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Category Archives: Leben

Gänsebraten ohne Bräter

Okay, die Gans wog 5,7kg und passte nicht in den Bräter. Also ohne. Und was soll ich sagen: Das war unkomplizierter, sicherer und leckerer. So ging es:

Zutaten:

  • 5,7 kg Gans
  • 1,2 kg Äpfel Boskop (gestückelt und entkernt, Schale bleibt dran)
  • 0,25 kg Trockenpflaumen (halbiert)
  • Suppengrün: 3 Möhren, zwei mittlere Zwiebeln, Knollensellerie (etwa so viel wie die Möhren–alles grob (!) stückeln)
  • Gewürze: Beifuß, Salz, Pfeffer.
  • Für die Soße: Gänsefond (kann man sich auch sparen, wenn man selbst z. B. den Hals kocht etc.), ein bisschen Hühnerbrühe, einen Schluck O-Saft

Eckpunkt der Zubereitung:

  • Das Üblige (Pürzel weg, Fett raus). Gans innen mit Mischung aus Salz, Pfeffer, Beifuß einreiben (das geht gut, wenn man das in einem Schluck Öl verrührt) und dann mit Apfel-Trockenpflaumen-Beifuß-Mischung füllen und zunähen (Material des Garns!). Gans außen mit Mischung aus Salz, Pfeffer, Beifuß einreiben. Keulen zusammen und Flügel anbinden. Tier mit Brust nach unten in den Ofen auf den Rost legen. Darunter ist die Fettpfanne, in der das Suppengrün liegt. Zum Suppengrün eine große Tasse Wasser geben.
  • 3 Stunden bei 120 °C (5 kg 2 h bei 130 °C, 4 kg 1 h bei 140 °C) und Umluft braten. Zwischendurch ein/zwei Tassen Wasser ins Suppengrün schütten. Die Gans wird nicht übergossen.
  • Nach den 3 h Temperatur auf 150 °C stellen und eine Stunde weiter braten. Danach sollte der Rücken der Gans schön braun sein. Ein bisschen Wasser in Fettpfanne geben.
  • Gans drehen. Eine weitere Stunde, damit auch die Brust noch mehr Farbe bekommt (die ist jetzt oben). Ggf. etwas Wasser in die Fettpfanne. Falls es ein Bratenthermometer gibt, dieses jetzt von der Seite bis in die Füllung stecken. Dort sollten ca. 90 °C oder mehr erreicht werden.
  • Gans aus der Röhre! Die kann kurz ruhen, bis sie kalt genug zum Tranchieren ist (45 min).
  • Zwischenzeitlich die Soße: Fond in Topf. Fettpfanne langsam in Schüssel gießen (da kommt zuerst das Fett). Alles andere (Suppengrün, Bratensaft, abgesetzter Bratenjus etc.) in den Fond-Topf. Mit Pürrierstab pürieren und ggf. mit Hühnerbrühe strecken (und mit Stärke abbinden). Mit Salz, Pfeffer, Beifuß, O-Saft abschmecken.
  • Gans tranchieren (Keulen am besten erst von der Brustseite lösen und das Naschen nicht vergessen!) und auf die nun wieder frei gewordene Fettpfanne. Bei 100 °C warm halten.
  • Genuss.

PS: Die Gans war frisch (kein Auftauen, Spülen und Tupfen) und reichte für 8 Personen (da bleibt auch noch was übrig für 3 Leute für den nächsten Tag). Außerdem war sie aus regionaler artgerechter Freilandhaltung (glückliche Gans).

Fortschritt

Höre meinen AB ab und höre den Anrufautomaten von Infratest (ich würde gleich verbunden) und dann eine verwirrte Frau. “Hallo?“ Hat natürlich meinen AB-Spruch nicht gehört, und der Anrufautomat sagt es ihr nicht. Technischer Fortschritt eben.

Rhabarberkompott mit Xucker (Erythrit)

Hmm. Rhabarber im Garten. Was tun? … Kompott. Aber mit weniger Zucker und ganz einfach. So funktioniert es für mich:

Zutaten:
– 4 Stängel Rhabarber, geputzt und in ca. 4 cm lange Stücke geschnitten = 600 g. Haut lasse ich dran (erste Ernte–später sollte man wohl besser pellen, um weniger Oxalsäure zu haben).
– 1 Päckchen Vanillinzucker.
– 120 g Erythrit (Xucker).

Zubereitung:
1) Rhabarber in handwarmem Wasser auf den Herd.
2) Erhitzen bis das Wasser kocht (vielleicht auch eine Minute kochen lassen).
3) Wasser abgießen. (Ciao Oxalsäure!)
4) Vanillinzucker und Erythrit dazu, wieder auf den Herd und fünf Minuten köcheln lassen.
5) Fertig. Wer will, kann sicher noch nachsüßen.

Nota bene:
– Der Tipp, das Wasser abzugießen ist aus Pötschkes Gartenbuch.
– Dieser meint, dass man dann kochendes Wasser nachschütten soll. Das war bei mir nicht notwendig, weil der Rhabarber dann schon ziemlich weich ist und anfängt zu zerfasern.
– Sollte man das tun, muss man sicher mit Stärke andicken/abbinden.
– Vgl. Oxalsäure.
– Es empfiehlt sich, dazu eine Milchsoße (z. B. Vanillesoße) zu reichen, damit schon früh Oxalsäure in Calciumoxalat umgewandelt wird und gar nicht erst aufgenommen wird.

Bilder:

Rhabarber vorher:
Rhabarber

Rhabarber

Kompott nachher:
Rhabarberkompott

Nährwerte:

Menge pro 100 Gramm
Brennwert: 26 kcal
Fett: 0,2 g
  Gesättigte Fettsäuren: 0,1 g
  Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 0,1 g
Cholesterin: 0 mg
Natrium: 4 mg
Kalium: 288 mg
Kohlenhydrate: 4,5 g
  davon Zucker: 2,4 g
Protein: 0,9 g
Vitamin A: 0,03 mg
Vitamin C: 8 mg
Kalzium: 86 mg
Eisen: 0,2 mg
Magnesium: 12 mg

(Bei der Verwendung von Zucker statt Xucker, sieht die Bilanz bezüglich des Brennwerts anders aus: Man kommt ca. auf das Vierfache.)

Samstag 10 vor 8 im Aldi

Vor mir an der Kasse, die Frau im zu langsam getrockneten schwarzen Baumwoll-Pullover–voller Haare–, die fürs Wochenende noch schnell 36 Dosen Katzenfutter kauft.

A. S. Byatt on Not Lending Books

I have to confess that I no longer lend any book ever to anybody. Because it is exactly the book you most love that you feel you might lend to somebody. And it never comes back. It just never comes back. … There are so many books in my life that I couldn’t bear anyone to take away that I can’t quite think of it in my head what they might be because, in fact, the ones I most love, like, say, George Eliot’s Middlemarch, are also much the easiest to replace if somebody, by any chance, goes off with your copy. But when I was teaching at university, I used to, as it were, analyse the book in the front cover. So any copy I have ever taught, has got all my own, as it were, mapping and structural analysis in. And if anybody takes that even out of the shelves, I tremble with anxiety. And it’s true that the most honest people do walk off with books.

(A. S. Byatt, BBC World Book Club, March 2004)

Absurder Jahresbeginn 2013

Der Hauptdarsteller des schlechtesten Films, den ich letztes Jahr gesehen habe, hat gerade ein Foto bei Facebook kommentiert, dass u. a. mich zeigt, wie ich gestern beim Aldi gegenüber auf eine Edelstahl-Thermoskannen-Kaffeemaschine starre. Was man nicht sieht: Ich halte in meiner Hand ein beigefarbenes Einkaufsnetz, das ich vor Jahren bei Schlecker gekauft habe, in dem sich vier Packungen Raclette-Käse befinden, obwohl ich da bereits wusste, dass ich nicht einen einzigen Krümel dieses Käses essen werde, weil ich ihn nicht vertrage. Was man indes sieht: Die ständig zur Schau gestellte Brustbehaarung des Schauspielers. Ich mag mein Einkaufsnetz lieber.

Die Löffelfamilie in HD mit Bimmelton im Hintergrund. So … 04107!

[via Heldenstadt]

Augen

…ich also nach der Arbeit einen Happen gegessen und gleich zu meinem Hausarzt. Der ist da ja gleich um die Ecke und freitags bis 14 Uhr da. Aber denkste! Zettel an der Türe. Am Freitag bleibt die Praxis bla bla bla. In dringenden Fällen rufen Sie irgendwo an oder gehen sie zu irgendeiner Adresse. Na gut. Brückentag. Wer hätte das gedacht! Da dieses Bla bla wohl der Kassenärztliche Notfalldienst im Mutterhaus ist und das nicht gerade um die Ecke ist, also nach Hause. Gelbe Seiten checken, um zu sehen, welche Allgemeinmediziner noch in der Nähe sind. Einer. Mein ehemaliger Hausarzt, bei dem das Telefon so eklig verklebt ist. Na gut. Mal schauen, ob die überhaupt noch den Hörer vom Gerät lösen können, denke ich mir so, als der Anrufbeantworter ran geht und Praxis Dr. Bla. Am Freitag, den 24. Juni. Wie ärgerlich. Okay. Der Ehrgeiz packt mich. Nächster Arzt. Freitag halb zwei. Hmmm… Das nächste Band tönt: Allternativmedizinische Praxi… Das nächste: Vom Donnerstag bis zum Montag… Ich rufe also tatsächlich alle von den gelben Seiten vorgeschlagenen Ärzte in der Trierer Innenstadt an. Nur einmal verkündet kein Band, dass die Praxis am Altstadtfestfreitag geschlossen ist. Das Telefon klingelt einfach, ohne dass irgendwer oder -was rangeht. … Mal mit den Augenärzten versuchen. Auch nichts.

Also auf zum Notfalldienst. Nur zwei vor mir. Gut. Obwohl ich dieses Quartal schon einmal zehn Euro gelassen habe, muss ich noch einmal. Das Geld wollte doch eigentlich eine Pizza werden. Jetzt wird es ein Rezept. Notfälle müssen ja immer. Naja, ist ja kein Notfall, nur “dringend”, wie das Schild, dass nicht vom “langen Wochenende” vom “Brückentag” oder vom “Altstadtfest” spricht und mich auf das Mutterhaus verwiesen hat. … Gut. In der Apotheke ähnlich. Einen Kombipack soll ich bekommen. Der ist nicht vorrätig. Aber es gibt das Zeug einzeln. Statt 5 € Zuzahlung würde das 10 € machen. Die Apothekerin sieht auch ein, dass das Quatsch ist. Damit sie bei der Abrechnung mit der Krankenkasse nicht noch ein Minus macht, einigen wir uns nach kurzer Kalkulation auf 6,50 €. Unbürokratisch.

Wäre ich am Dienstag direkt zum Arzt und nicht erst du diesem sehr eigenartigen Apotheker um die Ecke, hätte ich mir 18 € gespart (6,50 € für sinnlose Tropfen in Ökoschweinverpackung und den mehrfach wiederholten Witz, das Proculin wie Brokkoli klinge; 10 € Notfallgebühr; 1,50 € für “Sonstiges”).

Hoffentlich wirkts wenigstens…

eins-null-null-null-null-eins

Tja, wieder einmal soweit…

[via]

Ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr allerseits!

Warum ich als Radfahrer bei Rot über die Kreuzung fuhr?

  1. Weil ich mich nicht gefährdete, weder durch den Verkehr, noch durch die Exekutive oder durch selbstgefällige, anmaßende und gewalttätige Spießbürger.
  2. Um zumindest symbolisch gegen das kleinkarierte, provinzielle, faschistoide Rechtsempfinden der Kleinstadteinwohner aufzubegehren.
  3. Weil ich nur gewartet hätte, weil da ein rotes Lämpchen vor mir brannte. Ohne Sinn und Verstand.
  4. Weil ich dachte, dass man auch einmal Ordnungswidrigkeiten wagen sollte. Dafür sind die da.
  5. Um cool, sport- und jugendlich-rebellisch vor mir selbst zu wirken.
  6. Weil ich mich nicht von Automaten gängeln lassen wollte.
  7. Um cool vor dem Autofahrer hinter mir zu wirken.
  8. Weil ich andere nicht gefährdete.
  9. Um schneller voran zu kommen.
  10. Weil ich es konnte.
  11. Weil nichts kam.

Waage Marisa oder: Sie wurden bedient…

…von wem, steht nicht auf dem Kassenzettel. Ist auch egal, denn besonders bemerkenswert waren lediglich die Unpersönlichkeit und die schlechten Manieren der Verkäuferin. Das ist mir natürlich nur aufgefallen, weil ich 1.) überempfindlich (Jetzt hab dich doch nicht so!) bin und mich 2.) einmal bewusst dafür entschieden habe, einmal nicht online zu kaufen, obwohl das meist billiger und viel bequemer ist. Ja, ich habe mir so gedacht, dass man doch einmal die Kaufhäuser unterstützen müsse. Außerdem bieten die doch persönliche Beratung. Aber denkste!

Naja, egal. Irgendwie dann doch meine (Ich habe mir für 24.95€ bei der Galeria Kaufhof eine Personenwaage gekauft, weil meine alte Ikea-Waage schon vor geraumer Zeit die Hufe hoch gemacht hatte.) Waage zur Kasse und hatte zumindest dort auf einen angenehmen Verkäuferkontakt (Herzlichen Dank, dass Sie bei uns gekauft haben, und mir damit einen Teil meines Lohns und meinem Sohn die neue Spielkonsole… Oder so.) gewartet. Aber nein! Kundin vor mir. Das ist okay. Man unterhält sich über die Materialeigenschaften von Espressotassen. Das ist wichtig. Beratungsgespräche müssen eben–weil sonst niemand dort durch die Gänge schleicht–an der Kasse durchgeführt werden. Dann ich an der Reihe. Die Verkäuferin sieht mich nicht an. Ich grüße sie. Sie reagiert nicht. Nachdem sie den Barcode der Waage eingelesen hat, nennt Sie mir den Preis. Ohne “Bitte”. Noch nicht einmal ein “Das wären dann…”. Nein. Nur den Preis. Ohne Euro. Keinen vollständigen Satz bin ich dieser Frau wert. Ich kaufe mir aus ideologischen Gründen ein vollkommen überflüssiges Produkt im falschen Laden (bei Karstadt kostet dieselbe Waage übrigens nur 19€ (später herausgefunden)), hoffe auf das, was diese Warenhäuser überhaupt am besten können sollten–weshalb sie überhaupt nur überleben könnten (von der Feinkost-Abteilung abgesehen): Beratung (is nich), einen netten menschlichen Kontakt…

– 24,95

Ich hole meine Karte raus, gebe sie der Verkäuferin. Sie zieht sie durch die Maschine und wirft (!) mir einen Stift hin. Den Zettel zum Unterschreiben liefert sie kurz darauf. Kein Wort. Ich werde langsam ein bisschen sauer, unterschreibe, und produziere ein deutlich hörbares “Bitteschön”, als ich ihr Zettel und Stift rüberschiebe.

– (An der Stelle kann man sich zirpende Grillen oder durch den Laden rollendes Wüstengras vorstellen.) Sie sagt: Nichts. Gar nichts. Sie packt die Waare in eine Tüte (ich stehe mit meinem geöffneten Rucksack an der Kasse) und schiebt sie mir rüber. Meine Karte klatscht sie mir auch hin.

– Dankeschön!

– (Wieder Wüstengras, Grillen, etc.) Ich nehme meine Tüte und verabschiede mich. Während ich die ersten Schritte laufe, merke ich, wie ich leicht den Kopf schüttle. (Ein erschreckendes Zeichen des Älter- oder Verrücktwerdens.) Sie muss aufgesehen haben, das Schütteln gesehen, den schockierten Unterton in meiner Stimme wahrgenommen haben. Ein leises “Wiedersehen” schiebt sie dann doch noch hinterher.

Ich bin mir unsicher, ob sie das wirklich möchte, was sie da macht, diese Kassiererin.

Eigentlich glaube ich, mag sie gar nicht Menschen abkassieren. Sie ist eine Beraterin. Dazu ist sie geboren: Leuten zu erklären, wie man Klebchen von neu gekauften Steingutespressotässchen ab bekommt. Erst in die Spülmaschine. Dann geht das ganz leicht (Wir haben das früher mit Butter gemacht)… Eigentlich glaube ich auch, dass die Galeria Kaufhof heute um 12.34 Uhr total versagt hat. Wenn ich mir die nächste Personenwaage kaufe (wenn diese nicht binnen kürzester Zeit unter meiner Masse in tausend Teile zerspringt), hoffe ich, dass es Warenhäuser mit blöden Verkäuferinnen, die unfreundlich sind, die keine Beratung bieten (oder wenn, dann im falschen Moment), Warenhäuser mit überhöhten Preisen … dass es also diese Warenhäuser nicht mehr gibt. Geschlossen sollten sie werden, und alle Leute entlassen. Aus den frei gewordenen Räumen könnte man Spielzimmer machen, und Rheinland-Pfalz kann aus dem kostenlosen Kindergartenangebot ab 2 Jahren eine kostenlose Rundumbetreuung ab 0,5 Jahren machen mit In-Door-Spielplätzen in den Innenstädten.

Ich habe mir schon überlegt, ob ich die Waage gleich wieder umtausche. Ist das normal, dass die, je nachdem, auf welcher Unterlage und wie und je nachdem, wie man genau auf der Waage steht unterschiedliche Ergebnisse liefert (Eine Spanne von ganzen 3 kg! Die Fett-Anteil-Messung allerdings kommt immer auf 10,2%.)? Vielleicht bringe ich sie morgen zurück. Werde sagen, dass der Kauf ein Irrtum war. Ein großer. So wie das ganze Kaufhaus einer ist.

Hitze-Rant. Oder: Ich glaub mich streift ein SWT-Bus

Haben die SWT bereits auf Ferienjobber umgestellt? Heute um 20.22 Uhr, Wasserweg in süd-westlicher Richtung, 40 m vor der Schöndorfer Straße überholt mich ein Ziehharmonika-Bus der Stadtwerke (ohne Linien-Nummer), zieht dann kurz vor mir nach rechts rüber um abzubiegen. Der Bus also noch links neben mir, mich also demzufolge zwischen sich und der Bordsteinkante neben der Abbiegespur (auf die er mich gedrängt hat) einzuklemmen drohend. Aber wenigstens weiß ich wegen des superidiotischen Busfahreridioten dieser Sache, 1.) wie es sich anfühlt, wenn man fast vom Bus gestreift wird und 2.) wie schnell ich in den Stand abbremsen kann. Ist ja auch was. Trotzdem wäre ich lieber cool–anstatt perplex–geblieben und hätte 3.) mir das Nummernschild merken sollen oder 4.) (das scheint fast die beste Option) dem Typen folgen, um ihmihn am nächsten Stop in die Fresse zu schlagen darüber zu informieren, dass seine Fahrweise m. E. nicht im Geringsten vorausschauend, ja noch nicht einmal vorsichtig oder Rücksicht nehmend ist. Das wäre sicher überaus informativ und hilfreich für ihn gewesen.

Aus der losen Reihe “Food Photography zum Wegrennen”: Hackbraten im Blätterteigmantel

Hackbraten im Blätterteig mit Schwarzwurzelgemüse und Kartoffeln auf Zwiebelmusterteller

Welch ein chaotisches Arrangement! Kartoffeln geschnitten und fleckig. Zu viel zerstückelte Schwarzwurzel. Ach! Noch dazu: zu viel Soße, eigenartig die Kanten geschärft, das Weiß des Porzellans nicht ausgeglichen. Ach!

Procrastinators: Leaders of Tomorrow – Das T-Shirt

Neulich an der Mosel gefragt worden, ob es das “Procrastinators: Leaders of Tomorrow”-Shirt irgendwo zu kaufen gibt. Ja, das gibt es. Hier, z. B.. Bisher existiert übrigens nur ein Shirt mit diesem wunderschönen Design (und das ist gerade bei mir in der Wäsche).

Bei dem Wetter genau richtig: Linsenpampe mit Bockwurst

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[Linsensuppe mit Bockwurst hier]

Wenn ich mir überlege, dass dies wirklich ein nesid adaschim war, wird mir ganz übel. Allerdings ganz andere Vorzeichen als bei Esau. Der war gierig. Ich war selbstlos–mehrfach sogar. Resultat: Fast das gleiche. Well, Undank und so…

Volleyball in Trier: Pritsch Deluxe

Volleyball in Trier: Pritsch DeluxeIn der Reihe Volleyball in Trier möchte ich die Mannschaft Pritsch Deluxe vorstellen. Sie nennen sich selbst die “Schwul-LesBische Volleyballmanschaft in Trier”. Aber das ist falsch, denn die einzige Frau, die momentan mitspielt, ist gar nicht lesbisch. Und die Männer nicht alle schwul oder bisexuell. Jede Woche Mittwoch trifft sich der sympathische Haufen zum Training, und dann und wann wird auch in der schwul-lesbischen Liga gespielt (mit mäßigem Erfolg aber großer Eleganz). Mehr Infos zu Pritsch Deluxe auf der (schlecht gepflegten) Website: Volleyball in Trier.

Momentan wird übrigens eine andere Freizeit-Volleyball-Gruppe aus Trier und Umgebung zum gelegentlichen Kräftemessen gesucht…

[PS: Man könnte diesen Eintrag als SEO-Post bezeichnen. Ich bitte die regelmäßigen Leser um Nachsicht. Ist doch für eine gute Sache. ;-)]

Exma: Das ist schon ein bisschen … *schnöff*

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Kater

Wie kann denn das sein, dass ich Muskelkater vom Volleyball habe? Mir schmerzen die Hände (Adduktoren der kleinen und der Ringfinger), Beine (Oberschenkel), Füße (Irgendeinmuskel), Schulter und Brust. Und bei der Brust sollte das doch eigentlich unmöglich sein, so wie ich kieser (D5 bei 100 Pfund). Vielleicht ist das isolierte Muskeltraining doch nicht so gut? Hmm… Anyway, hoffe, dass das beim nächsten Mal besser ist.

Wenigstens bin ich nicht so ein Schisser, wie diese Ente.

Was ich aber eigentlich sagen wollte: Ich habe wieder Volleyball gespielt. Yay!

Tatort im Textorium

Sonntag, 5. Juli 2009, Textorium in der TUFa in Trier: Zwei anscheinend leicht überforderte Bedienungen laufen zwischen Freisitz und Kneipe umher. Dabei scheint doch gar nicht so viel los. Okay, ein paar Leute haben Essen bestellt. Dafür gibt es aber einen Koch. Es gibt auch noch einen Kollegen, der nur zu zapfen scheint. Irgendwo in einem Hinterraum spielt eine Kapelle. Klingt nach Übung.

Elf Minuten dauert es, bis eine der Bedienung mich fragt, ob ich gern etwas hätte. Das finde ich nett. Leider habe ich bis dahin schon ein paar Minuten vom Tatort verpasst, weil ich ja mehr damit beschäftigt war, einen Blickkontakt mit den Bedienungen herzustellen als auf die Leinwand zu kucken.

Auf dieser ist aber zuerst sowieso nicht so viel zu erkennen. Es ist zu hell. Die Lampen innen und das Außenlicht lassen den Beamer blass aussehen. Nach ein paar Minuten wird ein Vorhang zugezogen und die Lampen etwas gedimmt. Dummerweise hängt eine der Lampen penetrant vor der Leinwand herum (Das kenne ich schon–es ist nicht mein erster Besuch hier. Die Leute vom Textorium wissen es auch.). Dabei wäre es doch so einfach, die aus dem Weg zu hängen. Schließlich wird der Sonntagstatort doch hier immer gezeigt. (Haken an die Decke und das Ding vor dem Film mit einem Stecken dort dran gehoben.)

tatort_im_textorium

Der Ton ist heute fürchterlich. Das Besteckgeklapper vom Nachbartisch ist laut, im Hintergrund diskutiert der Koch etwas mit der Bedienung. Aus einer offenen Tür (ich nehme an, es ist die Küche) kommt ein Geräusch, als würden dort unzählige Schnitzel gebraten. Auch die Band spielt laut und von außen dringt das Geschrei umherrennender Kinder. Es gibt zwei Reihen Lautsprecher. Doch nur aus der linken tönt der Tatort. Das lenkt sehr ab. Man schaut nach vorn, bekommt aber den Ton direkt von links–und nicht besonders laut.

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Der Tatort selbst ist auch scheiße. Einer der schlechtesten ever. Ästhetik aus den frühen Neunzigern, ein überstrapaziertes Seriengesicht (Dennenesch Zoudé), wirre Story. Sowieso eine Wiederholung von 2003 (Wieso muss man so einen Dreck wiederholen?). Ich entscheide mich also zu gehen und spreche die Bedienung beim Zahlen auf den schlechten Ton an. Ach ja? Sie höre hier (an der Kasse) gar nichts vom Ton. Vielleicht ist das ja ein Indiz, dass er zu leise ist? Aber es scheint keiner so richtig zu bedauern, wenn auch der Mann hinterm Tresen einen Blick auf die Musikanlage wirft. Ob der Ton danach besser wird, kann ich nicht sagen, denn ich bin schon auf dem Weg nach Hause.

Tatort heute: m. E. ein Mega-Fail.