Skip to content

Category Archives: Linguistisches

The History of English in Ten Minutes

Learn about the history of English in ten minutes: Much faster and funnier than e.g. Baugh and Cable–but, alas!, probably not sufficient to pass your BA exam. Anyway, have a look:

[via Maria]

More info (e.g. transcripts) at the source, The Open University.

Voice Recognition…

…is not from Foxconn or Apple. They have it in elevators, too. And it works perfectly fine–even if you don’t speak with an American accent.


[Burnistoun S1E1] [via]

How Do I Pronounce Words Like Onomatopoeia?

This way, of course:

Another example from the very helpful YouTube channel of Pronunciation Manual.

Nah, you’re right. This is taking the piss out of the weird channel of Pronunciation Book–and they really mean it. “This video shows you how to pronounce ciabatta. Learn the correct American English pronunciation of the Italian bread.” Have a look:

And now you, please, pronounce the bread.

“Das Blog ist tot,…”

“…es lebe der Blog”, schreibt Anatol Stefanowitsch im Sprachlog [via] und begründet das stichhaltig mit Korpusanalysen und einer nichtrepräsentativen Umfrage. Interessant die Diskussion unter seinem Post. Besonders Stephan, der meint, dass Sprachwandel passiere und dass man ihn nicht aufhalten könne. Ja, nicht bewusst und gesteuert natürlich. Aber Sprachwandel ist ein Phänomen der dritten Hand ;-) (vgl. Rudi Keller) und deswegen ist es genau so Quatsch zu sagen, dass etwas richtiger wäre und jetzt so und nicht anders gemacht werden darf–besonders dann, wenn man nicht durch institutionelle Eingebundenheit bestimmten Regeln folgen muss. Also: Weiterhin das Blog als Neutrum zu deklinieren, ist genau so okay. Man muss wohl damit rechnen, dass man dabei für altmodisch oder eigenartig gehalten wird, oder die Neublogger, Altmedienblogger und Tagebuchblogger irgendwann anfangen, einen zu belehren. Aber vielleicht kommt das Blog in ein paar Jahren wieder. Retro. Yeah! Als zwischenzeitliche Alternative schlage ich den Diminutiv vor: das Blöggchen oder Blögglein. Und dann kann man auch fast wieder kürzen und das Blög sagen…

Aber seis drum! Ich muss jetzt weg vom Klapprechner, zur Kaufhalle. Da gibt es donnerstags immer Broiler.

Aus der Reihe “Over- und verhört”: Zorro aus Trier


["Zorro aus Trier"]

Aus der Reihe Schöne Neologismen (möglicherweise)

Raubtierfeminismus

Aber was könnte man sich darunter genau vorstellen?

[Neologismus via]

Hör mal, wo der spricht! – Spannendes Regiolektspiel auf der Website des IDS

So ein schönes Spiel! Man kann etwas lernen und trägt ein bisschen zur Forschung des Instituts für Deutsche Sprache bei. In der nächsten Stufe, vielleicht nur eine Karte auf der man die Region anklickt? Dann fiele die Ausschlussmethode weg…

Zum Start aufs Bild klicken!

IDS - Hör mal, wo der spricht_neu

[Ich habe übrigens jetzt nur einmal gespielt aber aufgepasst/hingehört wie ein Fuchs/Luchs. Wäre schön zu wissen, ob ich jetzt besonders schlecht war oder nicht...]

Fünffacher Denckring der Teutschen Sprache

Wenn einem also einmal die Wörter [sic] fehlen oder man einen Reim sucht, ihn nicht findet und weder seine PC-Bibliothek, noch ein gutes Wörterbuch dabei hat, kann man es einmal mit dem “Fünffachen Denckring der Teutschen Sprache” von Georg Philipp Harsdörffer probieren, der eine ganze Reihe potentieller teutscher Wörter bereithält.

49 (48 Vorsilben) * 60 (Anfangsbuchstaben) * 12 (Mittelbuchstaben) * 120 (Endbuchstaben) * 25 (24 Nachsilben) = 105.840.000 (potentielle Wörter)

Ob die alle Sinn machen, sei dahingestellt. Falls nicht, dreht man den Ring einfach ein Wort weiter.

Fünffacher Denckring der Teutschen Sprache (1651), exakte Quelle auf Anfrage

Connewitz zugestellt: Wenn die Parkplatzsuche zum Problem wird.

meldet das charmante Lokalradio mit studentischem Flair.

“Kackbratze”…

…sagt mir etwas. “Hohlbraze” jedoch nichts. Schön, dass der Anwalt von Sandra Ahrabian/Callactive bei der Erklärung nachhelfen kann. Hätte nicht gedacht, dass der eigene Anwalt solche Verknüpfungen herstellen könnte. Frau Ahrabias wirkt doch gar nicht doof, und hässlich ist sie auch nicht; wenngleich ich auch sagen muss, dass ich sie manchmal ziemlich spooky finde, wenn sie sich m. E. eigentümlich bewegt. Ich habe mir immer vorgestellt, dass es sich dabei um operante Konditionierung handeln müsse. Dafür würde man allein einen Anrufzähler im Studio benötigen. Der Rest wäre dann ganz klassisch. Wie bei der berühmten Taube, die sich irgendwann–in der Hoffnung auf ein Korn–total den Hals verdreht…

Übrigens habe ich die Sender, die Callactive-Produktionen ausstrahlen immer noch nicht gespeichert. Eine große Hilfe gegen “Braze” und andere Freunde aus der Wortfamilie.

Wie Donne

Isch SOG’S ümmer: “Füschde wie Donne. FÜSCHTE WIE DONNE!” Unnun frog isch misch: Müsste dos nisch de Füsch-TEN-stroße sein? Fehlt da nisch ehn ‘n’ im Stroßennomen?

fischte_wie_tanne.png

Ergänze!

finites_verb.png

Gesucht wird ein finites Verb.

[Quelle].

AYBABTU

2001/2002. Total verpasst.

  • Narrator: In A.D. 2101, war was beginning.
  • Captain: What happen ?
  • Mechanic: Somebody set up us the bomb.
  • Operator: We get signal.
  • Captain: What!
  • Operator: Main screen turn on.
  • Captain: It’s you!!
  • CATS: How are you gentlemen!!
  • CATS: All your base are belong to us.
  • CATS: You are on the way to destruction.
  • Captain: What you say!!
  • CATS: You have no chance to survive make your time.
  • CATS: Ha Ha Ha Ha ….
  • Operator: Captain!!
  • Captain: Take off every ‘ZIG’!!
  • Captain: You know what you doing.
  • Captain: Move ‘ZIG’.
  • Captain: For great justice.

Die hohe Wonnegans

Eines der letzten Bilder des ausgestorbenen Tieres:

wonnegans.jpg

Ein Link zum Podcast von dradio (Kritik am 12.10.2007) zu Alex Hackes Sachbuch Der weiße Neger Wumbaba kehrt zurück bei Antje Kunstmann.

Celan und Nibelungen…

Source: Wikimedia / Detailed info: http://en.wikipedia.org/wiki/Image:Concrete_wall.jpg…werden auf der ersten Silbe betont. Wo es bei den Nibelungen ganz klar ist, fragt man sich doch bei Celan. Dieses Desideratum wurde von Thomas Movtchaniouk bereits 2005 erkannt. Lesenswert sein Text: /pawl ‘tšelan/.

Ein Browser ist ein Netzleser

Im Allgemeinen sind Browser Programme, mit denen Textdateien betrachtet werden können. To browse bedeutet im Englischen stöbern, und genau das tut nun der Browser: er stöbert (durch Verzeichnisse, Textdokumente, Skripte etc.).

Nun denkt man aber bei Browser vor allem an Web-Browser, also den Internet Explorer, Safari, Mozilla, Opera, Firefox, Konqueror oder gar den Netscape Navigator. Diese Programme sind allgegenwärtig, nur man redet nicht über sie. Browser (gesprochen: ‘Brauser’) kommt den Menschen schwer über die Lippen (ausgenommen sind natürlich die Netzarbeiter). Warum gibt es da kein deutsches Wort? Mit einem einfach zu merkenden deutschen Wort könnte man auch die Alleinstellung des IE bei Windows leichter brechen. “Wie gehen Sie ins Internet?” “Da starte ich mein’ Internet (Explorer) und gebe da die Adresse ein.” …

Die Macher des weltbesten* Internetbrowsers Opera (gesprochen: ‘Oppera’) sitzen in Oslo/Norwegen. Wenn man sie fragte was denn ein Browser sei, würden sie vielleicht so etwas sagen wie,

En nettleser (engelsk browser) er et program som brukes til å vise innhold fra internett som finnes i HTML-formatet. Nettleserens jobb er å ‘oversette’ HTML-kodene som angir plassering av tekst og bilder og vise dette i henhold til koden. Nettlesere opererer vanligvis på den delen av internett som kalles Verdensveven (WWW — World Wide Web). [Hier]

Und da kommt es schon vor: nettleser. Die Norweger verwenden diesen Begriff. Die deutsche Variante Netzleser könnte ein Ersatz für genanntes Problem sein. Ein paar Leute fordern diese Bezeichnung schon: der Wupperbayer oder der SoeDib. Der auf mich sehr suspekt wirkende Verein Deutsche Sprache e. V. (da wird auf der Website Erika Steinbach gefeatured und bei der Abkürzung “e. V.” verzichtet man auf das Leerzeichen zwischen den beiden Buchstaben) empfiehlt in seinem merkwürdigen Anglizismen-Index den Begriff Navigator, der unmöglich ist, da er als Begründungsgrundlage nur das Netscape-Produkt hat und keinem Menschen natürlich über die Lippen kommt.

Deswegen stelle ich folgende These zur Diskussion: Das Wort Netzleser ist eine brauchbare deutsche Bezeichnung für Webbrowser.

Netzleser, der; -s, – (EDV): 1.) Software zum Finden und Ansehen von Inhalten im World Wide Web. 2.) jmd., der etw. im Internet liest.

Ich bin mir bewusst darüber, dass man nicht nur mit Webbrowsern im Netz lesen kann. Übrigens sollte klar sein, dass ich kein Anglizismenhasser bin. Ich habe jedoch sehr viel mit netztechnisch unbeleckten Leuten zu tun, für die Bezeichnungen wie Browser oder Client immer noch unmöglich schwer sind. Diese Wörter gehen einfach nicht in den Kopf rein. Und das, obwohl diese Menschen täglich mit solchen Applikationen arbeiten. Noch etwas: im Englischen gibt es neben dem browser auch readers. Z. B. wenn es um RSS-Feeds oder PDF-Dokumente geht.

Vorstehhunde

Was ist eigentlich ein Vorstehhund?

Ostthüringen und die deutsche Standardsprache

Wie es bei einem Blick in die Titeleien scheint, werden beide relevanten* aktuellen deutschen Rechtschreibwörterbücher in Pößneck beim GGP gedruckt. Damit ist Ostthüringen nach Georg von der Gabelentz das erste Mal wieder ein Zentrum der deutschen Sprachwissenschaft (*lach*). Wie schön!

[*: über Zehetmairs/Bertelsmanns Werk kann man sicher streiten, medienpräsent ist es allemal]

Zehetmair bei Bertelsmann

[Bild: http://rechtschreibrat.ids-mannheim.de/zehetmair.jpg]Hans Zehetmair ist Ehrendoktor diverser bayerischer Universitäten. Mit klassischer Philologie, Germanistik, Geschichte und Sozialkunde hatte er es bis zum Gymnasiallehrer gebracht, bevor er sich in die Politik aufmachte. Nun wettert er gegen den Duden. Warum? Na, weil er den Duden nicht mag. Der ist ihm zu progressiv und lässt sich auch nicht auf die Lobbypolitik der großen konservativen (FAZ, Spiegel, etc.) ein. Zehetmair wirbt für den Wahrig. Für diesen hat er sogar das Vorwort der neuen Ausgabe geschrieben. der Duden-Verlag habe bei ihm nicht angefragt. Damit scheint der Vorsitzende der konservativen Hanns-Seidel-Stiftung, der Ehrendoktor diverser bayerischer Universitäten und Chef des Rechtschreibreformverwässerungsrats auch zufrieden zu sein. Von Vorsehung spricht er sogar. Dabei hat der neue Duden doch einfach das gemacht, was der Duden immer macht: er überlässt Vorworte den eigenen Sprachwissenschaftlern, nicht irgendwelchen ausgebildeten Gymnasiallehrern und Lobbyisten. So, jetzt überlege ich mir, ob ich mir den neuen Wahrig kaufe, oder lieber gleich die Junge Freiheit.