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Webexperiment: Briefe schreiben

Mein Webexperiment geht in die nächste Runde. Ich habe mich seit ein paar Wochen in meine viel zu teure LWB-Wohnung zurückgezogen, um auszuprobieren, wie es so ist, wenn man nicht zum Aldi nach gegenüber geht oder zum Späti oder zur Arbeit oder so, sondern alles über das Netz macht. Dass einem jemand etwas bringt ist die einfachste Übung. Neben Bestellungen bei Bringdiensten oder das Ordern von Klopapier im Rossmann-Online-Shop sind aber auch komplexere Dinge möglich.* Beispiel Briefe schreiben. Ausgangslage: Man hat keine Marke zur Hand, der Briefkasten ist weit (200 m), die Post–wegen der Marken, Briefumschlägen etc.–noch weiter (800 m) (jetzt merkt das geübte Auge auch, warum die Wohnung so teuer ist–die Lage machts). Briefumschläge und Papier sind bei einhundert verschiedenen Versendern zu bestellen. Manche bieten, wie der posteigene Bürobedarfshandel auch Briefmarken (mein Favorit: die 500er-Rolle “Narzisse” für 450 Euro). Natürlich kann man die Frankierung auch ausdrucken, so dass man gar keine Marken benötigt. Ein Problem bleibt: Wie bekommt man seinen Brief in den Kasten?

Aber auch dafür gibt es mindestens zwei Lösungen.

1.) Pixelletter.de
Der kleine Briefversender aus München bietet gestaffelte Preise. Verschickt man einen einseitigen Brief kostet das aktuell 84 c plus Briefporto von 55 c, also 1,39 € (siehe). Bei 10000 Briefen sind es nur 29 c plus Briefporto. Es werden alle möglichen Sonderleistungen angeboten.**

2.) L-Vin Post
Bei der Firma aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg kostet ein einfacher Brief 1 € (siehe).**

Das Prinzip ist ähnlich: Man übermittelt elektronisch die Daten, der Anbieter druckt das Schreiben aus, faltet es, steckt es in einen Briefumschlag, frankiert das ganze um es alsdann zur Post zu bringen.

Also auch das geht vom Sofa. Und man spart dabei auch noch Stauraum für Briefumschläge, Gänge zur Post, zum Briefkasten etc. Ist das nicht prima?

* Hinweis: In Wirklichkeit werde ich ganz gut von Freunden ver- und umsorgt. “I can’t describe it in any words what [...] [I am] feeling right now. It’s just incredible. And tonight [...] [I] don’t wanna thank [...] [my] record company, [...] [my] management, [...] [my] producers. [...] Tonight [...] [I] just wanna thank [...] [my friends] all over the world. Thank you so much. That means a lot to [...] [me]. Thank you so much. Danke” (#).
** Preisangaben von heute und ohne Gewähr.

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