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Monthly Archives: October 2011

Warum Homevideo in der ARD ein Ärgernis ist

Zuerst muss man feststellen, dass Kamera und Schauspieler grandios sind. In der Tat hat Michal Hanfeld in seiner FAZ-Besprechung in dem einen Punkt Recht, dann nämlich, wenn er schreibt, dass die Situiertheit der Jugendlichen glaubwürdig dargestellt wird. Das ist Klasse und auch selten gesehen im deutschen Fernsehen. Aber: Die Narration in diesem Filmtext und die Konsequenzen erschüttern mich.

Sobald die Schulfreunde das Video gesehen haben, hätte der Film enden sollen, denn der Rest ist klar. Dass sich Jakob Moormann das Leben nehmen wird, weiß man aus Besprechungen oder aus dem Fernsehprogramm. Die Frage ist nur: Wie? Also kann man sich fragen, warum der Zuschauer den ganzen Film über dabei bleiben soll (ich habe es nicht geschafft), wenn der Plot so vorhersagbar ist. Entweder der Zuschauer bleibt dabei, weil er 1.) den 15-Jährigen noch einmal beim Wichsen beobachten möchte, oder weil er 2.) genießen möchte, wie genau er denn von seinen Mitschülern gequält wird, oder 3.) wie genau er sich denn umbringen wird. Alle diese möglichen Gründe–die Wie-Spannung–sind irgendwie eklig und verachtenswert, wie ich glaube.

Als Aufklärungs- und Schockfilm für die prädigitalen Generationen mag Homevideo vielleicht funktionieren. Über die Idee der Abschreckung mittels audiovisuellen Medien sollten wir allerdings schon hinaus sein. Was bleibt? Hoffentlich wird kein Lehrer, von der positiven Kritik beflügelt, den Film in der vorgesehenen Cyber-Mobbing-Stunde einsetzten, damit sich Schüler an der Gewalt am Opfer ergötzen können. (Nebenbei: Seit wann darf das Wichs-Video eines Fünfzehnjährigen im Fernsehen gezeigt werden?)

Nur nebenbei firmiert der Film in der IMDB unter den Tags: “Masturbation | First Love | Videocam | School | Suicide…”.

Fragen und Diskussion offen…

Lyrik zum Freitag: “Drinking out of Cups” by Dan Deacon and Liam Lynch (2003/2006)


Weitere Info dazu hier.

A Hunter Is ****** by a Bear

Ein YouTube-CYOA mit Texteingabefeld. Und schön infantil…


[via]

Bin ich der einzige, der das noch nicht kannte?

Voice Recognition…

…is not from Foxconn or Apple. They have it in elevators, too. And it works perfectly fine–even if you don’t speak with an American accent.


[Burnistoun S1E1] [via]

Aus der losen Reihe “Food Photography zum Wegrennen”: Lachs in Käsekruste


[“Lachs in Käsekruste”, 2011-10-03]

Absolute No-Goes: Abgeschnittene Finger und Ringelsocken. Trotzdem deliziöses Nationalfeiertagsessen.

Radwege: Trierer Hospitienwald / Um den Markusberg


[“Trierer Hospitienwald / Um den Markusberg”, 2011-10-02]

Länge: 25,6 km
Höhendifferenz: 190 m (bei 666 m kumuliertem Anstieg)
Zeit: 2,0 h
Energieverbrauch: 1850 kcal
Besonderheiten: Jägerkaserne; sehr steile Serpentinen; Kühe und Pferde; Zehn-Euro-Schein am Wegesrand, daneben ekliger schwarzer, dicker, schlangenhafter Wurm (ich werde Albträume haben); lustige Schlaglochasphaltpiste zwischen km 12 und 14.