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Monthly Archives: January 2012

Schimpfsprache im FSU?

Ich frage mich, ob ich vielleicht doch Deutsch als Schimpfsprache im FSU nutzen sollte? Im Englischen vergreife ich mich–mangels Praxis bei derartigen kommunikativen Handlungen–schnell im Ton. Ganz im Gegensatz dazu, hätte ich auf Deutsch neulich sehr elegant und überaus souverän den notwendigen Tadel formulieren können: “Ich krieg das Kotzen, wenn ich deine hässliche Fresse noch länger ertragen muss. Verpiss dich, du dumme Sau!” Das wäre sicher gut verstanden und überaus positiv aufgenommen worden…

Stadt Land Fluss

Gerade Stadt Land Fluss gesehen und sehr begeistert. Nein, das ist keine Rezension. Aber ich möchte doch Benjamin Cantu loben, weil er Setting und Stimmen der Figuren (ob fiktional oder “authentisch” (im Presseheft spricht man von halb-dokumentarisch, glaube ich)) so wahrheitsnah und glaubwürdig wirken lässt. Natürlich sind weder Glaubwürdigkeit noch Wahrheitsnähe relevanten Kriterien für Kunst. Aber queere Liebesgeschichten befinden sich traditionell in einem besonderen Spannungsverhältnis zwischen Wunsch und Wirklichkeit der Leser und der Fiktionalisierung dieser beiden. Schon E. M. Forster hatte dieses Problem mit seinem Maurice. Wie soll man diese Liebesgeschichte enden lassen? In einem wahrheitsnahen schrecklichen Ende, einem Skandal und einem Bruch? Oder soll man ein Happy Ending kreieren, das dann dem Leser gefällt, ihn nicht in das Grau der Wirklichkeit und seine gesellschaftsbedingt mutmaßlich verlogene und gefürchtete Seinsweise zurückwirft? Total unglaubwürdig. Bei Forster geht das Paar fort. In den Wald. Ins Grüne. In eine Art Überrealität, die dem Wesen des Menschen und der Natur näher ist. Cantu macht einen Schnitt und beendet den Film. Das Paar, das seine Liebe nur in der Großstadt oder im Geheimen zu leben für möglich hält, bleibt dort wo es ist: in einer tiefen Nähe, mitten im ländlichen Milieu, in der Provinz Brandenburgs, auf dem Hof der LPG. Wo soll es auch hin? Nach Berlin, weg aus der Heimat? Und da eine Zukunft ihrer Liebe, dort wo sie in diesem Moment ist, undenkbar ist, friert die Zeit ein, endet der Film dort wo er am Schönsten ist. … Mehr nicht (obgleich sich so viel mehr sagen ließe). Lesenswert ist das Presseheft von Salzgeber (PDF), in dem überaus spannend der Hintergrund des Drehs beleuchtet wird (das Halbdokumentarische). Der Regisseur kommt auch zu Wort und berichtet davon, dass die von mir als undenkbar bezeichnete Liebe vielleicht doch denkbar ist… Mir bleiben die Bilder, der Sound und der Geschmack des Ländlichen, des Ostdeutschen, der Provinz. Sie sind ernüchternd und heimelig zugleich. Und–obgleich Cantu was anderes behauptet–befürchte ich, dass es für dieses Gefühl gut ist, dass der Film mit der Umarmung endet.

Jay Brannan – “Beautifully”

Sehr schön meta, Brannans Video zu “Beautifully“: Musikvideodreh im Musikvideo, Brannan in verschiedenen Rollen, Überzeichnung von Setting und Plot… Fehlt eigentlich nur, dass jemand Star-Spangled Banner anstimmt. (Sorry.)

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Aus der losen Reihe “Food Photography zum Wegrennen”: Kräckebrotschnitte mit Marmelade


[“Knäckebrotschnitte mit Marmelade”]

“Vada a bordo, CAZZO!”- Shirt

This is What Wikipedia’s Protest against SOPA and PIPA Looked Like / 2012-01-18

[This is a post for historians of the future, when Wikipedia, after it will have been forbidden entirely (like all major “anarchistic” publications of the early years of the State-Grid-Halliburton-Google-Web (called World-Wide-Web back then)), will also have been systematically purged from all archives.]

Users at the time were not fully aware of the threatening danger posed by a legislation influenced by state politics/old-ecomnomy oligarchs/criminal syndicates to free speech, network neutrality, accessibility of internet services, … (plus the once in a century chance to change the whole planet for the better), worldwide. Therefore, they, instead of joining the protest, rather switched off JavaScript on Wikipedia.org and complained about those political nerds/idiots. Could they actually be so naive to believe that they could possibly change anything?

25% Steigung in Trier


[“25% Steigung, Trier”, 2011-09-25]

Aus der losen Reihe “Food Photography zum Wegrennen”: Unappetitliche Farben an Kassler mit Blumenkohl


[“Kassler mit Blumenkohl”, 2011-09-25]

Pingu’s “The Thing”

You probably know the British-Swiss stop-motion claymated television series. Very cute. But the penguin colony seems to have problems, too. With alien life forms, for example. Have a look at the pinguinized remake of John Carpenter’s The Thing by Lee Hardcastle.

[via]