
[Browserscreenshot mit Website von Spiegel-Online]
Erstaunlich ist ja auch, was man sich dann schnell als Feindbild heraussucht. Man könnte ja auch auf die Norddeutschen, auf die Sachsen, auf Schwule, auf Juristen oder gar auf Politiker schimpfen. Letzteres wäre ja vielleicht sogar ganz passend, wird doch hier einfach eine Seite geschlossen, die lediglich woanders hin verlinkt. Und das ist deutsches Recht. Letztlich hätte das Gericht jede Seite mit Verweis auf Wikipedia.org schließen lassen können, nicht? Wieso regt sich jetzt kaum jemand über die in Deutschland übliche Rechtspraxis der Linkhaftung und anderer heute eigentlich (zumindest in dieser Form) unmöglichen rechtlichen Bedingungen auf? Verrückt ist schon, dass man mit Servern in Deutschland immer wieder solche Probleme hat. Ich sage nur Flickr.de, die dann lieber diese absurden Radikalfilter installiert haben. Oder auch die Plantet Romeo GmbH, die ihr Projekt dann lieber nach Holland verschoben hat. Ganz abgesehen natürlich von Abmahn-Adligen oder der Stadtplanmafia.
PS: Der Vorwurf der Stasi-Methoden, der gerade in allen möglichen Foren zu finden ist, ist überaus erstaunlich, nachgerade absurd, denn die Stasi war objektiv genau das Gegenteil. 1.) Nicht rechtsstaatlichen Prinzipien unterworfen. Glaube nicht, dass die irgendwo geklagt hätten, wenn man auch hätte kurzen Prozess machen können. 2.) Als Einrichtung der DDR sowieso pre-WWW und, selbst wenn das nicht so wäre, technisch immernoch Jahrzehnte hinterher. Ich sage nur SR1.
UPDATE: Na, das bekommt von mir das Prädikat “in größter Eile hingerotzt”.

[Screenshot mit Quelltextansicht der Webseite Heilmanns (2008-11-16 16:45)]


2 Kommentare
stadplanmafia, stasimafia, immer weiter bis
Ja, scheint ein Reflex zu sein. Entweder der des (geborenen) Verlierers oder einfaches “Othering”.
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