Gegen Nazis! — 37 Bilder rund um das Bürgerpicknick und die NPD-Veranstaltung am 30. Mai in Trier

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[Seit 9 Uhr sammeln sich Bürger, vom Bündnis gegen Rechts eingeladen, auf dem Viehmarktplatz.]

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[Sie stärken sich gegen Rechts.]

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[Sie singen und hören Musik…]

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[…und werden über den Tag und die politische Lage in der Stadt informiert.]

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[Ein Transparent zur schlechten Bildungslage von Nazis entsteht und wird gleich auf dem Weg durch die Stadt zur Porta genutzt.]

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[Die Touristen an der Porta lassen sich durch die Proteste nicht vom Kulturkonsum ablenken.]

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[Die Sperre an der Nordallee wird eingerichtet.]

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[Zufällige und Absichtliche Beobachter.]

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[Eine ältere Frau flüchtet vor einem Radioreporter, der sie nach ihrer Meinung gefragt hat. Sie schimpft auf die Rechten, die Linken und überhaupt alles. Viele Passanten klagen über die Kosten der Polizeipräsenz. Sie schimpfen auf die politisch Aktiven. Man könnte so schön seine Ruhe haben… Die Obdachlosen in der Grünanlage nebenan trinken allerdings gemütlich ihr Bier und hören eine Fußballübertragung im Radio. Wie viele Polizisten an diesem Tag im Einsatz sind, will man nicht sagen.]

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[Auch in der Ludwig-Straße stehen die Polizeitransporter dicht an dicht. Noch ist die Straße passierbar. Etwas später wird sie noch nicht einmal mehr für Pressevertreter zugänglich sein, weil sie “sauber gehalten” werden soll, wie einer der Polizisten meint. Dennoch reisen über diese Straße später die Rechtsextremisten an.]

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[Am Margaretengässchen ist die Lage ähnlich.]

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[Die NPD hält sich nicht an den Zeitplan. Die Gegendemonstranten warten lange auf sie.]

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[Der Polizei geht es genauso. Überall werden politisch gebundene Fotografen der beiden Lager aktiv, die ihre Gegner im Bild festhalten. Unter anderem auch einen Rechtsextremisten, der an der Südseite des Städtischen Museums den Hitlergruß zeigt. Er wird sofort der Polizei gemeldet; diese scheint jedoch nicht einzugreifen.]

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[Zoom]

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[15.11 Uhr. Die Rechtsextremisten erreichen den Simeonstift-Platz.]

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[“Gegen Rechts” hat viele Gesichter und Stile. ;-)]

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[Die andere Seite des für die Extremisten abgesperrten Platzes ist mehr als zwei Steinwürfe entfernt, wenn man das so sagen darf.]

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[Zirka 25 Rechtsextremisten halten eine skurrile Versammlung ab. Sie reden in Richtung eines fast vollständig leeren Platzes. Allein ein Kameramann, eine Tonfrau und ein paar Fotojournalisten halten sich da auf. Kein einziger Anhänger steht auf dem Platz, der als Adressat der Reden gelten könnte. Das scheint die NPDler aber auch nicht von dem üblichen fragwürdigen aber durchaus pathetischen Geseier abzuhalten.

Außerhalb der Absprerrung befinden sich in dem Moment ca. 700 Gegendemonstranten (die SWR-Nachrichten werden später die Zahl 800 melden). Die sind viel lauter als die Braunen mit ihren großen Lautsprechern. Daher sind vom erwähnten Geseier meist nur Bruchstücke zu verstehen.]

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[Hätten sich auch Parteien wie die CDU und die FDP gegen den Naziaufmarsch stark gemacht, würden vielleicht nicht nur rote Fahnen wehen. Hinsichtlich dieses Totalversagens des sogenannten bürgerlichen Lagers gegen Extemismus und faschistische Gewalt in der Stadt lässt sich nur hoffen, dass die linke Seite und die Mitte des politischen Spektrums genug Wähler organisieren können, damit …]

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[…das nicht nur ein frommer Wunsch bleibt.]

UPDATE: Marcus Stölb hat bei 16 vor etwas über den Tag geschrieben. Blicke auf die braune Seite sind beim Salon Marx verlinkt.

Jemand hat die Absicht eine Mauer zu spielen

Die Theatergruppe Kreuz & Quer gibt Max Frischs Die Chinesische Mauer. Termine für das Spektakel:

24. und 26. Juni um 20 Uhr sowie am 27. Juni um 19.30 Uhr jeweils in der Promotionsaula das Priesterseminars Trier in der Jesuitenstraße 13. Eintritt: 7 €/4 €.

[Image credits: Great Wall of China at Mutianyu (December 2005); Wikimedia Commons user Ofol; CC-Lizenz]

Ein Nachtrag zum Thema Karl-Marx-Universität Trier…

…sei erlaubt. Es soll nämlich auf die leicht verständliche, gut strukturierte und sehr schlüssige Stellungnahme des AStA der Universität Trier verwiesen werden. Sehr lesenswert, wenn man mitdiskutieren will. Allerdings nehme ich an, dass die schreienden rechts/konservativen Lokalpolitiker nicht über genug Bildung und Verstand verfügen werden, das Papier zu verstehen.

Trier trauert um Tod der wichtigsten Kulturinstitution

Die Trauerfeier findet am 2. 5. in der Produktion am Dom statt. Irgendwie scheint die Stadt nicht verstanden zu haben, was sie an der Produktion hat. Hätte sie es, müsste sie eher das Theater schließen und das Geld in die Produktion stecken. Oder aber von den hirnrissigen Spektakeln mit Römerbezug absehen. Zu engstirnig, zu provinziell, zu alt und zu konservativ scheinen einige der Entscheider zu sein–Klüngel und Filz werden vielleicht auch eine Rolle spielen. Andere scheinen sich übernommen zu haben. Der einzige Ausweg wäre eine sehr starke Kooperation von Stadt und Produktion gewesen. Doch dazu scheint man nicht bereit. Schade.

Auf dem Kreuzweg

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Von Alt-Kürenz kann man den Hausberg der Trierer, den Petrisberg, beispielsweise über den Kreuzweg besteigen. Da gibt es viele Stufen, und sonntags auch einige Pilger, die zur am oberen Ende des Weges gelegenen Kapelle wollen. Manche von ihnen schleppen riesige Holzkreuze, an denen blutverschmierte dürre Figuren hängen. Viel Interessanter als die Kapelle ist sicher der Ausblick auf der Mitte des Weges und dass man nach der Kapelle und dem Funkturm das neue Wohngebiet auf dem Petrisberg erreicht. Architektonisch eine spannende Sache. Es gibt einen Wasserturm der wie aus dem Skizzenblock Herman Sörgels wirkt. Auch eine 700 Meter lange Finnenbahn, die zum Walken und Laufen und Gehen und Joggen und Rennen und so weiter bestens geeignet ist, da sie federt wie finnisches Moos und damit die Gelenke entlastet wie Sau. Und in den Schalllöchern dreier Windharfen echot das Wunder des Universums…

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Küche anzugeben (inkl. Gerd dem Herd, Waschvollautomat Hannelore und Kühlschrank Rudi)

Wer in Leipzig eine Küche sucht, könnte bei mir an der richtigen Stelle sein. Wenn du also jemanden kennst, der auf ein bisschen DDR-Charme steht oder sich komplett küchenmäßig einrichten möchte (erste Bude oder so), gib ihm Bescheid! Wäre ja echt schade, wenn das gute Stück in die ewigen Jagdgründe etc…

[flashvideo file=http://gelb.net/gelblog/wp-content/uploads/2009/02/kuecheletterbox.flv image=http://gelb.net/gelblog/wp-content/uploads/2009/02/vlcsnap-91848.png /]

(Ich weiß, dass ich mal wieder den Kühlschrank abtauen sollte. Aber das überlasse ich dann lieber dem neuen Eigentümer bzw. dem Wertstoffhof.)

PS: Wem Gerd der Herd bekannt vorkommt, der liegt nicht falsch. Der gute war hier vor mehr als zwei Jahren schon einmal ein Thema.

UPDATE: Die Küche war sehr schnell weg. Frank bekommt sie. Herzlichen Glückwunsch!