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Category Archives: Pop

Prolog-Festival morgen am Start

Na, was ist denn da los?

Die Heinzelmännchen von der Radrennbahn haben ü-ber-all in der Stadt grüne Plakate geklebt. Hoffentlich hat es sich gelohnt und das Leipziger Prolog-Festival, das mit dem Fockebergzeitfahren am Sonntag verbunden ist, wird voll und cool und alles. Neben den Leipzigern A Heart Is an Airport, Mikesh, Outcry und Palestar kommen ein paar Bands von weit weit weg in die Pleißemetropole. Plata O Plomo, nämlich aus dem wunderschönen Magdeburg, Timid Tiger aus Köln und The Horror The Horror aus Sörmland. Schon einmal reinhören:

Clemenz Meyer bei Ulrich Wickwert

Rache der Praktikanten in der Podcast-Abteilung? Clemenz Meyer und Ulrich Wickwert.

[Screenshot: Feed im Google-Reader]

Ganz erstaunt war ich, als ich diesen Titel sah. Hatte sich da der Podcast-Praktikant am Sender rächen wollen, oder hatte er mit dem Gesprächsgast vielleicht vor der Einspeisung des Eintrags einen Kasten Sternburg geleert? Ganz im Gegensatz zur Überschrift in der XML-Datei ist die Sendung im Sinne Wickerts sicher gelungen. Clemens Meyer war nüchtern und plauderte sehr sympathisch aus dem Nähkästchen. Allerdings habe ich mich gefragt, ob die Aussagen irgend einen literaturwissenschaftlichen Wert haben können, ob sie der Konservierung und Transkription lohnen. Ich denke nein, zu viel Herumgehacke auf der Person, zu viel wieder nur über das Medienphänomen Meyer, über den Knast und das Journalisten-Bashing. Über seine Poetik, über seine Denke zur Literatur, zu Werkstatt, Welt oder Leben kam nur etwas viel zu diffuses Gequackel.

Für Fans des Reudnitz-Rockers, ist das Interview allerdings ein Muss.

Snoop Dogg a.k.a. Roy Black

Snoop Dogg steigt für die E-Plus-Tochter vybemobil aus dem Kühlschrank; sicher weil er die gewünschte Street Cred bei den jüngeren hat. Die Pressemitteilung des Unternehmens ist lesenswerte Werbersprache: “[I]ntegrierte Kampagne für POS, Online, Below the Line sowie Viral-Maßnahmen,” sag ich nur…

[via hier und da]

May your Yuletide Be Gay!

1. Weihnachtsgruß

frohes_fest_2007_gelblog.jpg

2. Weihnachtlicher Multimedia-Content

Rufus Wainwright: “Release The Stars In Stores Now”…

PD

schreibt die News-Abteilung von Rufus Wainwright am 14. Mai. Es ist ein Lacher. Wenn man Amazon.de glaubt, liegt das Album erst seit heute dort bereit. Bei iTunes bekommt man es auch erst seit dem 25. Mai. Für echte Rufus-Wainwright-Fans außerhalb des UK und der USA gab es als Option in der Zwischenzeit nur allofmp3. Das Album dort zu kaufen, war nicht etwa nur viel billiger, sondern eben die einzige (!) Option. Es ist echt verrückt, wie die BBC schon seit Wochen für Geffen Werbung für die Platte macht, sie jedoch niemand hierzulande kaufen kann.

Am 25. Mai habe ich eine rechte-mininimierte Version bei iTunes erworben und mich gleich wieder darüber geärgert, dass ich die Lieder nicht sofort auf meinem MP3-Player anhören konnte. Umweg also über eine CD und CDex. Zum Glück ist wenigstens das erlaubt.

Wie zu erwarten, ist “Release the Stars” nicht schlecht. Wenn man Rufus nicht als “Geheule” einschätzt, wird man nicht enttäuscht. Die meisten Lieder klingen wie die Titel auf Want Two, also nicht übel, sondern barock, opulent, herzzerreißend prall. Es sind keine großen Hits dabei, aber das Album insgesamt ist sehr solide. Der beste Titel, “Going to a Town,” glänzt erstaunlicherweise durch fehlende Wainwright-Pomade, wird aber wohl auch keine Nummer 1 werden, da er für Amerika zu politisch und für den Rest der Welt dann doch zu speziell ist.

“Neuschwanstein und Bayreuth haben mich tief berührt” sagte der Sänger noch im Vanity-Fair-Interview. Richtig glaubhaft ist sein Interesse an Deutschland nicht, denn wenn man sich die Tourdaten ansieht, stellt man fest, dass hier nicht ein einziger Auftritt geplant ist–trotz Aufnahme des Albums in Berlin, deutschem Lebensgefährten, dem Lied “Tiergarten” (sprich: “tear garden”) …

Source + info: vgl. link.Wer Herrn Wainwright für seine Ignoranz Europa gegenüber nicht abstrafen möchte, noch keinen Geschenkgutschein bei allofmp3 eingelöst hat und auch keine englische Importversion bestellt hat, kann bei Amazon ab heute das Album bestellen. Vielleicht–aber das kann man, angesichts des zurückhaltenden Verkaufs, nicht wissen–gibt es die Scheibe sogar im “normalen” Musikladen.

Übrigens hat D-Radio auch gerade (10.42-10.50 Uhr) das Werk rezensiert. Einen Podcast-Link scheint es allerdings nicht zu geben. Tenor dort: barock, zuweilen kitschig aber nett.

EpoepoepoepoepoepoepoePoe

Epo kaufen

Komm raus, Ulle!

Quoth the Raven ‘Nevermore.’

Die Wurzel von 160.000: In Mannheim weint man zweimal

Quelle: Wikipedia.orgDas BIFaB schenkt der Quadratestadt zum vierhundertsten Geburtstag einen passenden Song von Cris Cosmo (feat. Sound:scaper). Exklusiven kostenlosen Download, Liedtext und viele andere Dinge gibt es dort.


Link: MP3 bei Brockhaus.

Da mag man doch zum Feiern am liebsten nach Schönau, Rheinau, Neckarau, Blumenau, Jungbusch, Innenstadt, Neckarstadt, Schwetzingerstadt, Sandhofen, Lindenhof, Almenhof, Waldhof, Vogelstang, Feudenheim, Pfingstberg, Neuhermsheim, Hochstätt, Wallstadt, Oststadt, Gartenstadt, Wohlgelegen, Neuostheim, Käfertal oder Seckenheim. Man kann nur hoffen, dass einem dabei nicht der singende Pilgerpfad™ über den Weg läuft…

Übrigens gibt es im Jubiläumsjahr auch die erste Auflage eines neuen Literaturfestivals: lesen.hören1 in der Alten Feuerwache. Mit dabei sind Jakob Hein, der unvermeidbare Kaminer (plus Olga), Paul Ingendaay und die Kakalake mit der (meist) roten Krawatte (Wen meine ich nur?).

Also: Kragen hoch und hin!

Der Hetero-Analverkehr ist die Metrosexualität des kleinen Mannes: Dietmar Dath zum Arschfick

Bristol Stool ChartMan kann eigentlich ebensogut auch gleich mal über das Anale reden. Dafür sind wir Deutschen ja prädestiniert. Man sieht es an unseren Schimpfwörtern und Flüchen und eben unseren popkulturellen Provokationen, wie Dietmar Dath sie in der von satt.org feierlich mit Lorbeerkranz ausdrapierten Abhandlung beschreibt und zugleich zelebriert. Aber vielleicht geht das schon zu weit und man muss mit einem Gegenwartsbezug beginnen, denn zwar feiert Frank Fischer den Dath’schen Traktat am 6. Januar, jedoch stammt jener bereits vom April 2006 und bezieht sich auf ein Musikstück, dass noch viel älter ist.

Also: “Gas-Like Odor Permeates Parts of New York City,” schreiben Christine Hauser und Sewell Chan am 8. Januar in der New York Times: “The smell was reported from midtown to Battery Park City, and strong odors were reported in Jersey City.” Behörden versuchten an jenem Tag den Beschwerden vieler Einwohner New Yorks nachzugehen, die sich auf einen penetranten faulgasähnlichen Geruch in der Stadt bezogen. Faulgas (natural gas), das ist vor allem Methan, aber eben auch Schwefelwasserstoff (schon einmal an faulen Eiern gerochen?). In der Natur entsteht dieses Gas, von anaerob lebenden Bakterien gebildet, in stehenden Gewässern und Sümpfen, weshalb es auch Sumpfgas genannt wird. Es wird aber auch im Darm von Tieren und Menschen und im Pansen von Wiederkäuern erzeugt. Wie dem auch sei, roch es in New York nach Sumpf, Faulturm, Kuhrülps, Fleischfurz oder eben nach Faulgas. Angestellte wurden aus Bürogebäuden evakuiert, Belüftungsanlagen ausgeschaltet, Schulen geschlossen, doch die Quelle des Gestanks blieb unklar, wie so oft: “Mysterious odors come and go in the New York City area, sometimes never identified.” (Mehr zur “Gas Mystery”.)

Letztendlich bleibt die Erinnerung an Ausscheidungen ganz generell unheimlich, weil Ausscheidung, Verstoffwechslung unheimlich ist–viel zu direkt sensuell körperlich. Deswegen die Reaktionen. Im selben Moment in dem die Meldung über den bestialischen Gestank in New York durch die Medien kreiselt und sich Journalisten fragen, wie sie diese unhaltbaren Zustände in den audio-visuellen Medien darstellen sollen, stolper ich über den Bristol Stoll Chart, ein Diagramm zur Kategorisierung von menschlichem Kot. Sehr interessant, ermöglicht dieses Diagramm doch eine differenziert standardisierte Beschreibung menschlichen Fäzes. Lustigerweise wird diese Kategorisierung in Bristol weder vom United Bristol Healthcare NHS Trust noch vom North Bristol NHS Trust benutzt. Ob die Einordnungen in Deutschland üblich sind, ist mir unbekannt.

Doch zurück zum “teils weißen und teils nicht ganz so weißen Schmuddel-HipHop aus Berlin,” wie Dath ihn nennt. Dem Literazisten ist an einer Analyse (es kalauert!) dieser populärkulturellen Erscheinung gelegen. Ganz klassisch steckt der Schmuddel-HipHop seinen Claim mittels “archetypischer” Verfahren ab: Man suche sich einen Punkt in der Mitte zwischen Spießer und Perversem und erstürme ihn, offene Türen einreißend. Diesen Zugang zum Analen gliedert Dath in die Geschmacksnoten “ganz schlecht,” “etwas besser,” “noch besser” und “am besten.” Wie er das genau tut, und wie man am Ende doch “heavily into urine and excrement” landet, lese man jetzt wirklich bei Dath selbst, der seine Betrachtungen in veränderter Form auch in dem Buch Sauerei Moderne veröffentlichen möchte. Hoffentlich streicht er den alles wieder vereinenden letzten Schmus-Absatz.

Die Hits des Jahres 2006, und die von 1986: Bei Gudrun sind sie nicht wirklich zu hören

StempelIch bezeichnete die Ilse ja eine Zeit lang als meinen Hausklub, aber was sich eben dort abspielte spottet jeder Beschreibung: fünf Euro Eintritt scheinen mir noch in Ordnung zu sein. Aber wenn man seine Bude dann so füllt, dass man nirgends mehr tanzen kann und vom Eingang kaum zum Klo oder von der Bar kaum zum Ausgang oder vom Klo kaum zur Bar oder wie auch immer kommt, dann hat die reine Profitgier wohl wirklich obsiegt und die Ilse wird zur No-Go-Area. War das früher besser? Vielleicht ist ja Gudruns Gesellschaft für angewandte Popkultur mbH der Beitrag der Zeit zu Kopf gestiegen? Wer noch etwas wirklich alternatives oder neues erleben möchte, kann nun wahrscheinlich wirklich nicht mehr in der Südvorstadt oder in Connewitz bleiben… Ich, jedenfalls, habe die Schnauze erst einmal gehörig voll vom Ilses Erika und gehe demnächst vielleicht wieder in die MB. Ist ja dasselbe, nur größer und billiger. ;-)

Damals war’s: Fraggles Rock

[Bild]

“Fraggles sind etwa 60 cm große, verschiedenfarbige humanoide Lebewesen, die in einer Höhle unter dem Wohnhaus des Doc (einem menschlichen Wissenschaftler [...]) leben. Den Tag verbringen die Fraggles mit Lachen, Singen und Tanzen.” [hier]

Dann leben in der Höhle auch noch die Doozers, kleine grüne Wesen, die die ganze Zeit wohlschmeckende Gerüste bauen, die dann von den Fraggles aufgeknabbert werden. Eine Art Symbiose findet dort statt. In einer Folge entscheiden die Fraggles, nicht mehr die Bauwerke zu essen, was dazu führt, dass die Höhle komplett verbaut ist und die Doozers über einen Wegzug nachdenken.

Meine Lieblingsfigur war aber die “Allwissende Müllhalde”, Marjorie:

“Die Müllhalde lebt in den Wäldern hinter dem Schloss der Gorgs. Sie ist ein lebender Komposthaufen - eine Sammlung von alten Grapefruits, Gras, Konservendosen, Kaffefiltern, Kartoffel-Schalen und sostigem [sic] Müll, welcher eines Tages misteriös [sic] zum Leben erweckt wurde. [...] Die Müllhalde ist ein Orakel. Sie sieht alles, weiß alles, ist alles.
Sie ist das zu Hause für Philo und Gunge, ihre zwei Nagetier-Freunde. Sie agieren als Interpreten, Vertreter und beste Freunde der Müllhalde. Philo und Gunge sind die beiden einzigen, die sie mit ihrem Vornamen ansprechen dürfen: Marjoriy. Wenn man bei ihr ist lassen einen die beiden Nagetiere wissen, wenn die Sprechzeit vorbei ist, indem sie sagen: ‘Die Müllhalde hat gesprochen!’” [hier]

Zwar ist alles im Fraggles Rock allegorisch zu verstehen, ein Mikrokosmos der menschlichen Befindlichkeiten. Nur das mit der Müllhalde kriege ich nicht auf die Reihe. Eine Vorahnung des Internet?

http://www.fragglerocker.com/media/audio.asp

Sensu Hörprobe

Sensu haben immer noch keine Hörproben auf ihrer Website. Schade! Deswegen hier einfach einmal der Party-Kracher (MB-Montagsdemobesucher der ersten Staffel kennen ihn) der Heidelberger. Vielleicht als Anreiz, in Zukunft etwas fleißiger zu werden. ;-)

“Im Alter von 91 Jahren starb am Sonntagmittag (03…


“Im Alter von 91 Jahren starb am Sonntagmittag (03. September 2006) die Schauspielerin Annemarie Wendl an den Folgen eines Herzversagens in ihrer Münchner Wohnung. Dies gab die Familie am Montagnachmittag bekannt. Annemarie Wendl gehörte seit dem Start der ARD-Serie ‘Lindenstraße’ im Jahre 1985 zum Ensemble der Dauerserie und verkörperte fast 21 Jahre lang die Rolle der Else Kling.”
[hier Bild hier]

Zwar bin ich kein Fan der Lindenstraße, zählte Frau Wendl aber doch zum TV-Urgestein der Republik. ‘Else Kling’ sagte doch allen was. Schade: Keine neuen Witze mehr über fiese alte Nachbarsweiber oder Dinge, die schee machen…

“Mei Serie hätten S’ mi scho zu Ende schaun lassen kinna. Jetzt weiß i gar nimmer, wie’s ausgeht!”
“Aber ich weiß es, Else. Es geht gut aus.”
“Dann bin i froh. Mei, dann bin i froh.” [hier]

Ciao Annemarie Wendl!

Musste Heiko sterben, weil er Gerbers Mörder kannte?

[Bild: http://www.mdr.de/I/3260372.jpg]

“Bis dass der Tod euch scheidet.” Reg. Elsa Kern. Prod. Susanne Wolfram. Polizeiruf 110. ARD. 13. Aug. 2006.
[Bild MDR]