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Buchmessenlogbuch | Tag 2

Der erste Tag der Buchmesse war nicht nur für einige Besucher eine große Anstrengung (Tüten schleppen, schlechte Lesungen hören, Kinder ertragen, Erwachsene ertragen) sondern auch für einige Akteure auf Produzentenebene.

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Charlotte Roche, die Autorin des Bestsellers Feuchtgebiete, zum Beispiel, hetzt auf der Leipziger Buchmesse 2008 von einem Termin zum anderen. Am Mittwoch war sie um 22 Uhr im Café Telegraph zur Lesung, gestern (am Donnerstag) las sie um 11 Uhr für 3sat in der Glashalle und beantwortete noch ein paar Fragen von Gert Scobel. 12 Uhr musste sie bereits in Halle 5, am Stand ihres Verlages sein, um dort ebenfalls zu lesen. Auch auf dem blauen Sofa darf die junge Frau mit dem roten Buch mit Pflaster nicht fehlen. Dort war sie um 13 Uhr zu Gast. Danach gab es bestimmt keine Zeit zum durchatmen. Schließlich musste sie in der Nähe bleiben, um kurz vor Toresschluss um 17.45 Uhr erneut dem Herrn Scobel Rede und Antwort stehen zu können.

Top/Flop/Tipp für Freitag, 14. März 2008

Top: Blogger kennen einige Slam-Poeten. Diese bloggen selbst nämlich auch überdurchschnittlich häufig. Wer die Slam-Szene in Leipzig nicht kennt, dem sei gesagt, dass es am Freitag eine Sonderveranstaltung der Leipziger livelyriX gibt. Alle anderen wissen es ohnehin schon. Diesmal dabei: Volker Strübing, Felix Römer, Michael Bittner und einige andere. Diesmal besonders: der Ort und die Moderation. Die letztere teilen sich der beliebte Leipziger Barde Julius Fischer und sein Kollege Christian Meyer. 21 Uhr, Victor Jara, Eintritt.

Flop: Nichts ist unerfreulicher als Selbstdarsteller ohne Grund. Um 13.30 Uhr liest Peter Escher, der in Leipzig deutschlandweit bekannte Fernsehmoderator aus einem Buch, das den Titel Ein Fall für mich trägt. Leider findet man im Programm den Hinweis, dass es sich dabei um eine “mehrmalige Veranstaltung” handelt. Obacht, also! Es könnte passieren, dass man auch zu anderen Zeiten Zeuge einer solchen Lesung wird. 13.30 Uhr – 14.00 Uhr, Leipzig liest Forum (Halle 5, Stand D506).

Tipp: Norbert Leisegang sieht extrem gut aus. Norbert Leisegang macht gute Musik. Norbert Leisegang ist kult. “Keimzeit” sag ich nur für die, die noch nicht verstanden haben, um wen es geht. Dieser Mann ist um 21 Uhr mit dabei, wenn im Anker bekannte Geschichten von Wilhelm Busch gesungen werden. Tageskasse/Abendkasse (am besten vorher einmal telefonisch Anfragen, ob es noch Karten gibt).

Ansonsten fehlt mir nur noch zu sagen: Herzlichen Glückwunsch Clemens Meyer! Ein krasser Typ gewinnt mit ‘nem Buch ‘nen Haufen Kohle. Chapeau!

[Dieser Beitrag wird zeitgleich bei Heldenstadt veröffentlicht und kann dort kommentiert werden.]