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Category Archives: Bayreuth

Göltzschtalbrücke

So sieht man sie aus dem Weltraum, die Göltzschtalbrücke. Die Eisenbahnbrücke zwischen Mylau und Netzschkau bei Reichenbach im Vogtland ist die größte Ziegelbrücke der Welt. Na, kann man da sagen, es gibt ja so unglaublich vielfältige Superlative–auch anderswo: siehe Superleipzig. Aber die Göltzschtalbrücke ist echt etwas besonderes. Fährt man mit dem Zug über sie, merkt man ihre Besonderheit daran, dass man angeglotzt wird wie die Bonobos im Pongoland. Wirklich. Da gibt es einen großen Platz im Göltzschtal am Fuße der Brücke auf dem immer Leute mit Fernglas und Kamera stehen und das Bauwerk mit Zug (!) betrachten oder aufnehmen wollen. Und dann ist da noch dieser Fesselballon, den man in der ostdeutschen Provinz gar nicht verorten wollen würde. Eher in Hamburg (vgl. Highflyer) oder Berlin. Nein, auch im Göltzschtal kann man sich 150 Meter in die Höhe heben lassen.

Impressionen: Panorama, Bögen, Aufblick.

Aus der losen Reihe “Reichenbach im Vogtland / oberer Bahnhof”

Reichenbach im Vogtland / oberer Bahnhof Reichenbach im Vogtland / oberer Bahnhof Reichenbach im Vogtland / oberer Bahnhof
Reichenbach im Vogtland / oberer Bahnhof Reichenbach im Vogtland / oberer Bahnhof Reichenbach im Vogtland / oberer Bahnhof

Zum Abschluss der Vorlesungszeit endlich das versprochene Foto vom Freisitz des Reichenbacher Bahnhofskiosks. Auf dem Rückweg nach Leipzig mache ich meist in Plauen Halt. Dort gibt es am Bahnhof nicht nur den Fanshop einer lokalen Brauerei, einen ganz eigenartigen Geschenkeladen (hässliche Plüschtiere, Kunstblumen und Fahrscheine) und einen Döner, sondern seit ein paar Wochen eben auch den Wiener Feinbäcker, der dort mit sehr viel Liebe von einer engagierten und sympathischen Frau betrieben wird. Leider haben die Plauener wohl noch nicht erkannt, dass es an ihrem Bahnhof jetzt auch sonntags frische Brötchen gibt. Mal schauen also, wie lange der Bäcker dort Bestand haben wird. Ich bin auf ihn angewiesen, da ich sonst nirgends vernünftigen Kaffee bekomme. Im Zug und an dem anderen Minibäckerstand am Bahnhof Plauen dort gibt es nur eine lauwarme Plürre, die einem wohl, ehe man sich’s versieht, die Zähne bis zur Wurzel auflöst.

Zäpfle, Plauen, Bayreuth

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Am Wochenende in Leipzig die Bierbörse. Naja… Für eine Stadt wie Borna oder Grimma oder Plauen wäre das ja ein Ereignis gewesen. In Leipzig bekommt man (z. B.) Newcastle Brown Ale auch in den englischen und irischen Kneipen, und auch in den Feinkostabteilungen der Kaufhäuser. Apropos Plauen: Da ist der mutmaßliche Prostituiertenmörder her, der sich jetzt wohl in Bayreuth das Leben genommen hat. … Obgleich ich noch nicht ganz gesund bin, mach ich mich jetzt auch mal in die Richtung auf. Einen guten Wochenstart!

Bayreuther Donnerträchtigkeit

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Das ist übrigens ein Nachteil einer Campusuniversität, die mitten zu flacher Erde steht und deren Gebäudedächer aus Blech sind: Bei einem Gewitter schlägt ständig ortsnah der Blitz ein. Jetzt vermute ich auch, zu wissen, warum der zentrale Platz abgesenkt ist. Es soll vermieden werden, dass reihenweise Studenten vom Blitz erschlagen werden, wenn sie die Freifläche queren.

Rufus Wainwright: “Release The Stars In Stores Now”…

PD

schreibt die News-Abteilung von Rufus Wainwright am 14. Mai. Es ist ein Lacher. Wenn man Amazon.de glaubt, liegt das Album erst seit heute dort bereit. Bei iTunes bekommt man es auch erst seit dem 25. Mai. Für echte Rufus-Wainwright-Fans außerhalb des UK und der USA gab es als Option in der Zwischenzeit nur allofmp3. Das Album dort zu kaufen, war nicht etwa nur viel billiger, sondern eben die einzige (!) Option. Es ist echt verrückt, wie die BBC schon seit Wochen für Geffen Werbung für die Platte macht, sie jedoch niemand hierzulande kaufen kann.

Am 25. Mai habe ich eine rechte-mininimierte Version bei iTunes erworben und mich gleich wieder darüber geärgert, dass ich die Lieder nicht sofort auf meinem MP3-Player anhören konnte. Umweg also über eine CD und CDex. Zum Glück ist wenigstens das erlaubt.

Wie zu erwarten, ist “Release the Stars” nicht schlecht. Wenn man Rufus nicht als “Geheule” einschätzt, wird man nicht enttäuscht. Die meisten Lieder klingen wie die Titel auf Want Two, also nicht übel, sondern barock, opulent, herzzerreißend prall. Es sind keine großen Hits dabei, aber das Album insgesamt ist sehr solide. Der beste Titel, “Going to a Town,” glänzt erstaunlicherweise durch fehlende Wainwright-Pomade, wird aber wohl auch keine Nummer 1 werden, da er für Amerika zu politisch und für den Rest der Welt dann doch zu speziell ist.

“Neuschwanstein und Bayreuth haben mich tief berührt” sagte der Sänger noch im Vanity-Fair-Interview. Richtig glaubhaft ist sein Interesse an Deutschland nicht, denn wenn man sich die Tourdaten ansieht, stellt man fest, dass hier nicht ein einziger Auftritt geplant ist–trotz Aufnahme des Albums in Berlin, deutschem Lebensgefährten, dem Lied “Tiergarten” (sprich: “tear garden”) …

Source + info: vgl. link.Wer Herrn Wainwright für seine Ignoranz Europa gegenüber nicht abstrafen möchte, noch keinen Geschenkgutschein bei allofmp3 eingelöst hat und auch keine englische Importversion bestellt hat, kann bei Amazon ab heute das Album bestellen. Vielleicht–aber das kann man, angesichts des zurückhaltenden Verkaufs, nicht wissen–gibt es die Scheibe sogar im “normalen” Musikladen.

Übrigens hat D-Radio auch gerade (10.42-10.50 Uhr) das Werk rezensiert. Einen Podcast-Link scheint es allerdings nicht zu geben. Tenor dort: barock, zuweilen kitschig aber nett.

Aus der losen Reihe “Reichenbach im Vogtland / oberer Bahnhof”

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Wie bereits versprochen, mal ein Bild aus Lovely Reichenbach. Draufklicken und das Panorama genießen! Ja, mein Canon-Stitch-Assistent funktioniert nicht richtig, deswegen habe ich ein bisschen Info aus dem Bild genommen. Aber einen generellen Eindruck bekommt man schon. Das nächste Mal hoffe ich, die für Kiosk-Besucher bereitgestellte Festzeltgarnitur ablichten zu können.

Es drostelt: "niemand hat ein Bömbchen für Bayreuth übrig"

Auf meiner Suche nach Parallelen zwischen Bayreuth und Beirut–denn so sprechen die Dortgeborenen wohl den Städtenamen aus–stolpere ich also über den MDR-Droste. Wiglaf. Aber nicht beim hirnlosen MDR. Diesmal wortschwurbelt er bei der TAZ herum. Dass er die kleine oberfränkische Wagner- und Jean-Paul-Metropole “ein geistloses Erdloch” nennt, stößt mir aber fast schon ein bisschen auf…

Wagners Russ

Wagners Russ

Hier ruht und wacht Wagners Hund Russ (Jetzt mal ehrlich, da steht doch ‘Guss’, oder?).

Ja, das ist ja mal was! Viel besser, als in der Mensa Academica den Genuss des Erbseneintopfs abbrechen zu müssen–heute geschehen–, weil man irgendwann auch auf den zweiten Stein beißt und nicht mehr an einen unglücklichen Zufall denkt ist ja, durch Beirut zu schlendern und das Haus Wahnfried zu besuchen, dass durch die bescheidene Zwischenetage auffällt, in der ehemals auch Wagners Bad und Ankleideraum war. Natürlich hatte der, trotz des Dranges, sich irgendwie besonders toll präsentieren zu müssen, schon eine Idee, dass hohe Räume irgendwie doch schlecht zu beheizen sind, und dass man nach dem Bade also frieren könnte. Haus Wahnfried ist eine Reise wert, und sei es nur, ob des eigenartigen Rundgangs durch die Obergeschosse: Im Musiksaal tönen die Tonträger und im Garten wacht der Hund am Grab von Cosima und Richard. Wie schön!

Aus der losen Reihe “Reichenbach im Vogtland / oberer Bahnhof”

Heute standen die Menschen, die auf den Bäderexpress nach Leipzig warteten an Bahnsteig drei, obwohl der Zug auf der vier fahren sollte. Was war geschehen? Meinem geschulten Auge fiel sofort auf, dass die Menschen in der Sonne stehen wollten. Bahnsteig vier lag im Gegensatz zur drei nämlich im Schatten. Verrückt, was es doch für Sachen zu erleben gibt in Reichenbach im Vogtland! Der Hammer!

Das nächste Mal mache ich vielleicht einmal ein Foto für die Reihe. Eine Idee habe ich schon: der für die Gäste des Imbiss’/Kiosks reservierte betischdeckte Tisch vor dem Bahnhofsgebäude. Dort traf ich gestern übrigens einen netten jungen Mann,* der Problem beim Öffnen seiner nachmittäglichen Bierflasche hatte. Natürlich habe ich ihm geholfen. Angenehm fand ich, dass er sich für seinen Bierkonsum entschuldigen wollte. Er müsse schließlich eine Dreiviertelstunde auf seinen Bus warten…

[* Naja, um die fünfundsiebzig Jahre vielleicht. Er versuchte die Flasche an der Tischkante aufzuschlagen. Der schön länger neben dem Tisch herumlungernde Jugendliche in der sehr warm aussehenden Jacke der Marke Lonsdale zeigte übrigens keine Ambitionen der älteren Generation eine Hilfestellung zu leisten.]

“Neigetechnik…

Quelle: Siehe Link.…ermöglicht es Zügen, sich wie ein Motorradfahrer mit bis zu 8° Neigung in die Kurve zu legen. Dadurch wirkt der Zug den Fliehkräften entgegen und kann mit bis zu 30% höherer Geschwindigkeit durch Kurven fahren, ohne dass der Fahrkomfort der Fahrgäste durch erhöhte Seitenbeschleunigung (Zentrifugalkraft) beeinträchtigt wird” [hier]. Mit diesem Zug kann man beispielsweise von Connewitz nach Hof fahren. Obwohl der Zug streckenweise schön schnell ist, gibt es doch ein Problem: Angeblich werden 30% der Mitfahrenden seekrank. Ich werd es sicher. Es ist wirklich zum Kotzen, speziell dann, wenn man rückwärts fährt und nach unten kuckt, um zu lesen. Vorwärts fahren muss man, aus dem Fenster sehen und am Gang sitzen. Angeblich. Ich arbeite noch dran. Letztens schien es schon besser.

Bayerische Verfassung

“Ehe und Familie sind die natürliche und sittliche Grundlage der menschlichen Gemeinschaft…” Was mich ein bisschen stört ist der bestimmte Artikel und das Adjektiv ‘sittlich’. Kann man das gutheißen?

Reichenbach im Vogtland…

…scheint ja eine ganz eine furchtbare Einöde zu sein. Zwar gibt es am Bahnhof sogar einen Kiosk mit preiswerten, bodenständigen und mit Liebe zubereiteten Bockwürsten, Wienern, Frikadellen und Currywürsten; mehrere elektronische Anzeigetafeln mit den Abfahrtszeiten der Busse vor dem Bahnhof; ein paar Menschen und eine wunderschöne Hohenmarkierungsmarke (der Bahnhof liegt gut 399 Meter hoch). Aber leider ist um die Station drumrum nichts. Gar nichts. Kasachische Steppe. Na, ich übertreibe. Aber schön sieht es da echt nicht aus. Wolfgang Mattheuer hielt es dort aus bis er siebzehn war und stürzte sich dann lieber ins Kriegsgetümmel (na, ob das so freiwillig war?). “Die Neuberin” kommt auch von dort (sie floh (zugegebenermaßen vor ihrem gewalttätigen Vater)). Dumm nur, dass die Umsteigezeit dort so lang ist…

WILMA-Kneipenabend, die Letzte

Wo ist Ursula?Für mich zumindest, denn demnächst sollte ich wohl zum Mo-Di-Pendler werden. Da das erwartete große Abschiedskommando doch nicht anwesend war (müssen mich knapp verpasst haben), sprach ich mit Maxi über den neuen Job und das kommende Semester; mit Tobi über den Stattstrand, der Ende des Monats neben dem Bahnhof loslegt; mit Johannis, einem Schlagzeuger, über das Schlagzeugerleben; mit Adrian, einem Freund von Christian Peter, den ich erst nicht erkennen wollte; mit Nour und mit Davide, einem Süditaliener, über Italien. So, das war ein echter Tagebucheintrag.

New Cat: Bayreuth

This is just to say that I added a new category to this blog. Let’s see what texts will be tagged with it in future…