…würde ich diese drei gern sehen.
Keith (2008; Todd Kessler) – Film von dem sicher jeder denkt, dass den alle gut finden, weil der Protagonist von einem US-amerikanischen Teenstar gegeben wird, was aber nicht stimmt. Dieser Film ist ein ganz wunderschöner Film, den man hoffentlich irgendwann einmal als OmU in deutschen Programmkinos wird bewundern können. Vielleicht ginge auch synchronisiert, aber da braucht man einen ganz ganz ganz ganz ganz guten Synchronsprecher/Schauspieler für Keith.
The Visitor (2008; Tom McCarthy) – Ein kleiner Film um die Hamletfrage in einer globalisierten Welt. Höchst sympathisch. Trommelnd. Gut gemacht. Allerdings mit spezifisch amerikanischem Zuschnitt. Im Abspann ein Link auf dieses Social-Action-Network.
Cloverfield (2008; Matt Reeves) – Klar: Alles schon einmal gehabt. Die kaputte Statue of Liberty, riesenhafte Monster an Hochhäusern, Bomber über Manhattan, Handkamera mit Verisimilitude-Effekt, eklige kleine Monster in U-Bahn-Tunneln, infizierende Bisse, und und und. Aber: Alles in einem Film und dann auch nicht so großkotzig verkauft. Das hat was und ist für SciFi/Horror/Action-Freunde sicher eine Empfehlung.
Ich schätze auch diese wären eine gute Option:
- Wanted (2008; Timur Bekmambetov) – Ein für Menschen mit Minderwertigkeitskomplex und Allmachtsphantasien Film zum Träumen. Daneben auch sehr gute SFX.
- American Beauty (1999; Sam Mendes).
- The Dark Knight (2008; Christopher Nolan) – Böse böse wunde Mundwinkel. Da hat ganz klar nicht nur der Labello versagt.
- I Am Legend (2007; Francis Lawrence).
- Harry Potter and the Order of the Phoenix (2007; David Yates)
- Queer As Folk (1999; Sarah Harding und Charles McDougall) – Irgendwie viel authentischer als der viel erfolgreichere amerikanische Aufguss. Auch wenn man die Canal Street nicht kennt.
- The Illusionist (2006; Neil Burger) – Alles Illusion. Alles.
- 4 luni, 3 s?pt?mâni ?i 2 zile (2007; Cristian Mungiu) – Ein Raum voller (Un-)Möglichkeiten aus dem gar nicht so goldenen Zeitalter.
- Happy-Go-Lucky (2008; Mike Leigh) – En Ra Ha!
Diese wären allerdings nur befriedigend.
- Taken (2008) – Ein blutrünstiger und wertkonservativer Action-Knaller mit einem tollen Schauspieler.
- Spider Man 3 (2007; Sam Raimi).
- Hancock (2008; Peter Berg) – Dieser Film ist wie schulpraktische Übungen: Viel zu viel gewollt in viel zu kurzer Zeit.
- 300 (2007; Zack Snyder) – Sixpacks in Blood would have been another good title. Extremely dull but good images.
- Cowboy Forever (2006; Jean Baptiste Erreca) – Aufklärungsfilm Brasilian Style.
- Rambo (2008; Sylvester Stallone) – Der beste Koch der Welt ist alt geworden. Aber bevor es ihn und seine viel zu große Jeans zurück nach Hause zieht, muss er einem Päderasten noch schnell die Eingeweide aus dem Wanst schlitzen. Gewölle ohne Ende. Gerade deswegen unverkrampft und trotzdem billig.
- Hitchhiker’s Guide to the Galaxy (2005; Garth Jennings) – Britischen Humor muss man ebenso kennen wie die Romane von Douglas Adams. Und selbst dann, ist der Film manchmal sehr sehr … speziell.
- The Incredible Hulk (2008; Louis Leterrier) – Noch so ein Film, in dem Nuestra America als Spielplatz der Cowboys aus dem Norden herhalten muss. Zumindest bis zur Hälfte. Dann wird in New York Kleinholz gemacht. Allerdings steht die Statue of Liberty am Ende noch. Klar, die braucht man ja als Symbol. Aber wofür, ist nicht klar. Politisch ein jämmerliches Machwerk–wie die meisten Comic-Verfilmungen. Selbst die CGI hatte wohl Probleme grüne Haut realistisch zu rendern.
- The Bourne Ultimatum (2007; Paul Greengrass) – Matt Damon.
Gerade noch so, denke ich, sollte auch dieser eine Chance bekommen
- Iron Man (2008; Jon Favreau) – Die fliegende Ritterrüstung. Naja, Comic-Verfilmung eben.
Bei diese würde ich wahrscheinlich sofort ausschalten.
- Mirrors (2008; Alexandre Aja) – Ein mieses Horror-Psycho-Machwerk mit Wegschaltfaktor.
- You Don’t Mess With the Zohan (2008; Dennis Dugan) – Fürchterliche Komödie um Israel, die USA, Wünsche, Träume und viel zu langes Schamhaar. Achtung: Sex mit SEHR alten Frauen wird “gezeigt”.
- Tropic Thunder (2008; Ben Stiller) – Ein mild-vulgäres Mit-Hollywood-Abrechnungs-Machwert, das doppelt sein Ziel erreicht, weil der Film selbst zur gleichen Scheiße gehört, die er kritisiert.
- X-Files: I Want to Believe (2008; Chris Carter) – Die Russen warns.
Aber so viel Zeit hat man ja nie…


3 Kommentare
Soll ich mal meinen Senf … ?
The Visitor – ist leider mega-gestelzt-amerikanisch, hat mich null angesprochen.
Cloverfield – Die Chance den im Kino zu sehen ist vorbei, und ähnlich wie Jacksons King Kong macht der nur dort Sinn, selbst ein Beamer wird das einfach nicht rüberbringen können, der Film ist zu groß für ein kleines Bild.
Wanted – insgesamt 15-20 Minuten (sehr sehr geile) Actionszenen, der Rest war utter Bullshit. Das Comic ist übrigens schon nicht sehr gut.
The Dark Knight – _der_ Film dieses Jahr, ist einfach so. Nolan hat sich da ein totales Denkmal gesetzt bei dem aber echt alles stimmt…
I am Legend – Naja. Der alte Film mit Charlton Heston (The Omega Man) war echt besser.
The Illusionist – Ziemlich nett, ich fand The Prestige aber wesentlich besser.
Taken – Völliger Hollywood-Rotz. Tochter von einem Ex-CIA-Agenten wird entführt, er stapft mordend durch die Unterwelt um sie zu suchen – unter anderem an einigen dutzend ebenfalls entführten (hauptsächlich osteuropäischen) Mädchen vorbei, die ihn aber alle überhaupt nicht interessieren und für die er keinen Finger krümmt … “My DAUGHTER !” Aus rein ethischer Sicht ein ganz komischer Film.
Hancock: Ach, die erste Stunde war cool. Dann wurde es recht doof.
Rambo – Hihi… Ich fand den schon wieder gut. Rund 70 Minuten passiert nicht wirklich was und dann gehts aber wirklich ganz, ganz heftig zu Sache. Kennt man ja schon zur Genüge, aber was da in den letzten 20 Minuten so alles passiert… Ich fand den als Konzept an sich gut.
Hitchhiker Guide: Der Film war *großartig*! Und jeder der was anderes behauptet kriegt von mir das Buch links und rechts um die Ohren. Klar ist er nicht genau wie das Buch (wie auch), aber die haben genau die richtigen Stellen perfekt für die Leinwand umgesetzt.
Bourne – Tja, die Trilogy nimmt keiner ernst, wegen Matt Damon… Dabei ist der die perfekte Besetzung für die Rolle gewesen. Ein Milchreisbubi der (wenns drauf ankommt) völlig abgeht. Ich fand die alle drei gut. Nur Franka Potente hat genervt.
Iron Man: Ach, lustige Comicverfilmung, den sollte man auf englisch sehen, Rober Downey Jr. kann das nämlich sehr gut.
Mirrors : Naja, war nicht gaaaanz schlecht. Ganz schön gory und an manchen Stellen auch ganz schön gruselig.
Zohan: Ich hab eine Schwäche für solche Ami-Komödien, aber der war nur okay.
Tropic Thunder: Die erste halbe Stunde ist grandios, danach gibts nur ein paar wenige Höhepunkte. Aber (!) allein wegen Tom Cruise lohnt der sich.
X-Files: Absoluter Mistdreck. Wieso die den gedreht haben entzieht sich meinem Verständnis.
Danke für deinen Senf. Ich gebe dir ganz häufig absolut Recht.
Bei den _Mirrors_ kann ich dir nicht zustimmen. Das ist doch ein ganz übles Machwerk. Vor allem hinsichtlich Plausibilität. Ganz ganz übel.
Bei _Wanted_ hast du mit dem utter Bullshit zwar Recht. Trotzdem hat der Film aber irgendwie etwas. Ich kann allerdings nicht sagen was es ist.
_Visitor_ ist, glaube ich, etwas für Leute wie den Protagonisten. So ein bisschen gefühlskalt und entrückt vom Leben.
Den _Keith_, den will ich dir ans Herz legen. Ich finde ihn Klasse. High-School-Atmosphäre, sehr amerikanisch, … alles will nicht so richtig stimmig werden. Aber doch hat der einen gewissen Zauber…
Mirros: Klar ist der hanebüchen. Aber z.b. der Schluss wo das Haus seiner Ex-Frau unter Wasser steht und teilweise nicht ganz klar ist wer jetzt überhaupt real ist… Doch, der hatte seine Momente.
Genau wie Wanted, der hatte wirklich “seine Momente” für die er sich schon gelohnt hat, auch wenn das insgesamt dann doch alles eher mau war.
Und Keith versuche ich mal zu sehen.
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