Weil wir gerade schon bei der sonntäglichen Zeitungsschau sind: Die Maria Riesch ist mit ihrem vermeintlichen Two-Fingered Salute auch in der FAS zu finden…

[Ausschnitt, Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 28. März 2010, 13]
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Weil wir gerade schon bei der sonntäglichen Zeitungsschau sind: Die Maria Riesch ist mit ihrem vermeintlichen Two-Fingered Salute auch in der FAS zu finden…

[Ausschnitt, Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 28. März 2010, 13]
In seinem Text “Höchst zerbrechliches Kulturgut” schreibt Jörg Thomann heute in der FAS über Neuentwicklungen bei Biergläsern in Großbritannien. Komische Textsorte, denn den letzten Satz “Jetzt müssen sie [die Briten] nur noch lernen, ordentliches Bier zu brauen”, kann ich schlecht zuordnen. Glosse oder Chauvinismus?

[Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 28 Februar 2010, 55]
Gestern Nuran David Calis‘ Frühlings Erwachen bei Arte gesehen. Uiuiuiuiuiui! Ganz anders als die Inszenierung von André Rössler in Mainz. Calis konnte sich offensichtlich nicht entscheiden, für oder wider Wedekinds Text. Was auf dem Theater prima funzt, klappt im Film überhaupt nicht. Er ist nicht stimmig. Die Handlung, Figuren und Setting sind unglaubwürdig–dabei scheint es doch das Anliegen der Neufassungen zu sein: Wahrheitsnähe schaffen. Der Kontrast zwischen dem, was die Figuren sagen und tun zu Wedekinds Text, der immer einmal wieder durchscheint, sagt dem Zuschauer andauernd: “Schau, das ist Fiktion! Schau, wie modern diese Fiktion wirkt!” Einige Szenen (die Masturbationsszene, die keine ist (da kalauert der Film selbstgefällig mit dem Urtext); der Selbstmord) sind richtig stark. Das gelingt dann, wenn sich der Film kurz von seiner selbst auferlegten Aufgabe löst. Alles in allem, ist das wohl ein Deutschlehrerfilm: “Ich schaue mit meiner Klasse diesen Film, weil der viel näher an der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen ist…” *stöhn* *gähn* “Außerdem mögen die Schülerinnen doch den Ochsenknecht so.” (Welch epische Fehlbesetzung!) Bevor sich ein Jugendlicher wegen all dem Stress des Erwachsenwerdens das Leben nimmt, sollte er lieber Calis’ Film sehen. Aber erst dann und sonst nicht!
Sehr sehr geil und hoffentlich auch viral erfolgreich, die HardChorus-Kampagne von Puma.
Filmed in The Beehive Pub, Tottenham // Truly Madly Deeply – sung by a group of Football fans, made up of genuine Tottenham Fans and Singers that are Football Fans, to their other halves for 14th February 2010 (Valentines Day falls on a Match Day) Love = Football.
[via]
…und Twitter kocht über.
Manche drücken ihre Anteilnahme aus:
@j4k3: Meine Anteilnahme gehört den hinterbliebenen Blogs und Angehörigen der in den Ruin prozessierten.
Andere sind dem Verstorbenen noch immer böse…
@zynaesthesie: Was #Gravenreuth angeht, hat @dieternuhr Recht: so einer zeigt noch mit dem Suizid, dass er eine Drecksau war
… oder reagieren sarkastisch auf die Todesmeldung:
@sa7yr: Uiuiui, #Gravenreuth hat sich final selbst abgemahnt …
@kjow: oh und diese beiden tags müssen natürlich auch noch gepaart werden: #gravenreuth #attentionwhore
@joesstar: Schonmal jemand daran gedacht das das nur eine Finte ist und er uns jetzt alle Abmahnt, da wir über Ihn twittern?
Natürlich folgt darauf die Frage nach der Pietas:
@katjaberlin: bei so etwas zeigt twitter immer so schnell sein hässliches gesicht, dass man auf der stelle aufhören möchte.
@ReintjesT: Menschliche Abgründe tun sich auf beim Klick auf #gravenreuth
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@SpezNas: De mortius nihil nisi bene – über die Toten rede nur wohlwollend. Latein-Spezial zum Tode von “Tanja” #GvG #Tanja #Günni
Doch es gibt auch menschliche Worte. Einige sorgen sich um die Hinterbliebenen:
@eclipser: Die Frage, die sich mir in Sachen #Gravenreuth stellt, ist die: Was macht #Tanja #Nolte-#Berndel?
@FrogmasterL: Tanja Nolte-Berndel ist wieder zu haben: #Gravenreuth ist verstorben
Und manche loben Gravenreuth sogar:
@dori_doreau: vorbildliches verhalten eines abmahnwahnanwaltes…
@zynaesthesie: +++ Eil +++ #Gravenreuth Sonderpreis für längsten Zeitlupen-Amok +++ #Bosbach: Killerspielverbot für Anwälte +++
Andere trennen den Hype um den Tod eines Menschen vom Tod des Menschen.
@sixtus: Jobs, die man heute eher nicht machen möchte: Community-Management im Heise-Forum.
@dl1ely: Ich setze 10 EUR auf das heutige Top-Trending-Topic in der deutschen Netzgemeinde…
Das scheint auch vernünftig. Gravenreuth war sicher eine der schillerndsten Person der deutschen Computerszenengeschichte. Sein Name war nicht gut besetzt. Insofern kann man von den Massen keine milden Worte erwarten, was aber nicht heißt, dass der Einzellne nicht einsehe, dass der Tod eines Menschen traurig ist und dass der Selbstmord eines Menschen ein schlechtes Licht auch auf die ihn umgebende Gesellschaft–uns alle–wirft.
Nach dem erfolgreichen Auftakt mit Finn Ole Heinrich im Januar, diesen Donnerstag (25. Februar) dann also Ken Yamamoto (junger, attraktiver Autor), Dorian Steinhoff (junger, attraktiver Poet und Literaturvermittler) und Lutz Schowalter (junger, attraktiver Literaturwissenschaftler) in der Tufa. Wieder ein unterhaltsamer, erstaunlicher, bezaubernder Abend, an dem man sogar etwas gewinnen kann… (Woohooo!) Weitere Info z. B. bei 100.000. Kommt alle! Alle, kommt!


Gestern, wie angekündigt, im Cubiculum. Mit dabei (in order of appearance): Sebastian, Alex, $self, fide pus, Britta, Peter, Juice, Henning, Helen und Markus.
Mich hat es gefreut. Besonders bei ein/zwei Menschen, die ich sehr gern mal off-line sehen wollte… Übrigens auch eine Steigerung zum letzten Twitter-Grillen. Überlegt wurde, bald anzugrillen. Ich bin gespannt…
Man muss was sagen an einem Tag, an dem Leute wie Walter Mixa – den ich, wie Joseph Ratzinger, für einen großen geistigen Brandstifter halte – die “Wahrheit” m. E. ganz bewusst verdrehen. Ich sage es mit dem grandiosen Stephen Fry, denn besser als er kann man das wohl nicht ausdrücken. Unbedingte Videoempfehlung.

Demnächst das Trierer Winter-Twitter-Biertrinken 2010. Twitterst du in Trier und magst dabei sei? Mitdoodlen! Planungs- Hash-Tag: #trierbier.
[Image sources: Porta: Stefan Kühn, CC-Lizenz, Twitter: Mirkku, Lizenz]
Hatte noch gar nicht meine Impressionen von der Audimax-Besetzung aus Landau gepostet. (Das fiel mir ein, als ich heute in der Regionalzeitung von der Uni Trier las.) In der Erinnerung gab es dort mehr Aushänge mit der Aufforderung zur Sauberkeit und Hinweisen zur Müllbeseitigung im besetzen Hörsaal als bildungspolitische Forderungen. Echt weird. Ich zitiere aus dem Gedächtnis (aus Trier): “Was ist das denn überhaupt für ein handzahmer Protest?” So einer eben.
PS: Cool eigentlich, wenn man sich Handtücher, oder meterweise Schals und Jacken sparen kann. Ein Zettel tut es auch und sieht so viel ordentlicher aus.