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Monthly Archives: December 2008

Hätte ich einmal Zeit Filme zu schauen…

…würde ich diese drei gern sehen.

Keith (2008; Todd Kessler) – Film von dem sicher jeder denkt, dass den alle gut finden, weil der Protagonist von einem US-amerikanischen Teenstar gegeben wird, was aber nicht stimmt. Dieser Film ist ein ganz wunderschöner Film, den man hoffentlich irgendwann einmal als OmU in deutschen Programmkinos wird bewundern können. Vielleicht ginge auch synchronisiert, aber da braucht man einen ganz ganz ganz ganz ganz guten Synchronsprecher/Schauspieler für Keith.

The Visitor (2008; Tom McCarthy) – Ein kleiner Film um die Hamletfrage in einer globalisierten Welt. Höchst sympathisch. Trommelnd. Gut gemacht. Allerdings mit spezifisch amerikanischem Zuschnitt. Im Abspann ein Link auf dieses Social-Action-Network.

Cloverfield (2008; Matt Reeves) – Klar: Alles schon einmal gehabt. Die kaputte Statue of Liberty, riesenhafte Monster an Hochhäusern, Bomber über Manhattan, Handkamera mit Verisimilitude-Effekt, eklige kleine Monster in U-Bahn-Tunneln, infizierende Bisse, und und und. Aber: Alles in einem Film und dann auch nicht so großkotzig verkauft. Das hat was und ist für SciFi/Horror/Action-Freunde sicher eine Empfehlung.

Ich schätze auch diese wären eine gute Option:

  • Wanted (2008; Timur Bekmambetov) – Ein für Menschen mit Minderwertigkeitskomplex und Allmachtsphantasien Film zum Träumen. Daneben auch sehr gute SFX.
  • American Beauty (1999; Sam Mendes).
  • The Dark Knight (2008; Christopher Nolan) – Böse böse wunde Mundwinkel. Da hat ganz klar nicht nur der Labello versagt.
  • I Am Legend (2007; Francis Lawrence).
  • Harry Potter and the Order of the Phoenix (2007; David Yates)
  • Queer As Folk (1999; Sarah Harding und Charles McDougall) – Irgendwie viel authentischer als der viel erfolgreichere amerikanische Aufguss. Auch wenn man die Canal Street nicht kennt.
  • The Illusionist (2006; Neil Burger) – Alles Illusion. Alles.
  • 4 luni, 3 s?pt?mâni ?i 2 zile (2007; Cristian Mungiu) – Ein Raum voller (Un-)Möglichkeiten aus dem gar nicht so goldenen Zeitalter.
  • Happy-Go-Lucky (2008; Mike Leigh) – En Ra Ha!

Diese wären allerdings nur befriedigend.

  • Taken (2008) – Ein blutrünstiger und wertkonservativer Action-Knaller mit einem tollen Schauspieler.
  • Spider Man 3 (2007; Sam Raimi).
  • Hancock (2008; Peter Berg) – Dieser Film ist wie schulpraktische Übungen: Viel zu viel gewollt in viel zu kurzer Zeit.
  • 300 (2007; Zack Snyder) – Sixpacks in Blood would have been another good title. Extremely dull but good images.
  • Cowboy Forever (2006; Jean Baptiste Erreca) – Aufklärungsfilm Brasilian Style.
  • Rambo (2008; Sylvester Stallone) – Der beste Koch der Welt ist alt geworden. Aber bevor es ihn und seine viel zu große Jeans zurück nach Hause zieht, muss er einem Päderasten noch schnell die Eingeweide aus dem Wanst schlitzen. Gewölle ohne Ende. Gerade deswegen unverkrampft und trotzdem billig.
  • Hitchhiker’s Guide to the Galaxy (2005; Garth Jennings) – Britischen Humor muss man ebenso kennen wie die Romane von Douglas Adams. Und selbst dann, ist der Film manchmal sehr sehr … speziell.
  • The Incredible Hulk (2008; Louis Leterrier) – Noch so ein Film, in dem Nuestra America als Spielplatz der Cowboys aus dem Norden herhalten muss. Zumindest bis zur Hälfte. Dann wird in New York Kleinholz gemacht. Allerdings steht die Statue of Liberty am Ende noch. Klar, die braucht man ja als Symbol. Aber wofür, ist nicht klar. Politisch ein jämmerliches Machwerk–wie die meisten Comic-Verfilmungen. Selbst die CGI hatte wohl Probleme grüne Haut realistisch zu rendern.
  • The Bourne Ultimatum (2007; Paul Greengrass) – Matt Damon.

Gerade noch so, denke ich, sollte auch dieser eine Chance bekommen

  • Iron Man (2008; Jon Favreau) – Die fliegende Ritterrüstung. Naja, Comic-Verfilmung eben.

Bei diese würde ich wahrscheinlich sofort ausschalten.

  • Mirrors (2008; Alexandre Aja) – Ein mieses Horror-Psycho-Machwerk mit Wegschaltfaktor.
  • You Don’t Mess With the Zohan (2008; Dennis Dugan) – Fürchterliche Komödie um Israel, die USA, Wünsche, Träume und viel zu langes Schamhaar. Achtung: Sex mit SEHR alten Frauen wird “gezeigt”.
  • Tropic Thunder (2008; Ben Stiller) – Ein mild-vulgäres Mit-Hollywood-Abrechnungs-Machwert, das doppelt sein Ziel erreicht, weil der Film selbst zur gleichen Scheiße gehört, die er kritisiert.
  • X-Files: I Want to Believe (2008; Chris Carter) – Die Russen warns.

Aber so viel Zeit hat man ja nie…

Moleskin City-Notebook und Nießen-Verriss bei der L-IZ

Die L-IZ meldet, dass Moleskin Leipzig ein ganz besonderes Geschenk machen wird: ein City-Notebook Universität Leipzig. Außerdem verreißt sie Claudius Nießens Text aus der Broschüre “Rendezvous in Leipzig” und hofft auf einen besseren Beitrag des in Leipzig bekannten Literaturagenten für das Notizbüchlein.

Wer keine Vorstellung davon hat, wie so ein City-Notebook aussieht, schaue hier.

Start Your Career @ Woolworths

Unfortunately their website is down at the moment. But you can try here. What does it say?: “enter a world of opportunities!”

8 days to go. Hope their website pops up again in the meantime…

Silvester am Connewitzkreuz

Die LVZ schreibt:

[Polizeipräsident Horst] Wawrzynski forderte alle neugierigen “Zaungäste” auf, den Brennpunkten im Stadtteil Connewitz in der Silvesternacht fernzubleiben. “Denn im Falle einer Eskalation ist es für uns gar nicht mehr möglich, jeden Einzelnen – friedlich oder nicht friedlich – zu unterscheiden”, begründete der Polizeipräsident.

Wie meint er das? Was hat er vor? Ich befürchte sehr Schlimmes.

Jetzt geht es schon wieder los …

… mit den bundesweiten Abnehmaktionen. Aber auch diesmal werden sie scheitern. Fast alle. Vielleicht sollte man sie zu Projekten machen. So ganz öffentlich. Bei der Rauchentwöhnung fruchtet dieses Vorgehen ja auch.

Das Gelblog wünscht …

Weihnachtskatersuche bei der Lizzy: Letzte Chancen

Hatte ich schon erzählt, dass ich bei der “Leipziger Internet Zeitung” a.k.a. Lizzy gewonnen habe, und zwar beim Weihnachtgewinnspiel? Eine große Freude. Ein Buch für mich, ein Buch für den Vater und eines für spontane Geburtstagsgeschenke. Vielen Dank, liebe Lizzy. Für alle, die es auch einmal versuchen wollen: Zweimal habt ihr noch die Chance, den Weihnachtskater zu finden. Auf, auf!

PS: Liebe Lizzy, ihr habt ein Raucherbüro, oder? 😉

Der Planet der Affen…

beginnt im Pongoland. Ich habe schon immer befürchtet, dass die sich irgendwann gegen die Menschen verschwören würden. Schließlich sind die MPI-Affen bestimmt besonders intelligent.

Texton vs. Scripton

Texton vs. Scripton

Spinnt der Stadtrat total? Fahrverbot in der Leipziger Innenstadt

Habe ich das recht verstanden? Soll die Grimmaische wirklich auf gesamter Länge für Radfahrer gesperrt werden?


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Da hätten die Leipziger Lobbypolitiker den Vogel abgeschossen. (Man bemerke an der Stelle noch, dass allein die Grünen dagegen gestimmt haben.) Das würde nämlich bedeuten, dass es keine vernünftige Stadtquerung in Ost-West-Richtung für Radfahrer mehr geben wird, was die Regelung ad absurdum führt, weil sich kein vernünftiger Mensch daran halten wird. Allerdings wird sich so mancher Radfahrer über diese Regelungen so ärgern, dass er auf den verbliebenen Strecken nicht mehr so rücksichtsvoll fahren wollen wird wie bisher (und gerade diese besondere Rücksichtnahme auf Fußgänger hat den Radverkehr in Leipzig ausgezeichnet). Ich denke da nur an die Schillerstraße, den in der Karte gelb markierten prophezeiten Unfallschwerpunkt um Neumarkt und Reichsstraße, den Nikolaikirchhof und die Straßen um den Burgplatz.

Was kann man da tun? Protestpassantenslalomwettbewerbe auf dem Thomaskirchhof? Weg aus Leipzig? Mit dem Auto fahren? Die entsprechenden Parteien nicht mehr in den Stadtrat wählen? Interessanterweise haben Fakten im Vorfeld (“Die Polizei hat in einer Stellungnahme zum Konzept darauf hingewiesen, dass sie personell zu keinen verstärkten Kontrollen des Verkehrs in der Innenstadt in der Lage ist und dass die Unfallstatistik keine Beschränkung des Radverkehrs rechtfertige – und daher auf eine generelle Freigabe des Radverkehrs in der Innenstadt gedrungen” L-IZ) keine Wirkung auf den Stadtrat gezeitigt. Warum nur?

UPDATE: Torsten hat den Bericht aus dem Stadtrat, sieht die Sache aber m. E. zu positiv.
UPDATE 2: Die Lizzy schreibt über die Reaktion des ADFC.

Und abends gehen wir nicht mehr in das Horns / die Ilse / das UT / …

Und abends gehen wir ins Horns, um dort festzustellen, dass es irgendwie ziemlich leer ist, weil die Premiumklasse der Klubbesucher–wenn man das so nennen darf–gar nicht so groß ist und sich inzwischen über ganz Leipzig verteilt. Das war früher nicht so. (Was nicht heißen soll, dass es besser war, sondern lediglich, dass sich die Ausgangslage verändert hat.)

Jetzt geht man nicht mehr in die Ilse, um dort alle zu treffen. Nein, man geht ins Kultiviert Anders! oder ins Victor Jara. Auch im Sweat Club wird man fündig und im Café Knicklicht feiert man große Parties. Allerdings gibt es keine festen Szene-Zentren mehr. Die ganze studentische Nachtkultur-Suppe ist breit gelaufen. Das Problem dabei: Die Stadt gibt diese Entwicklung nicht wirklich her. Die von Banden kontrollierten Drogenumschlagplätze Teenie-Schubsen in der Innenstadt mögen voll sein, wie sie wollen, das leicht alternativ-subkulturelle Publikum indes ist in Leipzig zu klein. Eine starke Profilierung muss folgen–oder ein Gesundschrumpfen. Wann macht die Ilse zu? Oder spielt man dort doch wieder jeden Donnerstag Indy-Rock (um eine ganz bestimmte Zielgruppe aus der ganzen Stadt zu ziehen)? Oder übernimmt der Sweat Club diese Rolle auf Dauer? Wo ist ein szeniger Ort, an dem immer Minimal auf dem Plattenteller liegt? Wo bleibt der Nachfolger der Homo Elektrik? Wo bleiben die neuen Konzepte? Klar kann man in einem Wächterhaus regelmäßig auflegen (natürlich nur elektronisch, weil alles andere uncool ist) und sich selbst feiern. Doch scheint mir da die Substanz (Nachhaltigkeit, echte Investitionen und festes Engagement) völlig zu fehlen.

Die alten scheinen müde (Warum mach die Ilse keine Dependance in Schleußig auf?) und die jungen offensichtlich mit halben Sachen zufrieden.

Oder nicht?

Nasse Kälte…

…kriecht in die Glieder, schlägt sich auf Hirn und Knochen. Ein Schaudern geht durch die Halswirbelsäule und lässt Kopf und Schulter gefrieren.

[Aufnahme von hier]

Dazu fällt mir direkt ein Gedicht von Arthur Schramm ein…

Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage

Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen,
lass dir die matten Gesänge gefallen,
wenn dich dein Zion mit Psalmen erhöht!



[Weihnachtsoratorium in der Thomaskirche zu Leipzig am 6. Dezember 2008. Man beachte das Transparent am unteren Bildende, links. Das ist ein Bild der im Entstehen befindlichen Aula der Alma Mater Lipsiensis.]

Gerade zurück vom WO (Liebe Kinder, da fehlt kein finales W.) in der Thomaskirche. Geilen Platz gehabt. Vor uns saß, nach Auskunft der Kaiserin, wohl die Schwester von Sebastian Krumbiegel. Die kann angeblich auch singen. Hat sie aber heute nicht. Den Part haben die grandiose Annekathrin Laabs (Alt) und Andreas Fischer (Tenor), der wohl, wie Ch. meint, auch einen Bezug nach Ostthüringen hat, übernommen. Auch die anderen waren gut: Sopran, Bass, das Leipziger Vocalensemble und das Leipziger Barockorchester unter der Leitung von Philipp Amelung. Dieses WO bringt einen so richtig in Weihnachtsstimmung. Leider ist zwischen zweiter und dritter Kantate jemand umgekippt, der dann aus der Kirche getragen werden musste. Also nicht für alle positiv. Für mich aber wohl. Ich werde mir jetzt Gedanken über die Weihnacht machen–tiefe.

Kyrieleis!

Hähnchenbrust in Sesamkruste mit Sauce Asia

[Aufgetischt in der Hauptmensa des Studentenwerks Oberfranken in Bayreuth am 2. Dezember 2008.]

Lichtspiele: Madagascar 2

“Love transcendes all differences” sagt der Pinguin bei seiner Hochzeit. Trotzdem werden im Film sonst die Unterschiede aufs Äußerste zugespitzt. Wie schon im ersten Teil ist die Rolle der Frau–egal ob Nilpferd, Löwenmutter oder Krawalloma–sehr fragwürdig ausgearbeitet. Gleiches gilt für die Darstellung von sozialen und ethnischen Differenzen, die ins Tierreich übersetzt werden und bei der Rückübertragung arg stereotyp wirken. Ein Film also, den ich Kindern unter anderem deswegen nicht empfehlen würde und der sich für Erwachsene m. E. nicht lohnen kann–schon allein, weil er es nie schafft, den Zuschauer zu überraschen oder in Erstaunen zu versetzen. (Noch nicht einmal Melman hat mich diesmal zum Lachen gebracht.)

Ladenschluss mit offenem Brief zu Nazi-Aktivitäten in Leipzig und dem ausbleibenden Widerspruch aus dem Rathaus

Das Aktionsbündnis “Ladenschluss” veröffentlicht einen offenen Brief an die Verantwortungsträger der Stadt, der diese darum bittet, die offensichtlich rapide ansteigende nazistische Gewalt in der Stadt ernster zu nehmen, als das momentan der Fall ist. Der Brief mit einer Liste der wichtigsten Unterstützer findet sich hier.

Women Are …

Empfohlene Portionsgröße

Mjam mjam. Weil die Pommes scheinbar schon den ganzen Tag portionsgrößenillustrierend unter der Wärmelampe stehen, müssen sie wohl ab und zu benetzt werden, was das Wasser auf dem Teller erklärt. Der Illustrationskartoffelsalat daneben, ist jedoch gänzlich eingetrocknet, kann aber keinem Betrachter zugemutet werden. Nur die Assoziationen beim Betrachten also: Straßenpizza, eingetrockneter See oder eingetrockneter See mit Straßenpizza.

Men Are …