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Category Archives: Sex/Gender/Identity

Schreiben Frauen ausgezeichnete Sachbücher? // Die Short-List des Preises der Leipziger Buchmesse 2015

Schon irgendwie auffällig, dass die Jury unter der Leitung von Hubert Winkels in der Kategorien Sachbuch/Essayistik nur Männer für den Preis der Leipziger Buchmesse 2015 nominiert hat.

  • Philipp Felsch: “Der lange Sommer der Theorie.
    Geschichte einer Revolte 1960-1990” (Verlag C.H. Beck)
  • Karl-Heinz Göttert: “Mythos Redemacht. Eine andere
    Geschichte der Rhetorik” (S. Fischer Verlag)
  • Reiner Stach: “Kafka. Die frühen Jahre” (S. Fischer Verlag)
  • Philipp Ther: “Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent.
    Eine Geschichte des neoliberalen Europa” (Suhrkamp Verlag)
  • Joseph Vogl: “Der Souveränitätseffekt” (diaphanes)

PS: Und auch überdurchschnittlich viele Philipps. Mit Ph, einem L und zwei P. 😉

“Homo-Ehe” oder “eingetragene Partnerschaft”/”Lebenspartnerschaft”?

Nicht ganz klar, was mit dem “übergangsweise” in der Pressemeldung zur aktuellen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes gemeint ist. Natürlich wird von vielen die Lebenspartnerschaft als juristisches Übergangsinstrument zur Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Eheleute gesehen. Sind erst einmal alle Rechte identisch, kann man de facto von einer Ehe unter anderem Namen sprechen und diesen in einem letzten Schritt anpassen. (Wobei diverse religiöse Bedenkenträger neu entscheiden müssten, welchen Eheleuten sie ihren Segen geben wollen und welchen nicht.) Festzustellen bleibt, dass es im Gegensatz zu Frankreich im Moment in Deutschland keine Ehe für gleichgeschlechtliche Paare gibt. (Es handelt sich einfach um einen anderen Personenstand.) Das Thema ist heiß diskutiert, auch deswegen muss man mit der Wortwahl sehr aufpassen. Tatsächlich könnte man im Begriff “Homo-Ehe”, der von vielen verwendet wird, eine Bezeichnung der Lebenspartnerschaft in Differenzierung von der heteronormativen Ehe (“Ehe”) sehen. Allerdings zeigt sich, dass die Bezeichnung “Homo-Ehe” auch für die Situation der nicht-exklusiven Ehe in Frankreich verwendet wird. Ich schließe, dass journalistisch entweder unsauber oder mit politischer Agenda gearbeitet wird, wobei die kleineren Zeitungen zu loben sind, weil sie die sehr richtige dpa-Meldung im Prinzip übernommen haben… Welche Zeitung schreibt heute also fälschlicherweise von einer steuerlichen Gleichstellung der “Homo-Ehe”?

Spiegel Online
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FAZ.NET
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Süddeutsche Zeitung
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Bild
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Trierischer Volksfreund
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Welt
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[alles Screenshots von der Portalseite der Internetangebote 2013-06-06 10:50 CEST]

Wie so oft, kann ein Blick in Wikipedia zum Sortieren hilfreich sein: gleichgeschlechtliche Ehe weltweit.

Schrille Paradiesvögel mit quirliger Entourage – Ein Beispiel wie man nett verreißt

Sehr sehr sympathischer Totalverriss von Christoph Meyring in der Kurzrezension zur DVD-Publikation der “turbulenten Komödie” Männer zum Knutschen (De 2011, Regie: Robert Hasfogel, Pro-Fun) in der Sissy 16 (Dez. 2012-Feb. 2013), der mit dem Bekenntnis und dem Entschluss endet: “Weil Darsteller und Crew beim Dreh offenbar einen Mordsspaß hatten und auswärtigen Spaßbremsen die Feinheiten des Hauptstadthumors mitunter nicht wirklich zugänglich sind, sollen dies der Worte genug sein” (41). Überaus beneidenswert, dass sich der Rezensent nicht zu derbem Fäkalvokabular hat hinreißen lassen, denn schließlich muss die Durchsicht dieses, naja, Films (?) m. E. einer Folter gleichgekommen sein.

Weekend (2011) Screening in Trier

If you’ve missed the beautiful film by Andrew Haigh last year or want to see Tom Cullen and Chris New again and again, there is another opportunity. For the slightly remote city of Trier, it will be the 1st public screening. Don’t hesitate. Come and watch…

WEEKEND

5 JUNE 2012
7 p.m. (s.t.)
UNI TRIER
MAIN CAMPUS
HÖRSAAL 2

ADMISSION FREE. ALL WELCOME. SPREAD THE WORD.
BRITISH ORIGINAL WITHOUT SUBTITLES.

On a Friday night after hanging out with his straight mates, Russell heads out to a nightclub, alone and on the pull. Just before closing, he meets Glen. And so begins a weekend—in bars and bedrooms, getting drunk and taking drugs, telling stories and having sex—that will resonate throughout their lives.

Trailer:

Weitere Informationen:

Newark Mayor Cory Booker on First- and Second Class Citizenship in the USA

[via Sebastian; Beware of the audio feedback at 3:22.]

Stadt Land Fluss

Gerade Stadt Land Fluss gesehen und sehr begeistert. Nein, das ist keine Rezension. Aber ich möchte doch Benjamin Cantu loben, weil er Setting und Stimmen der Figuren (ob fiktional oder “authentisch” (im Presseheft spricht man von halb-dokumentarisch, glaube ich)) so wahrheitsnah und glaubwürdig wirken lässt. Natürlich sind weder Glaubwürdigkeit noch Wahrheitsnähe relevanten Kriterien für Kunst. Aber queere Liebesgeschichten befinden sich traditionell in einem besonderen Spannungsverhältnis zwischen Wunsch und Wirklichkeit der Leser und der Fiktionalisierung dieser beiden. Schon E. M. Forster hatte dieses Problem mit seinem Maurice. Wie soll man diese Liebesgeschichte enden lassen? In einem wahrheitsnahen schrecklichen Ende, einem Skandal und einem Bruch? Oder soll man ein Happy Ending kreieren, das dann dem Leser gefällt, ihn nicht in das Grau der Wirklichkeit und seine gesellschaftsbedingt mutmaßlich verlogene und gefürchtete Seinsweise zurückwirft? Total unglaubwürdig. Bei Forster geht das Paar fort. In den Wald. Ins Grüne. In eine Art Überrealität, die dem Wesen des Menschen und der Natur näher ist. Cantu macht einen Schnitt und beendet den Film. Das Paar, das seine Liebe nur in der Großstadt oder im Geheimen zu leben für möglich hält, bleibt dort wo es ist: in einer tiefen Nähe, mitten im ländlichen Milieu, in der Provinz Brandenburgs, auf dem Hof der LPG. Wo soll es auch hin? Nach Berlin, weg aus der Heimat? Und da eine Zukunft ihrer Liebe, dort wo sie in diesem Moment ist, undenkbar ist, friert die Zeit ein, endet der Film dort wo er am Schönsten ist. … Mehr nicht (obgleich sich so viel mehr sagen ließe). Lesenswert ist das Presseheft von Salzgeber (PDF), in dem überaus spannend der Hintergrund des Drehs beleuchtet wird (das Halbdokumentarische). Der Regisseur kommt auch zu Wort und berichtet davon, dass die von mir als undenkbar bezeichnete Liebe vielleicht doch denkbar ist… Mir bleiben die Bilder, der Sound und der Geschmack des Ländlichen, des Ostdeutschen, der Provinz. Sie sind ernüchternd und heimelig zugleich. Und–obgleich Cantu was anderes behauptet–befürchte ich, dass es für dieses Gefühl gut ist, dass der Film mit der Umarmung endet.

Impressive GetUp! Commercial

Really worth having a look at this Australian commercial against sex-based marriage discrimination. Next to the wonderful music and images, the speed of the narrated time together with fast cutting puts viewers readily into the perspective of the focalizer, who is one part of a young couple living their life together. In the end, the other half proposes… And the viewer can decide whether to accept or not…


[“It’s Time,” Get Up! Action for Australia, YouTube, Music Oliver Tank (“Last Night I Heard Everything in Slow Motion”), 24 Nov. 2011, via]

Background is that the majority of Australian voters support marriage equality, but PM Julia Gillard opposes it on grounds of the usual Christian-fundamentalist-based ideas of the inequality of men and women…

Freche Frauen…

…lieben natürlich Rosa und Rot. Klar. Nur zu ernst sollten sie sich nicht nehmen. Falls das passiert, hilft ein Mantra: Ich bin rosa, ich bin rot … Ich bin rosa, ich bin rot. Ich bin rosa, ich bin rot. Ich bin rosa, ich bin rot. Ich bin rosa, ich bin rot. Ich bin rosa, ich bin rot. Ich bin rosa, ich bin rot. Ich bin rosa, ich bin rot. Ich bin rosa, ich bin rot. Ich bin rosa, ich bin rot. Ich bin rosa, ich bin rot. Ich bin rosa, ich bin rot. Ich bin rosa, ich bin rot. Ich bin rosa, ich bin rot. Ich bin rosa, ich bin rot. Ich bin rosa, ich bin rot. Ich bin rosa, ich bin rot. Ich bin rosa, ich bin rot. Ich bin rosa, ich bin rot, fühle mich gleichberechtigt und mache keine Probleme.


[“Freche Frauen” in der Buchhandlung, 2011-08-26]

… und manchmal auch hellblau–diese rebellischen Girls *hihihi* aber auch!

Heute spricht der “Papst” vor dem Bundestag…

Dass er das darf, halte ich für äußert fragwürdig. Obwohl, naja, vielleicht gibt es ja vor dem Bundestag die große Verwandlung, und der absolute Monarch der Vatikanstadt spricht endlich über seine Rolle in der Vertuschung sexuellen Missbrauchs von Kindern in der katholischen Kirche. Vielleicht bittet er aber auch für die massive strukturelle Gewalt,* die Vertreter der Kirche in seinem Auftrag an Minderheiten ausüben um Entschuldigung (ich meine zuerst die Gewalt der Kirche an Homosexuellen). Vielleicht verkündigt er eine Veränderung der geschlechtsspezifischen Diskriminierung von Frauen in der Kirche und ernennt eine Päpstin. Vielleicht korrigiert er seine Einschätzung der anderen Religionen (i.e. Sekten und religiöse Laiengruppen wie die evangelische Kirche, aber auch Islam und so ein Zeugs) und bekennt sich zu Toleranz und Respekt dem anderen Gegenüber. Vielleicht sagt er auch was zur Piusbruderschaft. Wäre ja passend: deutscher Papst (ein ehemaliger Hitlerjunge) spricht vor dem deutschen Bundestag über die Versöhnung mit dem Holocaust-Leugner. Vielleicht erklärt der Papst auch die einseitige Auflösung des Reichskonkordats, weil es ihm peinlich ist, die Leute ständig als Sünder hinzustellen, die ihn und seine Einrichtung finanzieren, oder auch, weil er staatlich finanzierte Missionsarbeit als Gefahr ansieht. …

Nah, ich weiß. Das wird alles nicht passieren.

Und, damit ich nicht den Papst aufsuchen muss, werde ich mir um 16.30 Uhr nicht die Rede von Ratzinger anhören, sondern die von Stephen Fry (bei The Intelligence² Debate gehalten–ich hatte die schon einmal gepostet) der spricht auch über die katholische Kirche, ist sehr intelligent und ein guter Mensch.

[Info zum Rahmen der Rede]

Übrigens glaube ich, ich war auch schon einmal Papst.

* Ich möchte den Begriff nicht ideologisch verstanden wissen.

Suffragettes on CCTV

I know it is not CCTV, but still an interesting story about, perhaps, UK’s first spy pictures ever. A couple of years ago, the National Archives uncovered how the police spied on the suffragettes. You can read about this here: Dominic Casciani, “Spy pictures of suffragettes revealed,” BBC News Online, 3 Oct. 2003.

How to Be a Retronaut have just posted a whole section of these photos that were used by police officers to identify suspects. Now, it seems to be a gallery of pride in the fight for women’s rights.

[Unfortunately, I cannot give full credit to the photographers. However, due to crown copyright regulations, the photo is in the public domain.]

IDAHO in Trier

Und plötzlich waren da, total spontan, viele gleichgeschlechtliche Paare,* die Hand in Hand durch die Trierer Innenstadt liefen…

Mit diesem Flashmob sollte anlässlich des IDAHO ein Zeichen gegen Homo- und Transphobie gesetzt werden. Im Gegensatz zum CSD geht es beim IDAHO nicht darum, stolz zu nichtheteronormalen sexuellen Identitäten zu stehen oder sich zu weigern, sich dafür zu rechtfertigen oder schämen zu müssen. Der Fokus ist nach außen gerichtet. Es geht darum zu zeigen, wie schändlich und gesellschaftlich schädlich Homophobie ist, und wie notwendig ihre sozialen Dekonstruktion und Bekämpfung.

FAS-Nachlese: Eckart Lohses “Gender ist längst Mainstream – selbst in der Union”

Zumindest den Kreislauf kann der Mantel der FAS antreiben. Ob das gut oder schlecht ist, sagt die auf Seite 14 interviewte Diätberaterin leider nicht. Die beschränkt sich auf Diäten an sich und auf die Fressereien zwischen Advent und Neujahr.

Eckart “elo” Lohse (ist das etwa der von der Guttenberg-Biographie?) ist so einer. Sein Text (S. 4 in der FAS vom 2. Januar 2011) ist fürchterlich. Warum?

1.) Im Untertitel schreibt er “In der Bundeszentrale für politische Bildung vertritt der Präsident kühne Thesen über Mann und Frau. Kaum jemand regt sich auf.” Ich frage mich: Warum sollte man erwähnen, dass jemand nichts bestimmtes tut (sich aufregt)? Natürlich weil man sich selbst aufregt und das für selbstverständlich oder die zu wünschende Norm hält. Schlecht ist die Überschrift aber nicht unbedingt hinsichtlich der Wertung oder des sehr speziellen persönlichen Bezugs sondern vor allem, weil sie kühne Thesen verspricht, die der Text dann nicht halten kann. Sooooo mau!

2.) Aber welche Thesen hält Eckart Lohse denn für kühn? Es scheint das zu sein, was der nicht-rechtskonservative für gesunden Menschenverstand hält. Lohse schildert einen Vortrag von Thomas Krüger:

… je näher Krüger, ein in der DDR aufgewachsener Sozialdemokrat, der Gegenwart kommt, desto dünner wird das Eis. Erst sagt er, dass in der DDR die Geschlechterunterschiede mit dem “sozialistischen Gleichheitspostulat quasi als überwunden” gegolten hätten. [Schön hier der Konjunktiv II.] Die “beinahe Vollbeschäftigung” von Frauen und die flächendeckende staatliche Kinderbetreuung hätten die in Westdeutschland geführten Debatten über arbeitende Mütter und Selbstverwirklichung im Beruf “obsolet erscheinen” lassen. Kommentarlos erwähnt er, dass die Abtreibung bis zum dritten Schwangerschaftsmonat straffrei gewesen sei, und jubelt schließlich, dass durch die “Posteriorität der Ernährer-Ehe” viele Frauen ihre Männer kurzerhand vor die Tür gesetzt hätten. Wer sich immer noch fragt, ob Krüger die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau im Osten oder im Westen besser fand, bekommt als kleine Interpretationshilfe den Satz nachgereicht: “Der Westen hingegen leistete sich Hausfrauen.”

Bemerkenswert Lohses erster Verweis auf die DDR. Noch bevor er über den Inhalt des von Krüger gehaltenen Vortrags etwas sagt, muss erst einmal klar gemacht werden, dass der hier zu verreißende Sozialdemokrat, also vielleicht so etwas wie der Feind, und noch dazu Dunkeldeutscher sei. Der Rest ist selbstredende politische Haltung, und insofern schlecht, weil nur Rechtskonservative es verstehen. Was an einem Gleichheitspostulat schlimm wäre, erklärt Lohse nicht. Selbst im Grundgesetz (Art. 3, Abs. 2) ist als Ziel vorgesehen, was das Postulat als gegeben ansieht. Lohses Kritik kann also wohl nur in der Idee der tatsächlichen natürlichen Gleichheit von Mann und Frau begründet liegen. Nachdem er auch die Abtreibungsgegner auf seine Seite zu ziehen versucht, macht er noch einmal klar, was sein Problem ist: durch die fehlende Abhängigkeit der Frau als Ehemann vor die Türe gesetzt zu werden–oder kann man das anders verstehen? Wie dem auch sei ist Lohses Text hier besonders misslungen, weil er mit der DDR-Keule schwingt und seine Argumentation nicht erklärt (da scheint keine zu sein).

3.) Äußerst ärgerlich ist die platte Art, mit der Eckart Lohses Text versucht, Thomas Krügers ganz selbstverständliche und zeitgemäße Aussagen in den Augen der Dummen lächerlich zu machen. Gegen blöde Heteronormativität hält Krüger das Argument, dass sich auch heterosexuelle Menschen nicht nur in einer von zwei möglichen Gender-Kategorien sehen. Das überfordert den Text. “‘Bisexuelle, …, Transgender, … Intersexuelle, …’. Da es eine Fachtagung ist, müssen Fachbegriffe her.” Klar, diese verrückten Intellektuellen/Gendertypen mit ihrer irren Sprache! Oder anders unsachlich (zur Reaktion der Bundesregierung): “Überhaupt könnte man das Ganze als Posse abtun, …” Man muss das also nicht ernst nehmen. Überhaupt hat ja der Krüger auch schon einmal Nacktbilder von sich machen lassen. “Eine graue Erscheinung ist er jedenfalls nicht.” Das ist eine ähnliche Masche, wie seinerzeit bei den schwulen Bürgermeistern der großen Städte. Man deklariert sie einfach zur Partymaus und damit als potentiell ungeeignet oder nicht ernst zu nehmen.

4.) Einen ganz abgefuckten rhetorischen Trick erlaubt sich der Text mit der Verwirrung um die Bezeichnung ‘Gender’. Erst wird ‘Gender’ einfach mit ‘Geschlecht’ übersetzt, um alsdann eine kühne These in der Idee zu erblicken, “dass das menschliche Geschlecht nur ein Produkt autoritärer Erziehung und die Norm des heterosexuellen Zusammenlebens von Mann und Frau Ausdruck eines perfiden Repressionssystems sei”. Das würde niemand, der nicht gänzlich unbeleckt von den Gender Studies ist, einfach so behaupten.

Wie gesagt: Den Kreislauf treibt die Lektüre des kleinen konservativen Blättchens schon an. Wenn sie auch den Geist antriebe, wäre es wohl wieder Qualitätsjournalismus. Von dem ist Lohses Text–alas!–weit entfernt.

Weltweit ca. 60 Mio Menschen infiziert; 25 Mio Menschen verstorben


Heute ist Welt-AIDS-Tag.

Trier zeigt Flagge: Impressionen

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Trier Hoists Rainbow Flag

At this very moment, the rainbow flag is being hoisted on Trier’s marked square. For the first time in history, Trier shows its pride of being a tolerant, friendly and open city by allowing the flag to flutter at central places. After a rather lengthy discussion in the City Council this May, in which the Christian conservatives mainly opposed the idea (allegedly for reasons other than homophobia) of flying the flag, the motion, which had been brought forward by human rights activists of the Green Party and the Social Democrats, was eventually endorsed by the majority of the house. It is part of the CSD weekend here.

Pictures of the event to follow… // Watch this wonderful video in the meantime:

UPDATE: Pictures are here.

Die Rede des Aristo… ähem, der Hedwig… – Happy IDAHO!

Schon einmal auf die Rede des Aristophanes verwiesen. Hier zwar eine Vergewaltigung des Originaltexts aber trotzdem schön. Und da heute IDAHO ist, passt die Geschichte besonders gut.

“The Origin of Love” aus Hedwig and the Angry Inch (Dir. John Cameron Mitchell, New Line Cinema, Fine Line Features, 2001). Rufus hat auch seine Fassung:

Single Lady Devastation – Butzsch!

Les p’tits papiers (subtitled)

[via]

Die Katholische Kirche – Stephen Fry bei The Intelligence² Debate

Man muss was sagen an einem Tag, an dem Leute wie Walter Mixa – den ich, wie Joseph Ratzinger, für einen großen geistigen Brandstifter halte – die “Wahrheit” m. E. ganz bewusst verdrehen. Ich sage es mit dem grandiosen Stephen Fry, denn besser als er kann man das wohl nicht ausdrücken. Unbedingte Videoempfehlung.

[Info zum Rahmen der Rede]

[Transkript der Rede]

Obama and Clinton Condemn Uganda’s Odious Anti-Gay Agenda

The National Prayer Breakfast, which is actually a series of meetings and luncheons, is held annually on the first Thursday of February. There is always a famous keynote speaker; this year, the Prime Minister of Spain, José Luis Rodríguez Zapatero. It is tradition that the US President takes part in this little event and delivers a speech–as I was told, normally something that would flatter the corrupted egos of the attending Christians. However, this time, the president and the foreign secretary pissed on the parade of their hosts, the so called “Fellowship,” a well-connected Christian fundamentalist organisation. Members of this group fostered the Evangelical revival in Uganda, they are said to be responsible for the rise in HIV infections, and they had proposed the bill that called for death penalty for homosexuals (details w/ links about the Uganda connection of the “Fellowship” on Wikipedia). Let us hope that the luncheons following up the speeches of Clinton and Obama had a slightly bitter taste for some of the hate preachers.

[via]