Eklat über die Ritterstraße

“Polizei geht Thailänderin an die Wäsche – Kanzler entsetzt” wäre sicherlich eine reißerischere Aufmachung als “Polizei schädigt Image der Universität Leipzig” der Hintergrund ist aber derselbe. Immer wieder (ich generalisiere, unzulässigerweise) habe ich selbst beobachtet, wie Dienstleister – von der Polizei bis zum Taxifahrer – mit Ausländern umgehen. Sei es bei Passkontrollen auf dem Bahnhof oder bei der (Nicht-)Beförderung durch Taxifahrer (um bei dem zu bleiben). Es ist oft peinlich und wahrlich kein Ruhmesblatt (Wenn man jetzt noch anfinge, über die Geisteshaltung der jeweiligen Akteure zu spekulieren, käme man sicher in Teufels Küche.). Gut zu verstehen, dass die Uni sich nicht den Ruf zerstören lassen möchte. Bei solchen Sachen frage ich mich auch immer, warum es von der Stadt keinen gibt, der da einschreitet. Ist das das Goldfuß-Referat? Aus dem Rathaus ist es immer still–es sei denn, es geht um Wirtschaftsdelegationen. Einzelfälle (man beachte den Plural), wie dieser, scheinen uninteressant.

Ob vorerst gilt, dass Ausländer nicht mit Hundert-Euro-Scheinen im Karstadt bezahlen sollten?

2 thoughts on “Eklat über die Ritterstraße”

  1. Die Angemessenheit ist schon lange hin. Habe dieser Tage davon Kenntnis erlangt, dass Mobiltelefone offenbar bereits bei Anfangsverdacht auf Straftat abgehört werden (ein Beamter hatte sich verquatscht), von Richtervorbehalt darf man künftig träumen, vom Rechtsstaat auch. Die Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den gegen mich ausgesprochenen Platzverweis verlief auch ganz still im Sand. Dass sich Polizisten ausweisen müssen, scheint auch der Vergangenheit anzugehören. Alles sehr interessant.

  2. Das mit der Ausweisung der Polizisten halte ich schon lange für ein Problem. Zuerst ist es mir bei der Pfefferspray-Orgie im Friedenspark (das Fußball-WM-Training) aufgefallen: Namensschilder überklebt. Dahinter vermute ich eine Gesinnung der Polizei (und das betrifft in diesem Fall jeden Polizisten einzeln), die durch beängstigende Defizite in Sachen Demokratie (und Rechtsstaat) gekennzeichnet ist.

    Ich würde dir am liebsten Schwarzmalerei vorwerfen, aber ich kann nicht.

    Das Problem sind auch die Folgen einer Exekutive, die dem Bürger und der Allgemeinheit nicht dient und sich als dessen Feind ausgibt. Sie höhlt den Gesellschaftsvertrag aus und fordert den Bürger auf, seine Souveränität an sich selbst zu reißen und Richter zu werden.

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