Bekanntlicherweise mache ich ja wohl bald hier den Abflug–ohne, dass ich je eines dieser schönen Südvorstadt-T-Shirts aus meinem Spreadshirt-Shop verkauft hätte. Da ich dieses Hemd dann nicht mehr durch Connewitz, das Zentrum-Süd, Schleußig oder Plagwitz tragen werde, muss also endlich ein Nachfolger ran. Also, kauft euch dieses T-Shirt! Exakt neun Cent gehen dabei an mich. Mit dem Rest des Geldes stützt ihr ein kleines äußerst sympathisches und auch besonders soziales Leipziger Unternehmen. Na?
Der besondere Dreh des Hemdes ist, dass die Postleitzahl der Südvorstadt in Spiegelschrift drauf steht und niemand fähig sein wird, zu entschlüsseln, was das denn nun heißen soll. Vielleicht so etwas wie “arsho” oder so? Letztlich geht das Shirt also an seinem Zweck (gewissermaßen ein Südvorstadt-Pride-Shirt) vorbei. Allerdings: Man hat mit dem Hemd immer einen Vorwand, interessante Menschen aufs Klo (wo der Spiegel hängt) zu locken. (Warum auch immer das ein Vorteil sein soll…)
Also, trotz der absoluten Hermetik der Nachricht, trotz des Arscho-Faktors und des Preises von Spreadshirt-Textilien: Kauft, Leute kauft!
Wer in Leipzig eine Küche sucht, könnte bei mir an der richtigen Stelle sein. Wenn du also jemanden kennst, der auf ein bisschen DDR-Charme steht oder sich komplett küchenmäßig einrichten möchte (erste Bude oder so), gib ihm Bescheid! Wäre ja echt schade, wenn das gute Stück in die ewigen Jagdgründe etc…
…lag Schnee ohne Ende. Fast wären wir auf dem Weg von der Haltestelle zur recht persönlichen Führung noch verunfallt. Aber zum Glück haben wir es noch heil bis in den “mystischen Abgrund” geschafft. Erstaunlicherweise sind die Schatten um die Spielstätte nicht düster oder grau sondern hellblau. Nicht schlecht.
Zur Feier des Tages ein kleines Liedchen von Mama Cass.
Wegen dieses sehr putzigen Channel-Four-Films komme ich auf sie (der deutsche Trailer ist ziemlich gut, aber ein bisschen eigen, weil man erst nicht weiß, wer da erzählt).
Mathias Wöbking hat für die Lokalzeitung einen größeren Artikel über die Bloggerszene in Leipzig geschrieben (vgl. LVZ 14./15. Feb. 2009: 30). Hat er gut gemacht. Vor allem, weil er als Mann eines “alten” Mediums die neuen nicht unreflektiert schlecht macht, was ja leider häufig ein Reflex ist–auch von der Seite der Blogger in die andere Richtung übrigens. Anyway, gute Idee, das Ganze mit Illufabrik-Design aufzulockern.
… ist diese Jahr am Samstag. Ich finde diese Disharmonie von Namen und Tag jedes Jahr erneut verwirrend. Aber ich muss damit ja nicht klar kommen. Der Tag an dem überall die Rosen doppelt so viel kosten wie sonst ist für mich eine Ausgeburt konsumeristischer Nulpen. Ignoriert man also den Tag, passiert auch nichts. Okay, man wundert sich vielleicht, wer so alles durch den Park schlendert–wenn das Wetter halbwegs tauglich ist. Man wundert sich auch, dass man keine Kinokarte für den momentanen Schmachtfetzen (Was ist das? The Curious Case of Ben B.?) bekommt. Ja, und man wundert sich vielleicht auch, was die vielen schlecht angezogenen, breiten Dialekt sprechenden Umländler auf der ehemaligen Hauptmeile der Rüpelradfahrer (a.k.a. Grimmaische) machen, wo sie hin wollen und warum? Wie dem auch sei, hat der Wallendienstag am Samstag auch Vorteile. Nur ein Beispiel: Amazon.com verschenkt einen auditiven Schmachtfetzen: “Let’s Get It On” von Marvin Gaye. Runterladen (nur am 13. und 14.2.)! Eigentlich für Verliebte als (Achtung: Platter Euphemismus!) Kuschellied. Können aber auch alle anderen hören.
Im Deutschen wird der mega-schnelle Esser auch gern Sternmull genannt, was ihn aber scheinbar sehr in die Verwandtschaft des beliebten Nacktmulls setzt. Da passt die Bezeichnung Stennasenmaulwurf schon besser. Man könnte ihn auch den elektrischen Maulwurf nennen, da er mit seiner Nase–so vermuten Forscher–sogar elektrische Felder wahrnehmen kann. Do Star-Nosed Moles Dream of Electric Earthworms?