Freiheit, Leipziger: Werbe-Video

Das Wasser-Motiv ist eine gute Idee. Einige der Bilder sicher nur gut fĂŒr denjenigen verstĂ€ndlich, der die Orte kennt. Teilweise auch mit LĂ€ngen in denen auch die Musik monoton wirkt. Aber trotzdem: Eine schönes Werbe-Video ĂŒber eine schöne Stadt.

(Könnte fast eine gĂŒltige Zusammenfassung der Leipzig-Experience sein, fehlten nicht wichtige Elemente. Subkulturen, z. B.? Fuppes? Nazi-AufmĂ€rsche? Letzteres meine ich nur halb ironisch. Sicher kann man in einer langen Einstellung die SĂ€ulen der Nikolaikirche zeigen. Trotzdem bleibt das eine Phrase. // Überhaupt auch alles so menschenleer… Lief wĂ€hrend der Aufnahmen ein wichtiges Fußballspiel? Will man werben: “Alle ziehen weg, zieh du hin!”?)

PS: Wer ist denn die junge Frau, die in der Albertina gerade die Treppe herunter kommt? Kenne ich die?

[via]

Wir sind Helden // … und unserer Plattenfirma sollte entweder Pleite gehen oder sich ĂŒberlegen, wie Marketing 2010 eigentlich funktionieren sollte

Denkt ihr, dass sich ein Konzertbesuch bei den Helden lohnt?

Wollte gerade bei Laut in die Titel hineinhören und bekam nur ein “This video contains music from Sony Music Entertainment. // It is not available in your country.” angezeigt. (Eigentlich falsch: drei Mal hintereinander! Deswegen nervt es mich ĂŒberhaupt. Dass mal ein Youtube-Video “in my country” nicht verfĂŒgbar ist, damit habe ich mich lĂ€ngst abgefunden) … Tja, dann eben nicht. Konzert fĂ€llt also aus (denn ich kaufe doch nicht die Helden im Sack). Vielleicht kaufe ich mir das Album bei meinem nĂ€chsten Russland-Aufenthalt fĂŒr 1,92€. Da freut sich Sony Music Entertainment sicher drĂŒber.

Britische Fliegerbombe in Trier: Impressionen zur EntschÀrfung

Bombenfundort in der GĂŒterstraße. Technisches Hilfswerk, eine Schar Journalisten, Polizei und Offizielle sind vor Ort. Die Bahn scheint einen besprĂŒhten Regionalzug hindrappiert zu haben. [Ein paar der Bilder liegen in hoher Auflösung vor. Bitte anklicken!]

Alle beobachten ein Loch in der Erde. Das Loch sieht an sich harmlos aus. Einer aus einer Gruppe Jugendlicher glaubt, die Britische Fliegerbombe gespottet zu haben und erklÀrt seiner Posse.

StraßenzĂŒge in Gartenfeld und KĂŒrenz sind menschenleer. Feuerwehrleute mit Lampen an der Stirn gehen die HĂ€user ab, kucken, klingeln und klopfen. Ein paar Versehrte werden in Krankenwagen geladen und an sichere Orte abtransportiert.

Einer dieser Orte: Die Grundschule in KĂŒrenz. TatsĂ€chlich sind dort ein paar Leute aufgetaucht und werden versorgt. Es sieht nicht nach einem Nachbarschaftsfest aus. Eigentlich hĂ€tte Trier Nord die Evakuierten einladen können. Das wĂ€re doch mal was gewesen!

ERGÄNZUNG: Wer sie noch nicht erkannt hat, hier ist das inzwischen entschĂ€rfte Biest:

Trierer Ausgeh-BINGO als T-Shirt

Okay, okay, aber ich ĂŒbernehme keine Garantie, dass ihr die Felder schnell voll bekommt ohne dabei furchtbar viel Spaß zu haben. 😉

Hier gibt es ein Shirt, mit dem man gut durch die ersten Semesterwochen kommen könnte:

Der Aufruck:

Ist natĂŒrlich das von mir vorgeschlagene Trierer Ausgeh-Bingo.

SchrĂ€g nach unten, in blau die großen Parties der Stadt (mit einer hochkulturellen Ausnahme), ansonsten Orte: Luxemburg in GrĂŒn, Tanzflure in Orange, CafĂ©s in Mauve, …

So, dann mal als erster eine 5er-Reihe (waagerecht, senkrecht, diagonal) ankreuzen und stolz wie Oskar in der EinfĂŒhrungs-Vorlesung sitzen! Einen guten Semesterstart dann also. Und Prosit Trier! 😛

Banksy zeichnet kritische und wahnsinnig geile Simpson-Eröffnungssequenz

Einer der wichtigsten Britischen GegenwartskĂŒnstler ist zweifellos Banksy. Dieser hat nun ein eine erweiterte Eröffnungssequenz fĂŒr die US-amerikanische Animationsserie The Simpsons gestaltet (siehe UNBEDINGT!!!1!!! unten). BBC News weiß von Banksy, dass “his storyboard led to delays, disputes over broadcast standards and a threatened walk out by the animation department”. Der Simpsons-Produzent Al Jean habe gemeint, “This is what you get when you outsource”. Auf jeden Fall aber sehr sehenswerte einhundertvier Sekunden:

PS: Ach so, das Ganze ist natĂŒrlich nicht die erste Auseinandersetzung des KĂŒnstlers mit den Simpsons. “I must not copy what I see on the Simpsons. I must not copy what I see on the Simpsons. I must not copy what I see on the Simpsons. I must not copy what I see on the Simpsons. I must not copy what I see on the Simpsons. I must not copy what I see on the Simpsons. I must not copy what I see on the Simpsons. I must not copy what I see on the Simpsons. I must not copy what I see on the Simpsons. I must not copy what I see on the Simpsons. I must not copy what I see on the Simpsons. I must not copy what I see on the Simpsons. I must not copy what I see on the Simpsons. …

[Graffiti depicting graffiti removal by Banksy. May 2008, Leake Street, London, painted over by August 2008. (details).]

Trierer Ausgeh-Bingo

Als kleinen Service fĂŒr Neustudenten und andere frisch Zugereiste prĂ€sentiert das Gelblog einen Vorschlag fĂŒr ein Trierer Ausgeh-Bingo. Wer fĂŒnf KĂ€stchen senkrecht, waagerecht oder diagonal als besucht ankreuzen kann, rufe bitte laut “BINGO!”. Zu gewinnen gibt es nichts. Nein, es kostet sogar Zeit und Geld. Aber: Es kann sich lohnen. Und wie schön wird es sein, mit Kommilitonen in den EinfĂŒhrungsvorlesungen die Zettel jeden Montag miteinander zu vergleichen! “Waaas! Du warst nachts um 4 Uhr bei Werner und wurdest nicht angezickt?” “Wie? Du warst im Treff und bist allein nach Hause gegangen?” Oder gar: “Du warst in Nikos CafĂ© und hast keine Schokotorte gegessen?” Aber da fĂ€llt mir auf: Ja. Es fehlen Orte. Viele aus Platz- und Fairness-GrĂŒnden (wegen der Vielfalt): besagter Treff oder auch das SchwaSi. Manche aus Abneigung: Von A wie 1 bis zu Z wie Zurlauben. Asche auf mein Haupt. 🙂

[PDF zum Ausdrucken bei Klick auf Grafik.]

Carl BarĂąt – Run with the Boys

Ich kann gar nicht so recht sagen warum, aber das Video zu Carl BarĂąts “Run with the Boys” gefĂ€llt mir. Vielleicht weil es mit der Fiktion arbeitet, dass sich im Leben nicht viel Ă€ndere, dass Freundschaften zuverlĂ€ssig hielten, dass jedermann gesund und ĂŒberhaupt alles beim Alten bliebe. NatĂŒrlich wĂ€re das auch traurig, weil Entwicklung wichtig ist. Aber: Im geschlossenen Bereich um regelmĂ€ĂŸige Outings with the boys … warum nicht? Anyway, vielleicht liegt es auch an den schnellen Schnitten zwischen hĂ€uslichem Frieden und dionysischem nĂ€chtlichen Treiben. Oder–und das wĂ€re noch viel besser–es liegt an der Musik, dem fĂŒnften Lied auf dem Solo-DebĂŒt-Album des Frontmanns der Libertines, Carl BarĂąt. Das Album ist seit Montag draußen. Hier kann man in alle Tracks hineinhören. Die BBC schreibt, es sei ein “handwerklich sauber gearbeitetes Solo-DebĂŒt, dass sich aber–so sehr es auch versucht–nicht von der Vergangenheit seines Machers befreien kann”.

MarketingmĂ€ĂŸig nicht schlecht, dass das Album gleichzeitig mit BarĂąts Libertines-Biographie Threepenny Memoir: The Lives of a Libertine erscheint.

[via Popnutten]

Es ist katastrophal!

Und wenn, man den Überblick darĂŒber nicht verlieren möchte, wie die Welt gerade auseinander bricht, sich die Apokalypse nĂ€hert oder es einfach nur mit der Menschheit den Bach herunter geht, der findet alle notwendigen Informationen beim Havaria Information Service der ungarischen National Association of Radio-Distress Signalling and Infocommunications (RDSI). Mit dabei: ein wunderbarer Google-Maps-Mashup mit klickbaren Katastrophen-Icons, Listen aktueller, kurz- und langfristiger Ereignisse. Auch AutounfĂ€lle im UK, Tsunamies, der Zustand der Supervulkane und die zu erwartenden AsteroideneinschlĂ€ge werden in wertvollen, informativen Tabellen verzeichnet. Definitiv mein Tipp fĂŒrs Wochenende: Katastrophentourismus mit dem Mauszeiger auf der Landkarte.

PS: Ich finde ja die nicht weiter kommentierten Epidemie-RisikofĂ€lle am beeindruckendsten. Was wird es wohl sein? SARS, die Vogelgrippe, hĂ€morrhagische Fieber, Super-Resistenzen oder noch nie gesehene Keime aus Biowaffen-, oder Pharmalaboren, aus dem langsam auftauenden Permafrostboden, aus Asteroiden oder dem großartigen Darwinschen Variationskosmos?