Common Mispronunciations of English Words by Native Speakers of German

Challenge: If you are a native speaker of German, look up the pronunciation of the following words (focus on details!). If you thought they were pronounced differently, don’t leave a comment. If you got all of them right, comment. Or other way around–whatever. 😉

  • bomb
  • action
  • onion
  • opera
  • village
  • iron
  • salmon
  • cleanliness

Frohe und fröhliche Weihnacht(en) – Wie jetzt?

Zwischen 1906 und 1929 liegt im Google-Korpus (siehe Link) die fröhliche Weihnacht weit vorn. Interessat auch, dass es bis in die 1930 zwar frohe und fröhliche Weihnachten gegeben hat, die Weihnacht aber so gut wie immer fröhlich und niemals froh war. Auch in den Folgejahren ist die fröhliche Variante der Spitzenreiter. Seit Mitte der 1980er ist man allerdings nicht mehr fröhlich, sondern eher froh–vielleicht das Jahr ĂŒberlebt oder doch noch alle Geschenke bekommen zu haben? Mit historischem Blick könnte man die verschobenen relativen Frequenzen sicher besser einordnen (Wirtschaftskrise, Terror, Krieg, Generationen und Bewegungen).

[on Google Ngrams]

Egal welche Variante nun eine höhere Frequenz aufweist, Weihnachten zu thematisieren scheint immer wichtiger zu werden, wie dieses Ngram zeigt.

Aus der Zeitung: Schreiblernmethoden

Interessanter Artikel zu Schreiblernmethoden von Michael Becker-Mrotzek, Hartmut GĂŒnther und Simone Jambor-Fahlen gestern in der FAZ (“Rechtschreibung ist kein Selbstzweck”, 11. Sep. 2014: 8), in dem man nicht nur lernt, welche konkurrierenden Methoden welche Geschichte haben und was die aktuelle Lernforschung (natĂŒrlich mittels Metastudie) dazu sagt. Nein, der Artikel reißt kurz sinnvolle Schreibregeln ab, illustriert die Notwendigkeit geeigneter Typografie (sprachliches Objekt und die Rede darĂŒber werden typografisch nicht immer unterschieden, was ĂŒberaus verwirrend ist) und erstaunt mit seiner Einsicht ĂŒber die Schreiblerntafeln des 16. Jahrhunderts (siehe Ausschnitt unten).

Ausschnitt FAZ vom 11.09.2014
[Ausschnitt aus FAZ vom 2014-09-11 / vgl. oben.]

Ich. Bin. Bedient. Danke. Linguistische Perle am Trierer Hafen

Bundeswehr und Post am Trierer Hafen
[“Ich. Bin. Bedient. Danke.” 2013-02-16, Schiffstraße Trier. Klick vergrĂ¶ĂŸert.]

Übrigens ja auch interessant, wie Post und Bundeswehr anscheinend zusammenarbeiten. Wie kommt das? Wird die Beratung von den unkĂŒndbaren Postbeamten durchgefĂŒhrt, die jetzt schon seit Jahren sinnlos Kisten von A nach B und zurĂŒck schleppen, um sie doch irgendwann total zu zermĂŒben und sie los zu werden? Und wenn ja, wen werden sie rekrutieren? Sind das die richtigen KrĂ€fte, um die Schiefergasvorkommen im Baltikum und der Ostukraine zu schĂŒtzen? Aber. Vielleicht. Ist. Es. Ganz. Anders.

PS: Ist das “Wir. Dienen. Deutschland.” von Jung von Matt? Klingt irgendwie so, auch wenn die typischen jungen Frauen in knapper Kleidung fehlen…

Quotation Marks vs. Prime Marks

Stylesheet Anglistik

Just found this in the official style sheet for contributions to the English Studies p-journal Anglistik. It’s fascinating.

Instead of …

Please use "quotation marks" instead of (typographic) “inverted commas” for all quotations…

… it should, of course, read …

Please use "double prime marks" (as you do to indicate inches or seconds) instead of “quotation marks” for all quotations…

Aus der losen Reihe “I’m Old-Fashioned Because…”: Just Focus

…because I could easily live in the 19th century. This is how I see it:

And this is what I have missed:

Maybe it is the reading of late Victorian literature that has spoilt me in this respect. In terms of rules, the others are right, because generally, we double single consonant letters at the end of any base where the preceding vowel is spelled with a single letter and stressed. Here‘s a couple of examples, including the weird ‘parallelled’.

ErzÀhlband, ErzÀhlungsband und ErzÀhlsammlung

Ja, man scheint erkannt zu haben, dass “ErzĂ€hlungsband” wirklich ĂŒbel klingt. Das ist gut so. Übrigens kann man die zugerechnete Relevanz von ErzĂ€hlsammlungen erkennen, wenn man den Begriff im N-Gram-Viewer gegen “Gedichtband” oder “Roman” laufen lĂ€sst. Dabei gibt es so schöne ErzĂ€hlbĂ€nde. Und sie sind auch zeitgemĂ€ĂŸ: KĂŒrzere Texte fĂŒr eine schnelllebigere Zeit etc. etc. etc.

Aus der losen Reihe “Kommunikation mit Computerexperten”: Phishing-Mails

… ich wollte Sie nur ĂŒber den Empfang einer Phishing-E-Mail informieren. Möglicherweise haben Sie Interesse daran, solche Mails entweder zu filtern oder, sollten sie verstĂ€rkt auftreten, vor einer Übermittlung von Nutzerdaten zu warnen.

bitte beachten sie die Mail nicht. Hierbei handelt es sich um eine Phishing
Mail. …

Aha. Vielen Dank!

Netzgemeindeersetzungsregel fĂŒr politische Meinungsbekundungen von Profis

Immer wenn ein Politiker oder ein Journalist die fĂŒrchterliche (weil unpassende) Bezeichnung “Netzgemeinde” verwenden möchte, möge er bitte vorher prĂŒfen, ob sich die geplante Aussage auch tĂ€tigen lĂ€sst, wird “Netzgemeinde” durch “BĂŒrger” ersetzt. Falls ja, möge er eine Äußerung versuchen. Falls nicht, möge er bitte in eine Zeit vor 1989 zurĂŒck reisen und sich dort glĂŒcklich fĂŒhlen, oder–so ihm das unmöglich ist–, alternativ, einfach die Klappe halten. Er tut sich und der Netzgemeinde damit einen Gefallen. 😉

How Do I Pronounce Words Like Onomatopoeia?

This way, of course:

Another example from the very helpful YouTube channel of Pronunciation Manual.

Nah, you’re right. This is taking the piss out of the weird channel of Pronunciation Book–and they really mean it. “This video shows you how to pronounce ciabatta. Learn the correct American English pronunciation of the Italian bread.” Have a look:

And now you, please, pronounce the bread.

“Das Blog ist tot,…”

“…es lebe der Blog”, schreibt Anatol Stefanowitsch im Sprachlog [via] und begrĂŒndet das stichhaltig mit Korpusanalysen und einer nichtreprĂ€sentativen Umfrage. Interessant die Diskussion unter seinem Post. Besonders Stephan, der meint, dass Sprachwandel passiere und dass man ihn nicht aufhalten könne. Ja, nicht bewusst und gesteuert natĂŒrlich. Aber Sprachwandel ist ein PhĂ€nomen der dritten Hand 😉 (vgl. Rudi Keller) und deswegen ist es genau so Quatsch zu sagen, dass etwas richtiger wĂ€re und jetzt so und nicht anders gemacht werden darf–besonders dann, wenn man nicht durch institutionelle Eingebundenheit bestimmten Regeln folgen muss. Also: Weiterhin das Blog als Neutrum zu deklinieren, ist genau so okay. Man muss wohl damit rechnen, dass man dabei fĂŒr altmodisch oder eigenartig gehalten wird, oder die Neublogger, Altmedienblogger und Tagebuchblogger irgendwann anfangen, einen zu belehren. Aber vielleicht kommt das Blog in ein paar Jahren wieder. Retro. Yeah! Als zwischenzeitliche Alternative schlage ich den Diminutiv vor: das Blöggchen oder Blögglein. Und dann kann man auch fast wieder kĂŒrzen und das Blög sagen…

Aber seis drum! Ich muss jetzt weg vom Klapprechner, zur Kaufhalle. Da gibt es donnerstags immer Broiler.

Hör mal, wo der spricht! – Spannendes Regiolektspiel auf der Website des IDS

So ein schönes Spiel! Man kann etwas lernen und trĂ€gt ein bisschen zur Forschung des Instituts fĂŒr Deutsche Sprache bei. In der nĂ€chsten Stufe, vielleicht nur eine Karte auf der man die Region anklickt? Dann fiele die Ausschlussmethode weg…

Zum Start aufs Bild klicken!

IDS - Hör mal, wo der spricht_neu

[Ich habe ĂŒbrigens jetzt nur einmal gespielt aber aufgepasst/hingehört wie ein Fuchs/Luchs. WĂ€re schön zu wissen, ob ich jetzt besonders schlecht war oder nicht…]

FĂŒnffacher Denckring der Teutschen Sprache

Wenn einem also einmal die Wörter [sic] fehlen oder man einen Reim sucht, ihn nicht findet und weder seine PC-Bibliothek, noch ein gutes Wörterbuch dabei hat, kann man es einmal mit dem “FĂŒnffachen Denckring der Teutschen Sprache” von Georg Philipp Harsdörffer probieren, der eine ganze Reihe potentieller teutscher Wörter bereithĂ€lt.

49 (48 Vorsilben) * 60 (Anfangsbuchstaben) * 12 (Mittelbuchstaben) * 120 (Endbuchstaben) * 25 (24 Nachsilben) = 105.840.000 (potentielle Wörter)

Ob die alle Sinn machen, sei dahingestellt. Falls nicht, dreht man den Ring einfach ein Wort weiter.

FĂŒnffacher Denckring der Teutschen Sprache (1651), exakte Quelle auf Anfrage

“Kackbratze”…

…sagt mir etwas. “Hohlbraze” jedoch nichts. Schön, dass der Anwalt von Sandra Ahrabian/Callactive bei der ErklĂ€rung nachhelfen kann. HĂ€tte nicht gedacht, dass der eigene Anwalt solche VerknĂŒpfungen herstellen könnte. Frau Ahrabias wirkt doch gar nicht doof, und hĂ€sslich ist sie auch nicht; wenngleich ich auch sagen muss, dass ich sie manchmal ziemlich spooky finde, wenn sie sich m. E. eigentĂŒmlich bewegt. Ich habe mir immer vorgestellt, dass es sich dabei um operante Konditionierung handeln mĂŒsse. DafĂŒr wĂŒrde man allein einen AnrufzĂ€hler im Studio benötigen. Der Rest wĂ€re dann ganz klassisch. Wie bei der berĂŒhmten Taube, die sich irgendwann–in der Hoffnung auf ein Korn–total den Hals verdreht…

Übrigens habe ich die Sender, die Callactive-Produktionen ausstrahlen immer noch nicht gespeichert. Eine große Hilfe gegen “Braze” und andere Freunde aus der Wortfamilie.