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Kracht-Lesung im grafischen Viertel

Als mein Freund Ralf neulich erfreulicherweise doch nicht in Nepal verunglückte, musste ich nach erstem Schreck (also noch bevor ich erfuhr, dass er nicht im Flieger saß) daran denken, dass da doch auch diese eigenartige Zeitschrift von Christian Kracht herausgegeben wurde. Zumindest hatte ich das einmal irgendwo gehört. Und dann erwähnte Elmar letzten Donnerstag auch den Kracht. Diese Dinge dann also Zeichen genug, um motiviert zu sein, den Faserlander (*buha*) in echt zu erleben, was eine Woche später tatsächlich passieren sollte.

Die Werbemaschinerie des Verlags läuft ja schon eine ganze Weile auf Hochtouren: Bei NDR-Kultur neulich Buch der Woche bei Youtube ein tausendfach gesehener “Trailer” dafür. Nach flugsem Blick auf die Kracht’sche Netzpräsenz also gestern zur Lesung im grafischen Viertel, wo es zu einigen Wunderlichkeiten kam–nicht dass das Buch selbst nicht schon wunderlich genug wäre (eine absurde Alternate-History-Geschichte aus Robert Harris, Joseph Conrad und allerhand Unausgegorenem um eine mögliche Schweizer Sowjetrepublik, ewigen Krieg und ewigen Winter). Der Ort eine unsanierte Bruchbude, der Moderator eigenartig verpeilt, aber wenigstens der Eintritt frei. Nach der Lesung gab es dann vom Publikum einige wohl witzig gemeinte Anfragen an den Autor, die er auch milde abarbeitete. Natürlich frage ich mich, was mit dem ehemaligen doch-nie-so-ganz Pop-Literaten geworden ist, dass er an solch einem Ort eine Lesung abhält. Und was ist mit den anderen Städten im Tourplan? Kommen da auch je nur ein paar Dutzend Leute? Auf jeden Fall ist es gut, dass man solche Autoren in Leipzig auch noch außerhalb der Buchmesse zu Gesicht bekommt.

UPDATE: Es war noch ein Blogger bei der Lesung.

One Trackback/Pingback

  1. Der Umblätterer » Christian Kracht in Leipzig on Monday, October 27, 2008 at 8:51 pm

    [...] (Edit: Auch im Gelblog wird über die Lesung berichtet.) [...]

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