wie konnten Sie gesetzlichen Regelungen, die de facto dafür sorgen werden, dass von allen Bundesbürgern festgehalten wird, wann sie mit wem telefoniert haben, wem sie welche E-Mail zu welchem Thema geschrieben haben und auf welchen Internetseiten sie nach Informationen gesucht haben an einem 9. November zustimmen?
Schämen Sie sich dafür kein bisschen? Oder sorgen Sie sich nur darum, dass die SPD für die Generation Internet nun eigentlich unwählbar geworden sein sollte? Oder ist es Ihnen ganz gleich?