
[Ein Verweis auf das bekannte Video von Elsterglanz (vgl. 1:44-2:02).]
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[Ein Verweis auf das bekannte Video von Elsterglanz (vgl. 1:44-2:02).]

Manchmal, nur manchmal frage ich mich, wie weit Satire gehen darf (Die Antwort ist einfach.) und auch, wie weit Satire gehen sollte (Die Antwort ist auch einfach.). Hier also die Keller-Family als elektronische Postkarte bei der Titanik.
…findet man bei Photojojo [via]. Am Ende der Liste heißt es:
Meals that are all the same color and brown sauces are best left alone. And tasty though they may be, we defy you to make a haggis look good.
Das jedoch zweifel ich an. In loser Folge werden hier also unter dem Titel: “Meals That Are All the Same Colour” ein paar Aufnahmen von Lebensmitteln vorgestellt.
Über die Feiertage übrigens wieder einmal ganz großes Kino im Fernsehen.
1.) Einerseits ist natürlich der Pommes-Fritze aus dem Elefantenstall der Knaller (via):
2.) Na und dann das Foto von Frau Mayröcker (Dank an KH_II_HRR).
3.) Ach ja, der Waschbär im Schillerpark hat es heute sogar bis ins Leipzig-Fernsehen geschafft.
4.) Und beim Grand-Prix-Vorentscheid leuchten wieder nur die Zähne des Moderators, nicht etwa die Talente der Musiker.
PS: Vladimir Vladimirovich Putin is the American President, ain’t he?
Jane will sich das Leben nehmen. Die letzten neunzig Tage möchte sie in ihrem Blog dokumentieren. Ob sie es wirklich tun wird oder nicht, weiß niemand. Wer es ist oder was es ist, weiß auch niemand. Gerätselt wird in der Bloggosphäre. Mal schauen.
Das junge Ding hat sich schon das richtige Kleid für ihren großen Tag herausgesucht und dokumentiert es auf YouTube.
Oops, das war nur ein Nachahmer. Das Original ist hier. Da sieht man auch ganz gut, dass poor Jane nicht alleine filmt–einer der vielen Hinweise darauf, dass es sich um eine Werbekampagne oder ein Kunstprojekt handelt.
Falls es sich um Kunst handelt, scheint das Prinzip klassisch und im doppelten Sinne web-2.0-ig. 1.) Die Vernetzung über alle Kanäle, über Blogs und Youtube wird genutzt, um das Projekt bekannt zu machen (virales Marketing). Mit einem zugleich “skandalösen” (Selbstmord) und dem poetischsten Thema überhaupt–dem Tod einer schönen Frau (vgl. Poe)–gelingt dies besonders gut. 2.) Die “Weisheit der Vielen” (hier: “Das Getuschel der Vielen”) wird für das Projekt genutzt. Spätestens seit John Cages 4′33″ ist das Thema in der Kunst jedoch abgedroschen. Natürlich ist das eigentliche Kunstwerk der Hype um den Selbstmord; die Kommentare im Blog, die entweder bestürzt, sarkastisch, …, religiös, oder zustimmend wirken; die Reaktionen und Antwortvideos bei YouTube; das Echo im Bloggerwald an sich. Alter Wein in Web-2.0-Schläuchen.
Es sei denn, natürlich, Jane hieße wirklich Jane, wollte sich in der Tat das Leben nehmen, das ganze wäre keine Kunst. Dann wäre es zwar auch nicht neu, aber auf einer menschlichen Ebene traurig. Wollen wir hoffen, es ist das kleinere Übel: schlechte Kunst.
Update 2008-02-15: Wir werden auf den Crazy-Jane-Effekt lange warten können. Die Kiste ist aufgelöst, das Blog verschwunden. In der Auflösung (dem letzten Eintrag), schreibt Jane:
My closeness to this project must have made art seem like reality to many people. That is not a reaction that I expected nor can I morally justify. This is why my project, 90DayJane, will be taken down in the next few hours. [...] 90DayJane was meant to mirror the tragic figure, Christine Chubbuck. Newscaster Christine Chubbuck committed suicide in 1974 by shooting herself in the head live on air. She was very vocal about her depression to those around her and gave every indication of her exact intentions leading up to the event. Sadly, no one reacted or helped Christine and those left behind could only ask “why”. [...] Her story both inspired and terrified me because I can truly empathize with her rage and even her isolation. I wondered how Christine’s life and subsequent suicide would play out in our time. Would the internet be yet another place of isolation to her or an escape? [Quelle]

Vielleicht sollte ich die aktuelle Phlog-Phase mit Hirschen abschließen.
Zwar ist es einige Tage her, doch sollte man noch einmal auf Arno Widmanns Meisner-kritischen Artikel aus der FR verweisen (FR. 17. Sep. 2007, 32). Im Rahmen der allgemeinen, aber doch zu schnell eingeschlafenen Kritik am Kölner Kardinal, schreibt Widmann grundsätzlicher. Nicht nur um Meisners unverschämte Entartungs-Rhetorik ist es ihm, sondern um alle seine verstörenden Verweise auf den Nationalsozialismus.
Der 1933 in Breslau geborene Joachim Meisner scheint besessen vom Nationalsozialismus. Er lässt kaum eine Gelegenheit aus, ihn zu erwähnen. Mal braucht er ihn, um abtreibenden Frauen klarzumachen, dass sie nicht besser sind als die massenmordenden Nazis es waren, mal kultiviert er selbst das nationalsozialistische Vokabular und spricht von ‘Entartung’ oder um ihn genau zu zitieren: ‘Dort, wo die Kultur vom Kultus, von der Gottesverehrung abgekoppelt wird, erstarrt der Kultus im Ritualismus und die Kultur entartet. Sie verliert ihre Mitte.’ [hier]
Widmann bewertet, dass Meisners Katholizismus totalitär sei:
Der Anspruch darauf, überall und in allem das letzte Wort zu haben, wird derzeit von niemandem so vorbehaltlos, ja so schamlos vorgetragen wie von Joachim Meisner. Er weiß nicht nur genau, wie Ehepaare sich zu verhalten haben, er weiß auch, was Kunst ist und keine. Er weiß ganz genau wie Gott verehrt werden möchte und dass nur Männer ihm als Priester dienen dürfen. Besorgniserregend ist freilich nicht der totalitäre Wahn von Meisners Glauben. Besorgniserregend wäre eine Gesellschaft, die ernst nimmt, die ihm mit Respekt begegnete.
Bleibt zu hoffen, dass die Position des Herrn Meisner beim nächsten sicher kommenden Meisner-Feuilleton-Bashing einmal Schaden nimmt und er sich nicht wieder für eine Beförderung nach Rom profilieren kann. Ich frage mich, was er äußern muss, damit die Kölner Katholiken ihm mal altes Obst an die Kanzel klatschen.
Interessant ist Else Buschheuers 1/4-Nachruf-3/4-Filmrezension.
Nicht schlecht, sogar das D-Radio zitiert dieses verquere Bild.
Er hielt sein elegantes Altherrenbuben-Haupt voll Witz und Wunden den Katastrophen des zwanzigsten Jahrhunderts entgegen und zog etlichen Tabus die Feigenblätter herunter. Und schaute nach, was darunter sich barg. [hier]
Es geht natürlich um den Tod George Taboris, denn wer sonst zerrte so mächtig an den Feigenblättern der Tabus? Zum Beispiel nam er in seiner Komödie Mein Kampf 1987 dem Hitler das Feigenblatt weg oder auch Gott. Ja, Gott hat er das Feigenblatt auch heruntergezogen und schon mal geschult. Das war in den Goldberg-Variationen 1993. Ein richtiger Feigenentblätterer.
Herr Stadelmaier ist kreativ. Aber diese sehr physische Feigenblattmetaphorik zusammen mit einer archaischen Wortwahl machen den Nachruf nicht pathetisch sonder pathetic.
Gerade beim häuslichen Dürüm-Essen in der Umschau den leipziger Piano/Flügel-Blüthner gesehen. Das ist ja ein ganz großer Sympath, beredsam und intelligent ist er auch. Dort, ja bei Blüthner in Leipzig, dort herrscht Harmonie auch in der Produktion. Aber nicht nur die Firmeninhaber sind sympathisch, nein, die Mitarbeiter der Julius Blüthner Pianofortefabrik sind höchst motiviert. So ist auch die Spitzenqualiät der hergestellten Instrumente zu erklären. Böse wäre, hier von Hungerlöhnern zu sprechen. Selbst wenn die gezahlten Löhne unter dem Tariflohn lägen, hätte das natürlich keine Auswirkungen auf die Leistungsbereitschaft der Arbeiter. Zu einem Spitzenprodukt muss eben nicht immer ein Spitzenlohn passen. Selbst “Künstler der heiteren Muse” wie Marlene Dietrich oder “Die Beatles” waren “Meister am Blüthner”. Da ist es doch egal, ob dort gestreikt wird, ob man Tariflöhne zahlt, wie die Firmenleitung in der Öffentlichkeit auf- oder der Gewerkschaft entgegentritt. Der Name Blüthner ist durch nichts zu erschüttern. Er steht für guten Klang, Tradition und Qualität.
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Von der Kommunikationsguerilla stammt eine virtuelle Ernst’sche Dekalkomanie zum G8-Gipfel-Protest. Der Titel: “Les coquelicots de Heiligendamm”. |
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…schreibt die News-Abteilung von Rufus Wainwright am 14. Mai. Es ist ein Lacher. Wenn man Amazon.de glaubt, liegt das Album erst seit heute dort bereit. Bei iTunes bekommt man es auch erst seit dem 25. Mai. Für echte Rufus-Wainwright-Fans außerhalb des UK und der USA gab es als Option in der Zwischenzeit nur allofmp3. Das Album dort zu kaufen, war nicht etwa nur viel billiger, sondern eben die einzige (!) Option. Es ist echt verrückt, wie die BBC schon seit Wochen für Geffen Werbung für die Platte macht, sie jedoch niemand hierzulande kaufen kann. Am 25. Mai habe ich eine rechte-mininimierte Version bei iTunes erworben und mich gleich wieder darüber geärgert, dass ich die Lieder nicht sofort auf meinem MP3-Player anhören konnte. Umweg also über eine CD und CDex. Zum Glück ist wenigstens das erlaubt. Wie zu erwarten, ist “Release the Stars” nicht schlecht. Wenn man Rufus nicht als “Geheule” einschätzt, wird man nicht enttäuscht. Die meisten Lieder klingen wie die Titel auf Want Two, also nicht übel, sondern barock, opulent, herzzerreißend prall. Es sind keine großen Hits dabei, aber das Album insgesamt ist sehr solide. Der beste Titel, “Going to a Town,” glänzt erstaunlicherweise durch fehlende Wainwright-Pomade, wird aber wohl auch keine Nummer 1 werden, da er für Amerika zu politisch und für den Rest der Welt dann doch zu speziell ist. “Neuschwanstein und Bayreuth haben mich tief berührt” sagte der Sänger noch im Vanity-Fair-Interview. Richtig glaubhaft ist sein Interesse an Deutschland nicht, denn wenn man sich die Tourdaten ansieht, stellt man fest, dass hier nicht ein einziger Auftritt geplant ist–trotz Aufnahme des Albums in Berlin, deutschem Lebensgefährten, dem Lied “Tiergarten” (sprich: “tear garden”) …
Übrigens hat D-Radio auch gerade (10.42-10.50 Uhr) das Werk rezensiert. Einen Podcast-Link scheint es allerdings nicht zu geben. Tenor dort: barock, zuweilen kitschig aber nett. |
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Wie Vincent Connare zugibt, entwickelte er seine Comic Sans lediglich für Microsofts Skandal-Kläffer Bob. Besonders stolz ist er wohl auch nicht. Es gibt viele Gründe, diese Schriftart zu verbannen. Wie Frau Merkel sagen würde: “Das sind aber Dinge, über die darf man nicht diskutieren”. Also, einfach machen! Comic Sans aus den eigenen Dokumenten ausmerzen ;-). Hier gibt es Propagandamaterial. Übrigens gilt der Aufruf nicht allgemein. Für Kindergeburtstage, Krippenfeiern oder Grund-und-Förderschul-Lehramts-Fachschaftsveranstaltungen ist die Schrift durchaus geeignet. |
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D. G. Rossetti, (left) King Arthur and the Weeping Queens and (right) St. Cecelia, 1857, engr. Dalziel Brothers, wood engraving, 3.6 x 4.2 in and 4.2 x 3.6 in. | ![]() |
In 1857 Dante Rossetti created four designs for illustrations to be included in Edward Moxon’s collection of Tennyson’s poetry, which also included illustrations done by many other members of the PRB. Two of these engravings, titled King Arthur and the Weeping Queens and St. Cecelia, illustrate Tennyson’s The Palace of Art, a poem that expresses the spiritual despair of the Soul who isolates herself in her arts and can only be cured by leaving the palace of art for a cottage among men. In the case of all of these illustrations, Rossetti drew his designs straight onto the blocks of wood, thus the actual drawings were destroyed when carved (Ironside 33). Rossetti felt that the engravers who actually reproduced his works did not do them justice, even the prominent Dalziel brothers. However both illustrations still demonstrate Rossetti’s interpretive creativity in their design.[here]
Dort findet man den Artikel. (Leider hat der Verfasser nicht richtig aufgepasst, und die Textsorte ist ein bisschen unklar: Fängt wie eine Meldung an und endet als Essay. Vielleicht passt das aber auch zur Absurdität einer Bloglesung.
!) Naturgemäß finde ich, dass es der Verriss trifft.