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Monthly Archives: August 2008

Zensur im ARD-Putin-Interview?

Ich war in Peking, als die Ereignisse anfingen. Massierter Beschuß von Zchinwali, Anfang des Vorstoßes der georgischen Truppen, es gab sogar bereits vielfache Opfer, es hat keiner ein Wort gesagt. Auch Ihre Anstalt hat geschwiegen, alle amerikanischen Anstalten. So als ob gar nichts passiert. Erst als der Agressor in die Fresse bekam, “Zähne rausgeschlagen” bekommen hat, als er seine ganze amerikanische Ausrüstung aufgegeben und ohne Rücksicht gerannt ist, haben sich alle erinnert. An das internationale Völkerrecht, an das böse Rußland. Da waren alle wieder auf der Stelle.

Die ARD zeigt knapp zehn Minuten Interview mit Wladimir Putin. Da der Moskauer Studioleiter Thomas Roth viel länger mit dem Russischen Ministerpräsidenten gesprochen hatte, musste natürlich gekürzt werden. Das ist nicht erstaunlich. Erstaunlich ist allerdings, was da gekürzt wurde. Es schein, als hätte dieser Zusammenschnitt System. Wir reden also möglicherweise von Zensur, die hier in oder von der ARD ausgeübt wird.

Da das Interview anscheinend ungekürzt im Russischen Fernsehen (Westi) zu sehen war, kann man genau herausstellen, was da gestrichen wurde. Das Transkript mit einer Markierung der in der ARD-Fassung fehlenden Teile (Original ohne Farbmarkierung hier) findet sich beim Spiegelfechter, der zu folgendem Schluss gekommen ist:

Mit der vorgenommenen Kürzung erhält das Interview einen vollkommen anderen Informationsgehalt. Die ARD hat in diesem Falle die Grenze zwischen journalistischer Verantwortung und Meinungsmanipulation überschritten.

Besonders perfide an der Politik, die bei der ARD gefahren wird, ist, dass auch im im Internet veröffentlichten Transkript des Gesprächs (“Interview im Wortlaut”) die Streichfassung zu finden ist und keine Übersetzung des Originals.

Übrigens gibt es das gesamte Interview als deutsch untertiteltes Video ohne Streichung (Westi-Fassung) bei Youtube und mit Streichungen bei der ARD.

[Teil 2 | Teil 3]

Update 2008-09-01|02:25: Beim Tagesschau-Blog kocht gerade ein Eintrag Roths zum Interview kommentarmäßig über. Vielleicht liegt das an der Spreeblick-Verlinkung. Erstaunlich, dass sich bisher noch niemand aus der Redaktion der Sache angenommen hat. Zeit wird es langsam. Aber vielleicht will man es ja auch aussitzen.

Update 2008-09-02|01:54: Natürlich hat sich Herr Roth nicht herabgelassen, sein Statement als einfachen Kommentar neben die Kommentare der anderen Menschen (a.k.a. der wütende Mob) zu setzen. Zwar steht da irgendwie Blog dran, aber sein Text, in dem er abstreitet, dass es sich um Zensur gehandelt habe (“Mit Zensur hat das nicht das geringste zu tun.”), liegt direkt auf Tagesschau.de, nicht im Tagesschau-Blog. Dort spielte nach über 400 Kommentaren die Redaktion den Proxy und verwies auf Roths Stellungnahme.

Kurzfristig werde, so Roth, das vollständige Interview im WDR-Fernsehen heute um 6.20 Uhr zu sehen sein. Es werde, so der Kommentar im Blog, auch in dieser Fassung auf der Website der Tagesschau verfügbar sein. Ein Transkipt soll folgen.

Update 2008-09-12|00:10: Inzwischen hat die Redaktion die Kommentare zum entsprechenden Eintrag gesperrt. Jörg Sadrozinski, der Redaktionsleiter, erklärt am 08.09.2008, dass nun “keine neuen Aspekte zum Interview von Thomas Roth mit Wladimir Putin” in den Leserkommentaren angeführt würden und die Redaktion stattdessen “in der Mehrzahl diffamierende Mails mit dubiosen Verschwörungstheorien” erhielte, denen man keine Plattform bieten wolle. Wie aber die angeblichen diffamierenden Mails mit der Kommentarfunktion zusammenhängen oder warum Blog-Kommentare Neuigkeiten verkünden sollen erklärt er nicht. Mir drängt sich der Gedanke auf, dass die Tagesschau-Redaktion hier ganz schnell die querulierenden Massen abschütteln wollte. Würde ich auch machen. Allerdings dann auch so begründen. Und: Ich bin nicht die ARD. Dass die das so einfach…

Sach ma, DHL, haste vielleicht noch ein…

…Pöstchen übrig? Der Malitzke ist doch nicht die allergrößte Nummer. Wir hätten da noch einen unbeliebten Reli-Lehrer wegzuloben.

M – Eine Stadt sucht einen Mörder

Eine Mutter in einer Arbeiterwohnsiedlung wartet ungeduldig auf die Rückkehr ihrer Tochter aus der Schule, die sich aber von einem nicht gezeigten Unbekannten mittels Süßigkeiten verschleppen lässt. Als man die Leiche findet, intensiviert die Polizei ihre Anstrengungen, ohne eine vielversprechende Spur zu finden. Die polizeilichen Aktionen vermindern die Nervosität der Bevölkerung nicht, zumal sie wirkungslos bleiben. Die Bürger steigern sich in gegenseitige Verdächtigungen und anonyme Anzeigen, was die Anspannung und Übermüdung der Polizeibeamten weiter verschlimmert.

Die ständigen Razzien und Kontrollen behindern aber die kriminellen Banden bei ihrem “Geschäft”…
[Quelle]

To be continued…

Kurze Zeitungsschau: Michelle (LVZ) und Georgien (SpOn)

Da ich ja bekanntlich unter dem Phänomen Schwellfuß leide und nur kurze Zeit am Rechner sitzen kann, in letzter Zeit wenig Posts auf allen Kanälen. Zwei Zeitungsartikel, die eine lohnenswerte Lektüre darstellen.

Erstens der erstaunliche Artikel von mro, sb, kol und F. D. von der LVZ-Crew über die aktuellen Vorgänge nach dem Mord an der Kleinen Michelle™. Dort wird nämlich, ganz ungewohnt für die Lokalpresse, journalistisch gearbeitet und damit ein differenzierterer Blick auf die derzeitigen Demos ermöglicht, die wohl von Rechtsextremen durchsetzt bzw. unterwandert sind und werden. Wenn ich es recht verstehe, hatte bisher nur die Antifa-Ecke vollständig über die Beweggründe der “braunen Brut” gemutmaßt. Warum allerdings der Name Istvan R. von den Zeitungsjournalisten nicht ausgeschrieben wird, erschließt sich mir nicht sofort. Anyway, großes Lob an die LVZ.

(Übrigens, nach einem Blick in die Boulevard-Fernseh-Magazine (siehe oben) frage ich mich, wie es Timo Tasche geht. Hat den wer gesichtet?)

Zweitens, der Artikel von Matthias Schepp bei SpOn zum aktuellen Georgien-Konflikt “In Washington nahm niemand das Telefon ab”. Ein sehr spannender Blick in Welt der Diplomatie, der, wie so viele andere Fakten, Fragen zur aktuellen und offiziellen Geschichte/Propaganda aufwirft.

Nachtrag: ******* schreibt über die Aufmärsche der Braunen in Reudnitz, über die Unfähigkeit oder den Unwillen der Polizei, über den untätigen Oberbürgermeister Jung und das Entgleiten der Kontrolle eines ganzen Stadtteil in die Hände von Nazis. Sehr, sehr lesenswert.

Nachtrag 2: Bei den Antifas und auch bei der Lokalpresse ist inzwischen einiges mehr zu finden. Unter anderem ist auch er in einer BilderKlick-Strecke zu finden.

X-Wurf in BT (X von Xerox)

Wie ist denn überhaupt die Mehrzahl von Russ. Russe? Auf jeden Fall hat man in Bayreuth den Russ kloniert und verscherbelt ihn jetzt an Festspieltouristen, damit diese, den Hund–nach viel Diskussion wahrscheinlich gar im Handgepäck–in die ferne Heimat mitnehmen können, wo er dann ein paar Jahre im Garten sitzen wird. Die Nachbarn haben eine Reihe pink Flamingos, aber wir, wir haben einen schwarzen Hund aus Europe. Wagner’s Hund. You know, the composer…

Ach übrigens: Eine Woche noch.

Ich überlege gerade…

…ob man Bilder von blauen und geschwollenen Füßen bloggen sollte und dabei den Post zur besseren Auffindbarkeit für Google und die Nachwelt mit den Tags, “massiver Bänderriss”, “Giganten am Netz” oder gar “Deutschland vs. Polen” versehen sollte. Ich weiß, dass mir ein Post dieser Art (ohne die Tags) anderswo mal negativ aufgestoßen ist. Nicht so schlimm wie der Präsident Georgiens, der gerade bei CNN babelt. Aber schlimm. Mal sehen. Vielleicht sollte ich mir auch die Röntgenaufnahmen besorgen? Die sind wenigstens nicht so verschwollen.

Münchner Impressionen


[Ohne Worte.]


[Drei Wochen für die Veranstaltung “Eric Clapton”.]


[Domino.]


[Das Café Kosmos.]


[Auch die CSU ist im digitalen Zeitalter angekommen und lässt fleißig speichern.]


[Inzwischen wohl Standard im für mich früher besten Museum der Welt.]


[Geht immer: Lachende Kleidung.]


[Lagern bei Musik und Theater verboten.]

Blog-Bier 2008

Das diesjährige Leipziger Bloggertreffen “Blog-Bier 2008” ging gestern in entspannter Atmosphäre im Café Panam über die Bühne. Dabei waren ein paar Blogger und Stargast Gunnar. Festzuhalten bleibt, dass kleine Runden unterhaltsam und bereichernd sein können, dass wir im Sommerloch sind, dass das Café Panam mehr Kundschaft haben sollte, dass das Nachflugverbot ein starkdiskutiertes Thema ist und dass Lokalpolitik eine lohnenswerte Sache sein kann. Ansonsten ging es um wenig Blognahes, auch wenn Robert nach gestrigem Impuls den heutigen Tag schon mit der Erneuerung seines WP verbracht hat. Lohnt sich 2.6 (von Sicherheitsupdates mal abgesehen)?

Schnipp, schnapp, Film ab

Mein lieber Scholli! Beschleunigt oder geschnitten?

Sommerspiele eröffnet: Was machen die Sportler?

Ich weiß es nicht, denn bekanntlich verfolge ich diese Großtat nicht. Verzichten sie auf politische Aktion oder handeln sie wie der Sportler im zweiten Video der französischen Regisseurin Ariane Mnouchkine?

[via]

Blog-Bier 2008: Heute im Panam

Wie bereits angekündigt, soll das diesjährige Blog-Bier-Trinken vulgo Bloggertreffen* (aber das klingt so groß und offiziell) heute stattfinden. Ich halte es da wie *******, der im letzen Jahr, nach ein bisschen Überlegung, einfach einen Termin festsetzte, an dem er irgendwo sitzen würde um ein Bier zu trinken und die bloggenden Menschen dieser Stadt auch dabei haben wollen würde, wenn sie denn auch wollten. Anyway.

Ich sitze heute, Samstag (9.8.), ab 20 Uhr im Freisitz** (der ist im Hof) des Café Panam, in der Sternwartenstraße 4 (siehe Karte). Das ist hinter dem Haus vom Ringcafé (da kann man durchgehen).

Zum Programm: Es gibt keines. Ziel ist, einfach das zu tun, was man gern macht, wenn man irgendwo in Freisitzen sitzt: trinken und reden nämlich, ungezwungen, unaufgeregt, ohne jegliche Verpflichtung.

Also, komm vorbei, wenn du magst! Bring einen Blogfreund mit, wenn du magst! Oder sag ihm bescheid, wenn du denkst, dass er Interesse haben könnte (Meine Schwester sagt immer: “Wer kommt ist da”. Das ist ein gutes Motto.). Das letzte Mal war ein knappes Dutzend Blogger da. Das können wir locker unterbieten. 😉 Also auf!

Übrigens, falls jemand nicht weiß, wer (ich z. B.) und wie und überhaupt, und sich vielleicht deshalb nicht traut: So viele Leute werden da nicht im Freisitz hocken. Alle Blogger beim letzten Treffen schienen nett, kommunikativ und vergleichsweise harmlos. Ich denke, das wird diesmal auch so sein.

Bis gleich, also!

* Die weibliche Form ist mitzudenken, denn sie ist jeweils mit gemeint.
** Bei Starkregen, plötzlichem Kälteeinbruch oder Sturm sitzen wir natürlich drinnen.

Olympische Sommerspiele: Maischberger im Ersten und Medienabstinenz vor Ort

Heute ist es soweit. Die Olympischen Sommerspiele in Peking stehen an. Ein Text aus Begriffen wie: Menschenrechte, Tibet, Darfur, Umweltverschmutzung, Naturkatastrophen, architektonischem Größenwahn, sportlicher Egoismus, Doping aber auch Freude, Annäherung, Wandel, Sportsgeist. Ich möchte die Spiele selbst nicht im Fernsehen oder in der Tagespresse verfolgen (siehe). Der, der es trotzdem tut, dem seien zwei Dinge ans Herz gelegt. 1.) Die Eröffnungparty in der ARD zwischen 13 Uhr und 18 Uhr unter Moderation von Sandra Maischberger. Das wird sicher ein megalophantasmatopisches Ding. 2.) Das erste Video der französischen Regisseurin Ariane Mnouchkine*.

[via]

* Morgen das zweite. Das Thema Tibet scheint mir übrigens austauschbar zu sein. Es geht eher um die Herangehensweise.

Hypertextgesalbter

Den Messias gesehen. Er war da, in Oberfranken, und zwar kurz vor der Festspielzeit. OMG!

Samstag

Am Abend.

Via Vati

So gehört sich das. Brav.

Die Frankfurter Rundschau und der Reissack

Nicht nur politisch, sondern auch optisch erschien die FR am Freitag in rot. Die Titelseite grüßte mit dem Namen der Zeitung in chinesischer Schrift. Der Zusatz “Unabhängige Tageszeitung” wurde ganz weggelassen. Die Ausgabe war dem Gastgeberland der Olympischen Spiele gewidmet. Auf dutzenden Seiten fand man also Berichte, Kolumnen und Reportagen aus dem Land der neuen Pressefreiheit (Sehr schön die Landkarte als Centerfold.). Im Magazin dann die abgebildete Nachricht. Wann sonst hat man die Chance einen solchen Kalauer in eine Zeitung zu schreiben, und dabei gleichzeitig selbstreflektiv auf das Problemfeld Presse und Politik in China einzugehen? Herrlich. Wenig Resonanz im Bitwald übrigens (bis jetzt nur Boris). Dafür muss wahrscheinlich schon einmal ein Waschlappen vom Haken fallen.

New Series “Turkish Delight” (TD): Muttonhead

I must admit that I did not give the mutton soup a chance but rather stuck with the usual Kebab which was, as always, marvellous. It’s a shame that most people do not really go out for lunch in Germany. There are exceptions, of course, but the idea that you go to a café/restaurant every day does not really exist here. People take their food with them, or they use a canteen or the refectory or some other kind of mass feeding facility. In Laleli, I have the impression, people just walk through the streets during their lunch break to find something to eat, and if they walk past this window with the freshly scraped out muttonheads, they might want to have their lunch there.

[Date: 5 June 2008 | Place: Laleli, Istanbul | These muttonheads give evidence of the quality of the soup produced in the café/restaurant in Laleli/?stanbul.]

New Series: Turkish Delight
In this new series of photographs and comments, I will share some impressions of my trip to Anatolia. Being invited by my Turkish friends in Sivas, I spent some time there travelling around Eastern Central Anatolia and also to ?stanbul. I thought a while about the right way of presenting the photographs I took on the journey but have not come up with a satisfactory conclusion, so that I thought why not just start somewhere and present the images on the blog. Let’s see if I can find a way of organising the material in another way later on…

Sex Gags

Jetzt mal ganz ehrlich, Alter. Hör zu! Da brauchst du kein Paartherapeut, oder so. Holst du einfach einen Sex Gag für zwei Eier vom Klo, und dann läuft das erstmal wieder mitter Alten. Kannste die Kohle sparen. Kannste mir geben, wennste willst. Weißte wie.