Etwas spät überlege ich mir, ob denn eine Art vorchristlicher Steizeitdiät für die Fastenzeit das richtige sein könnte. Steinzeitdiät meint eine Ernährungsweise, die die Errungenschaften “Ackerbau” und “Viehzucht” zurückweist. Da der Mensch ja einen Großteil seiner Evolution ohne Äcker und Ställe zugebracht hat, scheint das vielen logisch. Schauen wir uns einmal die klassische Ernährungpyramide an:
An ihrer Basis stehen die sogenannten Grundnahrungsmittel, die vor allem Stärken enthalten, wie Brot, Reis und Nudeln. Das sind Produkte, die erst durch den Ackerbau zur Alltäglichkeit wurden. Kann es gut sein, sich so modern zu ernähren, oder müssen wir einfach so essen wie unsere Urahnen?
Der Frage entsprechend gibt es allerhand alternative Ernährungspyramiden, die alle mit ihrer jeweiligen Verpackung sexy sind. Vielleicht sollte man das in der Fastenzeit einmal probieren? Die Logi-Pyramide wirkt besonders interessant und ist, trotz der äußerst negativen Einstufung der Kartoffel, gerade in Deutschland sehr erfolgreich. Gemüse und Obst ohne Ende, und dann Fisch, Fleisch, Milchprodukte etc. Das Deutschen Instituts für Ernährungsforschung sieht diese Diätform sehr kritisch und meint, dass nicht erwiesen sei, dass die Senkung des Kohlehydratanteils anderen Formen der diätischen Intervention (z. B. Fettanteil senken) überlegen sei (vgl.).
Da das nun aber alles immer auch irgendwie mit Lobbypolitik zu tun hat–man erinnere da nur an den Butterberg, der die Butter plötzlich so gesund machte, nachdem der Nachkriegsmangel die Margarine so gut dastehen ließ oder auch an das ach so gesunde Olivenöl, das nur dort so wahnsinnig gesund ist, wo es auch eine Agrarlobby dafür gibt–schreite ich nun zum Selbstversuch und versuche die glykämische Last zu senken. Über die Resultate werde ich berichten.
(Status 2009-02-28: 17796)














