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Monthly Archives: May 2008

Hurra! Der neue Wehrfritz ist da.

Clemenz Meyer bei Ulrich Wickwert

Rache der Praktikanten in der Podcast-Abteilung? Clemenz Meyer und Ulrich Wickwert.

[Screenshot: Feed im Google-Reader]

Ganz erstaunt war ich, als ich diesen Titel sah. Hatte sich da der Podcast-Praktikant am Sender rächen wollen, oder hatte er mit dem Gesprächsgast vielleicht vor der Einspeisung des Eintrags einen Kasten Sternburg geleert? Ganz im Gegensatz zur Überschrift in der XML-Datei ist die Sendung im Sinne Wickerts sicher gelungen. Clemens Meyer war nüchtern und plauderte sehr sympathisch aus dem Nähkästchen. Allerdings habe ich mich gefragt, ob die Aussagen irgend einen literaturwissenschaftlichen Wert haben können, ob sie der Konservierung und Transkription lohnen. Ich denke nein, zu viel Herumgehacke auf der Person, zu viel wieder nur über das Medienphänomen Meyer, über den Knast und das Journalisten-Bashing. Über seine Poetik, über seine Denke zur Literatur, zu Werkstatt, Welt oder Leben kam nur etwas viel zu diffuses Gequackel.

Für Fans des Reudnitz-Rockers, ist das Interview allerdings ein Muss.

Mensch, bei dir sieht’s ja aus wie bei der Mayröcker!

Das Schöne dabei ist, dass diese Behauptung auch die Eigenschaft der Unveränderbarkeit impliziert, wie ein Vergleich diese beiden Bilder zeigt: 1 und 2. Man vergleiche den Hintergrund im Detail! (Bilder im Kontext: 1 und 2.)

Zahme Ente

Bei dem Stress, dem die Entenweibchen gerade jetzt in der Paarungszeit ausgesetzt sind, kann es schon einmal passieren, dass sie sich für Austauschstudenten halten und beim Volleyballtreff der lokalen Erasmusinitiative mitmachen möchten. Letztlich scheiterte das Vorhaben, trotz guten Willens und trotz schlechter Pritschtechnik, mangelnder Größe etc. an der Angst vor dem Ball. Bei allem guten und starken Integrationswillen geht es beim Volleyball eben nicht ohne.

Zufällig live

Klingt, als hätte man einer Katze auf den Schwanz. No Angels, no! Cats, howling!

Intertextualität…

…kann man, wenn man davon ausgeht, dass alles irgendwie Text ist, auch dadurch erzeugen, indem man auf Bilder verweist, die ein anderes Blog potentiell bringen könnte. In diesem Fall erhoffe ich den Verweis via Trackback. Aber vielleicht bleibt es ja ein Missing Trackback, weil die Quarkkeulchen auf der anderen Seite gar nicht verwurstet werden. Letztlich passt Verwurstung und sächsische Quarkkeulchen auch nicht zusammen. Anyway…

“The Bouquet residence, the lady of the house speaking” – Ich hatte da was bestellt.

Jetzt weiß ich, an wen mich die Frau erinnert, die derartig entschleunigt über die grauen Filzböden der Bibo schlurchst, dass man ihr–zumindest theoretisch–beim Laufen die Schuhe neu besohlen könnte–was ein Problem darstellt, wenn sie Bücher aus dem Regal holen muss (Ich hoffe immer, dass bis zu ihrer Wiederkunft die Einrichtung nicht schließt.). Auf jeden Fall erinnert mich die sehr liebenswerte Dame an die ebenso liebenswerte Hauptfigur einer Britischen Kultserie aus den Neunzigern: Hyacinth Bucket. Pardon! Bouquet meine ich natürlich.

Eurovisionsverirrungen

Erstaunlich auch diese Jahr wieder der Eurovison Song Contest mit einer Halbfinalregelung, die die absurde Punktvergabe im Finale noch übertrifft. Leider ist vorgestern wahrscheinlich einer meiner Lieblinge heraus geflattert… Doch wer weiß.

Sicher im Finale: “Baila el Chiki-chiki” von “Rodolfo Chikilicuatre”, ein Kandidat für den Sommerhit des Jahres–zumindest, wenn der Klimawandel dafür sorgt, dass alle mit Sonnenstich herumrennen.

Höchstwahscheinlich raus: Dustin der Truthahn mit “Irelande Douze Pointe” (sic!). Nicht schlimm, den der verrückte Vogel hat sicher schon ausgesorgt.

Polizistenbeleidigung als letzte Rettung?

Der neue Polizeipräsident Horst Wawrzynski wolle, laut Mephisto, stärker gegen Beleidigungen von Polizisten vorgehen. Jedes Schimpfwort gegenüber Polizisten solle zukünftig zur Anzeige gebracht werden. Ist man nicht ganz doof, weiß man, dass diese Ankündigung und auch die Praxis so destruktiv ist, wie die Entfernung der Namensschilder in Parks rumprügelnder oder Pfeffergas versprühender Polizisten: Das alles entfernt den Polizisten von dem, dem er dient und den er schützen soll. Man stelle sich einmal vor, jeder in Schulen geplagte Lehrer würde alle Ausfälle der Schüler zur Anzeige bringen! Unterrichten wäre in Deutschland nicht mehr möglich. Aber vielleicht hat es ja auch etwas Gutes. Wenn man beispielsweise eine Meute randalierender Menschen vor einer Billigdisko sieht und die Polizei nur daneben steht, und der Sachbeschädigung untätig zuschaut, gar toleriert, dass Menschen in der Einrichtung zusammengeschlagen werden, dann hilf es vielleicht, und der einzelne Bürgerdiener in grün lässt sich zum Handeln motivieren, indem er beleidigt wird. Also: “Wirst du erschossen und der Polizist kuckt nur zu, beleidige ihn und gerettet wirst du”—oder so.

[Satirische Symbolcollage mit Browserscreenshot von Youtube.]

Bratwurstfest am Wochenende

Wer noch nicht weiß, welche gesundheitsförderliche und durchaus auch familienfreundliche Aktivität er am Wochenende tätigen sollte, könnte ja einmal darüber nachdenken. Die Programmpunkte auf dem Plakat klingen jedenfalls alle sehr verlockend. Was die Mainwelle präsentiert, kann ja nur absolut genial sein. Viel besser bestimmt noch als Katharina als Juror bei DSDS.

Aus der Reihe “Unglückliche Web-2.0.-Namen”: Fervreemdung mit F, V und Doppelvokal

Auf der Suche nach Gold, muss man damit vielleicht Leben.

The Keller-Family

Screenshot-Ausschnitt der Seite des Satiremagazins Titanik
Manchmal, nur manchmal frage ich mich, wie weit Satire gehen darf (Die Antwort ist einfach.) und auch, wie weit Satire gehen sollte (Die Antwort ist auch einfach.). Hier also die Keller-Family als elektronische Postkarte bei der Titanik.

Militärflughafen Leipzig?

300.000 amerikanische Soldaten im Transit und auch Waffen, wie ich gerade bei Mephisto lese, allein im letzten Jahr. Was mir dabei Sorgen bereitet ist nicht, dass die Soldaten nicht in die Stadt kommen, was ganz sicher ein nicht zu verachtender Faktor im Touristengeschäft wäre, sondern vor allem, dass ich 1.) nichts über etwaige Folterlagerflüge via Leipzig lese, dass 2.) die Bevölkerung m. E. nicht ausreichend darüber informiert wurde, was 3.) schon allein deshalb geboten scheint, da die Stadt mit einem Militärflughafen sicher zu einem terroristischen Ziel werden könnte. Dazu kommt noch, dass ich mit Nachtflügen von normalen Reisenden oder der Wirtschaft (DHL et al.) gern leben möchte. Wenn ich dann aber durch von mir abzulehnende Militärflüge geweckt werde, fällt es mir schwer, das zu akzeptieren. Ganz dicken, fetten Minuspunkt für den Flughafen Leipzig und dessen Betreiber.

Hauptlesesaal Albertina Leipzig

Hauptlesesaal Albertina Leipzig am Abend

Rufus den Nacktmull…

…gibt es auch bei Karstadt.

Rufus der Nacktmull als Plüschfigur im Karstadt leipzig

Jeder hat sein ganzes Päckchen zu kaufen

A Guitar w/o a G string.

Zumindest gilt das dann, wenn man eine 0,58 mm starke bronzeumwundene Saite von C. F. Martin & Co. kaufen möchte. Ich hatte noch eine Packung frischer Saiten, allerdings ohne entsprechende G-Saite und wollte nur ergänzen. Aber das geht nicht, denn einzeln reißen sie zwar aus irgendwelchen Gründen beim Aufziehen, werden so aber nicht verkauft. Schon das letzte Mal hatte ich das gleiche Problem mit einem unvollständigen Set. Damals kaufte ich mir ein komplette Packung und entnahm nur die benötigte G-Saite. Fehlende G-Saiten ziehen sich bei mir, sozusagen, durch meine Saiten-Geschichte. Immer fehlt die, die ich beim letzten Mal aus dem Set genommen hatte, und nie bekomme ich sie einzeln. Natürlich könnte ich auch einfach einmal die neuen E-, A-, D-, H- und E-Saiten entsorgen und einen Neustart beginnen; schon alleine, um mich nicht mehr über diese Situation des andauernden G-Mangels zu ärgern. Aber zum Wegschmeißen sind sie zu schade. Vielleicht spende ich sie auch der Musikschule…

Verschwende deine Zeit

Gar nicht schlecht finde ich “Verschwende deine Zeit (Gisberts Blues Nr. 135)” von Gisbert zu Knyphausen. Aber vielleicht liegt das nur an der aktuellen Stimmung.

5:4 im Wartezimmer

Kati meint, dass die großen Serviceunterschiede zwischen Privat- und Kassenpatienten in Leipzig–ich erzählte ihr vom ersten Anruf bei meiner Orthopädin (privat:nächste Woche, Kasse:in drei Monaten)–daher kämen, dass so wenige Menschen hier privat versichert seien, was mir sofort einleuchtete. Auch hier ein Art Almendeproblem. In Leipzig warten jedoch nicht nur Privatversicherte noch nicht, sondern auch die Vertreter der Pharmaunternehmen. Zumindest ist das bei meiner Hausärztin so, auch wenn sie sie nicht sofort ins Sprechzimmer ruft. Am Montag stand es bei Frau Z. in der Kochstraße 5:4. Also fünf wartende Patienten vs. vier wartende Pharma-Vertreter. Zwei von denen, eine Dame, die mir das ideale Bild zum Eintrag “ungainly” in einem Bildwörterbuch des Englischen zu sein schien, und ihre Kollegin, eine aufgetakeltes Schiff, gehörten zusammen und entschieden sich für die mittlere Variante einer Reihe möglicher Vorgehensweisen in gefüllten Wartezimmern: die Mittelschnelle, bei der man die Ärztin vor dem Sprechzimmer abfängt und ihr fünf Minuten nimmt. Ein Herr, der mit seinem Subsubnotebook neben mit sitzend “zauberte” (so nannte das die recht formlose Dame)–ja, man kennt sich gut in der Szene–hatte sich indes für die lange Variante entschieden: Er würde es aussitzen bis er an die Reihe kam. Der letzte, ein Typ vom Schlage eines Agraringenieurs, kam zuletzt, entschied sich für den schnellen Weg, indem er nur eine Broschüre hinterließ, und eile alsbald, seine Kollegen kaum gewürdigt habend wieder davon. Vier von neun hatten also die Wahl. Der Rest saß bis zum bitteren Ende.

Connewitz zugestellt: Wenn die Parkplatzsuche zum Problem wird.

meldet das charmante Lokalradio mit studentischem Flair.

Alle haben Recht und auf Roster gehört Senf

Es ist schon ein ganz großer Mist, wenn einem das Blog gerade dann zerhackt wird, wenn man mit Fieber im Bett liegt. Zeichen des dräuenden Unheils gab es indes schon länger. Hätte ich nur einmal eher reagiert! Beim Heldenstadt-Treffen neulich tönte ich noch mit meinem veralteten WordPress und meinte auf die Hinweise zu den Sicherheitslücken nur, dass niemand mehr ein WP 2.0 hacken würde. Geirrt. 😉 Aber da waren ja auch die anderen Zeichen. Leere Kommentare, zum Beispiel, die sich nicht aus dem Spamfilter löschen ließen. Als dann ein vor ewigen Zeiten im Suff geschriebener und seitdem in der Entwurfliste der Löschung harrender Eintrag ohne mein Zutun mit der Zugabe einiger Konsumempfehlungen veröffentlicht wurde, war es amtlich: dieses Blog wurde zerhackt. Meine Hoffnung, dass ich in Ruhe nach einer Lösung suchen könnte, zerschlug sich, als mir Besteckfachinlaufrichtung mitteilte, dass mein Feed nicht mehr funktioniere. Alles war betroffen. Alles. Alles also aus. *klick*

Was habe ich gelernt? Per Hand knapp 150 Spamzusätze aus den eigenen Texten zu löschen dauert auch halbautomatisch seine Zeit. 1&1 sind beim Einrichten schnell. Will man eine Datenbank löschen, oder auch eine Subdomain, dann kann man zwischenzeitlich schon einmal gut ausschlafen. Das aktuelle WordPress ist viel cooler als das alte. Also zumindest von hinten. Vorne gibt es noch Unstimmigkeiten, die aber eher an einer schlechten Dokumentation des Stylesheets liegen. Und: Geht man mit einer Irin und einem Briten in den Johannapark grillen, kümmert man sich am besten um Wurst, Brötchen und Senf, nicht um den Grill, Wein oder die Gläser. Sonst muss man nämlich unter Umständen die Roster im süßen Labberbrötchen im Hot-Dog-Stil mit Ketchup essen, was eines echten Thüringers echt nicht würdig sein kann. Aber das ist eine ganz andere Geschichte…