Sharon Osbourne über Susan Boyle

Da stolpre ich zufällig bei Youtube darüber, wo man sich in den Kommentaren normalerweise einen Vorgeschmack vom Untergang aller möglicher Kulturen holen kann, und bin ganz erstaunt ob der hinterlassenen Kommentare:

Z. B. “Susan Boyle is more beautiful inside than? you will ever be Sharon Osbourne.” Die Kommentare sind fast durchweg Osbourne-kritisch ohne die beleidigsten Worte der englischen Sprache zu verwenden. Auch das rätselhafte Youtube-Gay taucht nicht auf… Gibt es noch Hoffnung?

Fuppes, ein kerliger Sport? Die Fernsehübertragung spricht Banden

Habt ihr die Bandenwerbung beim Russlandspiel gesehen? Klose schießt sein Tor vor einer Herrenkosmetikreklame! Ich hatte mich ja schon zu einem “‘Der Experte für Männerhaut’? Fußball war auch schon mal kerliger” hinreißen lassen, auf den die schwarze Katze mit einem Link auf folgendes Video reagierte:

Wie dem auch sei, habe ich mal die Bandenwerbung (nur an der langen Seite) durchgezählt und in die Kategorien Auto (Hörmann, Autodienst, Mercedes), Werkzeug/Heimwerken (Kärcher, Erfurt Rauhfaser, Obi, Fischer, Buderus, Bauhaus), Finanz (AWD, Würth, Dubai Capital, HRS, Commerzbank),* Essen (Nutella), Fernsehen/Kommunikation (tv14, T-Home) und Kosmetik/Klamotten (l’Oreal, Jack Wolfskin) einsortiert. Wenn man jede halbe Bande pro Anzeigezeit als eine Einheit zählt, kommt man auf folgende Aufstellung:

Kategorie Einheiten
Finanz 13
Werkzeug/Heimwerken 9
Auto 4
Kosmetik/Klamotten 4
Essen 2
Fernsehen/Kommunikation   2

Auffällig finde ich vier Dinge:

Erstens) Die stereotyp kerligen Felder Auto und Heimwerken sind (38%) recht stark vertreten, ebenso das Feld Finanzen (38%). Der Fußballfan scheint für den Lebensunterhalt und die Alterssicherung zuständig.

Zweitens) Autoreklame ist genau so stark vertreten wie Kosmetik und Klamotten. Was ist denn da los?

Drittens) Fernsehen/Kommunikation sind relativ schwach. Dabei kucken sich die meisten das Spiel doch vor der Glotze oder im Netz an!

Viertens) Inwiefern werden denn die Fuppes kuckenden Frauen von der Werbung angesprochen?

*Das Hotelbuchungsportal habe ich einfach einmal hier dazu gerechnet.

Klassiker: Pfll vs. Nbl

Ich persönlich bin ja der Meinung, dass sowohl Rnld Pfll als auch Drk Nbl ganz schlimme Idioten sind. Wie die beiden miteinander interagieren, kann man gut im Video aus der ARD-Mediathek bei Youtube sehen.

Weil es so lustig ist, hier noch nicht verlinkt war und mit dem Herrn-Ich-Versprecher bei der Illner neues Feuer bekommen hat, hier also noch einmal.

[Am 4. März trafen die Generalsekretäre der Parteien im Berliner Hotel Steigenberger aufeinander. Der DGB Bundesausschuß hatte zur Diskussion geladen. Der Zwischenrufer–“Bloß kein Schwarz-Gelb”–ist übrigens Hubertus Heil.]

Aber bitte, die Idiotenparteien nicht deshalb wählen, weil sie so lustige Clowns an den Start bringen! Herr Ich sagt ja bei Illner, “Hauptsache der Name ist richtig geschrieben”. Das sollte so nicht fnktonrn.

Kleine Korrektur: Die ARD-Mediathek erlaubt in ihrer Version des Video das Einbetten nicht. Wie schade…

Tatort im Textorium

Sonntag, 5. Juli 2009, Textorium in der TUFa in Trier: Zwei anscheinend leicht überforderte Bedienungen laufen zwischen Freisitz und Kneipe umher. Dabei scheint doch gar nicht so viel los. Okay, ein paar Leute haben Essen bestellt. Dafür gibt es aber einen Koch. Es gibt auch noch einen Kollegen, der nur zu zapfen scheint. Irgendwo in einem Hinterraum spielt eine Kapelle. Klingt nach Übung.

Elf Minuten dauert es, bis eine der Bedienung mich fragt, ob ich gern etwas hätte. Das finde ich nett. Leider habe ich bis dahin schon ein paar Minuten vom Tatort verpasst, weil ich ja mehr damit beschäftigt war, einen Blickkontakt mit den Bedienungen herzustellen als auf die Leinwand zu kucken.

Auf dieser ist aber zuerst sowieso nicht so viel zu erkennen. Es ist zu hell. Die Lampen innen und das Außenlicht lassen den Beamer blass aussehen. Nach ein paar Minuten wird ein Vorhang zugezogen und die Lampen etwas gedimmt. Dummerweise hängt eine der Lampen penetrant vor der Leinwand herum (Das kenne ich schon–es ist nicht mein erster Besuch hier. Die Leute vom Textorium wissen es auch.). Dabei wäre es doch so einfach, die aus dem Weg zu hängen. Schließlich wird der Sonntagstatort doch hier immer gezeigt. (Haken an die Decke und das Ding vor dem Film mit einem Stecken dort dran gehoben.)

tatort_im_textorium

Der Ton ist heute fürchterlich. Das Besteckgeklapper vom Nachbartisch ist laut, im Hintergrund diskutiert der Koch etwas mit der Bedienung. Aus einer offenen Tür (ich nehme an, es ist die Küche) kommt ein Geräusch, als würden dort unzählige Schnitzel gebraten. Auch die Band spielt laut und von außen dringt das Geschrei umherrennender Kinder. Es gibt zwei Reihen Lautsprecher. Doch nur aus der linken tönt der Tatort. Das lenkt sehr ab. Man schaut nach vorn, bekommt aber den Ton direkt von links–und nicht besonders laut.

[audio:http://gelb.net/gelblog/wp-content/uploads/2009/07/tatort_im_textorium.mp3]

Der Tatort selbst ist auch scheiße. Einer der schlechtesten ever. Ästhetik aus den frühen Neunzigern, ein überstrapaziertes Seriengesicht (Dennenesch Zoudé), wirre Story. Sowieso eine Wiederholung von 2003 (Wieso muss man so einen Dreck wiederholen?). Ich entscheide mich also zu gehen und spreche die Bedienung beim Zahlen auf den schlechten Ton an. Ach ja? Sie höre hier (an der Kasse) gar nichts vom Ton. Vielleicht ist das ja ein Indiz, dass er zu leise ist? Aber es scheint keiner so richtig zu bedauern, wenn auch der Mann hinterm Tresen einen Blick auf die Musikanlage wirft. Ob der Ton danach besser wird, kann ich nicht sagen, denn ich bin schon auf dem Weg nach Hause.

Tatort heute: m. E. ein Mega-Fail.

#ttg09: So war das Trierer Twitter-Grillen

twitttrierVon langer Hand und in weiser Voraussicht von vornherein als Michael-Jackson-Memorial-Spektakel geplant, traf sich die Trierer Twitter-Elite gestern am Vorabend im Palastgarten um die Probleme der heutigen Zeit und überhaupt ganz schwerwiegende Dinge zu besprechen. Dabei wurden Würste, Fleischbrocken und Tofubrätlinge gereicht und eine Kubb-Meisterschaft ausgetragen. Gewinner der Kubb-Meisterschaft waren Sebastian und horatiorama. Die knappen Zweiten: fide pus und So Do Media. 😉

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[Menschen unter dem Hash-Tag.]

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[Nach dem Gewitter gibt sich ein makelloser Palastgarten den Twitteren hin.]

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[V.l.n.r. Benedikt, David und Sebastian]

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[Gedenkminute für den heiligen Twitter-Vogel,…]

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[dessen Keule auf dem Mehrweggrill nicht recht werden will.]

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[Doch sein Wegwerfbruder wittert seine Chance.]

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[Kubb.]

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Blog-BierÜbrigens war auch die Dorfjugend vorort. Einerseits die gehobene Mittelklasse, die am Anfang extrem nervte (siehe), als auch die echten Trierer. Wann nochmal hat die erste gekotzt?

War schön. Vielen Dank!

PS: Im Protokoll des Abends wurde übrigens die Möglichkeit eines Blogbiers vermerkt.

PPS: Nach Wien und Leipzig ist Trier nun wohl die dritte Stadt im deutschsprachigen Raum, in der es ein Twitter-Grillen gegeben hat. Tschirp. Tschirp.

Das ZDF kickt Elke Heidenreich raus

Und was bedeutet das? Dass sie mit ihrem Text in der FAZ so ziemlich Recht hatte. Das zeigt auch die Stellungnahme vom ZDF-Programmdirektor Thomas “graue Anzüge stehen mir ausgezeichnet” Bellut, die mit hässlichem Heidenreich-Foto versehen veröffentlicht wurde. Ich mochte die Heidenreich selbst nie wirklich, weil sie eben mehr Kritikerin als Literaturwissenschaftlerin ist, das so heraushängen lässt und so einen Hang zur Schmonzette hat. MRR geht ja auch gar nicht. Aber letztlich haben sie doch Recht. Dass Bellut so dumm ist, wie seine Handlung suggeriert, glaube ich nicht. Vielleicht will er einfach selbst nicht wahr haben, “wie jämmerlich unser Fernsehen ist, wie arm, wie verblödet, wie kulturlos, wie lächerlich.” Oder er ist so eine Art Mitläufer und (Selbst)zensierer, wie die, die dass zerblitzteste Foto ever (siehe oben) heraussuchen, um den neuen “Gegner” darzustellen. Oder wie in der Kulturzeit, die nur matter-of-fact über den Vorgang im eigenen (Mutter)haus berichtete ohne Hintergründe zu diskutieren, wie eigentlich angemessen gewesen wäre.

Vielleicht nutzt Elke Heidenreich ihre Erkenntnis über das Fernsehen und zieht einfach ins Netz weiter. Vielleicht kann sie einen Podcast für ein Kulturblog machen, das ohne Idiotenmaschinerie im Hintergrund arbeitet. Das Fernsehen in der bisherigen Form ist sowieso bald ganz tot.

Fürs Archiv: Bellut über Heidenreichs Zukunft beim ZDF (16.10.2008), Heidenreich legt nach (19.10.2008).

SpOn: Jan Freitag über die 100000-Euro-Show

Hat er schön gemacht. Wenn man sich schon einen Abend mit der Betrachtung dieses Unterhaltungs-Mülls verderben muss, kann man auch schön darüber schreiben. Dass einem dabei die Bilder ein bisschen krass geraten ist zu entschuldigen.

Dabei trägt sie zwar nicht die scharfen Hosenanzüge ihrer Vorgängerin der “100.000 Mark Show” zu Beginn der Neunziger, aber immerhin bizarre Riesenknopfblazer-Variationen mit Stehkragen. […] Inka Bause ist also nicht nur die neue Linda de Mol, der im Frühling mit der “Traumhochzeit” das erste große Comeback eines Formats aus der holländischen Entertainment-Fabrik Endemol misslang. Sie ist auch die neue Ulla Kock am Brink, wenngleich ihr Name weniger Anlass für Wortspiele liefert. […] Vor allem aber ist Bause eine Art Jörg Pilawa des Kommerzfernsehens, Tänzerin auf allen Hochzeiten von der RTL-Bäuerinnensuche bis zur MDR-Schunkelsause, eine Allzweckwaffe geriatrischer Abendunterhaltung. [SpOn]

Gut gebrüllt.

Dabei fällt mir ein, dass ich noch eine Autrogrammkarte von Inka habe. War die aus der Trommel oder aus der Frösi? Ich wusste damals, als ich die zum Unterschreiben an Inka schickte, gar nicht, wer sie überhaupt war. Dank Freitag weiß ich es jetzt.

Horn von Afrika im Ersten

Etwas störte mich an der Berichterstattung über “Hunger in Afrika“. War es, dass Kenia nach dem zu Grunde liegenden UN-Bericht nur in Teilen betroffen war und aber auf der Karte ganz markiert wurde? War es, dass entsprechende Karte so tut, als sei der Begriff “Horn von Afrika” sauber und unzweifelhaft definiert und würde Uganda und Kenia mit einbeziehen? War es, dass man einfach einmal auf einer politischen Karte die Ländernamen weggelassen hat? So nach dem Motto: Ja, wer weiß schon, wie diese ganzen hungernden Länder da heißen? Ja, ich denke das war es. So eine gefühlte Ignoranz und Arroganz. Aber vielleicht irre ich mich. Ich versuche es einmal mit einer ähnlich fragwürdigen Karte. Vielleicht finde ich die genau so falsch.

Wie fühlt sich denn das an? Falsch? Richtig? Egal? Und falls falsch, wie? Unvollständig, beleidigend, erhebend?

To Be or not to Be a Computer at the Datenschutzgipfel


[Screenshot]

Die Tagesschau zeigt einen Bericht von Wolfgang Wanner über den Datenschutzgipfel und illustriert das unter anderem mit einem Computer, der sich ständig selber pingt. Es kann sich dabei nur um eine subtile Kritik in Zeiten der Meinungsmache (siehe den aktuellen Skandal um Putin-Roth-Interview) handeln. Da steht zwischen all diesen Politikern, die über Datenschutz und -sicherheit reden ein kleiner Computer, der sich mit der eigenen Ontologie beschäftigt. Ein Kind, dass noch nicht weiß, dass es ist, was es ist und vor allem wie schnell es ist (<1ms). Ach! Es blutet einem das Herz.

Zensur im ARD-Putin-Interview?

Ich war in Peking, als die Ereignisse anfingen. Massierter Beschuß von Zchinwali, Anfang des Vorstoßes der georgischen Truppen, es gab sogar bereits vielfache Opfer, es hat keiner ein Wort gesagt. Auch Ihre Anstalt hat geschwiegen, alle amerikanischen Anstalten. So als ob gar nichts passiert. Erst als der Agressor in die Fresse bekam, “Zähne rausgeschlagen” bekommen hat, als er seine ganze amerikanische Ausrüstung aufgegeben und ohne Rücksicht gerannt ist, haben sich alle erinnert. An das internationale Völkerrecht, an das böse Rußland. Da waren alle wieder auf der Stelle.

Die ARD zeigt knapp zehn Minuten Interview mit Wladimir Putin. Da der Moskauer Studioleiter Thomas Roth viel länger mit dem Russischen Ministerpräsidenten gesprochen hatte, musste natürlich gekürzt werden. Das ist nicht erstaunlich. Erstaunlich ist allerdings, was da gekürzt wurde. Es schein, als hätte dieser Zusammenschnitt System. Wir reden also möglicherweise von Zensur, die hier in oder von der ARD ausgeübt wird.

Da das Interview anscheinend ungekürzt im Russischen Fernsehen (Westi) zu sehen war, kann man genau herausstellen, was da gestrichen wurde. Das Transkript mit einer Markierung der in der ARD-Fassung fehlenden Teile (Original ohne Farbmarkierung hier) findet sich beim Spiegelfechter, der zu folgendem Schluss gekommen ist:

Mit der vorgenommenen Kürzung erhält das Interview einen vollkommen anderen Informationsgehalt. Die ARD hat in diesem Falle die Grenze zwischen journalistischer Verantwortung und Meinungsmanipulation überschritten.

Besonders perfide an der Politik, die bei der ARD gefahren wird, ist, dass auch im im Internet veröffentlichten Transkript des Gesprächs (“Interview im Wortlaut”) die Streichfassung zu finden ist und keine Übersetzung des Originals.

Übrigens gibt es das gesamte Interview als deutsch untertiteltes Video ohne Streichung (Westi-Fassung) bei Youtube und mit Streichungen bei der ARD.

[Teil 2 | Teil 3]

Update 2008-09-01|02:25: Beim Tagesschau-Blog kocht gerade ein Eintrag Roths zum Interview kommentarmäßig über. Vielleicht liegt das an der Spreeblick-Verlinkung. Erstaunlich, dass sich bisher noch niemand aus der Redaktion der Sache angenommen hat. Zeit wird es langsam. Aber vielleicht will man es ja auch aussitzen.

Update 2008-09-02|01:54: Natürlich hat sich Herr Roth nicht herabgelassen, sein Statement als einfachen Kommentar neben die Kommentare der anderen Menschen (a.k.a. der wütende Mob) zu setzen. Zwar steht da irgendwie Blog dran, aber sein Text, in dem er abstreitet, dass es sich um Zensur gehandelt habe (“Mit Zensur hat das nicht das geringste zu tun.”), liegt direkt auf Tagesschau.de, nicht im Tagesschau-Blog. Dort spielte nach über 400 Kommentaren die Redaktion den Proxy und verwies auf Roths Stellungnahme.

Kurzfristig werde, so Roth, das vollständige Interview im WDR-Fernsehen heute um 6.20 Uhr zu sehen sein. Es werde, so der Kommentar im Blog, auch in dieser Fassung auf der Website der Tagesschau verfügbar sein. Ein Transkipt soll folgen.

Update 2008-09-12|00:10: Inzwischen hat die Redaktion die Kommentare zum entsprechenden Eintrag gesperrt. Jörg Sadrozinski, der Redaktionsleiter, erklärt am 08.09.2008, dass nun “keine neuen Aspekte zum Interview von Thomas Roth mit Wladimir Putin” in den Leserkommentaren angeführt würden und die Redaktion stattdessen “in der Mehrzahl diffamierende Mails mit dubiosen Verschwörungstheorien” erhielte, denen man keine Plattform bieten wolle. Wie aber die angeblichen diffamierenden Mails mit der Kommentarfunktion zusammenhängen oder warum Blog-Kommentare Neuigkeiten verkünden sollen erklärt er nicht. Mir drängt sich der Gedanke auf, dass die Tagesschau-Redaktion hier ganz schnell die querulierenden Massen abschütteln wollte. Würde ich auch machen. Allerdings dann auch so begründen. Und: Ich bin nicht die ARD. Dass die das so einfach…

Kurze Zeitungsschau: Michelle (LVZ) und Georgien (SpOn)

Da ich ja bekanntlich unter dem Phänomen Schwellfuß leide und nur kurze Zeit am Rechner sitzen kann, in letzter Zeit wenig Posts auf allen Kanälen. Zwei Zeitungsartikel, die eine lohnenswerte Lektüre darstellen.

Erstens der erstaunliche Artikel von mro, sb, kol und F. D. von der LVZ-Crew über die aktuellen Vorgänge nach dem Mord an der Kleinen Michelle™. Dort wird nämlich, ganz ungewohnt für die Lokalpresse, journalistisch gearbeitet und damit ein differenzierterer Blick auf die derzeitigen Demos ermöglicht, die wohl von Rechtsextremen durchsetzt bzw. unterwandert sind und werden. Wenn ich es recht verstehe, hatte bisher nur die Antifa-Ecke vollständig über die Beweggründe der “braunen Brut” gemutmaßt. Warum allerdings der Name Istvan R. von den Zeitungsjournalisten nicht ausgeschrieben wird, erschließt sich mir nicht sofort. Anyway, großes Lob an die LVZ.

(Übrigens, nach einem Blick in die Boulevard-Fernseh-Magazine (siehe oben) frage ich mich, wie es Timo Tasche geht. Hat den wer gesichtet?)

Zweitens, der Artikel von Matthias Schepp bei SpOn zum aktuellen Georgien-Konflikt “In Washington nahm niemand das Telefon ab”. Ein sehr spannender Blick in Welt der Diplomatie, der, wie so viele andere Fakten, Fragen zur aktuellen und offiziellen Geschichte/Propaganda aufwirft.

Nachtrag: ******* schreibt über die Aufmärsche der Braunen in Reudnitz, über die Unfähigkeit oder den Unwillen der Polizei, über den untätigen Oberbürgermeister Jung und das Entgleiten der Kontrolle eines ganzen Stadtteil in die Hände von Nazis. Sehr, sehr lesenswert.

Nachtrag 2: Bei den Antifas und auch bei der Lokalpresse ist inzwischen einiges mehr zu finden. Unter anderem ist auch er in einer BilderKlick-Strecke zu finden.