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Category Archives: Polen

Schrille Paradiesvögel mit quirliger Entourage – Ein Beispiel wie man nett verreißt

Sehr sehr sympathischer Totalverriss von Christoph Meyring in der Kurzrezension zur DVD-Publikation der “turbulenten Komödie” Männer zum Knutschen (De 2011, Regie: Robert Hasfogel, Pro-Fun) in der Sissy 16 (Dez. 2012-Feb. 2013), der mit dem Bekenntnis und dem Entschluss endet: “Weil Darsteller und Crew beim Dreh offenbar einen Mordsspaß hatten und auswärtigen Spaßbremsen die Feinheiten des Hauptstadthumors mitunter nicht wirklich zugänglich sind, sollen dies der Worte genug sein” (41). Überaus beneidenswert, dass sich der Rezensent nicht zu derbem Fäkalvokabular hat hinreißen lassen, denn schließlich muss die Durchsicht dieses, naja, Films (?) m. E. einer Folter gleichgekommen sein.

Tag 1: Regenbogen über der Odermündung

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Wie vermutet und auch erhofft, hat sich–im Vergleich zum Morgen–das Wetter und die Landschaft verändert. Alles andere wäre aúch ziemlich eigenartig. Also: Nieselregen jetzt und mit diesem ein wunderbarer Regenbogen über der Odermündung…

Tag 1: Petrisberg

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Ein überaus dramatischer Himmel über dem Petrisberg am Dienstagmorgen.Wer weiß wie der Himmel heute Abend aussehen wird….

Überblick

Aus der losen Reihe “Reichenbach im Vogtland / oberer Bahnhof”

Reichenbach im Vogtland / oberer Bahnhof Reichenbach im Vogtland / oberer Bahnhof Reichenbach im Vogtland / oberer Bahnhof
Reichenbach im Vogtland / oberer Bahnhof Reichenbach im Vogtland / oberer Bahnhof Reichenbach im Vogtland / oberer Bahnhof

Zum Abschluss der Vorlesungszeit endlich das versprochene Foto vom Freisitz des Reichenbacher Bahnhofskiosks. Auf dem Rückweg nach Leipzig mache ich meist in Plauen Halt. Dort gibt es am Bahnhof nicht nur den Fanshop einer lokalen Brauerei, einen ganz eigenartigen Geschenkeladen (hässliche Plüschtiere, Kunstblumen und Fahrscheine) und einen Döner, sondern seit ein paar Wochen eben auch den Wiener Feinbäcker, der dort mit sehr viel Liebe von einer engagierten und sympathischen Frau betrieben wird. Leider haben die Plauener wohl noch nicht erkannt, dass es an ihrem Bahnhof jetzt auch sonntags frische Brötchen gibt. Mal schauen also, wie lange der Bäcker dort Bestand haben wird. Ich bin auf ihn angewiesen, da ich sonst nirgends vernünftigen Kaffee bekomme. Im Zug und an dem anderen Minibäckerstand am Bahnhof Plauen dort gibt es nur eine lauwarme Plürre, die einem wohl, ehe man sich’s versieht, die Zähne bis zur Wurzel auflöst.

CSD in Leipzig soll unpolitisch harmlos bleiben

Quelle und info: siehe Link.Zum Abschluss der CSD-Woche in Leipzig, soll am 21. Juli auf dem Nikolaikirchhof eine Demonstration zum Thema “Gleiche Chancen für gleiche Liebe” veranstaltet werden. Ein ziemlich politisch korrekter Titel. Eine ebenso politisch korrekte Veranstaltung mit voraussehbaren Inhalten ist zu erwarten. Ein paar Leute werden sprechen, es wird ein bisschen gefeiert, Cliquen-Atmosphäre wird spürbar sein. Es ist ja wohl ohnehin so, dass die CSDs inzwischen vom heterosexuellen Publikum leben, und Lesben und Schwule zu Hause bleiben. Doch etwas stört dann doch plötzlich das Bild: Herr Worch will mit seiner Truppe am gleichen Tag in Leipzig aufmarschieren. Wie unangenehm. Plötzlich sieht man das Gläschen Prosecco und das unauffällig bunte Fest in Gefahr. Anstatt zu sagen, dass man sich auch mal direkt den braunen für Toleranz und Menschenrechte entgegenstellt, beklagt man sich nun bei der Stadt, die den Aufmarsch zuerst nicht verboten hatte:

Dass aber die mehrmals öffentlich bekundete Sorge der Veranstalter um einen geregelten Ablauf der Parade und die Sicherheit der Teilnehmer von der Stadt Leipzig ignoriert zu werden scheint, stößt auf absolutes Unverständnis. [Daniel Gollasch/CSD-Leipzig]

Tja, es ist schon unangenehm, wenn man aus der furchtbaren ostdeutschen Provinz nach Leipzig flieht und dann dort doch irgendwann wieder auf die kahlgeschorenen ehemaligen Klassenkameraden stoßen muss. Äks! Klar ist verständlich, dass man sich um die Sicherheit sorgt. Aber natürlich liefen die Demos unter Polizeischutz. Kein Grund also, solche Schlappschwanzqualitäten zu zeigen. Vielleicht geht es ja aber auch um etwas anderes. Neben der Angst, sich nicht nur im Kämmerlein verbal äußern zu müssen, könnte das geplante Utopia-Straßenfest der AGL den CSDlern missfallen. Eine gut besuchte, politische Veranstaltung dieser Art könnte einem die bunte Schau stehlen. Vielleicht würde dann noch klarer, dass die CSD-Schwulen und -Lesben eigentlich zu vernachlässigend harmlos sind… Leider. Get up, stand up!

Landwirtschaft fehlen zehntausende Hungerlöhner

Source + info: cf. link.Laut Dietrich Paul, dem Präsidenten der Vereinigung der Spargelbauern Niedersachsen, fehlten ein Drittel der Erntehelfer, und deshalb verrotteten dreißig Prozent des Spargels auf deutschen Spargelfeldern. Bis zum Beginn der Spargelsaison waren das Problem die rückenverschmerzten deutschen Langzeitarbeitslosen bei denen trotz angekündigter Stützekürzung die Abbrecherquote extrem hoch war. Und nun ein neues Problem: polnische Stecher tun es auch nicht mehr für fünf Euro pro Stunde. Naja, nicht mehr so gern. In anderen Ländern gibt es Mindestlöhne, die natürlich darüber liegen. Dorthin fahren die Saisonarbeiter nun, und die deutsche Spargelindustrie meckert. “Zudem gingen viele bewährte Erntehelfer aus Polen lieber nach Großbritannien oder Holland, wo sie im Gegensatz zu Deutschland unbefristet arbeiten und den Arbeitgeber wechseln dürften” (hier). Herr Sonnleitner fordert deshalb die volle Freizügigkeit für Erntehelfer aus Osteuropa. Selbst wenn, würde es ihm nichts nützen, denn auch polnische Saisonarbeiter beherrschen elementare Algebra. Der gesetzliche Mindestlohn in Holland und dem UK liegt bei ca. acht Euro. Also, nicht meckern, liebe Bauernlobby, sondern mehr zahlen! Ist ja ein ganz einfach Rechnung. Ich befürchte übrigens, dass man dann die polnischen Helfer nicht mehr benötigen würde, da sich genug deutsche Erntehelfer fänden–ganz ohne ALG-Kürzungsandrohungen, Ein-Euro-Job- oder “Weiterbildungs”-Bestrafungen.

Aus der losen Reihe “Reichenbach im Vogtland / oberer Bahnhof”

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Wie bereits versprochen, mal ein Bild aus Lovely Reichenbach. Draufklicken und das Panorama genießen! Ja, mein Canon-Stitch-Assistent funktioniert nicht richtig, deswegen habe ich ein bisschen Info aus dem Bild genommen. Aber einen generellen Eindruck bekommt man schon. Das nächste Mal hoffe ich, die für Kiosk-Besucher bereitgestellte Festzeltgarnitur ablichten zu können.

Danke Chemnitz!

Bahnsecurity Chemnitz 2Bahnsecurity Chemnitz 1Für diese Bilder wollte ich eigentlich nicht getötet werden. Zwar erlaubt die Hausordnung deutscher Bahnhöfe das nicht-kommerzielle Fotografieren, jedoch war mir nicht klar, dass man vielleicht dabei seine Gesundheit riskiert, wenn einem aggressive–wahrscheinlich outgesourcte–Sicherheitsmänner brüllend entgegenkommen und weitere Bilder solch formschöner Absperrungen mit aller Macht verhindern wollen. Ich kannte so etwas bisher nur aus Reportagen aus Putains [sic!] Russland, nicht aber aus “Großstädten” *lach* der sächsischen Provinz. Vielleicht schilder ich den Vorfall mal in en détail in Kürze–dies erst einmal als Teaser und als zweiten Teil der Bahnhofs-Absperr-Foto-Reihe, die in Leipzig begann. Wenn jemand mal von der Bahnhofs-Security in Chemnitz verkloppt wurde, kann er aber gern schon einmal die Kommentarfunktion nutzen…

Aus der losen Reihe “Reichenbach im Vogtland / oberer Bahnhof”

Heute standen die Menschen, die auf den Bäderexpress nach Leipzig warteten an Bahnsteig drei, obwohl der Zug auf der vier fahren sollte. Was war geschehen? Meinem geschulten Auge fiel sofort auf, dass die Menschen in der Sonne stehen wollten. Bahnsteig vier lag im Gegensatz zur drei nämlich im Schatten. Verrückt, was es doch für Sachen zu erleben gibt in Reichenbach im Vogtland! Der Hammer!

Das nächste Mal mache ich vielleicht einmal ein Foto für die Reihe. Eine Idee habe ich schon: der für die Gäste des Imbiss’/Kiosks reservierte betischdeckte Tisch vor dem Bahnhofsgebäude. Dort traf ich gestern übrigens einen netten jungen Mann,* der Problem beim Öffnen seiner nachmittäglichen Bierflasche hatte. Natürlich habe ich ihm geholfen. Angenehm fand ich, dass er sich für seinen Bierkonsum entschuldigen wollte. Er müsse schließlich eine Dreiviertelstunde auf seinen Bus warten…

[* Naja, um die fünfundsiebzig Jahre vielleicht. Er versuchte die Flasche an der Tischkante aufzuschlagen. Der schön länger neben dem Tisch herumlungernde Jugendliche in der sehr warm aussehenden Jacke der Marke Lonsdale zeigte übrigens keine Ambitionen der älteren Generation eine Hilfestellung zu leisten.]

Party unter brennendem Hakenkreuz

“Sicher ist: Einige der LPR-Funktionäre sind rechtsextrem. / Die meisten Wähler sind wohl national-klerikal, überdurchschnittlich alt, unterdurchschnittlich gebildet, vom Land und außerdem Hörer des nationalkatholischen Propagandasenders ‘Radio Maryja’…”

Das schreibt Olaf Sundermeyer für SpOn aus Warschau. Das Video einer Neo-Nazi-Party empöre das Land. Zu LPR fiel mir bisher nur diese idiotische Aktion ein. Irritierend (und fast ekelhaft), dass Frau Merkel mit der Ente überhaupt reden möchte.

[Bildquelle: “Drogowskazy w Niemczech”]

Bare Branches in Meck-Pom

Methusalem-Schirri schreibt gestern in der FAZ und heute bei SpOn über Triebwähler in Meck-Pom:

“Je mehr heiratsfähige Männer aus sozialen Gründen daran gehindert werden zu heiraten, weil es die Frauen dazu entweder nicht gibt oder von denen, die es gibt, keine die Zurückgebliebenen haben will, desto mehr Testosteron zirkuliert.
‘Bare branches’ – nackte Äste werden diese Milieus junger Männer inmitten alter Leute in Indien und China genannt, wo der Männerüberschuss (aufgrund der Abtreibung von Mädchen) ganze Regionen mit Gewalt überzieht. Junge Männer ohne Zukunft sind eines, junge Männer ohne Zukunft und ohne die Chance zur festen Bindung etwas anderes; und junge chancenlose Männer, ohne die Chance zur Heirat, ohne Arbeit und als Teil alternder Gemeinschaften sind schlichtweg explosiv.”

Nicht nur politischer Radikalismus an sich, sondern auch Frauenmangel und Überalterung sind der Grund, weshalb in diversen Regionen der heutigen DDR* ein gewaltbereiteres Milieu entsteht, in dem radikale rechte Parteien gewählt werden. Das hat mit den von den rechten favorisierten Männerbündnissen zu tun. Kein Job, keine Frauen, keine Chancen, selbst zu blöde: da säuft und kloppt man sich eben–das ist bekannt–und fühlt sich zu männerbündischen Lebensformen hingezogen…

Hmm? Vielleicht sollten die Stargayte– und Cocks-Betreiber es mal in diesen Gegenden versuchen? Dann hätte man vielleicht ruck, zuck eine breite Basis Grünen- und FDP-Wähler, die sich dann nur noch zum CSD in Warschau oder in Moskau rumkloppen und sich sonst gegenseitig Kuchen backen und Topflappen häkeln.

[* Pardon, vertippt. Meinte so ziemlich alle “national-befreiten Zonen” in Ostdeutschland = die furchtbare Provinz]

Das Reich hockt in seinem Bunker

Magdeburg ist eine Stadt in Deutschland. Sie ist die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt und die flächengrößte Stadt sowie eines der drei Oberzentren dieses Bundeslandes. Magdeburg ist sowohl katholischer als auch evangelischer Bischofssitz und Standort zweier Hochschulen: der Otto-von-Guericke-Universität und der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH).

Die Stadt liegt an der Elbe und am Rand der Magdeburger Börde auf altem Kulturboden. Im Jahr 2005 feierte sie ihr 1200-jähriges Bestehen.
[wikipedia]

Soweit Wikipedia. In Magdeburg liegt auch Otto der Große. Ansonsten ist dort entweder Safari (jeder trägt beige oder eine ähnliche Unfarbe) oder DDR (hat sich aber ganz schön entwickelt, mein Geburtsland, in den letzten 16 Jahren: vgl. Video).

Oh, und dann ist da noch eine ganz furchtbare Ausstellung zum “Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen“. Diese Ausstellung findet in einem Bunker statt. Es wimmelt von tollen Exponaten, aber ständig tritt einem einer der anderen Besucher auf den Zeh, rammt einem die Tür in den Rücken (wenn man versucht die am Boden befestigten Beschriftungen im Dämmerlicht zu entziffern) oder stinkt einfach so. Ist nicht leicht im Bunker. Einen Kurator scheint es auch nicht zu geben, oder er kommt wirklich aus der Zeit der aktiven Bunker im Reich…