Skip to content

Category Archives: Bilder

Doch nicht vom Tisch! Was Hunde in Sektionsdarstellungen suchen…

Hogarth, "The Reward of Cruelty"

Tatsächlich scheint die Kunst den Hund bei der Darstellung der Sektion nicht vergessen zu haben. Er bekommt das, was vom Tische fällt. Wie beim Essen auch. Eine Art Nebenmotiv in der Darstellung der Obduktionspraxis. Vielleicht mit einem zwinkernden Auge gezeichnet. In William Hogarths The Four Stages of Cruelty (1751) z. B. findet sich der Hund in einer ausgezeichneten Position. Er ist einer der Endverwerter des zur Strafe geschändeten Tom Nero, dessen Karriere der Grausamkeit freilich auch mit dem Quälen von Hunden began, wie die erste Bildtafel zeigt. Eine späte Genugtuung also. Die vierte Tafel vielleicht ein Zitat, vielleicht ein Pastiche von anderen.

Vesalius, _De humani corporis fabrica_

Im Frontispiz zu Andreas Vesalius’ De humani corporis fabrica (1543) findet sich der Hund etwas weiter abseits als Zuschauer. (Auch einen Affen gibt es.) Aber er hat das Maul schon aufgerissen, muss zurückgehalten werden.

Im nächsten möglichen Vorbild, der Sektionsszene aus Johannes de Kethams Fasiculo de Medicina (1495), gibt es keinen Hund. Vielleicht geht er gerade Gassi. Warum aber ausgerechnet Rembrandt van Rijn 1632 glaubte, dass seine Anatomie des Dr. Tulp ohne Hund auskäme, bleibt bis heute rätselhaft. Noch nicht einmal ein versteckter Hinweis, ein Napf in der Ecke oder so etwas!

Besonders schön indes, gemalte Kommentare zur Motivpraxis: wenn Hunde Hunden zuschauen. So wie in Emile-Edouard Mouchys “Physiological Demonstration with Vivisection of a Dog” (1832). Ich gebe zu, eine Nekropsie wäre das bessere Beispiel.

Swanenburgh, "Anatomische Theater zu Leiden" (1610)

Übrigens: Mein Favourit ist Willem Swanenburghs Kupferstich von 1610, “Anatomische Theater zu Leiden”. Wie frech der Hund den Betrachter anzuschauen scheint! Wie er zu wissen scheint, wo es etwas zu Fressen gibt. Jetzt, und potentiell auch später, wenn der Betrachter in Leiden aufgeschnitten und verfüttert wird an den besten Freund des Menschen.

 

 

 

 

The Particle Physics Song / CERN Choir

One of the comments at YouTube says that this is “the most beautiful expression of ultra nerdyness” they have ever seen. Well, it’s not too nerdy, really, but beautiful anyway … and special.

ADAC Rallye: Impressionen 2

ADAC Rallye: Impressionen 1

“Procrastinators: Leaders of Tomorrow” jetzt auch als Motiv…


 Procratinators: Leaders of Tomorrow


Procratinators: Leaders of Tomorrow

…zum Gestalten eines individuellen Shirts (oder irgendwelcher anderer Klamotten in den verrücktesten Designs und Farben–Ta ta!) bei Spreadshirt. Funktioniert ausgezeichnet (Aufs Bild klicken!).

Und falls ihr fleißig designt, lade ich von den 3€/Item den grandiosen Designer zu einem Viez ein. Jawoll! (Oder soll ich bei, sagen wir, 20 Shirts innerhalb von 28 Tagen lieber ein Bild von mir mit Shirt und Unterhose posten? Oder eben nicht (so als Androhung einer negativen Verstärkung)?)

Vogelperspektive Speyer

Huch! Habe gerade festgestellt, dass mir bei meinen Fotos des Doms zu Speyer die Marie Curie der bundesdeutschen Alt-Ministerpräsidenten vor die Linse gelaufen ist. Hier ein Bildausschnitt:

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk: Warum nicht einfach freie Inhalte?

Volksempfänger: Wikimedia-Commons-Nutzer KMJ, CC-Lizenz (BY-SA-3).Es ist mir vollkommen rätselhaft, wie die öffentlich-rechtlichen MurksProduzenten ständig über das Verweildauerkonzept für Inhalte im Netz jammern können aber nicht auf die Idee kommen, Content einfach unter CC-Lizenz (oder ähnlichem (z. B. einer Lizenz für Gebührenzahler)) zu produzieren und den Rundfunktteilnehmern die Verbreitung zu überlassen. Bisher werden Angebote über antiquierte und auch widersinnige urheberrechtliche Beschränkungen (warum sollten öffentlich-rechtlich produzierte Inhalte überhaupt urheberrechtlich geschützt werden?) von der freien Verbreitung ausgeschlossen. Auch Menschen, die mit ihren Gebühren für die Produktion der Inhalte zahlen, haben letztlich keine Rechte daran. Es ist absurd. Gleichzeitig klagen die Produzenten jetzt darüber, dass durch das Verweildauerkonzept die Inhalte im Netz verloren gingen. Dabei waren sie es doch, die sich bewusst gegen eine Freigabe ihrer Inhalte entschieden haben. (Ich habe das Copyright-Zeichen aus dem Fernsehen gelernt.) Mir tun sie gar nicht Leid. Übrigens auch deswegen nicht, weil in Deutschland mit wahnsinnigen Gebührengeldmengen m. E. vor allem minderwertiger Mist produziert wird–ganz im Gegensatz übrigens zu überlegenen Anstalten wie der BBC. Wahrscheinlich liegt das am System oder am Selbstverständnis.

So, jetzt stelle man sich einmal vor, die Öffentlich-Rechtlichen würden unter CC-Lizenz publizieren, die Menschen könnten Inhalte speichern und weiterverbreiten! Plötzlich wäre es nicht mehr der Rundfunkrat oder der Intendant oder der Chefredakteur oder wer auch immer, der entschiede welche Beiträge wie im Netz aufrufbar blieben (unter Einhaltung der gesetzlichen Maximalverweildauer). Nein! Plötzlich wären es die Konsumenten, die Finanziers der Rundfunkanstalten. Was passierte denn dann, wenn das Steckenpferd eines Intendanten von niemandem gespeichert und angeboten würde? Hui! Plötzlich gäbe es eine Konkurrenzsituation! Das können viele Entscheidungsträger in den Anstalten nicht wollen. … Mal schauen, was sich da in der nächsten Zeit tut (ich glaube nicht, dass die sich wirklich rühren)! Vorerst freue ich mich, wenn ich für die Archivierung des über die Jahren produzierten Drecks nicht noch einmal zahlen muss.

[Volksempfänger: Wikimedia-Commons-Nutzer KMJ, CC-Lizenz (BY-SA-3).]

Aus der losen Reihe “Food Photography zum Wegrennen”: Drehen…

…funktioniert bei diesem Fruchtjoghurt nicht, weil der Bildausschnitt zu klein ist. Hätte ich nur mehr Rand gelassen!

FruchtJoghurt

Iker Casillas großartig

…und ick freu mir immer noch mit meinen Spaniern. Übrigens in einer kurzen Umfrage heute morgen vor dem Haus schien sich heraus zu stellen, dass sich die Niederländer mit der Foulerei die letzten Sympathien verspielt haben. Gutes Ergebnis also für Menschenfreunde … und Kraken.

Aus der losen Reihe “Food Photography zum Wegrennen”: Beige und braune Speisen

Sehr lecker diese herzhaften Muffins mit Chili, Schinken und Käse. Aber: Sie haben grundsätzlich die falsche Farbe. Beige oder braune Speisen lassen sich häufig nur sehr schwer appetitlich photographisch abbilden. Hier klappt es höchstens für ein paar ausgehungerte, halb erfrorene Schneewanderer…

HerzhafteMuffins

Aus der losen Reihe “Food Photography zum Wegrennen”: Hackbraten im Blätterteigmantel

Hackbraten im Blätterteig mit Schwarzwurzelgemüse und Kartoffeln auf Zwiebelmusterteller

Welch ein chaotisches Arrangement! Kartoffeln geschnitten und fleckig. Zu viel zerstückelte Schwarzwurzel. Ach! Noch dazu: zu viel Soße, eigenartig die Kanten geschärft, das Weiß des Porzellans nicht ausgeglichen. Ach!

Llamas with Hats

Aus der losen Reihe “Food Photography zum Wegrennen”: Samstagsfutter

Besonders schön an-… –pardon!–hingerichtet: von Öl triefende Bratkartoffeln an brauner Soße und trockenem, salzigem und trotzdem zerfallendem Fleisch auf Cafetenplasteteller. Aussehen und Form geben einen vorzüglichen Eindruck des Geschmacks. Ein gutes Bild.

BraunesCafetenFutter

Trier zeigt Flagge: Impressionen

IMG_6362

CSD_Pano_1

CSD_Pano_2

IMG_6364

IMG_6377

IMG_6385

IMG_6390

IMG_6395

IMG_6400

Trier Hoists Rainbow Flag

At this very moment, the rainbow flag is being hoisted on Trier’s marked square. For the first time in history, Trier shows its pride of being a tolerant, friendly and open city by allowing the flag to flutter at central places. After a rather lengthy discussion in the City Council this May, in which the Christian conservatives mainly opposed the idea (allegedly for reasons other than homophobia) of flying the flag, the motion, which had been brought forward by human rights activists of the Green Party and the Social Democrats, was eventually endorsed by the majority of the house. It is part of the CSD weekend here.

Pictures of the event to follow… // Watch this wonderful video in the meantime:

UPDATE: Pictures are here.

Aus der losen Reihe “Food Photography zum Wegrennen”: Roster

Was könnte besser zu Fußball passen als original Ostthüringer Rostbratwürste? Nichts!

Alles richtig übrigens in diesem Bild: Farbe der Würste, Tischdecke, Tischdeckenklammern, Kräuterbaguette. Sogar das Motiv auf dem Teller. Das übrige Brät bekommt natürlich die Gartenkatze.

Ach, und weil es diesmal so wunderschön ist, gibt es das Ganze auch in Groß. Einfach klicken!

20090501_249_klein

[Hinweis: Der Bildautor ist Ostthüringer und verbittet sich Kritik an den Würsten aufs Allerschärfste. Die übliche CC-Lizenz für das Bild wird folgendermaßen eingeschränkt: Das Bild darf in wurst-, roster- oder thüringenkritischen Kontexten nicht verwendet werden. Mashups mit Düsseldorfer Senf sind unerwünscht. Guten Appetit!]

Schland Oh! Schland

Also mache ich mich auch zum Erfüllungsgehilfen dieser mehr oder weniger latent chauvinistischen Fußballproletenbewegung… Darauf Prost!

UPDATE: Hier eine andere Version:

Aus der losen Reihe “Food Photography zum Wegrennen”: Fisch nicht angebrannt

…weil mir vorgeworfen wurde, ich könne keinen Fisch braten, hier der Gegenbeweis. Das Gericht ist übrigens aus dem Kochbuch des Beigebeauftragten. Dieser hat auch selbst die Kartoffeln gestampft und das Bild gephotoshopt.

Fisch in Panade gebraten an Kartoffelbrei mit Senfsoße

Oxygen and its Friends

Sweet…

Oxygen from Christopher Hendryx on Vimeo.

[via]

Aus der losen Reihe “Food Photography zum Wegrennen”: Fischstäbchen, Reis, Fassbrause und Ruccola

Fischstaebchen_Fassbrause

Tatsächlich ein Bild vom Juli 2004. Schön der Kontrast rote Brause vs. grüne Rauke. Trotzdem…