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Category Archives: Musik

Prolog-Festival morgen am Start

Na, was ist denn da los?

Die Heinzelmännchen von der Radrennbahn haben ü-ber-all in der Stadt grüne Plakate geklebt. Hoffentlich hat es sich gelohnt und das Leipziger Prolog-Festival, das mit dem Fockebergzeitfahren am Sonntag verbunden ist, wird voll und cool und alles. Neben den Leipzigern A Heart Is an Airport, Mikesh, Outcry und Palestar kommen ein paar Bands von weit weit weg in die Pleißemetropole. Plata O Plomo, nämlich aus dem wunderschönen Magdeburg, Timid Tiger aus Köln und The Horror The Horror aus Sörmland. Schon einmal reinhören:

Jeder hat sein ganzes Päckchen zu kaufen

A Guitar w/o a G string.

Zumindest gilt das dann, wenn man eine 0,58 mm starke bronzeumwundene Saite von C. F. Martin & Co. kaufen möchte. Ich hatte noch eine Packung frischer Saiten, allerdings ohne entsprechende G-Saite und wollte nur ergänzen. Aber das geht nicht, denn einzeln reißen sie zwar aus irgendwelchen Gründen beim Aufziehen, werden so aber nicht verkauft. Schon das letzte Mal hatte ich das gleiche Problem mit einem unvollständigen Set. Damals kaufte ich mir ein komplette Packung und entnahm nur die benötigte G-Saite. Fehlende G-Saiten ziehen sich bei mir, sozusagen, durch meine Saiten-Geschichte. Immer fehlt die, die ich beim letzten Mal aus dem Set genommen hatte, und nie bekomme ich sie einzeln. Natürlich könnte ich auch einfach einmal die neuen E-, A-, D-, H- und E-Saiten entsorgen und einen Neustart beginnen; schon alleine, um mich nicht mehr über diese Situation des andauernden G-Mangels zu ärgern. Aber zum Wegschmeißen sind sie zu schade. Vielleicht spende ich sie auch der Musikschule…

Verschwende deine Zeit

Gar nicht schlecht finde ich “Verschwende deine Zeit (Gisberts Blues Nr. 135)” von Gisbert zu Knyphausen. Aber vielleicht liegt das nur an der aktuellen Stimmung.

Crowd Surfing im Auensee

Was sagt man denn, wenn einem ein neun Tage älterer Mann aus Leeds sein verschwitztes Hemd und seine schöne Hose samt Körper in die Hände drückt? “Na na na na naa” (mit entsprechender Zeigefingerbewegung) oder “Bitte!”? Vielleicht auch “Danke”? Schön war es, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass Andrew Whites Gitarre am Anfang ganz leicht verstimmt klang.

Vielleicht war es das kleinste Konzert der Kaiser Chiefs auf der European Tour. Auf der Website des “MTV’s Artist of the Week”, der Silversun Pickups, taucht der Gig im Haus Auensee erst gar nicht auf, auch wenn der erstaunliche Schlagzeuger dieser Vorband mehrfach den Zusammenbruch seines Crash-Beckens und des dafür zuständigen Roadies riskierte. Werbung gab es auch kaum. Die Bude nicht ganz voll. Aber schön eben.

jakobinarina.jpg
Vorband Jakobinarina.

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Everyday I Love you Less and Less…

Die Chiefs heute in LE. Yeah!

<i>In Rainbows</i> | Download Day

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Today’s the day…

Yeah, yeah! ;-)

Workoutmukke: &lt;i&gt;Cajun Dance Party&lt;/i&gt; mit &quot;Amylase&quot;

Manchmal empfiehlt es sich, eine Zusammenstellung voranpreschender Musik zu haben. Z. B., wenn man in fünfundvierzig Minuten seine Topleistung auf einem Crosstrainer einstellen möchte–nur zum Beispiel … weit hergeholt, natürlich. Naja. *räusper* Wenn ich also tatsächlich so etwas vor hätte, hätte ich bis letzte Woche folgende Liste gehört.

  1. Bloc Party - Like Eating Glass
  2. Art Brut - My Little Brother
  3. Paddingtons - First Comes First
  4. Kaiser Chiefs - Everyday I Love You Less And Less
  5. Bloc Party - Banquet
  6. Kaiser Chiefs - Na Na Na Na Naa
  7. Arctic Monkeys - I Bet You Look Good On The Dancefloor
  8. The View - Superstar Tradesman
  9. Justice Vs Simian - We Are Your Friends
  10. Paddingtons - Some Old Girl
  11. Kaiser Chiefs - I Predict A Riot
  12. Bloc Party - Positive Tension
  13. Art Brut - Emily Kane
  14. Bloc Party - Helicopter

Nun ist es aber so, dass auf meinem Lieblingsradio inzwischen sehr häufig ein Titel einer Band gespielt wird, die noch recht neu ist. Es handelt sich um die Cajun Dance Party, eine Kombo sehr sehr junger Londoner. Wer sie nicht kennt, sollte sich nicht vom Namen abschrecken lassen, sondern einfach einmal in folgendes Video hören:

Ich glaube, ich werde den Song irgendwo in diese Liste einfügen müssen. You’re the catalyst that makes things faster. Amylase will dry up the plaster. You’re the catalyst that makes things faster. Amylase will dry up the plaster. You’re the catalyst that makes things faster. Amylase will dry up the plaster. You’re the catalyst that makes things faster. Amylase will dry up the plaster. You’re the catalyst that makes things faster. Amylase will dry up the plaster. You’re the catalyst that makes things faster. Amylase will dry up the plaster. You’re the catalyst …

Schlurchsen im Splitt

Total würdevoll, die Musik in diesem Video.

WILMA-Party-Dokumentation

Fotos der WILMA-Semesterabschlussparty am 07.07.07 gibt es hier. Zweimal haben auch die lateinamerikanischen Freunde gespielt:

Rufus Wainwright: “Release The Stars In Stores Now”…

PD

schreibt die News-Abteilung von Rufus Wainwright am 14. Mai. Es ist ein Lacher. Wenn man Amazon.de glaubt, liegt das Album erst seit heute dort bereit. Bei iTunes bekommt man es auch erst seit dem 25. Mai. Für echte Rufus-Wainwright-Fans außerhalb des UK und der USA gab es als Option in der Zwischenzeit nur allofmp3. Das Album dort zu kaufen, war nicht etwa nur viel billiger, sondern eben die einzige (!) Option. Es ist echt verrückt, wie die BBC schon seit Wochen für Geffen Werbung für die Platte macht, sie jedoch niemand hierzulande kaufen kann.

Am 25. Mai habe ich eine rechte-mininimierte Version bei iTunes erworben und mich gleich wieder darüber geärgert, dass ich die Lieder nicht sofort auf meinem MP3-Player anhören konnte. Umweg also über eine CD und CDex. Zum Glück ist wenigstens das erlaubt.

Wie zu erwarten, ist “Release the Stars” nicht schlecht. Wenn man Rufus nicht als “Geheule” einschätzt, wird man nicht enttäuscht. Die meisten Lieder klingen wie die Titel auf Want Two, also nicht übel, sondern barock, opulent, herzzerreißend prall. Es sind keine großen Hits dabei, aber das Album insgesamt ist sehr solide. Der beste Titel, “Going to a Town,” glänzt erstaunlicherweise durch fehlende Wainwright-Pomade, wird aber wohl auch keine Nummer 1 werden, da er für Amerika zu politisch und für den Rest der Welt dann doch zu speziell ist.

“Neuschwanstein und Bayreuth haben mich tief berührt” sagte der Sänger noch im Vanity-Fair-Interview. Richtig glaubhaft ist sein Interesse an Deutschland nicht, denn wenn man sich die Tourdaten ansieht, stellt man fest, dass hier nicht ein einziger Auftritt geplant ist–trotz Aufnahme des Albums in Berlin, deutschem Lebensgefährten, dem Lied “Tiergarten” (sprich: “tear garden”) …

Source + info: vgl. link.Wer Herrn Wainwright für seine Ignoranz Europa gegenüber nicht abstrafen möchte, noch keinen Geschenkgutschein bei allofmp3 eingelöst hat und auch keine englische Importversion bestellt hat, kann bei Amazon ab heute das Album bestellen. Vielleicht–aber das kann man, angesichts des zurückhaltenden Verkaufs, nicht wissen–gibt es die Scheibe sogar im “normalen” Musikladen.

Übrigens hat D-Radio auch gerade (10.42-10.50 Uhr) das Werk rezensiert. Einen Podcast-Link scheint es allerdings nicht zu geben. Tenor dort: barock, zuweilen kitschig aber nett.

Make Love not Rempeln


lieberfickenalsrempeln.png

Eine sehr kluge Meinung vom Trashboard bei HE.

Seit mein Donnerstagsnachgetanerarbeitindernachhilfeschuledöner-Dönerladen geschlossen hat …

… kappiere ich einiges nicht mehr.

Beispielsweise lese ich viel zu spät solch interessante Posts wie von Hansi, der sich mit mit Mensaessen (Vor- und Nachspeise) im Park aufhielt und ein Kriegs-Musikvideo bewirbt. Dieses:

Rotz auf der Wiese.

Viel erstaunlicher ist jedoch, dass Hansi auch ein Video von Rainald Grebe verlinkt, das ich vorgestern zum ersten Mal gesehen habe (ganz unabhängig von der Flohbude und nachdem ich seit Anfang 1978 nie irgendein Video von besagtem Grebe gesehen hatte), nachdem (oder kurz davor?) mir Raik beim Nonnen-Tanz am Wegekreuz im Park/Wald letzte Woche von Grebe erzählte.

Hoffentlich macht bald wieder der Döner auf.

Uhl und Wader im Konzert beim Panzer

Ich denke ja nicht, dass die Öffentlich-Rechtlichen unbegrenzt wachsen müssen. Die Mediathek des zweiten Programmes hat jedoch tatsächlich ein paar Vorteile. Eben habe ich das Nachtstudio vom 6. Mai gesehen. Der von mir hoch geschätze Hannes Wader im Konzert mit der mir bis dato gänzlich unbekannten Manuela Uhl. Sehr schön. Neben einem quellgesichtigen Sebastian Krumbiegel gab es dort dann auch noch Karl Adamek, der tatsächlich das Prinzip Ohrspange praktiziert. Also, wer es noch nicht gesehen hat: “Die Magie der Stimme–Warum Singen glücklich macht“. Es lohnt sich.

Falscher Hase

Falscher Hase

Die Kunst bei der Zubereitung eines Falschen Hasen besteht wohl darin, weder ein rohes Ei, noch ein knochenhartes, blasses (wie bei Martinas oder Monikas oder Giselas Bildkochbuch) zu erhalten. Übrigens ist der Teller unter dem Hackbraten einer mit Hase- und Wolf-Motiv: “Ну, погоди!”

Gestern vor dem P&C einen “Andenterroristen” mit kompletter Ausrüstung (Generator, Lautsprecher, Schmuck, CDs, Panflöte etc.) gesehen. Jetzt hoffe ich, dass Leipzig für diese Musikanten nicht interessant wird. Falls sie irgendwann regelmäßig in voller Besetzung in der Petersstraße stehen, fahre ich am Wochenende zum Bummeln ins PC oder zu Globus. Schade nur, dass es dort keine Interimsmensa gibt…

Update 2008-3-22: Das Bild ist übrigens unter Berücksichtigung der Creative-Commons-Lizenz BY-NC-ND verwendbar. Also nur zu: Kopieren, drucken, was ihr wollt! Nur eben: Quelle und Lizenz nennen, nicht weiter verarbeiten und nicht kommerziell nutzen. Herzlichen Dank!

Wagners Russ

Wagners Russ

Hier ruht und wacht Wagners Hund Russ (Jetzt mal ehrlich, da steht doch ‘Guss’, oder?).

Ja, das ist ja mal was! Viel besser, als in der Mensa Academica den Genuss des Erbseneintopfs abbrechen zu müssen–heute geschehen–, weil man irgendwann auch auf den zweiten Stein beißt und nicht mehr an einen unglücklichen Zufall denkt ist ja, durch Beirut zu schlendern und das Haus Wahnfried zu besuchen, dass durch die bescheidene Zwischenetage auffällt, in der ehemals auch Wagners Bad und Ankleideraum war. Natürlich hatte der, trotz des Dranges, sich irgendwie besonders toll präsentieren zu müssen, schon eine Idee, dass hohe Räume irgendwie doch schlecht zu beheizen sind, und dass man nach dem Bade also frieren könnte. Haus Wahnfried ist eine Reise wert, und sei es nur, ob des eigenartigen Rundgangs durch die Obergeschosse: Im Musiksaal tönen die Tonträger und im Garten wacht der Hund am Grab von Cosima und Richard. Wie schön!

Musik im Tatort “Dornröschens Rache”

Source & further info: http://en.wikipedia.org/wiki/Image:AntonyandtheJohnsons.jpgSelbst auf der Website des Produzenten, der Ziegler-Film-GmbH, sind keine Informationen zur verwendeten Hintergrundmusik des heutigen Tatorts zu finden. Der Tatort-Fundus hat jedoch richtig erkannt, dass es sich dabei um Antony and the Johnsons handelt. Auf dem gleichnamigen Album ist es Titel zwei: “Cripple and the Starfish” (Hier kann man bei Amazon reinhören.). Das Musikvideo (Regie: Claire Carré) ist sehr sehenswert. Im Tatort lief auch etwas, das wie eine Live-Aufnahme von Antony klingt. Habe sie nicht erkannt und erbitte Hilfe.

Mein Favourit bei YouTube ist allerdings diese einzigartige CoOp.

Die Wurzel von 160.000: In Mannheim weint man zweimal

Quelle: Wikipedia.orgDas BIFaB schenkt der Quadratestadt zum vierhundertsten Geburtstag einen passenden Song von Cris Cosmo (feat. Sound:scaper). Exklusiven kostenlosen Download, Liedtext und viele andere Dinge gibt es dort.


Link: MP3 bei Brockhaus.

Da mag man doch zum Feiern am liebsten nach Schönau, Rheinau, Neckarau, Blumenau, Jungbusch, Innenstadt, Neckarstadt, Schwetzingerstadt, Sandhofen, Lindenhof, Almenhof, Waldhof, Vogelstang, Feudenheim, Pfingstberg, Neuhermsheim, Hochstätt, Wallstadt, Oststadt, Gartenstadt, Wohlgelegen, Neuostheim, Käfertal oder Seckenheim. Man kann nur hoffen, dass einem dabei nicht der singende Pilgerpfad™ über den Weg läuft…

Übrigens gibt es im Jubiläumsjahr auch die erste Auflage eines neuen Literaturfestivals: lesen.hören1 in der Alten Feuerwache. Mit dabei sind Jakob Hein, der unvermeidbare Kaminer (plus Olga), Paul Ingendaay und die Kakalake mit der (meist) roten Krawatte (Wen meine ich nur?).

Also: Kragen hoch und hin!

Der Hetero-Analverkehr ist die Metrosexualität des kleinen Mannes: Dietmar Dath zum Arschfick

Bristol Stool ChartMan kann eigentlich ebensogut auch gleich mal über das Anale reden. Dafür sind wir Deutschen ja prädestiniert. Man sieht es an unseren Schimpfwörtern und Flüchen und eben unseren popkulturellen Provokationen, wie Dietmar Dath sie in der von satt.org feierlich mit Lorbeerkranz ausdrapierten Abhandlung beschreibt und zugleich zelebriert. Aber vielleicht geht das schon zu weit und man muss mit einem Gegenwartsbezug beginnen, denn zwar feiert Frank Fischer den Dath’schen Traktat am 6. Januar, jedoch stammt jener bereits vom April 2006 und bezieht sich auf ein Musikstück, dass noch viel älter ist.

Also: “Gas-Like Odor Permeates Parts of New York City,” schreiben Christine Hauser und Sewell Chan am 8. Januar in der New York Times: “The smell was reported from midtown to Battery Park City, and strong odors were reported in Jersey City.” Behörden versuchten an jenem Tag den Beschwerden vieler Einwohner New Yorks nachzugehen, die sich auf einen penetranten faulgasähnlichen Geruch in der Stadt bezogen. Faulgas (natural gas), das ist vor allem Methan, aber eben auch Schwefelwasserstoff (schon einmal an faulen Eiern gerochen?). In der Natur entsteht dieses Gas, von anaerob lebenden Bakterien gebildet, in stehenden Gewässern und Sümpfen, weshalb es auch Sumpfgas genannt wird. Es wird aber auch im Darm von Tieren und Menschen und im Pansen von Wiederkäuern erzeugt. Wie dem auch sei, roch es in New York nach Sumpf, Faulturm, Kuhrülps, Fleischfurz oder eben nach Faulgas. Angestellte wurden aus Bürogebäuden evakuiert, Belüftungsanlagen ausgeschaltet, Schulen geschlossen, doch die Quelle des Gestanks blieb unklar, wie so oft: “Mysterious odors come and go in the New York City area, sometimes never identified.” (Mehr zur “Gas Mystery”.)

Letztendlich bleibt die Erinnerung an Ausscheidungen ganz generell unheimlich, weil Ausscheidung, Verstoffwechslung unheimlich ist–viel zu direkt sensuell körperlich. Deswegen die Reaktionen. Im selben Moment in dem die Meldung über den bestialischen Gestank in New York durch die Medien kreiselt und sich Journalisten fragen, wie sie diese unhaltbaren Zustände in den audio-visuellen Medien darstellen sollen, stolper ich über den Bristol Stoll Chart, ein Diagramm zur Kategorisierung von menschlichem Kot. Sehr interessant, ermöglicht dieses Diagramm doch eine differenziert standardisierte Beschreibung menschlichen Fäzes. Lustigerweise wird diese Kategorisierung in Bristol weder vom United Bristol Healthcare NHS Trust noch vom North Bristol NHS Trust benutzt. Ob die Einordnungen in Deutschland üblich sind, ist mir unbekannt.

Doch zurück zum “teils weißen und teils nicht ganz so weißen Schmuddel-HipHop aus Berlin,” wie Dath ihn nennt. Dem Literazisten ist an einer Analyse (es kalauert!) dieser populärkulturellen Erscheinung gelegen. Ganz klassisch steckt der Schmuddel-HipHop seinen Claim mittels “archetypischer” Verfahren ab: Man suche sich einen Punkt in der Mitte zwischen Spießer und Perversem und erstürme ihn, offene Türen einreißend. Diesen Zugang zum Analen gliedert Dath in die Geschmacksnoten “ganz schlecht,” “etwas besser,” “noch besser” und “am besten.” Wie er das genau tut, und wie man am Ende doch “heavily into urine and excrement” landet, lese man jetzt wirklich bei Dath selbst, der seine Betrachtungen in veränderter Form auch in dem Buch Sauerei Moderne veröffentlichen möchte. Hoffentlich streicht er den alles wieder vereinenden letzten Schmus-Absatz.

Die Hits des Jahres 2006, und die von 1986: Bei Gudrun sind sie nicht wirklich zu hören

StempelIch bezeichnete die Ilse ja eine Zeit lang als meinen Hausklub, aber was sich eben dort abspielte spottet jeder Beschreibung: fünf Euro Eintritt scheinen mir noch in Ordnung zu sein. Aber wenn man seine Bude dann so füllt, dass man nirgends mehr tanzen kann und vom Eingang kaum zum Klo oder von der Bar kaum zum Ausgang oder vom Klo kaum zur Bar oder wie auch immer kommt, dann hat die reine Profitgier wohl wirklich obsiegt und die Ilse wird zur No-Go-Area. War das früher besser? Vielleicht ist ja Gudruns Gesellschaft für angewandte Popkultur mbH der Beitrag der Zeit zu Kopf gestiegen? Wer noch etwas wirklich alternatives oder neues erleben möchte, kann nun wahrscheinlich wirklich nicht mehr in der Südvorstadt oder in Connewitz bleiben… Ich, jedenfalls, habe die Schnauze erst einmal gehörig voll vom Ilses Erika und gehe demnächst vielleicht wieder in die MB. Ist ja dasselbe, nur größer und billiger. ;-)

Beatles: L O V E

Ich war nie Beatles-Fan, dachte immer, die seien für eine ganz andere Generation (Eltern~), eine, die sich noch um Stones vs. Beatles stritt. Außerdem kannte ich nur die Titel aus dem Musikunterricht und dem Dudelfunk. Als ich mir jetzt aber das neu abgemischte Album LOVE kaufte, war es einfach der Wahnsinn. Höre es rauf und runter. Wie konnte ich diese Musik bisher nur ignorieren? Ein Rätsel!