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Monthly Archives: January 2011

Trierer Grünebergpanorama

Aufgenommen am 30. Januar 2011 von hier.

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Tja, wieder einmal soweit…

[via]

Musik im SR-Tatort “Heimatfront”

So wenig wie Afghanistan und das Saarland oder die beiden Kommissare Franz und Stefan zusammenzupassen scheinen, so sehr war auch gestern Abend der Titel “Closer” vom Album Only by the Night der Kings of Leon ein Fremdkörper im Saarbrücker Tatort “Heimatfront” von Uwe Wilhelm (Regie: Jochen Alexander Freydank). Ziemlich eigenartig das Ganze. Allerdings vor dem ersten Besuch bei der Psychotante eine schöne Einstellung… Und Ludwig Trepte, den ich zuletzt in der äußert sehenswerten Dokumentation Aghet – Ein Völkermord über den türkischen Genozid an den Armeniern gesehen hatte, gab trotz Amputation ein gutes Bild ab. Immerhin. …

Youtube & Co. und überkommene (?) Praktiken a.k.a. “verwandte Schutzrechte”: Wann gibts mal wieder echten Content?

Music in Danny Boyle’s 127 Hours

I know, I know. But, no! The music you are looking for is Sigur Rós’ “Festival” from their 2008 album Með suð í eyrum við spilum endalaust. Listen to the whole thing, and you will see (or, alternatively, jump to 4:40) …

However, there are a number of other remarkable songs on the soundtrack of the movie. Have a listen:

Of course, they’ve packed together all the tracks on a CD.

Technische Probleme auf dem Eis

Ach wie süß! Die achtjährige Elizabeth Hughes darf vor dem Spiel der Admirals in der großen Arena die US-amerikanische Nationalhymne singen, als plötzlich die Tonanlage ausfällt…

Franz Fühmann – Am Schneesee

Ganz liebe Animation des adaptierten Texts von Franz Fühmann. Wer nachlesen möchte, findet eine weitere Adaption bei Rüdiger Kupper am Schneesee. Der originale Text findet sich u. a. auf Seiten 136-37 im Hausbuch der Weihnachtszeit* oder auch im Pixi-Buch 874, das es wohl nur gebraucht gibt.

[via Kaiser Heinrich II]

*Man kann in der Buchvorschau übrigens bereits den gesamten Text lesen.

Beigebeauftragter dreht frei

In einer Umgebung, in der es an natürlichen Feinden mangelt, können sich Beigebeauftragte von Mensen und Cafeterien frei entfalten und neigen zuweil sogar zu überschwänglichen, leicht orange oder gar neon angehauchten Beige-Orgien. Am 2. Dezember letzten Jahres haben wir die Fährte eines freidrehenden Beigebeauftragten aufgenommen. Wir werden sie verfolgen, schauen, dass wir den Beigebeauftragten bei der Verrichtung seines beigen Geschäfts direkt vor die Kamera bekommen…

Hochwasserpanorama Trier mit original IFA-Fahrradklingel

[Klick, um große Version zu sehen!]

“Nee, hier heute wohl nicht mehr,” …

… antwortete er auf die Frage der älteren Dame, ob noch ein Bus fahre.

Ach, und in der Jugendherberge wird gerade gestrichen. Hoffentlich nicht umsonst.

FAS-Nachlese: Eckart Lohses “Gender ist längst Mainstream – selbst in der Union”

Zumindest den Kreislauf kann der Mantel der FAS antreiben. Ob das gut oder schlecht ist, sagt die auf Seite 14 interviewte Diätberaterin leider nicht. Die beschränkt sich auf Diäten an sich und auf die Fressereien zwischen Advent und Neujahr.

Eckart “elo” Lohse (ist das etwa der von der Guttenberg-Biographie?) ist so einer. Sein Text (S. 4 in der FAS vom 2. Januar 2011) ist fürchterlich. Warum?

1.) Im Untertitel schreibt er “In der Bundeszentrale für politische Bildung vertritt der Präsident kühne Thesen über Mann und Frau. Kaum jemand regt sich auf.” Ich frage mich: Warum sollte man erwähnen, dass jemand nichts bestimmtes tut (sich aufregt)? Natürlich weil man sich selbst aufregt und das für selbstverständlich oder die zu wünschende Norm hält. Schlecht ist die Überschrift aber nicht unbedingt hinsichtlich der Wertung oder des sehr speziellen persönlichen Bezugs sondern vor allem, weil sie kühne Thesen verspricht, die der Text dann nicht halten kann. Sooooo mau!

2.) Aber welche Thesen hält Eckart Lohse denn für kühn? Es scheint das zu sein, was der nicht-rechtskonservative für gesunden Menschenverstand hält. Lohse schildert einen Vortrag von Thomas Krüger:

… je näher Krüger, ein in der DDR aufgewachsener Sozialdemokrat, der Gegenwart kommt, desto dünner wird das Eis. Erst sagt er, dass in der DDR die Geschlechterunterschiede mit dem “sozialistischen Gleichheitspostulat quasi als überwunden” gegolten hätten. [Schön hier der Konjunktiv II.] Die “beinahe Vollbeschäftigung” von Frauen und die flächendeckende staatliche Kinderbetreuung hätten die in Westdeutschland geführten Debatten über arbeitende Mütter und Selbstverwirklichung im Beruf “obsolet erscheinen” lassen. Kommentarlos erwähnt er, dass die Abtreibung bis zum dritten Schwangerschaftsmonat straffrei gewesen sei, und jubelt schließlich, dass durch die “Posteriorität der Ernährer-Ehe” viele Frauen ihre Männer kurzerhand vor die Tür gesetzt hätten. Wer sich immer noch fragt, ob Krüger die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau im Osten oder im Westen besser fand, bekommt als kleine Interpretationshilfe den Satz nachgereicht: “Der Westen hingegen leistete sich Hausfrauen.”

Bemerkenswert Lohses erster Verweis auf die DDR. Noch bevor er über den Inhalt des von Krüger gehaltenen Vortrags etwas sagt, muss erst einmal klar gemacht werden, dass der hier zu verreißende Sozialdemokrat, also vielleicht so etwas wie der Feind, und noch dazu Dunkeldeutscher sei. Der Rest ist selbstredende politische Haltung, und insofern schlecht, weil nur Rechtskonservative es verstehen. Was an einem Gleichheitspostulat schlimm wäre, erklärt Lohse nicht. Selbst im Grundgesetz (Art. 3, Abs. 2) ist als Ziel vorgesehen, was das Postulat als gegeben ansieht. Lohses Kritik kann also wohl nur in der Idee der tatsächlichen natürlichen Gleichheit von Mann und Frau begründet liegen. Nachdem er auch die Abtreibungsgegner auf seine Seite zu ziehen versucht, macht er noch einmal klar, was sein Problem ist: durch die fehlende Abhängigkeit der Frau als Ehemann vor die Türe gesetzt zu werden–oder kann man das anders verstehen? Wie dem auch sei ist Lohses Text hier besonders misslungen, weil er mit der DDR-Keule schwingt und seine Argumentation nicht erklärt (da scheint keine zu sein).

3.) Äußerst ärgerlich ist die platte Art, mit der Eckart Lohses Text versucht, Thomas Krügers ganz selbstverständliche und zeitgemäße Aussagen in den Augen der Dummen lächerlich zu machen. Gegen blöde Heteronormativität hält Krüger das Argument, dass sich auch heterosexuelle Menschen nicht nur in einer von zwei möglichen Gender-Kategorien sehen. Das überfordert den Text. “‘Bisexuelle, …, Transgender, … Intersexuelle, …’. Da es eine Fachtagung ist, müssen Fachbegriffe her.” Klar, diese verrückten Intellektuellen/Gendertypen mit ihrer irren Sprache! Oder anders unsachlich (zur Reaktion der Bundesregierung): “Überhaupt könnte man das Ganze als Posse abtun, …” Man muss das also nicht ernst nehmen. Überhaupt hat ja der Krüger auch schon einmal Nacktbilder von sich machen lassen. “Eine graue Erscheinung ist er jedenfalls nicht.” Das ist eine ähnliche Masche, wie seinerzeit bei den schwulen Bürgermeistern der großen Städte. Man deklariert sie einfach zur Partymaus und damit als potentiell ungeeignet oder nicht ernst zu nehmen.

4.) Einen ganz abgefuckten rhetorischen Trick erlaubt sich der Text mit der Verwirrung um die Bezeichnung ‘Gender’. Erst wird ‘Gender’ einfach mit ‘Geschlecht’ übersetzt, um alsdann eine kühne These in der Idee zu erblicken, “dass das menschliche Geschlecht nur ein Produkt autoritärer Erziehung und die Norm des heterosexuellen Zusammenlebens von Mann und Frau Ausdruck eines perfiden Repressionssystems sei”. Das würde niemand, der nicht gänzlich unbeleckt von den Gender Studies ist, einfach so behaupten.

Wie gesagt: Den Kreislauf treibt die Lektüre des kleinen konservativen Blättchens schon an. Wenn sie auch den Geist antriebe, wäre es wohl wieder Qualitätsjournalismus. Von dem ist Lohses Text–alas!–weit entfernt.

…nach Absprache

Im virtuellen Leben kann man “nach Absprache” ja irgendwie als inkonsequent und potentiell gefährlich herausfiltern. Im echten ist das schwierig, und so wird man eben nichts ahnend und vollkommen hilflos mit solch sexualisierender Waschanlagenwerbung konfrontiert. Waschanlagenwerbung! Skandalös!

Ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr allerseits!