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Monthly Archives: June 2011

Copying Is Not Theft

Wunderschönes Video wiedergefunden, das die Sache sehr anschaulich macht…

Spannend übrigens die vielen verfügbaren Arrangements des Lieds.

Das Frauenfußballweltmeisterschafteinesgroßenverbandesindeutschlandsommermärchen möge beginnen!

Immer wieder die Frage danach, ob die Frauenfußballweltmeisterschaft ein sogenanntes Sommermärchen wie die Männerfußballweltmeisterschaft im Jahre 2006 würde.

Ja, aber klar!

Jedes Jahr sorgt eine im Breitensport so gut aufgestellte Sportart dafür, dass sich wochenlang begeisterte Anhänger und Aktive bei traumhaftem Wetter in den Freisitzen und Stadtstränden treffen, um gemeinsam medialisiert zu konsumieren, sich zu freuen und zu saufen, um anschließend schön bunt angemalt mit dem Auto hupend durch die Cruisingmeile des jeweiligen Kaffs auf- und abzufahren. Genau dieses Sommermärchen wird es bei der Frauenfußballweltmeisterschaft eines großen Verbandes in Deutschland geben. Genau, wie im letzten Jahr Mitte Juli zur Cable-Wakeboard-WM, oder Anfang August zur Frisbee-Junioren-WM oder direkt im Anschluss zur Barfuß-Wasserski-WM. Auch im Jahr davor gab es ein Sommermärchen. Es begann 2009 mit der Leichtathletik-WM Mitte August und setzte sich über die Kegel-WM-Einzel-Schere bis zur Sommerbiathlon-WM fort. Das wird ein Spaß. In diesem Sinne. Ball heil!

Augen

…ich also nach der Arbeit einen Happen gegessen und gleich zu meinem Hausarzt. Der ist da ja gleich um die Ecke und freitags bis 14 Uhr da. Aber denkste! Zettel an der Türe. Am Freitag bleibt die Praxis bla bla bla. In dringenden Fällen rufen Sie irgendwo an oder gehen sie zu irgendeiner Adresse. Na gut. Brückentag. Wer hätte das gedacht! Da dieses Bla bla wohl der Kassenärztliche Notfalldienst im Mutterhaus ist und das nicht gerade um die Ecke ist, also nach Hause. Gelbe Seiten checken, um zu sehen, welche Allgemeinmediziner noch in der Nähe sind. Einer. Mein ehemaliger Hausarzt, bei dem das Telefon so eklig verklebt ist. Na gut. Mal schauen, ob die überhaupt noch den Hörer vom Gerät lösen können, denke ich mir so, als der Anrufbeantworter ran geht und Praxis Dr. Bla. Am Freitag, den 24. Juni. Wie ärgerlich. Okay. Der Ehrgeiz packt mich. Nächster Arzt. Freitag halb zwei. Hmmm… Das nächste Band tönt: Allternativmedizinische Praxi… Das nächste: Vom Donnerstag bis zum Montag… Ich rufe also tatsächlich alle von den gelben Seiten vorgeschlagenen Ärzte in der Trierer Innenstadt an. Nur einmal verkündet kein Band, dass die Praxis am Altstadtfestfreitag geschlossen ist. Das Telefon klingelt einfach, ohne dass irgendwer oder -was rangeht. … Mal mit den Augenärzten versuchen. Auch nichts.

Also auf zum Notfalldienst. Nur zwei vor mir. Gut. Obwohl ich dieses Quartal schon einmal zehn Euro gelassen habe, muss ich noch einmal. Das Geld wollte doch eigentlich eine Pizza werden. Jetzt wird es ein Rezept. Notfälle müssen ja immer. Naja, ist ja kein Notfall, nur “dringend”, wie das Schild, dass nicht vom “langen Wochenende” vom “Brückentag” oder vom “Altstadtfest” spricht und mich auf das Mutterhaus verwiesen hat. … Gut. In der Apotheke ähnlich. Einen Kombipack soll ich bekommen. Der ist nicht vorrätig. Aber es gibt das Zeug einzeln. Statt 5 € Zuzahlung würde das 10 € machen. Die Apothekerin sieht auch ein, dass das Quatsch ist. Damit sie bei der Abrechnung mit der Krankenkasse nicht noch ein Minus macht, einigen wir uns nach kurzer Kalkulation auf 6,50 €. Unbürokratisch.

Wäre ich am Dienstag direkt zum Arzt und nicht erst du diesem sehr eigenartigen Apotheker um die Ecke, hätte ich mir 18 € gespart (6,50 € für sinnlose Tropfen in Ökoschweinverpackung und den mehrfach wiederholten Witz, das Proculin wie Brokkoli klinge; 10 € Notfallgebühr; 1,50 € für “Sonstiges”).

Hoffentlich wirkts wenigstens…

Trier, deine Kreativen / Podiumsdiskussion in der Tufa

Zum Abgang des Karussell e. V. aus der Moselmetropole veranstaltet der Verein im Moment das Festival “Brimborium und Tamtam” und hält Trier damit vor Augen, welches kulturelle Potential der Stadt zukünftig fehlen wird. Unter dem Titel “Trier, deine Kreativen” gab es heute Abend eine Art Think Tank zur hiesigen Kulturpolitik. Im Podium saßen dabei (v. l. n. r.) Roman Schmitz (Karussell), Kajo Pieper (Bildungsministerium), Moritz Schönecker (Theater Jena), Dieter Lintz (Lokalzeitung), Teneka Beckers (Tufa), Peter Oppermann (Theater) und Thomas Egger (Wirtschafts- und Kulturdezernent). Dieter Lintz übernahm die Moderation und lud auch das Publikum ein, seine Meinung zu sagen. Was genau gesagt wurde, wird man gut zusammengefasst in der Presse lesen können. Hier möchte ich feststellen, dass wohl Einigkeit darüber bestand, dass kulturpolitisch in Trier einiges im Argen liegt und dass, sollten das nicht nur verbale Nebelbomben gewesen sein, es sich vielleicht bessern könnte. Nur ein paar Beobachtungen:

  1. Die Provinzialität bekundet sich wohl u. a. darin, dass ein bereits sieben oder acht Jahre in Trier wirkender Theaterdramaturg immer noch als Außenstehender angesehen werden kann.
  2. Die Provinzialität bekundet sich wohl auch darin, dass Veränderungen in Trier mit sieben Jahren Verspätung ankommen.
  3. Kultur ist, laut Kulturdezernent, keine Sandwurmsülze.
  4. Das was man über Trier hört, hört man (Pieper) über alle anderen Städte in Rheinland-Pfalz. Das wäre, wenn es stimmt, dann wohl ein sehr trauriges Bundesland.
  5. Auch wenn Oppermanns Offerte der Offenheit (O3) wirklich ernst gemeint ist, wird man wohl nicht umhin kommen, sich in Zukunft die Frage zu stellen, ob es sinnvoll ist, den kulturellen Großinstitutionen so viel Geld aus dem Kulturetat zukommen zu lassen.

Wie dem auch sei. Alle haben an diesem Abend einen guten Job gemacht. Die Moderation von Dieter Lintz war klasse. Gut auch, dass er sich selbst mit seiner Expertise zu Wort meldete. Kajo Pieper denkt über Förderungsmöglichkeiten durch das Land nach, die neuen Projekten eine zeitlich begrenzte sichere Finanzierung bieten sollten. Moritz Schönecker ist mit Jena ganz zufrieden. Jemand aus dem Publikum meinte, dass aus Jena nicht alle wegziehen, wenn sie mit dem Studium fertig sind. Das ist großer Käse. Das aber zu thematisieren, war nicht Thema des Abends. Dass es für das Theaterhaus in Jena noch andere Bewerber gab, die ich persönlich für viel gewinnbringender für die östthüringische Universitätsstadt halte, gehört hier auch nicht hin. Teneka Beckers war lieb. Es wollte auch keiner etwas von der Tufa. Anders bei Herrn Oppermann. Oh, die Stadt gibt dem Theater sehr viel Kohle. Muss das sein? Was machen die damit? Sind riesige Ensembles zeitgemäß? Dazu könnte man einen ganzen Abend streiten. Man hat es nicht getan. Aber diese Fragen schienen in der Luft zu hängen. Immerhin entschärfte Oppermann mit seiner O3. Besonders überraschend für mich: Thomas Egger als Kulturdezernent der Stadt. Der scheint etwas bewegen zu wollen. Wenn das klappt, kann das für die Stadt nur gut sein. Die Frage ist, ob er der Stadtratsflüsterer werden kann, oder ob man sich in den Hinterzimmern lieber auf den Status quo einigt… Ach, das Publikum auch gut. Wirklich Kreative der Stadt. Die zu erleben war den Besuch wert. Trier ist kulturell nicht tot. Ach so, auch die Karussell-Leute sehr sympathisch. Aber: Nehmen wir einmal an, sie hätten in Trier einen neuen Veranstaltungsort und ein bisschen mehr Förderung bekommen. Hätten sie das Angebot aus der Saale-Stadt dann wirklich abgelehnt?

Rainhum von Renée Turner

Wenn es so schüttet wie heute, ist Summen angesagt…

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.


[Renée Turner, “Rainhum”, CC-BY-NC]

Filme: Rivers Wash over Me – John G. Young – 2009

Whow! Race relations, incest, drugs, homophobia, violence, North/South issues, …, in the USA. Everything you always wanted to see in one film. There you go:

It is a bit too much at times. Timing of the scenes and something else (that I can’t really put my finger on at the moment) slightly off beat all the time. However, well acted, wonderfully picturesque setting, camera showing the right perspective, the right angle, very subjective… (The end is crap, though. I would have wanted the three of them to leave and to go into the woods. Some classical ending. 😉 Yes, there is the baptism scene, but that hardly suffices.) Well, good to get a glimpse of some contemporary, provincial American, subjective point of view of everyday life (however specific it might be). A recommendation.

Babyklappe in Trier

Wie die Trierer Lokalzeitung schreibt, wurde letzte Nacht ein Neugeborenes in Trier ausgesetzt und glücklicherweise alsbald von Passanten gefunden. In einem Facebook-Kommentar zum Artikel fragt sich eine junge Frau, warum es in Trier eine Babyklappe gebe. Hmmm… Also, ich google mal “Babyklappe in Trier”. Der erste Treffer führt mich auf eine Liste, die gleich wieder verschwindet, weil der Verfasser der Seite zwar Frames genutzt hat, aber nur ein bestimmtes Frameset erlauben möchte (und offensichtlich feuchte JScript-Allmachtsträume hatte). Ich muss drei Mal klicken, und dabei wissen, wo ich hin möchte… Der zweite Treffer ist eine PDF-Datei, die ich gerade nicht öffnen kann, weil mein Reader spinnt. Der dritte Treffer versucht mir eine Babyklappe zu verkaufen… Was macht also die möglicherweise IT-mäßig mindergeschulte, verzweifelte junge Mutter? Sie sucht sich eine Telefonzelle. Wenigstens ist es dort trocken. Und so kalt war es auch nicht… Die Rathauszeitung schrieb vor elf Jahren, dass man auf die Trierer Babyklappe unter anderem durch Plakate aufmerksam werden wolle. Wir kennen alle diese Plakate … not. Deswegen dieser SEO-Eintrag.

Die Babyklappe in Trier heißt Babyfenster und befindet sich am Kinderheim Ruländer Hof der Vereinigten Hospitien in der Böhmerstraße im Trierer Stadtzentrum. Hier gibt es weiter Infos zur Babyklappe und ein Bild von ihr. (UPDATE: Die amorphe Welt kennt die Babyklappe, weiß wo sie ganz genau ist und verlinkt dankenswerterweise auch auf Google-Maps.)

PS: Warum man die Baby Klappe in Trier Baby Fenster und nicht Babiklappe oder Bebiklappe oder Bebi-Klappe oder Babyklape oder Kinderklappe oder–wie kann man das denn noch falsch schreiben?–genannt hat, ist schon klar. Trotzdem erschwert es die Onlinesuche danach wo man sein Bebi in Trier abgeben kann. Jetzt aber.

Radwege: 13. Apostel

“Now Here This” by Stuart Moulthrop

There’s all kinds of political comments in Stuart Moulthrop’s Victory Garden (the whole text is stance against the Persian Gulf War of 1990/91 (at least)). The different forms of these are especially interesting. This is a poem therefrom:

Hear it comes again, riverRerun past towering erections of the five Cousins with but one middle initial among them. I’ve seen The Best Minds of My Generation but I should’ve waited for the sequel. Revenge, renege, regain, once more around the bases.

Doesn’t nobody on this bus know any new jokes—Of course not, O Fool, for this is America I here singing: New Boston, New Trier, New London, New Berlin, New Hiroshima, New Victorygarden, New Jeruseylem [sic]. All’re bored!

Life mag say Mars Is Our Next Home (gee ‘n’ I can’t afford the one I ain’t got now) we’re gonna take that red planet & paint the town blue & we shall build an urb upon that orb & its name shall be calléd [sic]: SeemYouLackerTM : Registered Treadmark [sic] of the New and Improved Babylon.

Or jes Slacktown to them as knows.
Get back.

[Stuart Moulthrop, Victory Garden (Watertown, MA: Eastgate, 1991), “Now Here This”.]

Porkka Playboys mit der “Bohemian Rhapsody” von Queen im Polo

Ich dachte ja schon, wir hätten mit unserer Zwischenmietsession im leeren Nachbarswohnzimmer akustisch etwas Ausgefallenes gemacht. Aber der Klang in einem auf einem Feldweg stehenden alten Polo mit offenen Fenster ist legendär…

[via]

Falsches Biewertal und Seilbahnstation Weißhaus

Fahrradwegprobleme

Trier und New York haben etwas gemein: die Blockierung von Fahrradwegen.

Allerdings überlege ich gerade, ob man das in Trier ausprobieren sollte. Wäre sicher tödlich. Wenn ich an die gern auf Radwegen aufgestellten Baustellen-, Baumarbeits- etc -schilder denke. Da ist man schnell einen Kopf kürzer. Übrigens für Radfahrer in Trier gerade ein besonders schönes Konstrukt in der Herzogenbuscher Straße an der Baustelle…

Cognitive, Corporeal and Territorial Space: Different Approaches to the Analysis of Space in Fiction and Film

Veranstaltungstipp für heute Abend.

[Plakat: J. Hochrein]

Forum der Regionalzeitung zum geplanten Grillverbot im Palastgarten

Leider am frühsten Morgen angesetzt. 😉 Und zu früh zu Ende. Sollte das nicht bis 14 Uhr gehen? Naja, anyway…

Ich hoffe, dass da wirklich diskutiert wurde. Wieso überhaupt hat man das nicht auf der Wiese im Pal gemacht? Im großen Picknicksitzkreis? Das wäre doch adäquat gewesen. Ich meine das sehr ernst. Vielleicht ja für die angeblichen Hauptakteure, die selbst von ihren Plänen nicht betroffen sind, und Trier ein bisschen zu unspießig…

[Und wenn man unbedingt eine Hüpfburg aufbauen muss, weil man sie nunmal hat, dann hätte man das ja nebenan trotzdem noch machen können.]