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Category Archives: Dionysisches

Bildstrecke: Wahlkampfrede der Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Porta Nigra in Trier am 04.09.2013

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In der Wahlkampfkasse der CDU scheinen ein paar Euro zu fehlen: Die Gläser reichen nicht!!!1! Und wer muss aus dem Pastebecher [sic!] trinken: die Angela.

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Eli Pariser on Online “Filter Bubbles”

Almost a year old but still very topical and worthwhile TEDTalk on filter bubbles and the threat that content-filtering algorithms might pose to democratic societies in the age of the internet.

[via]

Heute spricht der “Papst” vor dem Bundestag…

Dass er das darf, halte ich für äußert fragwürdig. Obwohl, naja, vielleicht gibt es ja vor dem Bundestag die große Verwandlung, und der absolute Monarch der Vatikanstadt spricht endlich über seine Rolle in der Vertuschung sexuellen Missbrauchs von Kindern in der katholischen Kirche. Vielleicht bittet er aber auch für die massive strukturelle Gewalt,* die Vertreter der Kirche in seinem Auftrag an Minderheiten ausüben um Entschuldigung (ich meine zuerst die Gewalt der Kirche an Homosexuellen). Vielleicht verkündigt er eine Veränderung der geschlechtsspezifischen Diskriminierung von Frauen in der Kirche und ernennt eine Päpstin. Vielleicht korrigiert er seine Einschätzung der anderen Religionen (i.e. Sekten und religiöse Laiengruppen wie die evangelische Kirche, aber auch Islam und so ein Zeugs) und bekennt sich zu Toleranz und Respekt dem anderen Gegenüber. Vielleicht sagt er auch was zur Piusbruderschaft. Wäre ja passend: deutscher Papst (ein ehemaliger Hitlerjunge) spricht vor dem deutschen Bundestag über die Versöhnung mit dem Holocaust-Leugner. Vielleicht erklärt der Papst auch die einseitige Auflösung des Reichskonkordats, weil es ihm peinlich ist, die Leute ständig als Sünder hinzustellen, die ihn und seine Einrichtung finanzieren, oder auch, weil er staatlich finanzierte Missionsarbeit als Gefahr ansieht. …

Nah, ich weiß. Das wird alles nicht passieren.

Und, damit ich nicht den Papst aufsuchen muss, werde ich mir um 16.30 Uhr nicht die Rede von Ratzinger anhören, sondern die von Stephen Fry (bei The Intelligence² Debate gehalten–ich hatte die schon einmal gepostet) der spricht auch über die katholische Kirche, ist sehr intelligent und ein guter Mensch.

[Info zum Rahmen der Rede]

Übrigens glaube ich, ich war auch schon einmal Papst.

* Ich möchte den Begriff nicht ideologisch verstanden wissen.

Rallye-Impressionen

Auf dem Weg zum Bäcker an der Rallye vorbeigekommen. In der Thebäerstraße, wo ich im letzten Jahr eine Reisegruppe älterer amerikanischer Touristen getroffen hatte, die dort aus dem Reisebus geschmissen worden waren und nun versuchten, zu ihrem Hotel, dem Römischen Kaiser, zu kommen (arme Schweine: nicht ortskundig, nicht so gut zu Fuß, Gepäck dabei, keine Rallye-Karten (was aus 400 m zum Hotel einen Umweg von mindestens 2 km machte)), dort, auf jeden Fall, ein total irritiertes japanisches Paar getroffen. Sie hatten sich auf das römische Trier gefreut. *lol* Hätten sie sich im Reisebüro doch nur für Heidelberg entschieden…

Sehr sympathisch: Absperrung für die Rallye vom Steingröverweg direkt an der Nordallee, und die nette Dame im ADAC-Leibchen möchte gern festlegen, wer alles dort (also außerhalb der Absperrung) stehen bleiben darf: Nur Leute mit Karte, die ein älterer Herr nicht hat. “Ja, aber ich bin doch außerhalb der Absperrung.” “Aber Sie kucken ja zu.” “Dann drehe ich mich eben um.” (Dreht sich um.) “Ja, aber trotzdem.” (Älterer Herr mit Frau ab.)

PS: Übrigens soll ja jetzt zur Wirkung der Rallye auf die Anwohner und Touristen befragt werden. Hoffentlich werden dabei nicht die Leute vergessen, die man mit der ADAC-Rallye vor ihre romantisierten Köpfe gestoßen hat…

TED: How Algorithms Shape Our World / Kevin Slavin

Kevin Slavin talks about the life of algorithms, about how we are not capable of understanding what they are doing, and how they even terraform our planet.

[via]

Parcours Comic Sans

Surely one of the cases in which Comic Sans fails very hard. You should see the inside of the leaflet…

Carl Barât – Run with the Boys

Ich kann gar nicht so recht sagen warum, aber das Video zu Carl Barâts “Run with the Boys” gefällt mir. Vielleicht weil es mit der Fiktion arbeitet, dass sich im Leben nicht viel ändere, dass Freundschaften zuverlässig hielten, dass jedermann gesund und überhaupt alles beim Alten bliebe. Natürlich wäre das auch traurig, weil Entwicklung wichtig ist. Aber: Im geschlossenen Bereich um regelmäßige Outings with the boys … warum nicht? Anyway, vielleicht liegt es auch an den schnellen Schnitten zwischen häuslichem Frieden und dionysischem nächtlichen Treiben. Oder–und das wäre noch viel besser–es liegt an der Musik, dem fünften Lied auf dem Solo-Debüt-Album des Frontmanns der Libertines, Carl Barât. Das Album ist seit Montag draußen. Hier kann man in alle Tracks hineinhören. Die BBC schreibt, es sei ein “handwerklich sauber gearbeitetes Solo-Debüt, dass sich aber–so sehr es auch versucht–nicht von der Vergangenheit seines Machers befreien kann”.

Marketingmäßig nicht schlecht, dass das Album gleichzeitig mit Barâts Libertines-Biographie Threepenny Memoir: The Lives of a Libertine erscheint.

[via Popnutten]

Procrastinators: Leaders of Tomorrow – Das T-Shirt

Neulich an der Mosel gefragt worden, ob es das “Procrastinators: Leaders of Tomorrow”-Shirt irgendwo zu kaufen gibt. Ja, das gibt es. Hier, z. B.. Bisher existiert übrigens nur ein Shirt mit diesem wunderschönen Design (und das ist gerade bei mir in der Wäsche).

Mann, tun mir die Füße weh…: Berufskrankheiten bei Polizisten

[via]

Die Katholische Kirche – Stephen Fry bei The Intelligence² Debate

Man muss was sagen an einem Tag, an dem Leute wie Walter Mixa – den ich, wie Joseph Ratzinger, für einen großen geistigen Brandstifter halte – die “Wahrheit” m. E. ganz bewusst verdrehen. Ich sage es mit dem grandiosen Stephen Fry, denn besser als er kann man das wohl nicht ausdrücken. Unbedingte Videoempfehlung.

[Info zum Rahmen der Rede]

[Transkript der Rede]

Walter Kardinal Kasper zum CSD: Ich glaube es hackt, oder?

Meine Position zur christlichen Religion ist völlig klar: Respekt vor dem Einzelnen, aber wenig Verständnis für das Zur-Schau-Stellen, diese Propaganda bei den “Gottesdiensten” und “öffentlichen Glaubensbekundungen” wie “Kirchentagen” oder “Prozessionen” UND wohl im Einklang mit der Mehrheit der Bevölkerung–NEIN zur Einmischung der Kirche in die Politik und NEIN zur christlich-fundamentalistischen Intoleranz und Gewalt.

Geht einem ja wieder einmal die Hutschnur hoch, wenn man sich das Gebrabbel dieser Knallköppe anhört. Gibt es da keinen Filter gegen? (Zensursula hilf!)

Buchmesseimpressionen von Menschenmassen

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[Die linke Person auf dem Blauen Sofa ist übrigens Daniel Kehlmann. Man beachte die Menschen, die sich vor den Monitor gestellt haben und das Gespräch dort verfolgen. Weird.]

Der Baubiber brannte …

… heute Morgen.

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[Blindi hat’s gesehen.]

Nun fragt man sich, ob sich das heiße Tier selbst entzündet hat oder ob da Vandalen am Werk waren. Der Baubiber war schon in der Vergangenheit durch gesundheitliche Probleme und exzentrisches Verhalten aufgefallen.

[Fällt gern durch exzentrisches Verhalten auf: Der Baubiber lässt sich seine Zähne vergolden (März 2008).]

Aus der losen Reihe ‘Unheimliche Popkulturphänomene’: PBJT

[Peanut Butter Jelly – Das Original]

[Brian versucht sich als Banane]

[Eine unverfrorene Kopie bei American Idol im Januar 2007]

Tanz am Zoo


Fast hätte ich es vergessen: Natürlich proppenvoll. Aber: Das Publikum sehr angenehm. Der Frauenanteil irgendwo zwischen zehn und dreißig Prozent. Die halbe Albertina da. Eher weniger der Muldentalkreis. Nur leider die Musik kacke. (Warum muss die Qualifikation des DJs eine Perücke sein? Und warum steht da etwas von Indy im Programm, wenn es doch nur… Aber gut. Jetzt nörgel ich schon wieder…)

The Book of the Machine

Es ist da: das neue Buch, das nun zur Anbetung oder, wie das I Ging, zur Beantwortung der wichtigsten Fragen dienen soll: Wo kommt der Verlag her, wo geht der Autor hin? Zum ersten Mal werden in der dritten Ausgabe des MLA Style Manuals die Neuerungen, die anderenorts erst ab 2009 gelten sollen, veröffentlicht. Dazu gehört beispielsweise die Angabe von URLs. Was nützen sie einem, wenn sie sehr schnell veralten oder ellenlange Session-Daten enthalten? Wie man in Zukunft MLA-genormt damit umgehen soll, kann man jetzt in Kapitel 6.7.1 lesen.

“Mensch Monika!” – Clemens Meyer bekommt den Preis der diesjährigen Leipziger Buchmesse

“Das ist mein Telefon, was hier klingelt. Mensch Monika! Ich hab doch gesagt, ich muss zur Buchmesse…”

Drei Stunden vor Bekanntgabe des Gewinners wurden die Nominierten in der Kategorie Belletristik in einem kurzen Gespräch vorgestellt. In einer Reihe saßen also: Jenny Erpenbeck (Heimsuchung), Sherko Fatah (Das dunkle Schiff), Feridun Zaimoglu (Liebesbrand), Ulrich Peltzer (Teil der Lösung) und Clemens Meyer (Die Nacht, die Lichter).

Clemens Meyer mit Ohrhörer Leipziger Buchmesse 2008

Während die Moderatoren Michael Hametner und Ina Hartwig mit anderen Autoren sprechen, kuckt Meyer gelangweilt in die Runde. Er sieht aus, als brauchte er ein Konterbier. Irgendwann schiebt er sich einen Ohrhörer ins rechte Ohr. Ihn interessiert dieses intellektuelle Gebabbel von rechts scheinbar nicht. Oder er tut so, als ob es ihn nicht interessierte. Vielleicht ist seine Rüpelhaftigkeit inszeniert, vielleicht ist er aber wirklich ungehobelt. Als er spricht, hört man einen starken Akzent, kurze Sätze. Meyer blickt nach unten, scheint sich nicht produzieren zu wollen. Und doch: als er über die Protagonisten seiner Geschichten reden möchte, schafft er die Wendung vom Fremdwort erst sehr spät zum einfacheren “Helden”.

Vielleicht werden seine Helferinnen Monika oder Birgit und Andrea jetzt noch einmal anpacken müssen: 15.000 Euro können eine Menge Holz sein, wenn man sie in Sterni für die Feier anlegt.

Übrigens: Egal, ob Clemens Meyer vollständig, teilweise oder gar nicht inszeniert ist, eine Wohltat ist er allemal. Schon allein deshalb, weil er die Damen in der Runde dazu gebracht hat, pickiert zu kucken. Das muss man in einer Zeit, in der Charlotte Roche gefeiert wird, erst einmal ohne Sex schaffen. Ganz ohne Sex, nur mit Rock ‘n’ Roll … sozusagen.

Sperrmüll im Jungbusch

Dass der Sperrmüll im Jungbusch in Mannheim einem Volksfest oder einer Schlacht–oder beidem–gleichkommt, weiß ich nur vom Hörensagen. Der Designer Christian Stolze hat auf seiner Website ein Paar Fotos davon. (Bei YouTube findet man auch einen Film von der Schlacht um die besten Puffen auf den Bürgersteigen. Darauf will ich aber nicht verlinken.) Vielleicht sollte man soetwas auch einmal in Leipzig durchführen. Ich schlage das Zentrum Süd dafür vor. 😉

Waldbrandstufe auf dem Sandberg

Triptis, die kleine Stadt an der Orla, ist ja–das ist nichts besonderes für kleine Städte–nicht gerade für aufregendes kulturelles Leben bekannt. Da ist es schon erstaunlich, dass ein paar Leute dort eine Freilufttanzveranstaltung mit elektronischer Musik organisieren. Waldbrandstufe nennt sich das ganze und fand vorgestern zum wiederholten Male am Triptiser Sandberg (Triptiser Sand ist in der ganzen Welt…) statt. Hier gibt es Bilder der Waldbrandstufe 3 vom Sommer 2004. Es muss wohl, so wie die WILMA-Party in Leipzig, die geilste Party der kleinen Stadt an der Orla sein.

WILMA-Party-Dokumentation

Fotos der WILMA-Semesterabschlussparty am 07.07.07 gibt es hier. Zweimal haben auch die lateinamerikanischen Freunde gespielt: