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Category Archives: Leipzig

Schreiben Frauen ausgezeichnete Sachbücher? // Die Short-List des Preises der Leipziger Buchmesse 2015

Schon irgendwie auffällig, dass die Jury unter der Leitung von Hubert Winkels in der Kategorien Sachbuch/Essayistik nur Männer für den Preis der Leipziger Buchmesse 2015 nominiert hat.

  • Philipp Felsch: “Der lange Sommer der Theorie.
    Geschichte einer Revolte 1960-1990” (Verlag C.H. Beck)
  • Karl-Heinz Göttert: “Mythos Redemacht. Eine andere
    Geschichte der Rhetorik” (S. Fischer Verlag)
  • Reiner Stach: “Kafka. Die frühen Jahre” (S. Fischer Verlag)
  • Philipp Ther: “Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent.
    Eine Geschichte des neoliberalen Europa” (Suhrkamp Verlag)
  • Joseph Vogl: “Der Souveränitätseffekt” (diaphanes)

PS: Und auch überdurchschnittlich viele Philipps. Mit Ph, einem L und zwei P. 😉

Aus der losen Reihe “Food Photography zum Wegrennen”: Gebratenes Matjesfilet auf Bratkartoffeln an Salat

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[“Gebratenes Matjesfilet auf Bratkartoffeln an Salat”, 2013-09-18, Pilot, Leipzig]

“Leipzig” / élza


[“Leipzig”/élza via Heldenstadt]

Das Schöne ist, u.a., dass die Faust-Phrasen gekonnt verwendet werden.

Das Dresden für Coole…

[Einspieler für die Call-In-Show “Lateline” via Heldenstadt]

Team Totale Zerstörung – “Straight Outta Leipzsch”

[via]

Julius’ Refrain isses Klassesste. Fjeden. Es gibt auch ein Album, auf dem noch mehr vom TTZ drauf ist.

Buchmesseimpressionen 2011: Eine freundliche Leihgabe der Firma XY

Wie knausrig muss diese Firma denn sein, diese paar Möbel nur verleihen zu wollen? Andersherum: Wie verzweifelt müssen die Standorganisatoren auf der Suche nach passender Messeeinrichtung gewesen sein, dass sie so ein albernes Schild akzeptiert haben? Aber vielleicht liege ich falsch. Vielleicht wird Messemobiliar so wie Preise verliehen: Man darf die Stücke im Normalfall behalten. Nur wenn sich im Nachgang herausstellt, dass der Möbelträger (Kompositum als Analogbildung zu “Preisträger”) z. B. Flakhelfer oder gar in der Waffen-SS war–oder so–, dann müssen die zwischenzeitlich wahrscheinlich total zerranzten Teile wieder zurück zum Stifter. Obgleich das bei Preisen wohl auch nicht immer so ist…

Dass die “Scheiße” das Tabuthema Nummer 1 wäre, halte ich für eine blödsinnige Behauptung

Davon aber abgesehen, ist dieses ARTE-Video mit Florian Werner, der das Buch Dunkle Materie–Die Geschichte der Scheiße geschrieben hat, überaus nett.

Buchmesseimpressionen 2011: Helmut Krausser

Das muss man sich einmal vorstellen: Helmut Krausser, der große und wunderbare Helmut Krausser liest also am Buchmessendonnerstagabend im theater.FACT im Barthels Hof, dem großen und wunderbaren Barthels Hof also, der der letzte erhaltene barocke Durchgangshof Leipzigs ist. Alle anderen sind schlicht weg, also verbaut oder wurden in den letzten Jahrhunderten überdacht, sprich also zu den berühmten Leipziger Passagen gemacht. Im Barthels Hof ist das nicht so. Wenn es regnet wird man da nass. Also, wenn man im Hof steht. Im theater.FACT nicht. Es sei denn, es kommt eine Flut. Wenn z. B. der im Bau befindliche City-Tunnel-Leipzig plötzlich voll- und überliefe, dann sollte man nicht in diesem Kleintheater sein, denn es liegt im Keller. Ganz tief unten. Und dort unten liest also der große und wunderbare Helmut Krausser am Buchmessendonnerstagabend aus seinem im Februar bei Dumont erschienenen Roman Die letzten schönen Tage. 19 Uhr soll es losgehen. Ich also–schließlich kommt Krausser–meinen Döner beim ehemals besten Dönermann der Stadt, am Burgplatz, hintergeschlungen. Früher bekam man dort ohne Frage nach dem Verzehr der Speisen ein Glässchen Tee. Das scheint jetzt nicht mehr der Fall zu sein. Nicht nur die deutschen Sitten und Bräuche scheinen gefährdet. … Aber seis drum! Ich hätte ja so oder so keine Zeit gehabt darauf zu warten, dass ein Tee, der mir nicht schmeckt und den ich also fürchterlich überzuckern muss, um ihn überhaupt hinter zu bekommen, trinkkalt geworden ist, denn es ist schon viertel sieben, als ich zum Theater aufbreche. Dort angekommen. 1.) hält mir ein attraktiver junger Mann–ein anderer Gast (blaue Augen, 1,85 groß, mittelblonde kurze Haare, Drei-Tage-Bart, BMI um die 20, zwischen 29 und 37 Jahren)–die Türe auf (wie nett), 2.) spricht mich eine nette mittelalterliche Frau (BMI um die 25–also lustig) an. Sie sehe zwar so aus, als ob sie kassiere, aber sie stehe nur da, sei auch nur ein Gast, und für das Glas mit Kupfermünzen auf ihrem Stehtisch könne sie nichts. Es ist wohl freiwilliges Klogeld, denn der Eingang zur Toilette ist direkt daneben. 3.) Sagt man mir am Büchertisch, dass es keinen Eintritt koste. 4.) sind fast alle Plätze frei. … Moment! … Was? … Helmut Krausser veranstaltet seine einzige Leipziger Buchmessenlesung mitten in der Innenstadt, free of charge, hat im letzen halben Jahr zwei Bücher rausgehauen, und eine halbe Stunde vor der Lesung ist die Bude noch nicht einmal viertelvoll?

Ich treffe eine “junge Frau” (vielleicht knappe 40). Sie ist Krausser-Fan. Seit Jahren. Sie hat eine Freundin im Schlepptau, die sie überzeugen möchte. Wir fachsimpeln über vergangene Leipziger Krausser-Lesungen. Darüber, wie er früher ganz anders aussah, der Krausser. Mit Bikerhose damals bei der Lesung in der Galerie für zeitgenössische Kunst. Über die ausgelassene Lesung mit Georg M. Oswald damals im Designermöbelladen smow. Darüber, wie mal jemand Krausser nach einer Lesung die Frage zubrüllte, wo er denn Bea gelassen habe und dieser entgegnete, dass sie noch käme. Damals. Darüber, wie das mit Bea ja nicht so… Und überhaupt, dass er ja so viel getrunken habe um in einen Zustand der Produktivität zu gelangen… Alles aus den Tagebüchern. Ja, und jetzt muss er wohl eine neue haben, denn er hat einen Ring am Finger. Vielleicht trinkt er weniger und schreibt mehr? Als die Lesung beginnt, verschüttet Krausser erst einmal Wasser, wischt mit einer lindgrünen Serviette auf dem Tisch herum. Später wird er sie verwenden, um sich die Nase zu putzen. Aber er liest. Und ungefähr 20 Leute hören zu, bei der einzigen Krausser-Lesung der Leipziger Buchmesse, am Donnerstagabend im theater.FACT im Barthels Hof. Der junge Mann mit Drei-Tage-Bart sitzt allein auf einem Sofa und hört gebannt zu. Die junge Frau und ihre Freundin, die Klofrau, die die ganze Zeit lächelt, und auch ich hören, wie Krausser liest: Nicht desinteressiert, sondern nuanciert, sich in die drei unzuverlässigen Erzähler seines Romans gleichsam hineinversetzend–stimmlich und mental. Und das alles trotz Kraussers Erkältung und obwohl er angeblich nicht gern vorliest. Danach wird die junge Frau ihn loben, wie er sich gemacht habe. Wie er vor Jahren widerwillig und gelangweilt… Und jetzt! … Ach! Eine Freude! Viel besser, viel gekonnter, ist diese Lesung als alle anderen Lesungen, die ich dieses Jahr auf der Buchmesse erlebt habe. Krausser fordert dazu auf, ihm Fragen zu stellen. Dann signiert er artig, scherzt. Ich trinke mein Bier aus (unter drei Euro für einen halben Liter), sehe, dass der Drei-Tage-Bärtige noch auf seinem Sofa sitzen bleibt und breche auf, um im Angedenken an Patrick von Irland irgendwo an der Karli ein weiteres aber grün eingefärbtes Bier zu trinken.

Buchmesseimpressionen 2011: Fototermin

So sieht das aus, wenn nach der Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse zum Fototermin gerufen wird…

Viel schöner wäre natürlich gewesen, der Preisträger Clemens J. Setz hätte, ganz wie zur Vorstellung der Nominierten am Donnerstagvormittag, ein bisschen Obertongesang präsentiert. Allerdings verstehe ich natürlich, dass das 1.) nicht unbedingt gut auf Fotos kommt (und es doch noch Print-Medien gibt) und 2.) sowohl Auffermann-Jury als auch Henning Ritter und Barbara Conrad hätte blass aussehen lassen. Obgleich ich beiden letzteren eine ähnliche Aktion oder einen Beitrag dazu zugetraut hätte.

Es ist soweit: Die #LBM11 steht an

Sachsenklinik im Internet

Hätten die zu der Zeit in der Media City in Leipzig gedreht, dann stünden wohl mehr Leute auf der Straße, und auch Scheinwerfer. Ergo: die Fiktion der Sachsenklinik muss wohl direkt für Google Street View kreiert worden sein. Sehr cool. Also, Fans von In aller Freundschaft, hier ist der Klinikeingang:


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Freiheit, Leipziger: Werbe-Video

Das Wasser-Motiv ist eine gute Idee. Einige der Bilder sicher nur gut für denjenigen verständlich, der die Orte kennt. Teilweise auch mit Längen in denen auch die Musik monoton wirkt. Aber trotzdem: Eine schönes Werbe-Video über eine schöne Stadt.

(Könnte fast eine gültige Zusammenfassung der Leipzig-Experience sein, fehlten nicht wichtige Elemente. Subkulturen, z. B.? Fuppes? Nazi-Aufmärsche? Letzteres meine ich nur halb ironisch. Sicher kann man in einer langen Einstellung die Säulen der Nikolaikirche zeigen. Trotzdem bleibt das eine Phrase. // Überhaupt auch alles so menschenleer… Lief während der Aufnahmen ein wichtiges Fußballspiel? Will man werben: “Alle ziehen weg, zieh du hin!”?)

PS: Wer ist denn die junge Frau, die in der Albertina gerade die Treppe herunter kommt? Kenne ich die?

[via]

“Procrastinators: Leaders of Tomorrow” jetzt auch als Motiv…


 Procratinators: Leaders of Tomorrow

Procratinators: Leaders of Tomorrow

…zum Gestalten eines individuellen Shirts (oder irgendwelcher anderer Klamotten in den verrücktesten Designs und Farben–Ta ta!) bei Spreadshirt. Funktioniert ausgezeichnet (Aufs Bild klicken!).

Und falls ihr fleißig designt, lade ich von den 3€/Item den grandiosen Designer zu einem Viez ein. Jawoll! (Oder soll ich bei, sagen wir, 20 Shirts innerhalb von 28 Tagen lieber ein Bild von mir mit Shirt und Unterhose posten? Oder eben nicht (so als Androhung einer negativen Verstärkung)?)

Bahn fördert auch 2010 wieder Kunst am Bahnhof

Es scheint sich um ein längerfristiges Engagement der Bahn für die Kunst zu handeln. Auf dem Leipziger Hauptbahnhof hat der geförderte Künstler, dessen Werke in der Westhalle installiert werden eine weitere Schaffensphase erreicht. Hatte er 2006 noch mit roten Eimern und Kleinstabsperrungen experimentiert, hatten sich bis 2009 lediglich Form und Farbe der Eimer geändert. Auch der Ort der Installation und der Umfang der Absperrungen waren präsenter geworden.

[Eimerkunst im September 2006. Ausstellungsort damals noch im Durchgang von der Shopping Mall in die Westhalle. / (c)]

(Eimerkunst im September 2006. Ausstellungsort damals noch im Durchgang von der Shopping Mall in die Westhalle. / (c))

(Auch Touristen reisten damals schon an, um die Ausstellung des Künstlers zu besuchen.)

(Auch Touristen reisten damals schon an, um die Ausstellung des Künstlers zu besuchen.)

(Januar 2009. Die Ausstellung findet direkt in der geräumigeren Westhalle des Bahnhofs statt: Der Ritterschlag für den Künstler.)

(Januar 2009. Die Ausstellung findet direkt in der geräumigeren Westhalle des Bahnhofs statt: Der Ritterschlag für den Künstler.)

Nun, 2010, ist der Künstler aus der Eimer-Phase in die Lappen-Phase übergetreten. Die Eimer sind in künstlerischer Reduktion ganz verschwunden. Organischer wirkende Wischlappen führen einen Tanz um eine benetzte Fläche aus.

(März 2010. Dass die aktuellen Ausstellungen wieder Kunstfreunde nach Leipzig pilgern lassen, ist wohl zu erwarten.)

(März 2010. Dass die aktuellen Ausstellungen wieder Kunstfreunde nach Leipzig pilgern lassen, ist wohl zu erwarten.)

Wie dürfen gespannt auf die nächsten Schaffensjahre sein. Man kann nur hoffen, dass die Bahn ihr bisher ungebrochenes Engagement für Gegenwartskunst fortsetzt. Vielleicht werden auch die trantütigen Feuilletonisten endlich verstehen, das die Baumwollspinnerei im direkten Vergleich mit dem Hauptbahnhof abkackt wie Sau.

Nicht im Mannheim…

Klischees im Quadrat Leipzig Plakat

…sondern in Leipzig.

GDR, Basically…

…even if the shape looks somehow ungainly.

DSC01530

Für den Fall, dass ich meine vegetarischen Freunde zum Essen einladen muss, …

… habe ich auch schon das richtige Restaurant parat. Voilà, die Karte.

DSC01531

PS: Man lernt: Gutes Essen muss nicht teuer sein.

Stillleben

Stillleben mit Schuhen, Bügeleisen und Weihnachtsmann

Bei dem Wetter genau richtig: Linsenpampe mit Bockwurst

DSC01537
[Linsensuppe mit Bockwurst hier]

Wenn ich mir überlege, dass dies wirklich ein nesid adaschim war, wird mir ganz übel. Allerdings ganz andere Vorzeichen als bei Esau. Der war gierig. Ich war selbstlos–mehrfach sogar. Resultat: Fast das gleiche. Well, Undank und so…

Kein Spaß am Denken mehr an der Uni Leipzig

Der Nikolaustag war der letzte Termin. Jetzt ist es schon wieder vorbei. Kein Spaß und kein Denken und überhaupt. Ach, Uni LE, was machst du nur immer?

Spaß am Denken - Uni Leipzig - Plakat