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Category Archives: Fernsehen

Calis’ Frühlings Erwachen bei Arte

Gestern Nuran David CalisFrühlings Erwachen bei Arte gesehen. Uiuiuiuiuiui! Ganz anders als die Inszenierung von André Rössler in Mainz. Calis konnte sich offensichtlich nicht entscheiden, für oder wider Wedekinds Text. Was auf dem Theater prima funzt, klappt im Film überhaupt nicht. Er ist nicht stimmig. Die Handlung, Figuren und Setting sind unglaubwürdig–dabei scheint es doch das Anliegen der Neufassungen zu sein: Wahrheitsnähe schaffen. Der Kontrast zwischen dem, was die Figuren sagen und tun zu Wedekinds Text, der immer einmal wieder durchscheint, sagt dem Zuschauer andauernd: “Schau, das ist Fiktion! Schau, wie modern diese Fiktion wirkt!” Einige Szenen (die Masturbationsszene, die keine ist (da kalauert der Film selbstgefällig mit dem Urtext); der Selbstmord) sind richtig stark. Das gelingt dann, wenn sich der Film kurz von seiner selbst auferlegten Aufgabe löst. Alles in allem, ist das wohl ein Deutschlehrerfilm: “Ich schaue mit meiner Klasse diesen Film, weil der viel näher an der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen ist…” *stöhn* *gähn* “Außerdem mögen die Schülerinnen doch den Ochsenknecht so.” (Welch epische Fehlbesetzung!) Bevor sich ein Jugendlicher wegen all dem Stress des Erwachsenwerdens das Leben nimmt, sollte er lieber Calis’ Film sehen. Aber erst dann und sonst nicht!

Jon Stewart: The Apparent Trap (Obama Calling for GOP Summit on Health Care Reform)

Russel Brand vs. Jonas Bros

Wegen des Kalauers im WDR-Tatort “Klassentreffen”, noch einmal die Geschichte mit Russel Brand und den Jonas Brothers nachgeschaut.

Das famose Original:

“Because a lot of the things I say don’t look good written down”:

[Hier noch mehr von Brands Show.]

Furzen im Winter

Endlich haben wir das geklärt.

Sharon Osbourne über Susan Boyle

Da stolpre ich zufällig bei Youtube darüber, wo man sich in den Kommentaren normalerweise einen Vorgeschmack vom Untergang aller möglicher Kulturen holen kann, und bin ganz erstaunt ob der hinterlassenen Kommentare:

Z. B. “Susan Boyle is more beautiful inside than you will ever be Sharon Osbourne.” Die Kommentare sind fast durchweg Osbourne-kritisch ohne die beleidigsten Worte der englischen Sprache zu verwenden. Auch das rätselhafte Youtube-Gay taucht nicht auf… Gibt es noch Hoffnung?

Fuppes, ein kerliger Sport? Die Fernsehübertragung spricht Banden

Habt ihr die Bandenwerbung beim Russlandspiel gesehen? Klose schießt sein Tor vor einer Herrenkosmetikreklame! Ich hatte mich ja schon zu einem “‘Der Experte für Männerhaut’? Fußball war auch schon mal kerliger” hinreißen lassen, auf den die schwarze Katze mit einem Link auf folgendes Video reagierte:

Wie dem auch sei, habe ich mal die Bandenwerbung (nur an der langen Seite) durchgezählt und in die Kategorien Auto (Hörmann, Autodienst, Mercedes), Werkzeug/Heimwerken (Kärcher, Erfurt Rauhfaser, Obi, Fischer, Buderus, Bauhaus), Finanz (AWD, Würth, Dubai Capital, HRS, Commerzbank),* Essen (Nutella), Fernsehen/Kommunikation (tv14, T-Home) und Kosmetik/Klamotten (l’Oreal, Jack Wolfskin) einsortiert. Wenn man jede halbe Bande pro Anzeigezeit als eine Einheit zählt, kommt man auf folgende Aufstellung:

Kategorie Einheiten
Finanz 13
Werkzeug/Heimwerken 9
Auto 4
Kosmetik/Klamotten 4
Essen 2
Fernsehen/Kommunikation   2

Auffällig finde ich vier Dinge:

Erstens) Die stereotyp kerligen Felder Auto und Heimwerken sind (38%) recht stark vertreten, ebenso das Feld Finanzen (38%). Der Fußballfan scheint für den Lebensunterhalt und die Alterssicherung zuständig.

Zweitens) Autoreklame ist genau so stark vertreten wie Kosmetik und Klamotten. Was ist denn da los?

Drittens) Fernsehen/Kommunikation sind relativ schwach. Dabei kucken sich die meisten das Spiel doch vor der Glotze oder im Netz an!

Viertens) Inwiefern werden denn die Fuppes kuckenden Frauen von der Werbung angesprochen?

*Das Hotelbuchungsportal habe ich einfach einmal hier dazu gerechnet.

Ich möchte im Schrank sein in deinem Zimmer

Dachte erst, dass die Werbung von Ikea sein müsse. Ist sie aber nicht. Die Grande Dame der europäischen Bezahlfernsehsender, Canal+ steckt hinter diesem sehenswerten Spot. [via]

Klassiker: Pfll vs. Nbl

Ich persönlich bin ja der Meinung, dass sowohl Rnld Pfll als auch Drk Nbl ganz schlimme Idioten sind. Wie die beiden miteinander interagieren, kann man gut im Video aus der ARD-Mediathek bei Youtube sehen.

Weil es so lustig ist, hier noch nicht verlinkt war und mit dem Herrn-Ich-Versprecher bei der Illner neues Feuer bekommen hat, hier also noch einmal.

[Am 4. März trafen die Generalsekretäre der Parteien im Berliner Hotel Steigenberger aufeinander. Der DGB Bundesausschuß hatte zur Diskussion geladen. Der Zwischenrufer--"Bloß kein Schwarz-Gelb"--ist übrigens Hubertus Heil.]

Aber bitte, die Idiotenparteien nicht deshalb wählen, weil sie so lustige Clowns an den Start bringen! Herr Ich sagt ja bei Illner, “Hauptsache der Name ist richtig geschrieben”. Das sollte so nicht fnktonrn.

Kleine Korrektur: Die ARD-Mediathek erlaubt in ihrer Version des Video das Einbetten nicht. Wie schade…

Can we get a resume in here for me for Larry to go over? Seinfeld bei Larry King

Manchmal mach Erinnerungsarbeit richtig Spaß. Aus dem Jahr 2007. Larry King und Jerry Seinfeld:

Creature Comforts: Cats vs. Dogs

Sehr sehr schöne Folge aus Nick Parks Fernsehserie.

[via]

Tatort im Textorium

Sonntag, 5. Juli 2009, Textorium in der TUFa in Trier: Zwei anscheinend leicht überforderte Bedienungen laufen zwischen Freisitz und Kneipe umher. Dabei scheint doch gar nicht so viel los. Okay, ein paar Leute haben Essen bestellt. Dafür gibt es aber einen Koch. Es gibt auch noch einen Kollegen, der nur zu zapfen scheint. Irgendwo in einem Hinterraum spielt eine Kapelle. Klingt nach Übung.

Elf Minuten dauert es, bis eine der Bedienung mich fragt, ob ich gern etwas hätte. Das finde ich nett. Leider habe ich bis dahin schon ein paar Minuten vom Tatort verpasst, weil ich ja mehr damit beschäftigt war, einen Blickkontakt mit den Bedienungen herzustellen als auf die Leinwand zu kucken.

Auf dieser ist aber zuerst sowieso nicht so viel zu erkennen. Es ist zu hell. Die Lampen innen und das Außenlicht lassen den Beamer blass aussehen. Nach ein paar Minuten wird ein Vorhang zugezogen und die Lampen etwas gedimmt. Dummerweise hängt eine der Lampen penetrant vor der Leinwand herum (Das kenne ich schon–es ist nicht mein erster Besuch hier. Die Leute vom Textorium wissen es auch.). Dabei wäre es doch so einfach, die aus dem Weg zu hängen. Schließlich wird der Sonntagstatort doch hier immer gezeigt. (Haken an die Decke und das Ding vor dem Film mit einem Stecken dort dran gehoben.)

tatort_im_textorium

Der Ton ist heute fürchterlich. Das Besteckgeklapper vom Nachbartisch ist laut, im Hintergrund diskutiert der Koch etwas mit der Bedienung. Aus einer offenen Tür (ich nehme an, es ist die Küche) kommt ein Geräusch, als würden dort unzählige Schnitzel gebraten. Auch die Band spielt laut und von außen dringt das Geschrei umherrennender Kinder. Es gibt zwei Reihen Lautsprecher. Doch nur aus der linken tönt der Tatort. Das lenkt sehr ab. Man schaut nach vorn, bekommt aber den Ton direkt von links–und nicht besonders laut.

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

Der Tatort selbst ist auch scheiße. Einer der schlechtesten ever. Ästhetik aus den frühen Neunzigern, ein überstrapaziertes Seriengesicht (Dennenesch Zoudé), wirre Story. Sowieso eine Wiederholung von 2003 (Wieso muss man so einen Dreck wiederholen?). Ich entscheide mich also zu gehen und spreche die Bedienung beim Zahlen auf den schlechten Ton an. Ach ja? Sie höre hier (an der Kasse) gar nichts vom Ton. Vielleicht ist das ja ein Indiz, dass er zu leise ist? Aber es scheint keiner so richtig zu bedauern, wenn auch der Mann hinterm Tresen einen Blick auf die Musikanlage wirft. Ob der Ton danach besser wird, kann ich nicht sagen, denn ich bin schon auf dem Weg nach Hause.

Tatort heute: m. E. ein Mega-Fail.

#ttg09: So war das Trierer Twitter-Grillen

twitttrierVon langer Hand und in weiser Voraussicht von vornherein als Michael-Jackson-Memorial-Spektakel geplant, traf sich die Trierer Twitter-Elite gestern am Vorabend im Palastgarten um die Probleme der heutigen Zeit und überhaupt ganz schwerwiegende Dinge zu besprechen. Dabei wurden Würste, Fleischbrocken und Tofubrätlinge gereicht und eine Kubb-Meisterschaft ausgetragen. Gewinner der Kubb-Meisterschaft waren Sebastian und horatiorama. Die knappen Zweiten: fide pus und So Do Media. ;-)

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[Menschen unter dem Hash-Tag.]

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[Nach dem Gewitter gibt sich ein makelloser Palastgarten den Twitteren hin.]

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[V.l.n.r. Benedikt, David und Sebastian]

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[Gedenkminute für den heiligen Twitter-Vogel,...]

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[dessen Keule auf dem Mehrweggrill nicht recht werden will.]

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[Doch sein Wegwerfbruder wittert seine Chance.]

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[Kubb.]

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Blog-BierÜbrigens war auch die Dorfjugend vorort. Einerseits die gehobene Mittelklasse, die am Anfang extrem nervte (siehe), als auch die echten Trierer. Wann nochmal hat die erste gekotzt?

War schön. Vielen Dank!

PS: Im Protokoll des Abends wurde übrigens die Möglichkeit eines Blogbiers vermerkt.

PPS: Nach Wien und Leipzig ist Trier nun wohl die dritte Stadt im deutschsprachigen Raum, in der es ein Twitter-Grillen gegeben hat. Tschirp. Tschirp.

Eminem ist ein cooler, selbstsicherer, aufgeschlossener junger Musiker

Und auch irgendwie eine ganz arme Sau. ;-) [Hintergrund | Übrigens wird der Ton dort unterdrückt, wo Eminem flucht. (America, I love you so much.)]

Boyle ist die neue Potts

Vielleicht.

[via]

Angeklickt

Source: RTL Website

Wird wohl vor allem der süüüüße kleine. Ich möchte gern einmal ein Altersprofil der Videonutzer der RTL-Website sehen.

Das ZDF kickt Elke Heidenreich raus

Und was bedeutet das? Dass sie mit ihrem Text in der FAZ so ziemlich Recht hatte. Das zeigt auch die Stellungnahme vom ZDF-Programmdirektor Thomas “graue Anzüge stehen mir ausgezeichnet” Bellut, die mit hässlichem Heidenreich-Foto versehen veröffentlicht wurde. Ich mochte die Heidenreich selbst nie wirklich, weil sie eben mehr Kritikerin als Literaturwissenschaftlerin ist, das so heraushängen lässt und so einen Hang zur Schmonzette hat. MRR geht ja auch gar nicht. Aber letztlich haben sie doch Recht. Dass Bellut so dumm ist, wie seine Handlung suggeriert, glaube ich nicht. Vielleicht will er einfach selbst nicht wahr haben, “wie jämmerlich unser Fernsehen ist, wie arm, wie verblödet, wie kulturlos, wie lächerlich.” Oder er ist so eine Art Mitläufer und (Selbst)zensierer, wie die, die dass zerblitzteste Foto ever (siehe oben) heraussuchen, um den neuen “Gegner” darzustellen. Oder wie in der Kulturzeit, die nur matter-of-fact über den Vorgang im eigenen (Mutter)haus berichtete ohne Hintergründe zu diskutieren, wie eigentlich angemessen gewesen wäre.

Vielleicht nutzt Elke Heidenreich ihre Erkenntnis über das Fernsehen und zieht einfach ins Netz weiter. Vielleicht kann sie einen Podcast für ein Kulturblog machen, das ohne Idiotenmaschinerie im Hintergrund arbeitet. Das Fernsehen in der bisherigen Form ist sowieso bald ganz tot.

Fürs Archiv: Bellut über Heidenreichs Zukunft beim ZDF (16.10.2008), Heidenreich legt nach (19.10.2008).

SpOn: Jan Freitag über die 100000-Euro-Show

Hat er schön gemacht. Wenn man sich schon einen Abend mit der Betrachtung dieses Unterhaltungs-Mülls verderben muss, kann man auch schön darüber schreiben. Dass einem dabei die Bilder ein bisschen krass geraten ist zu entschuldigen.

Dabei trägt sie zwar nicht die scharfen Hosenanzüge ihrer Vorgängerin der “100.000 Mark Show” zu Beginn der Neunziger, aber immerhin bizarre Riesenknopfblazer-Variationen mit Stehkragen. [...] Inka Bause ist also nicht nur die neue Linda de Mol, der im Frühling mit der “Traumhochzeit” das erste große Comeback eines Formats aus der holländischen Entertainment-Fabrik Endemol misslang. Sie ist auch die neue Ulla Kock am Brink, wenngleich ihr Name weniger Anlass für Wortspiele liefert. [...] Vor allem aber ist Bause eine Art Jörg Pilawa des Kommerzfernsehens, Tänzerin auf allen Hochzeiten von der RTL-Bäuerinnensuche bis zur MDR-Schunkelsause, eine Allzweckwaffe geriatrischer Abendunterhaltung. [SpOn]

Gut gebrüllt.

Dabei fällt mir ein, dass ich noch eine Autrogrammkarte von Inka habe. War die aus der Trommel oder aus der Frösi? Ich wusste damals, als ich die zum Unterschreiben an Inka schickte, gar nicht, wer sie überhaupt war. Dank Freitag weiß ich es jetzt.

Horn von Afrika im Ersten

Etwas störte mich an der Berichterstattung über “Hunger in Afrika“. War es, dass Kenia nach dem zu Grunde liegenden UN-Bericht nur in Teilen betroffen war und aber auf der Karte ganz markiert wurde? War es, dass entsprechende Karte so tut, als sei der Begriff “Horn von Afrika” sauber und unzweifelhaft definiert und würde Uganda und Kenia mit einbeziehen? War es, dass man einfach einmal auf einer politischen Karte die Ländernamen weggelassen hat? So nach dem Motto: Ja, wer weiß schon, wie diese ganzen hungernden Länder da heißen? Ja, ich denke das war es. So eine gefühlte Ignoranz und Arroganz. Aber vielleicht irre ich mich. Ich versuche es einmal mit einer ähnlich fragwürdigen Karte. Vielleicht finde ich die genau so falsch.

Wie fühlt sich denn das an? Falsch? Richtig? Egal? Und falls falsch, wie? Unvollständig, beleidigend, erhebend?

To Be or not to Be a Computer at the Datenschutzgipfel


[Screenshot]

Die Tagesschau zeigt einen Bericht von Wolfgang Wanner über den Datenschutzgipfel und illustriert das unter anderem mit einem Computer, der sich ständig selber pingt. Es kann sich dabei nur um eine subtile Kritik in Zeiten der Meinungsmache (siehe den aktuellen Skandal um Putin-Roth-Interview) handeln. Da steht zwischen all diesen Politikern, die über Datenschutz und -sicherheit reden ein kleiner Computer, der sich mit der eigenen Ontologie beschäftigt. Ein Kind, dass noch nicht weiß, dass es ist, was es ist und vor allem wie schnell es ist (<1ms). Ach! Es blutet einem das Herz.

Ähnlichkeiten

Jan Josef Liefers sieht aus wie Robert Downey Jr. Das war mir bisher nicht aufgefallen. Erstaunlich.