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Category Archives: Universitäres

Panorama: Snow Over Trier University Campus

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[Panorama: Click to embiggen.]

The houses look a bit askew. Should one be worried?

Electronic Literature as a Means to Overcome the Supremacy of the Author Function / Presentation at ELO2015

This is a screen recording of the Prezi, I used at ELO2015 (you’ll find the complete programme here, and there is a list of video recordings). As the Prezi isn’t self-explanatory, I did a quick voice-over.

Additional Sources

  • Photograph of Michel Foucault in 1975 from “Featured Author: Michel Foucault” (Books; The New York Times on the Web; 1999; Web).
  • TeCEU charts adapted from Heiko Zimmermann, Rekonfigurationen des textuellen Handlungsraums digitaler Literatur unter besonderer Berücksichtigung der Autorschaft: Geschichte, theoretische Ansprüche und deren Wechselwirkungen in der digitalen Medienpraxis (Doctoral Thesis; U of Trier, 2012; Print).

Readings: Rachel Carson’s Silent Spring

As crude a weapon as the cave man’s club, the chemical barrage has been hurled against the fabric of life–a fabric on the one hand delicate and destructible, on the other miraculously tough and resilient, and capable of striking back in unexpected ways. These extraordinary capacities of life have been ignored by the practitioners of chemical control who have brought to their task no “high-minded orientation,” no humility before the vast forces with which they tamper.
The “control of nature” is a phrase conceived in arrogance, born of the Neanderthal age of biology and philosophy, when it was supposed that nature exists for the convenience of man. The concepts and practices of applied entomology for the most part date from that Stone Age of science. It is our alarming misfortune that so primitive a science has armed itself with the most modern and terrible weapons, and that in turning them against the insects it has also turned them against the earth. [Rachel Carson, Silent Spring (Boston: Mariner, 2002) 297.]

What a truly remarkable and relevant book this is! Not only because it started the eco movement and is a canonical classic but also because it is still relevant today as the tendencies and the state of mind of people today–the age of globalization and of genetic engineering–is similar to the state of mind of the proponents of chemical control in the 1940s, 50s and 60s, described at the end of Carson’s book (cf. above).

A. S. Byatt on Not Lending Books

I have to confess that I no longer lend any book ever to anybody. Because it is exactly the book you most love that you feel you might lend to somebody. And it never comes back. It just never comes back. … There are so many books in my life that I couldn’t bear anyone to take away that I can’t quite think of it in my head what they might be because, in fact, the ones I most love, like, say, George Eliot’s Middlemarch, are also much the easiest to replace if somebody, by any chance, goes off with your copy. But when I was teaching at university, I used to, as it were, analyse the book in the front cover. So any copy I have ever taught, has got all my own, as it were, mapping and structural analysis in. And if anybody takes that even out of the shelves, I tremble with anxiety. And it’s true that the most honest people do walk off with books.

(A. S. Byatt, BBC World Book Club, March 2004)

Mond über Campus II

Auch auf die Gefahr hin, als mondsüchtig oder gar als Mondkalb zu gelten: Der Mond heute noch schöner im Himmel als gestern

[“Mond über Campus II”, 2012-10-28]

Stephan, fahr schon mal den Zeppelin vor!


[“Zeppelin vor dem Trierer Dom zur Nacht der Wissenschaft/City Campus”, 2012-09-28. (C) all rights reserved. Zum Vergrößern anklicken!]

Hier Laut Bildung Klaut Trier










[“Hier Laut Bildung Klaut Trier”: Demo in Trier gegen die Kürzungen im Bildungsbereich–besonders an der Universität, die derzeit mittels Moratorium die Neubesetzung unbefristeter Stellen verhindert und Sparpläne ausarbeitet, 2012-07-10. Zur Demo kamen gut 800/900 Studenten, Mittelbaumitarbeiter, Professoren und nichtwissenschaftliches Personal.]

Weekend (2011) Screening in Trier

If you’ve missed the beautiful film by Andrew Haigh last year or want to see Tom Cullen and Chris New again and again, there is another opportunity. For the slightly remote city of Trier, it will be the 1st public screening. Don’t hesitate. Come and watch…

WEEKEND

5 JUNE 2012
7 p.m. (s.t.)
UNI TRIER
MAIN CAMPUS
HÖRSAAL 2

ADMISSION FREE. ALL WELCOME. SPREAD THE WORD.
BRITISH ORIGINAL WITHOUT SUBTITLES.

On a Friday night after hanging out with his straight mates, Russell heads out to a nightclub, alone and on the pull. Just before closing, he meets Glen. And so begins a weekend—in bars and bedrooms, getting drunk and taking drugs, telling stories and having sex—that will resonate throughout their lives.

Trailer:

Weitere Informationen:

Zivilklauseldebatte

Gerade im Kommentarbereich der Lokalzeitung gepostet (X):

@Jörg Pistorius: Ich denke, es sollte bei solch einem schwierigen und auch gesellschaftlich höchst aktuellem und wichtigen Thema um Inhalte gehen und um Argumente, nicht um Diskussionskultur. Sicher ist auch die immer wichtig, hier aber doch nicht zentral. Kritikpunkt der durch den AStA vertretenen Studierendenschaft war ja meines Wissens nicht die Diskussionskultur sondern die befürchtete Militarisierung des akademischen Betriebs. Natürlich kann man auch Nebenschauplätze aufmachen, aber das ist dann eigentlich “off-topic”/nebelkerzig bzw. typischer Spin. Nein, Thema ist nicht Diskussionskultur, sondern die gefühlte stärkere Präsenz einer bestimmten Art der Darstellung von Militär und Krieg im akademischen Kontext. In der PM des AStA findet sich die Kritik daran, “Kriege als legitimes Mittel deutscher Politik darzustellen und nur noch in Bezug auf die Effektivität ihrer Durchführung zu untersuchen”. Auch die Kritik am bloßen (Kriegs-)“Anekdotenerzählen” findet sich dort. Dass es um genau das bei der aktuellen Veranstaltung ging (auch wenn die Ziele von Veranstalter, geladenen Gästen und Hörern sich unterschieden haben mögen), lässt sich gut aus dem vorliegenden Bericht des TV und dem Kommentar von @Christian Le entnehmen. Die implizite Behauptung Ihres Kommentars, die Studierendenschaft wolle Themen tabuisieren oder brandmarken geht fehl. Sie sorgt sich vielmehr um die Darstellung und die Funktion von bestimmten Arten von Diskursen im akademischen Rahmen. Nein, wie @Christian Le in seinem Kommentar schreibt, dreht sich die Kritik nicht darum, dass die Themen Krieg und Konflikt aus dem universitären Bereich verdrängt werden sollen. Ganz im Gegenteil! Sie richtet sich aber beispielsweise gegen das Beiseiteschieben wesentlicher Fragen, indem man die Diskussion auf die Ebene des Technischen oder auf die Ebene persönlicher Anekdoten zieht und damit möglicherweise klammheimlich eine gewisse Akzeptanz von kriegerischen Konflikten herbeizuführen hofft. Um es einmal platt und auch als Frage zu formulieren: Sollte die Universität fragen, wie eine Sprengfalle funktioniert und wie der Soldat damit umgeht oder eher darum, warum und von wem sie eingesetzt wird, welche Effekte sie auf das Leben der Menschen hat, wer von ihr auf welche Art profitiert–oder anders (ich gehe Fachbereiche und Fächer durch) beispielsweise: FB I: Wie kann man die Menschen zum Frieden erziehen? Welchen Sinn haben Krieg und Frieden/warum ist der Mensch kriegerisch? Was passiert mit der Psyche von Soldaten und Zivilisten im Krieg? FB II: Wie wird Propaganda produziert? Wie wird Krieg und Trauma narrativ verarbeitet? FB III: Wie sind die Bezüge zwischen antiken Kriegen und modernen? Wie werden Kriege in der Kultur dargestellt? Wem nützt Krieg? Wer sind die Profiteure und die Opfer? FB IV: Für wen und wie rechnet sich Krieg? FB V: Welches Recht gilt im Krieg? FB VI: Wie formen Konflikte die Erdoberfläche? … Dass Werbung für die Truppe oder geschickte Propaganda nicht zu den Aufgabenbereichen der Universität gehören, unterschreiben wir sicher alle. Warum also eigentlich keine Zivilklausel? Langer Text ist zu lang. Sorry.

Lesetipp: Planwirtschaft DFG…

…oder Matthias Ulmer schlägt sich wacker.

Im Börsenblatt.

Herzlichen Dank für den Beitrag!

Mensaessen: Zotteliges

[“Zotteliges Mensaessen” in der Mensa Tarforst, 2011-02-10]

Mensaessen: Sehr natürlich geformtes vegetarisches Essen

[Trier, 2010-09-23]

Mensaessen: Irgendwas mit Miniaturklopsen

[So gegessen am 24. August in der Mensa der Universität Trier.]

Master für alle – Müll


[“Master für alle – Müll”, 2010-10-12]

Most Memorable Quotes Today

  • Hayden makes a claim, and I agree with him”: because it reminds me so much of the de-Toroesque “Ich und Foucault…”
  • “9/11 changed everything”
  • “In the contemporary American world”

Not more as I lost my annotations. 🙁

On the doorstep…

Überholen ohne Einzuholen beim Zwersten Trierer Science Slam

Die Zweiten werden die Ersten sein, heißt es irgendwo. Vielleicht auch nicht. Aber das ist auch egal, denn es scheint zumindest beim ersten Trierer Science Slam so zu sein. Der ist mindestens der zweite, was aber keinen stört, denn mit der Wahrheit ließe sich schlechter werben.

Beim Stadtblog mit Identitätsproblem lokalen Nachrichtenportal 16vor schreibt man, dass das Studentenwerk zusammen mit dem Verein “Kulturraum Trier” zu Beginn des Semesters den “ersten Trierer ‘Science Slam’ veranstalten” wolle. “Wir sind auf dem besten Weg, eine rheinland-pfälzische Premiere zu veranstalten”, weiß dann auch der Organisator zu behaupten. Allerdings wird nur durch einen O-Ton die Unwahrheit nicht richtiger. (Und ganz nebenbei: Eine gute Idee, keinen Verfasser zum offensichtlich überhaupt nicht recherchierten Artikel bei 16vor zu setzen.)

Interessanterweise verweist der Text nicht auf die vom traditionreichsten Slam-Veranstalter, dem Haus der Wissenschaft in Braunschweig, geführte Website scienceslam.org, sondern auf so etwas wie die zweite Reihe der Szene (was ja dann auch wieder zum Motto–die Zweiten werden die Ersten sein–passt): auf die Website der Hamburger Biologin Dr. Julia Offe, die u. a. auch den zweiten Berliner Science Slam veranstaltet. (Übrigens unterscheiden sie die beiden URLs, wenn man will, nur in einem Bindestrich: scienceslam.de vs. scienceslam.de) Überhaupt scheint es in dem Bereich einiges an Wettbewerb zu geben, wie ein Blick auf die Veranstaltungsseite der ersten Berliner Slammer zeigt. Die wollen u.a. auch nach Köln, wo Frau Offe schon veranstaltet. Aber all das ist total verworren und kompliziert und sowieso ohne Garantie und vollkommen uninteressant. Was viel wichtiger ist, ist festzustellen: der erste Trierer Science Slam fand bereits am 14. Mai 2010 statt. Und er war auch noch richtig authentisch trierisch, denn er wurde vom ortsansässigen selbstredend e. V. organisiert.

Wer das alles noch einmal nachlesen möchte: Informationen zum wirklich ersten Trierer Science Slam gibt es hier. Ach so, und dass die Pressestelle der Uni die falsche Nachricht weiterverbreitet (obgleich sie es am besten wissen sollte, schließlich war die Uni Veranstaltungsort des ersten Slams), kommentiere ich am besten nicht.

PS: Für die nächste Werbeoffensive: Powerpoint-Karaoke gibt es übrigens auch schon regelmäßig in Trier. Da kann man eigentlich auch wieder nur Zwerster sein. 😉

UPDATE/KORREKTUR: Erfahre gerade [via Marcus Stölb], dass Meldungen, die de facto nur auf einer Pressemitteilung basieren nicht mit Namen getaggt werden. Also kein passender Einfall für diesen spezifischen Artikel bei 16vor, sondern generelles Prinzip.

Doch nicht vom Tisch! Was Hunde in Sektionsdarstellungen suchen…

Hogarth, "The Reward of Cruelty"

Tatsächlich scheint die Kunst den Hund bei der Darstellung der Sektion nicht vergessen zu haben. Er bekommt das, was vom Tische fällt. Wie beim Essen auch. Eine Art Nebenmotiv in der Darstellung der Obduktionspraxis. Vielleicht mit einem zwinkernden Auge gezeichnet. In William Hogarths The Four Stages of Cruelty (1751) z. B. findet sich der Hund in einer ausgezeichneten Position. Er ist einer der Endverwerter des zur Strafe geschändeten Tom Nero, dessen Karriere der Grausamkeit freilich auch mit dem Quälen von Hunden began, wie die erste Bildtafel zeigt. Eine späte Genugtuung also. Die vierte Tafel vielleicht ein Zitat, vielleicht ein Pastiche von anderen.

Vesalius, _De humani corporis fabrica_

Im Frontispiz zu Andreas Vesalius’ De humani corporis fabrica (1543) findet sich der Hund etwas weiter abseits als Zuschauer. (Auch einen Affen gibt es.) Aber er hat das Maul schon aufgerissen, muss zurückgehalten werden.

Im nächsten möglichen Vorbild, der Sektionsszene aus Johannes de Kethams Fasiculo de Medicina (1495), gibt es keinen Hund. Vielleicht geht er gerade Gassi. Warum aber ausgerechnet Rembrandt van Rijn 1632 glaubte, dass seine Anatomie des Dr. Tulp ohne Hund auskäme, bleibt bis heute rätselhaft. Noch nicht einmal ein versteckter Hinweis, ein Napf in der Ecke oder so etwas!

Besonders schön indes, gemalte Kommentare zur Motivpraxis: wenn Hunde Hunden zuschauen. So wie in Emile-Edouard Mouchys “Physiological Demonstration with Vivisection of a Dog” (1832). Ich gebe zu, eine Nekropsie wäre das bessere Beispiel.

Swanenburgh, "Anatomische Theater zu Leiden" (1610)

Übrigens: Mein Favourit ist Willem Swanenburghs Kupferstich von 1610, “Anatomische Theater zu Leiden”. Wie frech der Hund den Betrachter anzuschauen scheint! Wie er zu wissen scheint, wo es etwas zu Fressen gibt. Jetzt, und potentiell auch später, wenn der Betrachter in Leiden aufgeschnitten und verfüttert wird an den besten Freund des Menschen.

 

 

 

 

Friedrich Christian Delius / “Tübingen 1964”

Das Gedicht hängt im Erdgeschoss, links vor der Treppe im Hölderlin-Turm herum. Ich musste sehr lachen, weil ich das so ähnlich sah, und die beschriebene Szene mit den Mauern voller Studenten nur ungefähr 10 Minuten (mit Besichtigung der Vitrinen 1-7) und 20 Meter weiter ist. Oder eben doch 46 Jahre und 20 Meter. Auf jeden Fall, das Gedicht selbst und Delius im Gespräch darüber:

Audimax-Besetzung Landau–Retrospektive

Hatte noch gar nicht meine Impressionen von der Audimax-Besetzung aus Landau gepostet. (Das fiel mir ein, als ich heute in der Regionalzeitung von der Uni Trier las.) In der Erinnerung gab es dort mehr Aushänge mit der Aufforderung zur Sauberkeit und Hinweisen zur Müllbeseitigung im besetzen Hörsaal als bildungspolitische Forderungen. Echt weird. Ich zitiere aus dem Gedächtnis (aus Trier): “Was ist das denn überhaupt für ein handzahmer Protest?” So einer eben.

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PS: Cool eigentlich, wenn man sich Handtücher, oder meterweise Schals und Jacken sparen kann. Ein Zettel tut es auch und sieht so viel ordentlicher aus.