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Die Axt im Kopfe: “Borowski und das Mädchen im Moor”

Auch das Studio Hamburg scheint die Folge stark diskutierter Tatort-Folgen fortsetzen zu wollen. Diesmal gibt es jedoch keine inzestuösen Aleviten oder andere kleinasiatische Spezialitäten sondern eine Totemgeschichte. Der deutsche Kommissar als Schamane, der–dem Wolf folgend, selber ein Wolf seiend– … Also eigentlich ist das ja viel komplexer mit dem Schamanismus: das Krafttier und dessen Symbolik, Nebel, das Totenreich, und und und. Doch bevor man sich da irgendwo zwischen dem Baltikum und Mexiko total verzettelt, haut man lieber die Axt in den Kopf, verschmiert so richtig das Schlafzimmermobiliar und hofft, dass man sich auf diese Schlachtorgie konzentriert und nicht auf die extrem unausgegorene Handlung. Hätte so schön sein können zwischen Kistenauftauch-Slapstick und Ontologie. Leider haben wohl aber Mut oder Übersicht gefehlt. Oder beides.

Solitärkommentar

  1. Kaiser Heinrich II wrote:

    Jetzt sei doch nicht so neagtiv! Für mich war es der beste Tatort seit Langem, und dass, obwohl der Mörder von vornherein bekannt war, demzufolge allein auf Detailspannung gesetzt werden konnte. Aktuell war er noch dazu – denn schuld sind immer die Banken. Slapstick sollte man übrigens nicht grundsätzlich mit tatsächlicher Verzweiflung gleichsetzen.

    Monday, February 18, 2008 at 11:41 am | Permalink

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