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Monthly Archives: October 2008

Unreliable Narrator – T-Shirt

Unreliable Narrator T-Shirt (front)Unreliable Narrator T-Shirt (back)

Since many people have asked me where I got my “unreliable narrator” t-shirt from, I have put together a little Spreadshirt Shop where you can find this shirt in two different flavours: white on sky blue and gold on brown. Moreover, there are (and will be) a couple of other shirts, mostly related to literary theory…

Kracht-Lesung im grafischen Viertel

Als mein Freund Ralf neulich erfreulicherweise doch nicht in Nepal verunglückte, musste ich nach erstem Schreck (also noch bevor ich erfuhr, dass er nicht im Flieger saß) daran denken, dass da doch auch diese eigenartige Zeitschrift von Christian Kracht herausgegeben wurde. Zumindest hatte ich das einmal irgendwo gehört. Und dann erwähnte Elmar letzten Donnerstag auch den Kracht. Diese Dinge dann also Zeichen genug, um motiviert zu sein, den Faserlander (*buha*) in echt zu erleben, was eine Woche später tatsächlich passieren sollte.

Die Werbemaschinerie des Verlags läuft ja schon eine ganze Weile auf Hochtouren: Bei NDR-Kultur neulich Buch der Woche bei Youtube ein tausendfach gesehener “Trailer” dafür. Nach flugsem Blick auf die Kracht’sche Netzpräsenz also gestern zur Lesung im grafischen Viertel, wo es zu einigen Wunderlichkeiten kam–nicht dass das Buch selbst nicht schon wunderlich genug wäre (eine absurde Alternate-History-Geschichte aus Robert Harris, Joseph Conrad und allerhand Unausgegorenem um eine mögliche Schweizer Sowjetrepublik, ewigen Krieg und ewigen Winter). Der Ort eine unsanierte Bruchbude, der Moderator eigenartig verpeilt, aber wenigstens der Eintritt frei. Nach der Lesung gab es dann vom Publikum einige wohl witzig gemeinte Anfragen an den Autor, die er auch milde abarbeitete. Natürlich frage ich mich, was mit dem ehemaligen doch-nie-so-ganz Pop-Literaten geworden ist, dass er an solch einem Ort eine Lesung abhält. Und was ist mit den anderen Städten im Tourplan? Kommen da auch je nur ein paar Dutzend Leute? Auf jeden Fall ist es gut, dass man solche Autoren in Leipzig auch noch außerhalb der Buchmesse zu Gesicht bekommt.

UPDATE: Es war noch ein Blogger bei der Lesung.

Das ZDF kickt Elke Heidenreich raus

Und was bedeutet das? Dass sie mit ihrem Text in der FAZ so ziemlich Recht hatte. Das zeigt auch die Stellungnahme vom ZDF-Programmdirektor Thomas “graue Anzüge stehen mir ausgezeichnet” Bellut, die mit hässlichem Heidenreich-Foto versehen veröffentlicht wurde. Ich mochte die Heidenreich selbst nie wirklich, weil sie eben mehr Kritikerin als Literaturwissenschaftlerin ist, das so heraushängen lässt und so einen Hang zur Schmonzette hat. MRR geht ja auch gar nicht. Aber letztlich haben sie doch Recht. Dass Bellut so dumm ist, wie seine Handlung suggeriert, glaube ich nicht. Vielleicht will er einfach selbst nicht wahr haben, “wie jämmerlich unser Fernsehen ist, wie arm, wie verblödet, wie kulturlos, wie lächerlich.” Oder er ist so eine Art Mitläufer und (Selbst)zensierer, wie die, die dass zerblitzteste Foto ever (siehe oben) heraussuchen, um den neuen “Gegner” darzustellen. Oder wie in der Kulturzeit, die nur matter-of-fact über den Vorgang im eigenen (Mutter)haus berichtete ohne Hintergründe zu diskutieren, wie eigentlich angemessen gewesen wäre.

Vielleicht nutzt Elke Heidenreich ihre Erkenntnis über das Fernsehen und zieht einfach ins Netz weiter. Vielleicht kann sie einen Podcast für ein Kulturblog machen, das ohne Idiotenmaschinerie im Hintergrund arbeitet. Das Fernsehen in der bisherigen Form ist sowieso bald ganz tot.

Fürs Archiv: Bellut über Heidenreichs Zukunft beim ZDF (16.10.2008), Heidenreich legt nach (19.10.2008).

Polizeiweltbild


[Quelle: s. u. S. 5.]

Ich frage mich: Welche Art von Gesellschaft schwebt eigentlich denen vor, die die Broschüre “Der goldene Herbst: So schützen Sie sich im Alter” verfasst haben? “Wir wollen, dass Sie sicher leben,” steht am Polizeilogo auf dem Cover. Irgendwie scheint es sich exakt darauf zu beschränken.

Uh-Huh!

Warum halte ich dieses Video nur für äußerst sympathisch doof interessant?

Aufs Grün gezielt

Jetzt ist sie leer, die Tüte. Hat lecker geschmeckt. Ja, Haribo eben. Damals beim Einkleiden haben wir sie bekommen. Überall hatte ich sie dabei: Horn von Afrika, im Kosovo und in Afghanistan. Ganz unten in der Tasche lag sie. Erst als Mitbringsel für leidende Kinder. Dann vergessen. Auf dem Bahnhof von Zwickau habe ich sie dann aufgerissen und geleert. Gummibärchengenozid gelungen.

WILMA-Party am 23. Oktober 2008 in der Feinkost

Mein Vermieter liebt mich nicht mehr ODER Die LWB verwechselt Leipzig mit München

Was habe ich nur falsch gemacht? Was habe ich versäumt und gelassen? Wie ihn aufgebracht gegen mich, der ich immer dachte, ein guter Mieter zu sein? Seit über zehn Jahren miete ich bei ihm, doch nun, da ich neu mit ihm verhandeln möchte, weil die Wohnung nicht so top ist, wie er vorgibt, weil Reparaturen sich verzögern, weil die Preise steigen und steigen, just in diesem Moment verstößt er mich und meint, ich könne doch kündigen, wenn es mir nicht passe. Da frage ich mich glatt, ob der Leerstand in den Objekten der LWB denn so gering ist und ob es dem Unternehmen so gut geht, dass man Anliegen der Mieter auf solche Weise glatt abbügeln kann. Vielleicht scheint einem als kommunaler Anbieter aber einfach immer die Sonne aus dem Arsch.

Hamachi and Cisco VNP Crash Computer

I don’t know why, but they just don’t seem to go together. Having the Hamachi Network Interface enabled makes my computer crash after some minutes if I start Cisco’s VPN adapter. It first happened when I opened some PDF at JSTOR. Even if I avoided PDFs via the VPN, the computer hung itself after a while. Anyway, since Hamachi doesn’t disable its network connection after use, and since I’m too lazy to do this manually all the time, it’ll do without this tool.

Turkish Delight (TD): Interfraß

You have to imagine that. After you’ve succeeded in exchanging your reservation for a real paper ticket–and it is the last airline which, one day before the general introduction of electronic tickets throughout Europe, still sticks to paper–after you succeeded, you find yourself at a gate in ?stanbul Atatürk Havaliman? marooned with a bunch of elderly Germans. Generally this is not the worst that can happen (thinking about being marooned in Jurassic Park, for example, with the electric fences being switched off). But, anyway, it’s a mild shock after a week without Germans to see beige and light grey dominate the view. “Also in unserem Hotel war das Essen gar nicht so schlecht.” “Aber diese Türken, sind schon…” Snatches of conversations. In the aeroplane two third of the seats are empty. So, everybody has three seats, except the couples, of course. This prevents people from engaging in discussions about the space you have between rows. There is hardly any, so that you have to sit with slightly tilted legs. One seat to sit, the next to put your feet in front of. I imagine the charter flight being booked up: this would be a mess. Half of the people ending up with bruises round their knees. A very special highlight is the dubbed version of the comic style instruction video.

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

Obviously, there is an awareness of regions. We are flying to Berlin, so they choose the respective soundtrack. What’s also striking is the food. I had never believed that something that disgusting might actually exist on a plane until I saw it.

[“The Meal”: Some lettuce leaf, fortunately not dirty but washed, put into a plastic dish, together with the water. Into the water, in which the leaf floats, they put a slice of boiled ham, obviously pork (Or something else with pork flavour–which would probably be the better alternative.). On top, some cheese, after being served, also moistened with the dishwater. Just think about the Turkish employees, being forced to pack pork into the dishes for the Germans… (I must admit that the pineapple was actually not that bad. Well, a bit like straw in terms of taste and consistency. But this entire lack of any taste was a good contrast to the rest.)]

New Series: Turkish Delight
In this new series of photographs and comments, I will share some impressions of my trip to Anatolia. Being invited by my Turkish friends in Sivas, I spent some time there travelling around Eastern Central Anatolia and also to ?stanbul. I thought a while about the right way of presenting the photographs I took on the journey but have not come up with a satisfactory conclusion, so that I thought why not just start somewhere and present the images on the blog. Let’s see if I can find a way of organising the material in another way later on…

Was rostet das rostet

Rätsel: Letzte Lichtspiele

Ich weiß nicht, wer Sie sind. Ich weiß nicht, was Sie wollen. Falls Sie auf Lösegeld aus sind, kann ich Ihnen versichern, ich habe kein Geld. Aber was ich habe sind ganz besondere Fähigkeiten. Ich kann zum Beispiel Leuten mit Feuerlöschern die Rübe einschlagen. Ich kann auch Autos knacken und ungeachtet eventueller Wegfahrsperren damit durch Paris fahren, was dann aussieht, wie bei GTA. Ich kann Cliffhanger zu Rohrhängern machen, Infusionen legen, Foltern ohne Gnade und ganz doll herumsplattern, wenn es darum geht, meine Tochter aus dem bösen und gefährlichen Europa in die schönen USA zu holen, damit sie dort auf ihrem Pferd reiten kann oder Sängerin werden. Überhaupt sollten das die wehrlosen Frauen machen. Singen und zu Hause bleiben, oder im Stall. Ja, und die Albaner, die letzten, denen man noch irgendwelche Eigenschaften andichten kann, weil vom Land jeder schon etwas gehört hat aber niemand je da war, die Albaner, die sollen mal nicht denken, dass sie mit Frauenhandel, wo natürlich auch die Franzosen, bis in die obersten Positionen, aber seis drum. Also, auf jeden Fall tue ich alles, um meine Tochter innerhalb von exakt vier Tagen—was nur in Deutschland (wahrscheinlich aus Titelschutzgründen) so wichtig ist—aus der Gewalt von usw. usw. Viel Action auf jeden Fall. Versprochen. Nur Hubschrauber gibt es keine.

Welchen Film habe ich gesehen?
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