Es ist da: das neue Buch, das nun zur Anbetung oder, wie das I Ging, zur Beantwortung der wichtigsten Fragen dienen soll: Wo kommt der Verlag her, wo geht der Autor hin? Zum ersten Mal werden in der dritten Ausgabe des MLA Style Manuals die Neuerungen, die anderenorts erst ab 2009 gelten sollen, veröffentlicht. Dazu gehört beispielsweise die Angabe von URLs. Was nützen sie einem, wenn sie sehr schnell veralten oder ellenlange Session-Daten enthalten? Wie man in Zukunft MLA-genormt damit umgehen soll, kann man jetzt in Kapitel 6.7.1 lesen.
Jetzt weiß ich, an wen mich die Frau erinnert, die derartig entschleunigt über die grauen Filzböden der Bibo schlurchst, dass man ihr–zumindest theoretisch–beim Laufen die Schuhe neu besohlen könnte–was ein Problem darstellt, wenn sie Bücher aus dem Regal holen muss (Ich hoffe immer, dass bis zu ihrer Wiederkunft die Einrichtung nicht schließt.). Auf jeden Fall erinnert mich die sehr liebenswerte Dame an die ebenso liebenswerte Hauptfigur einer Britischen Kultserie aus den Neunzigern: Hyacinth Bucket. Pardon! Bouquet meine ich natürlich.
Waren jetzt die Hispanics das Zünglein an der Waage? Haben sich die Arbeiter aufgerappelt? Wie dem auch sei, sie ist zurück. (Erst jetzt gesehen: Tina Fey zum Thema.)
Leider sind auf der Website der Leipzig Explorations in Literature and Culture die Bilder verschwunden. Sowohl die Cover-Abbildungen der letzten Bände, als auch das lustige Loge, dem ich, ob dessen Schönheit, hier eine Gastrolle einräumen möchte.
I heartily recommend having a breakdown young: then you make your decisions and get on with it. I see people who are in permanent crisis, like a chronically faulty car. The exhaust is permanently hanging off the back of their life. If the car broke down completely, they’d have to get it fixed. There would be no more messing. (Anne Enright/winner of the Man Booker Prize 2007)
Natürlich sind die Tories konsequenter als die entsprechende deutsche Volkspartei. Es ist ja fast immer so, dass dort, wo die Deutschen Probleme mit ihren Entscheidungsprozessen haben, die Engländer einfach schneller sind. Hier hatte man lange überlegt, wie es denn mit einer Zusammenarbeit von CDU und Grünen aussehen könnte. Zuweilen wird sie praktiziert. Trotzdem hat die CDU kein grünes Image. Grund mag sein, dass trotz aller guten ökologischen Absichtsbekundungen dann doch immer wieder die Industrieinteressen vorn stehen. Die Briten sind da anders. Da wird erst ein vollständig neues Gesamterscheinungsbild entwickelt, das die Partei in eine grüne Ecke stellen soll. In frischem grün und blau steht dort ein Baum neben den Zeilen “Conservatives / it’s time for change”. Sehr schön, auch wenn manchem die Thatcher-Fackel besser gefiel. Damit nicht der Inhalt fehlt, äußert man sich nun zur Erderwärmung, und das nicht zu knapp, mit großem Getöse und gegen Teile der Industrie gerichtet. Erst einmal soll es der Bereitschaftsfunktion von Elektrogeräten an den Kragen gehen. 2,25 % des Britischen Energiebedarfs würden für die Stand-By-Funktion verschwendet. Ein älterer Konservativer im Guardian: Continue reading ›
Wie UK in LEverkündet, liest die englische Lyrikerin Wendy Cope am Donnerstag, den 14. Juni, im Haus des Buches. Neben der Fähigkeit T. S. Eliots “The Waste Land” in einen Limerick zu pressen, ist sie mir vor allem durch ihr Gedicht “English Weather” bekannt, das ich schon oft eingesetzt habe, um Schülern zu zeigen, wie sich innerhalb einerhalb kürzester Zeit ein fremdsprachiges Gedicht lernen lässt:
January’s grey and slushy,
February’s chill and drear,
March is wild and wet and windy,
April seldom brings much cheer.
[...]
Das Ende des Gedichts ist richtig cool, wird aber hier nicht verraten (Ist bei Faber & Faber, und ich habe gehört, dass die nicht zimperlich sind, was Copyright Infringements angeht.) ;-). Wer mag, findet hier ein Orangengedicht–wie vielsagend…
D. G. Rossetti, (left) King Arthur and the Weeping Queens and (right) St. Cecelia, 1857, engr. Dalziel Brothers, wood engraving, 3.6 x 4.2 in and 4.2 x 3.6 in.
In 1857 Dante Rossetti created four designs for illustrations to be included in Edward Moxon’s collection of Tennyson’s poetry, which also included illustrations done by many other members of the PRB. Two of these engravings, titled King Arthur and the Weeping Queens and St. Cecelia, illustrate Tennyson’s The Palace of Art, a poem that expresses the spiritual despair of the Soul who isolates herself in her arts and can only be cured by leaving the palace of art for a cottage among men. In the case of all of these illustrations, Rossetti drew his designs straight onto the blocks of wood, thus the actual drawings were destroyed when carved (Ironside 33). Rossetti felt that the engravers who actually reproduced his works did not do them justice, even the prominent Dalziel brothers. However both illustrations still demonstrate Rossetti’s interpretive creativity in their design.[here]
Alec Holden of the Telegraph writes about the Brits’ daily porridge for breakfast. He enumerates several people being in favour of the horrible gruel, but at least one being not–E. M. Forster on a boat train in 1944:
“Hearing the stewards’ breakfast cry of ‘porridge or prunes’, his heart sank: ‘an epitome not indeed of English food but of the forces which drag it into the dirt… the spirit of gastronomic joylessness. Porridge fills an Englishman up, prunes clear him out… they eschew pleasure.’”
Israel schießt beinahe, Ford-Chef entschuldigt sich, Cyber-Mobbing gegen Lehrer, Britischer Prinz im Irak, Maradona will ins Stadion, Siamesische Zwillinge in Bratislava, Deutscher Priester von Strichjunge getötet, Ernteeinsatz wird zum Pflichtprogramm, Arabisch lernen im Jemen. Dann aber, zum Glück noch vor der obligatorischen Knut-Meldung, ein kurzer Text zum Tod von Kurt Vonnegut. Offensichlich lag da noch nichts bereit, und man stückelte kurzerhand aus Agenturmeldungen zusammen. Eigentlich traurig für die Online-Präsenz eines großen deutschen Nachrichtenmagazins.
In der Harry-Potter-Film-Fangemeinde hat es ja schon seit der Veröffentlicherung des Pressematerials für die Theaterproduktion Equus heftig gebrodelt. Daniel Radcliffe, nackt mit nem Schimmel! Am Gielgud Theatre in London kann man den jungen Mann jetzt ganz nackigt (sic!) herumspringen sehen. Equus ist ein Theaterstück von Peter Shaffer von 1973. Es erzählt die Geschichte eines Psychiaters, der versucht, einen jungen Mann von seiner Besessenheit von Pferden zu heilen. Darum kümmert sich natürlich die Harry-Potter-Film-Fangemeinde nicht, sondern verkonsumiert das Pressematerial, das vor allem, das ist der Trick die Bude voll zu kriegen, aus Fotos des siebzehnjährigen Stars besteht. Da die private parts auf den Bildern nicht zu sehen sind, blühen natürlich auch die Phantasien, und die Photoshop-Gemeinde hat auch ihren Spaß und produziert, was man beim spanischen Telecinco zu Spekulationen über Harrys Zauberstab nutzt. Auch andere Blogs berichten darüber und zeigen wahrscheinliche Fotomontagen und sogar Bilder aus dem Stück.
Der ZX Spectrum war der erste Massen-Heimcomputer in Großbritannien. Dort war er so wichtig wie die NTSC-Variante des C64 in den USA und der PAL-Variante des Brotkastens in der BRD bzw. dem KC85 in der DDR. (Hinter vorgehaltener Hand erzählt man gar, dass der Spectrum auch in der Zone einige Anhänger hatte.)
Anfang der 80er Jahre legte das britische Bildungsministerium das sogenannte Microelectronics Education Programme auf, um Computergrundlagen und elektronische Lernmaterialien an die Schulen zu vermitteln. Bis 1986 half das Wirtschaftsministerium den örtlichen Schulen auch finanziell bei der Beschaffung von Computern, darunter eben auch dem ZX Spectrum.
Einen direkteren Zugang zum englischen Computerbefinden damals erhält man vielleicht durch Rob Manuels Video “HeyHey16K”.
The FAZ prints the one-sentence poem from Rosanna Warren’s Departure.
A simile A simile makes a comparison using the word “like” or “as.” [...] [A] comparison communicates more effectively if Item A is compared to a familiar object, experience, sound or food. For example: Kuznetsova moves across the court like a gazelle, a powerful mix of muscle and grace. [Poetry in the Post 5]
Das Studium Universale im nächsten Semester zu “Orten der Erinnerung”. Hmmm. Komischerweise ohne Assmann und Assmann. Aber dafür mit mir. (-: Am 29. November: Erinnerungen im Web 2.0.