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Category Archives: Web 1.0

Geschlechtsidentitäten

Als Frau hat man dann sicher immer das ungutes Gefühl, doch etwa die falsche Option ausgewählt zu haben…

Wirklich in der Bibo streamen?

Je länger ich darüber nachdenke, desto problematischer scheint mir die Idee des Fußballlivestreamschauens in der Bibliotheka Albertina. Zuerst einmal müsste sicher gestellt werden, dass der Stream auch noch steht, wenn man um 22 Uhr aus dem Gebäude fliegt. Fängt man auf dem Grünstreifen davor noch genug WLANlinge ein? Fliegen die nachts überhaupt? Und auch im Lesesaal selbst: Möchte man, dass solche Bilder wie im Screenshot dargestellt, in den heiligen Hallen zu sehen sind?

Screenshot mit ARD Website

Amateurkult beim Livestream

Während andernorts (nämlich im Fernsehen) schon längst die Werbung oder das Wetter oder so laufen sollte, kann man beim Livestream auch schon einmal hinter die Kulissen schauen. Zwar weiß man dann nicht, wie das Wetter wird, wohl aber, was die Sprecherin eigentlich untenrum anhat… (Nein, auf dem Bild ist die Sprecherin nicht mehr zu sehen).
Browserscreenshot mit Livescream der Tagesthemen am 1. Juni 2008

Voll protal, internetprotal!

Schätze, das nennt man dann einen Freudschen. Auch internetbrachial wäre nicht schlecht.

Aus der Reihe “Unglückliche Web-2.0.-Namen”: Fervreemdung mit F, V und Doppelvokal

Auf der Suche nach Gold, muss man damit vielleicht Leben.

Happy Birthday W3!

www15years.png

Die Geburtsurkunde des Dings sieht erstaunlich offiziell aus (vgl. 1, 2).

Ist das Journalismus?

sind-blogs-wirklich-journal.jpg

Quelle. Via.

Linkempfehlung …

für Umblätterer.

Rüsselkäfer, SpOn-Bildstrecke und Uli Hoeneß

Dass sich Uli Hoeneß jetzt nicht nur mir Wurst auskennt sondern auch mit Palmen und Rüsselkäfern, hätte ich nicht gedacht. Danke lieber SpOn, für diese Information. Eine Bildstrecke von besonderer Qualität.

Spon: Fuppes, Werbung, platte Sprüche

Irgendwie ist es ja gerade en vogue, die angeblich lustigsten Elemente aus einer größeren Menge herauszusuchen, um diese dann dem Publikum zu präsentieren (siehe zwei Einträge weiter unten). Warum man das tut, ist egal. Mode ist Mode. Es gibt aber auch Dinge, die wie Mode aussehen, ohne dazu zu gehören. Das sind zum Beispiel Sammlungen von Sprüchen. Schüler sammeln traditionell jahrelang Versprecher oder Bonmots von Lehrern, um die dann in der Abschluss- oder auch der ganz gewöhnlichen Schülerzeitung zu veröffentlichen. Lehrer sammeln manchmal, als Reaktion, die lustigsten Stilblüten der Schüler, und zeigen diese dann Freunden, Bekannten und Kollegen. Alles in allem ist das sehr berechenbar und für außenstehende unlustig. Warum das “Schülerportal” Klassenarbeiten.de eine Liste mit Lehrersprüchen bereit hält, bleibt also schleierhaft. Warum Spon eine Liste der “schlimmsten Mathe-Aussetzer der Fußballgeschichte” veröffentlicht, ist hingegen klar: Man macht damit Werbung für 11 Freunde. Weniger pennälerhaft wirkt es dadurch nicht.

Ergänze!

finites_verb.png

Gesucht wird ein finites Verb.

[Quelle].

Fragen an Gunter Weißgerber (MdB)

Leicht gekürzte Kopie meiner Nachricht an MdB Gunter Weißgerber (Wahlbezirk Leipzig II).

Sehr geehrter Herr Weißgerber,

[...] Wie ich der Website des Bundestages entnommen habe, haben sie in der 124. Sitzung des Bundestages am 9. November in der namentlichen Abstimmung zur “Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung und anderer verdeckter Ermittlungsmaßnahmen sowie zur Umsetzung der Richtlinie 2006/24/EG; Drs.16/5846 und 16/6979″ mit “Ja” gestimmt.

Leider finde ich weder auf Ihrer Website eine Stellungnahme dazu, noch habe ich eine Antwort auf Anfragen im Vorfeld (vgl. hier) bzw. nach (vgl. hier) der Abstimmung gefunden. Deswegen wende ich mich nun direkt an Sie.

Mich würde interessieren, wie Sie Ihre Entscheidung mit Ihrem rechtsstaatlichen und demokratischen Verständnis vereinbaren können. Denken Sie, dass Sie Ihrer Pflicht nach Artikel 38, Absatz 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland nachgekommen sind? Wie haben Sie, auch im Hinblick auf die deutsche und Ihre eigene Geschichte, der Konstruktion einer abstrakten Terrorgefahr folgend, massiven Einschränkungen bürgerlicher Rechte (besonders nach Artikel 5, GG) zustimmen können? Oder vertrauen Sie, vielleicht nicht allein nach Ihrem Gewissen entschieden habend, wie andere Kollegen auf das Bundesverfassungsgericht (vgl. Anlage 4 “Erklärung nach §31 GO” des stenografischen Berichts der Sitzung)?

In der Sitzung haben Sie über das “Einheitsdenkmal” gesprochen. Sie waren an der friedlichen Revolution in der DDR beteiligt. Waren Sie einmal in der Runden Ecke? Schätzen sie das Fernmeldegeheimnis nicht? Wie konnten Sie gesetzlichen Regelungen, die de facto dafür sorgen werden, dass von allen Bundesbürgern festgehalten wird, wann sie mit wem telefoniert haben, wem sie welche E-Mail zu welchem Thema geschrieben haben und auf welchen Internetseiten sie nach Informationen gesucht haben an einem 9. November zustimmen?

Schämen Sie sich dafür kein bisschen? Oder sorgen Sie sich nur darum, dass die SPD für die Generation Internet nun eigentlich unwählbar geworden sein sollte? Oder ist es Ihnen ganz gleich?

Herzliche Grüße

[...]

Keine Güterzüge am Hauptbahnhof…

…führen mehr, schreibt Mephisto.

gueterzuege_am_hauptbahnhof.png

Wo soll ich denn da meine Güter herbekommen?

Eudora: Massenmailversand mit Listenfunktion

Frage: Wie schickt man Massenmails mit der Listen-Funktion bei Eudora, ohne dass man allen Empfängern die E-Mail-Adressen aller Empfänger übermittelt?

Antwort: Da gibt es zwei Möglichkeiten.

1. Eudora-Like

a) Adressbuch über Strg.+L oder über das Menü aufrufen.

eudora1.jpg

b) Neuen Eintrag anlegen.

eudora2.jpg

c) Der Liste einen Namen geben (s.u.: roter Pfeil).

d) Adressen in die Liste eintragen (s.u.: gelber Pfeil).

e) Dem Empfänger einen Namen geben (s.u.: grüner Pfeil). Dieser Name wird dann anstelle der Empfängeradressen bei den Adressaten angezeigt.

eudora3.jpg

d) Beim Schreiben der Mail einfach den Listennamen als Empfänger angeben.

eudora4.jpg

e) Abschicken. Der Empfänger würde bei unserer Beispielmail im Emfängerfeld einfach “Feierwillige:;” lesen und eben keine Adressen sehen.

eudora5.jpg

Hinweis) Steht nur eine Adresse in der Liste, wird diese mit übermittelt. Ab zwei Adressen funktioniert das Verfahren problemlos.

2.) Oldschool

a) Liste anlegen.

b) Listen-Name beim Schreiben der Nachricht ins BCC-Feld.

c) Eigene Adresse, vielleicht mit Zusatz ins Empfängerfeld (z. B. “Undisclosed Recipients “).

d) Abschicken.

Libreka! am Start.

libreka! präsentiert sich zur Frankfurter Buchmesse erstmals der Branchenöffentlichkeit. Libreka! war früher mal VTO und ist sowas ähnliches wie Google-Books, nur auf deutsch und irgendwie auch anders. Habe mal geschaut:

librekaamstart.png

<i>In Rainbows</i> | Download Day

radiohead_in_rainbows.png

Today’s the day…

Yeah, yeah! ;-)

Qualitätsjournalismus bei SpOn

Ja, viele sind schon wieder von Spiegel-Online weg. Ist sehr verwunderlich bei dieser Art des Qualitätsjournalismus: Gute Qualität und doch einen Sinn für Humor. Beispiel für einen journalistischen Witz ist die Meldung, dass Touristen die Wohnwagentoilette einer amerikanischen Schauspielerin genutzt hätten. Unglaublich! Und als Quelle gibt man dann den “Internetdienst imdb.com” an.

Quicksearch with Firefox

There are various reasons for sticking to Opera, the best browser–if you ask me–on this planet. Alas! It is rather slow, especially when it comes to Flash videos, but then it has such nice features such as “quick search”, where you just enter your search query together with a key letter into the address bar. In my version of Opera, I enter “g gelblog” to search Google.com for “gelblog”. Then I have key letters for the Google image search, for Yahoo and several library catalogues as well as Wikipedia in English and in German. Firefox comes with some pre-installed “quick searches” which I must have deleted upon install together with all the other pointless stuff, somebody decided for users to have them from the very start.

Anyway, the way to install some keyword searches in Firefox is this (adapted from Noscope):

  1. Go to a search engine, search for something you can easily find in a URL.
  2. Edit the search URL, and replace your search words with “%s”.
  3. Bookmark this URL. You may want to create a new folder for these keyword searches.
  4. Secondary-click the bookmark, and type in a keyword in the “Keyword” box.

So the URLs in the bookmarks can be something like this:

  • For Google.com: http://www.google.com/search?hl=en&q=%s
  • For Google’s image search: http://images.google.com/images?q=%s
  • For the English Wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/Special:Search?search=%s
  • For the German Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:Suche/%s

Ahhhhhhgh: Layout-Sünden sind wie Lippenherpes

Layout-Sünde

Man muss ja sicher mit vielem Leben. Zum Beispiel muss man damit leben, dass man auch Projekte umsetzt, die nicht ideal sind. Das passiert beispielsweise, wenn Strukturen und Techniken vorgegeben sind. Da kann es dann also passieren, dass man eine Website mit Landkarte und Frutiger-Schrift hat, die leicht an eine Abteilung beim NDR erinnert–was der Website aber eine gewisse Würde und Seriösität geben soll. Mit Frames lebt man dann auch. Aber sobald man den Rücken kehrt, kommen sie wieder, die Design-Krankheiten, eitrige Furunkel tief aus der matschigen, blassen Arschhaut eines aufgedunsenen Webservers und sowieso absolute Unmöglichkeiten. Hier: ein furchtbar hässlicher New-Button. Nicht nur, dass dieser Button abgrundtief hässlich ist, er hat auch noch einen grauen Hintergrund, der überhaupt nicht zum Hintergrund der Seite passt. Was soll man da sagen außer … AHHHHHHGH!

Sondersammlung im Docuverse: Software und Erinnerung

An dieser Stelle wurde vor allem mit Bezug auf einen Vortrag im Studium Universale und ein Interview im lokalen Radio auf das Internet als Ort der Erinnerung verwiesen. Web-2.0-ige Anwendungen scheinen besonders gut geeignet zu sein, persönliche Erinnerungen zu bewahren/diese auszulösen. Nun stellen die Herren vom Umblätterer einen Verweis aus ihrem Blog zu ihrer jetzt aktuell geliebten und demnächst veralteten Software her, ermöglichen also einen späteren Blick auf die eigene Geschichte der Softwaresozialisierung.

Der Netscape Navigator 3 riecht zum Beispiel ganz stark nach dem stickigen Rechenzentrum in den Kellern des Hörsaalgebäudes der Uni Leipzig anno 1997. [Paco/Umblätterer]

Das fühle ich auch. … Ist jemand mal mit diesem Fahrstuhl im Hauptgebäude gefahren; also mit dem hinten im Gebäude, dem ohne Spiegel, vom Rechenzentrum nach oben? Kann sich noch jemand daran erinnern, E-Mails aus Pine heraus ausgedruckt um am nächsten Tag im URZ abgeholt zu haben–wahnsinnig breites, schnell vergilbendes Endlospapier? Aber ich werde weggetragen–um das mal mit einer falschen Übersetzung zu beschreiben.

Denke, es kann funktionieren, auch wenn ich befürchte, dass man nicht unbedingt zu allen jemals verwendeten Programmen, ihren Versionen und Builts eine starke emotionale Bindung hat. Alles andere wäre wohl ziemlich geekig, oder? Selbst die Erinnerung an die Versionsnummern ist schon Spezialisten vorbehalten.

Alle anderen können dann den Service OldVersion.com nutzen, um sich alte Versionen ihrer Software zu besorgen und einmal nachzufühlen, wie das damals so war.