Skip to content

Monthly Archives: April 2011

Aus der losen Reihe “Food Photography zum Wegrennen”: Frikadellen, Buletten, Klopse, Fleischpflanzerl

Egal wie man die Dinger nennt, und egal wie lecker sie auch schmecken: Brät man sie zu behutsam, werden sie außen knusprig und innen saftig. Kurzum: Lecker. Alas! auch unansehnlich. Denn beispielweise siept ein bisschen Saft durch ihre Kruste. Also: Für das Foto unleckere, flache Bratklopse zubereiten! Wie das geht, kann man sich bei Mäckes um die Ecke ansehen.

[“Sechs Frikadellen in der Pfanne”, 2010-11-28]

Grünebergzaun

[“Grünebergzaun”, 2011-01-30]

Frohe Ostern / Happy Easter …

…egal ob Auferstehung, Fruchtbarkeitsfest, Hasenfest, Schokoladenvertilgungsausrede, langes Grillwochenende…

Staatliche Weinbaudomäne Trier, Avelsbacher Tal


[“Staatliche Weinbaudomäne Trier, Avelsbacher Tal”, 2011-01-23, click to enlarge.]

Aus der losen Reihe “Food Photography zum Wegrennen”: Schwarz und Weiß…

Schwarz-weiß reicht keinesfalls für dieses Festmahl. Nimmer.

[“English Breakfast (or something like it) in Black and White”, 2010-09-26]

Musik in Dr. House “Mit anderen Worten”

Was für eine geile Go-Cart-Szene! Folge 3 der 7. Staffel von House (“Mit anderen Worten”/”Unwritten”) mit “Telephone” der Psychedelic-Rocker Black Angels und “Silver Surfer, Ghost Rider Go!!!” vom erstaunlichen dänischen Electronica-Zauberer Anders Trentemøller. Das Album heißt übrigens Into The Great Wide Yonder.

McDiabetes: Viktor Hertz’ “Honest Logos”

You Tube / Cat Videos

Sehr geil, Victor Hertz’ Honest Logos. Dabei nicht nur die Wahrheit über YouTube, sondern auch über Camel, MTV, Facebook, Absolute Vodka, Carlsberg, McDonalds und andere.

[via KlonBlog via SoDoMedia]

Polytechnische Oberschule Rudolf-Schwarz im Schnee

Warum die Schule, als ich sie besuchte, nach dem NS-Widerstandskämpfer benannt war, obgleich der meines Wissens niemals in der Orlaquellperle Triptis gewesen war, ist mir bis heute schleierhaft. Vielleicht hatte die Ostthüringische Kleinstadt keine eigenen Antifaschisten aufzubieten? Wie auch das “Orlatalgymnasium” in der Nachbarstadt, hat man sich nach der Wende nach all den politischen Wirrungen des letzten Jahrhunderts dafür entschieden, der Schule einen politisch möglicht unverfänglichen Namen zu geben. Jetzt heißt das Ding “Am Morgenberg“–eigentlich ja ein Straßenname–und ist eine Regelschule (Thüringer Real-/Hauptschul-Kombipack). Dabei hätte die Stadt mindestens zwei wichtige historische Figuren zu bieten gehabt (einen Fotografen/Dokumentarfilmer und den Linguisten, von dem de Saussure seine Unterscheidung zwischen Langue und Parole hat). Aber sei es drum! Solange die frische Farbe einen schönen Kontrast zum Schnee vor der Braunsdorfer Straße abgibt, ist mir das Wurst. Klick!

Dass die “Scheiße” das Tabuthema Nummer 1 wäre, halte ich für eine blödsinnige Behauptung

Davon aber abgesehen, ist dieses ARTE-Video mit Florian Werner, der das Buch Dunkle Materie–Die Geschichte der Scheiße geschrieben hat, überaus nett.

Nachgereicht: Rocky Votolato True-Devotion-Europatourauftakt in Trier

Ganz vergessen, das qualitativ endhochwertigste Foto ever des Europatourauftakts von Rocky Votolato vom 17. November 2010 nachzureichen. Erstaunlicherweise fand das Konzert im Balkensaal (siehe Foto–man kann die Balken gut erkennen) im Trierer Ex-Haus statt. Ein sehr nettes Konzert. Wem Votolato nichts sagt, der kann mal unten klicken…

Mensaessen: Sehr natürlich geformtes vegetarisches Essen

[Trier, 2010-09-23]

An: Herrn Setz

Danke, Herr Setz, Sie verwitterter Greis, dass Sie mich so runter gezogen haben.

Herzliche Grüße

Monika

PS: Beim nächsten Bad mit knisterndem Schaum wird mir aber wieder einfallen, dass es auch wieder rauf geht. Runter und rauf. Immer wieder. … Maah!

Zauberhafte Nora Gomringer tritt in Trier auf

Bemerkenswert! nicht verpassen! Diesen Donnerstag. Mit der wundervollen Nora Gomringer. Beim Bayerischen Rundfunk gibt es ein interessantes Video ihres Gedichts “Ursprungsalphabet“.1

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Fränkin das Publikum mit und vielleicht sogar von den Stühlen reißen wird. Solche Kraft! Und dazu sogar für Anglisten/Amerikanisten geeignet… Also, kommt vorbei! Alle! Los! Donnerstag, 14. April 2011, 20.30 Uhr in der Tufa.

[Übrigens: Lahme Wissenschaftsvortragswettbewerbe, die möglicherweise am gleichen Abend stattfinden, können niemals als Entschuldigung gelten. ;-)]

1 Eigentlich wollte ich’s hier einbinden, aber die on3-Redaktion antwortet nicht auf meine Anfrage. 🙁

Ich bin der Schwachsinn. Gehorche mir!

Ich hoffe, man erkennt trotz dieser m. E. furchteinfloßenden Werbung, die glüchlicherweise von kritischen Zeitgenossen appropriiert wurde, die wunderschönen Häuser.

Da fällt mir ein, wie der Kundenberater im Media-Markt meinte, dass er den Leuten, die Preise erst im Netz nachschauen, immer erzähle, dass im Internet auch keiner arbeite–was gleichzeitig ein bisschen richtig und sehr sehr viel falsch und blödsinnig ist–und ich ihm entgegnete, dass das Internet dafür aber auch nicht mit Mario Barth werbe. Das ist mein Laden … not!

Dei Mamm in Kürenz

Eigentlich passend, nachdem ich mir gestern im Schlosspark anhören musste, was ein Altkürenzer Kind über die Vulva der Mutter eines anderen Altkürenzer Kindes zu wissen und zu verkünden müssen glaubte, nämlich, dass diese irgendwie artifiziell verfertigt worden sei. Etwa so: “Dei Mamm hat en künstliche Fotze.” Trotz dieser überraschenden Enthüllung, übrigens keine Nachfragen der anderen (die kurz darauf in schneller Folge und als Funktion der Farbe ihrer Schuhe oder Oberbekleidung ihre mutmaßliche sexuelle Orientierung wechselten)…

[via; Foto übrigens von Max Halberstadt]

Aus der losen Reihe “Food Photography zum Wegrennen”: Bananen-Schoko-Muffin

Alles gut bei dem Bild. Allein der Muffin kuck ein bisschen unförmig und traurig aus seiner Form. Aber: Innere Werte zählen bei meinen Bananen-Schoko-Muffins mehr. Sie gehen nie richtig auf. Dafür sind sie furchtbar lecker. Mjam.

[“Bananen-Schokolade-Muffin”, 2010-08-29]

Musik in Dr. House “Und nun?”

Herrlich! Folge 1 von Staffel 7 von House (“Und nun?”/”So What?”) mit dem wunderschönen Lied “Good Days” von Joe Purdy. Krass ist, dass, wie ich das schreibe, das Album Take My Blanket & Go nur als Importware vorliegt. Naja. Aber dafür gibt es ja MP3s:

Buchmesseimpressionen 2011: Helmut Krausser

Das muss man sich einmal vorstellen: Helmut Krausser, der große und wunderbare Helmut Krausser liest also am Buchmessendonnerstagabend im theater.FACT im Barthels Hof, dem großen und wunderbaren Barthels Hof also, der der letzte erhaltene barocke Durchgangshof Leipzigs ist. Alle anderen sind schlicht weg, also verbaut oder wurden in den letzten Jahrhunderten überdacht, sprich also zu den berühmten Leipziger Passagen gemacht. Im Barthels Hof ist das nicht so. Wenn es regnet wird man da nass. Also, wenn man im Hof steht. Im theater.FACT nicht. Es sei denn, es kommt eine Flut. Wenn z. B. der im Bau befindliche City-Tunnel-Leipzig plötzlich voll- und überliefe, dann sollte man nicht in diesem Kleintheater sein, denn es liegt im Keller. Ganz tief unten. Und dort unten liest also der große und wunderbare Helmut Krausser am Buchmessendonnerstagabend aus seinem im Februar bei Dumont erschienenen Roman Die letzten schönen Tage. 19 Uhr soll es losgehen. Ich also–schließlich kommt Krausser–meinen Döner beim ehemals besten Dönermann der Stadt, am Burgplatz, hintergeschlungen. Früher bekam man dort ohne Frage nach dem Verzehr der Speisen ein Glässchen Tee. Das scheint jetzt nicht mehr der Fall zu sein. Nicht nur die deutschen Sitten und Bräuche scheinen gefährdet. … Aber seis drum! Ich hätte ja so oder so keine Zeit gehabt darauf zu warten, dass ein Tee, der mir nicht schmeckt und den ich also fürchterlich überzuckern muss, um ihn überhaupt hinter zu bekommen, trinkkalt geworden ist, denn es ist schon viertel sieben, als ich zum Theater aufbreche. Dort angekommen. 1.) hält mir ein attraktiver junger Mann–ein anderer Gast (blaue Augen, 1,85 groß, mittelblonde kurze Haare, Drei-Tage-Bart, BMI um die 20, zwischen 29 und 37 Jahren)–die Türe auf (wie nett), 2.) spricht mich eine nette mittelalterliche Frau (BMI um die 25–also lustig) an. Sie sehe zwar so aus, als ob sie kassiere, aber sie stehe nur da, sei auch nur ein Gast, und für das Glas mit Kupfermünzen auf ihrem Stehtisch könne sie nichts. Es ist wohl freiwilliges Klogeld, denn der Eingang zur Toilette ist direkt daneben. 3.) Sagt man mir am Büchertisch, dass es keinen Eintritt koste. 4.) sind fast alle Plätze frei. … Moment! … Was? … Helmut Krausser veranstaltet seine einzige Leipziger Buchmessenlesung mitten in der Innenstadt, free of charge, hat im letzen halben Jahr zwei Bücher rausgehauen, und eine halbe Stunde vor der Lesung ist die Bude noch nicht einmal viertelvoll?

Ich treffe eine “junge Frau” (vielleicht knappe 40). Sie ist Krausser-Fan. Seit Jahren. Sie hat eine Freundin im Schlepptau, die sie überzeugen möchte. Wir fachsimpeln über vergangene Leipziger Krausser-Lesungen. Darüber, wie er früher ganz anders aussah, der Krausser. Mit Bikerhose damals bei der Lesung in der Galerie für zeitgenössische Kunst. Über die ausgelassene Lesung mit Georg M. Oswald damals im Designermöbelladen smow. Darüber, wie mal jemand Krausser nach einer Lesung die Frage zubrüllte, wo er denn Bea gelassen habe und dieser entgegnete, dass sie noch käme. Damals. Darüber, wie das mit Bea ja nicht so… Und überhaupt, dass er ja so viel getrunken habe um in einen Zustand der Produktivität zu gelangen… Alles aus den Tagebüchern. Ja, und jetzt muss er wohl eine neue haben, denn er hat einen Ring am Finger. Vielleicht trinkt er weniger und schreibt mehr? Als die Lesung beginnt, verschüttet Krausser erst einmal Wasser, wischt mit einer lindgrünen Serviette auf dem Tisch herum. Später wird er sie verwenden, um sich die Nase zu putzen. Aber er liest. Und ungefähr 20 Leute hören zu, bei der einzigen Krausser-Lesung der Leipziger Buchmesse, am Donnerstagabend im theater.FACT im Barthels Hof. Der junge Mann mit Drei-Tage-Bart sitzt allein auf einem Sofa und hört gebannt zu. Die junge Frau und ihre Freundin, die Klofrau, die die ganze Zeit lächelt, und auch ich hören, wie Krausser liest: Nicht desinteressiert, sondern nuanciert, sich in die drei unzuverlässigen Erzähler seines Romans gleichsam hineinversetzend–stimmlich und mental. Und das alles trotz Kraussers Erkältung und obwohl er angeblich nicht gern vorliest. Danach wird die junge Frau ihn loben, wie er sich gemacht habe. Wie er vor Jahren widerwillig und gelangweilt… Und jetzt! … Ach! Eine Freude! Viel besser, viel gekonnter, ist diese Lesung als alle anderen Lesungen, die ich dieses Jahr auf der Buchmesse erlebt habe. Krausser fordert dazu auf, ihm Fragen zu stellen. Dann signiert er artig, scherzt. Ich trinke mein Bier aus (unter drei Euro für einen halben Liter), sehe, dass der Drei-Tage-Bärtige noch auf seinem Sofa sitzen bleibt und breche auf, um im Angedenken an Patrick von Irland irgendwo an der Karli ein weiteres aber grün eingefärbtes Bier zu trinken.