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Monthly Archives: February 2008

SuKuLTuR-Buch am Connewitzkreuz gefunden

Da lag es zu meinen Füßen, dieses gelbe Heft. Es scheint noch unausgelesen; und da ich denke, dass jemand der diese Bücher liest, auch bei den Leipzig-Blogs mitlesen könnte, hier der Aufruf an den Verlierer: Hey Verlierer! Dein Buch ist hier. Ich gebe es dir gern zurück. Hinterlass doch im Kommentar den Titel des Werks und/oder den Autor! Gibst du deine E-Mail-Adresse an, dann schreibe ich dir. (Keine Angst vor Spam; die Adresse erscheint nicht im Kommentar.)

Gähnschnarch

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Ach hätte ich doch nur ein Skull-Trail-Motherboard mit entsprechender Bestückung. Dann könnte ich auch endlich die störenden Heizkörper in der Bude abmontieren und vollständig mit dem Rechner heizen…

Vorbereitung zum Fechtkampf

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Am Bundesverwaltungsgericht

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Wie Donne

Isch SOG’S ümmer: “Füschde wie Donne. FÜSCHTE WIE DONNE!” Unnun frog isch misch: Müsste dos nisch de Füsch-TEN-stroße sein? Fehlt da nisch ehn ‘n’ im Stroßennomen?

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Letzte Minol-Tankstelle in Leipzig

…und auf dem Weg von Ikea kommt man natürlich an der letzten Minol-Tankstelle der Welt vorbei. Total (man erinnert sich noch an die Leuna-Affäre) hatte, um nach dem Ende der Minol-Tankstellen im Jahr 2000 die Markenrechte nicht verfallen zu lassen, 2003/04 ein paar MINOL-Tankstellen in Berlin, Chemnitz und Leipzig (wieder)eröffnet. Bis auf die Leipziger Tankstelle wurden alle anderen bald geschlossen. Leider habe ich den Minol-Pirol nicht gesehen (neulich in irgendeiner Zeitung aber schon). Aber immerhin…

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Was man mit Gelb andernorts macht…

Gelbrückgabe bei Ikea in Günthersdorf bei Leipzig

“Leises Gelächter unter den Zuhörern”…

meint Gregor Peter Schmitz in Washington via CNN aus dem Publikum der auf dem Campus der University of Texas in Austin stattfindenden Vorwahldebatte zwischen Barack Obama and Hilary Clinton vernehmen zu können, als Obama schließt, dass seine Anhänger irgendwie einem Wahn unterliegen (YouTube bei 2:20). Es scheint ein netter Wahn zu sein. Obama spricht klarer. Er kann sprechen. Er sagt z. B. nicht “die Staaten im Süden”; er sagt “Mexiko”. Das kommt an. Er sagt aber auch, dass er keine Pflichtkrankenversicherung für alle Bürger seines Landes haben möchte. Trotzdem ist man zufrieden im Publikum. Irgendwie schafft er es. Er kann sprechen. Letztlich scheint er ein großer Verpackungskünstler, wohingegen seine derzeitige Konkurrentin wie eine revolutionäre Fischfrau wirkt, die ihr Versprechen des Wandels nur in altes Zeitungspapier einschlägt.

Wie geht’s eigentlich …

… der Digicam?

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Die Axt im Kopfe: “Borowski und das Mädchen im Moor”

Auch das Studio Hamburg scheint die Folge stark diskutierter Tatort-Folgen fortsetzen zu wollen. Diesmal gibt es jedoch keine inzestuösen Aleviten oder andere kleinasiatische Spezialitäten sondern eine Totemgeschichte. Der deutsche Kommissar als Schamane, der–dem Wolf folgend, selber ein Wolf seiend– … Also eigentlich ist das ja viel komplexer mit dem Schamanismus: das Krafttier und dessen Symbolik, Nebel, das Totenreich, und und und. Doch bevor man sich da irgendwo zwischen dem Baltikum und Mexiko total verzettelt, haut man lieber die Axt in den Kopf, verschmiert so richtig das Schlafzimmermobiliar und hofft, dass man sich auf diese Schlachtorgie konzentriert und nicht auf die extrem unausgegorene Handlung. Hätte so schön sein können zwischen Kistenauftauch-Slapstick und Ontologie. Leider haben wohl aber Mut oder Übersicht gefehlt. Oder beides.

Don’t Believe the Romp: Schein und Sein der Creative Class im Rahmen der (POP UP in der nato

[Dieser Beitrag erscheint gleichzeitig bei Heldenstadt.de. Dort kann auch kommentiert werden.]

Don't Believe the Hype_Nato LE_20080212

Mark Daniel von der örtlichen Regionalzeitung hatte seine liebe Not, die Kampfhähne zu seiner Rechten und Linken–wobei die genaue Position gar nicht so wichtig war–in ihre Schranken zu weisen und die Diskussion zu leiten. Letztendlich versagte er als Moderator der Runde, die sich mit dem Thema “Don’t Believe the Hype: Schein und Sein der Creative Class” in der naTo beschäftigen wollte. Die beiden Hähne (wenn ich bei diesem Bild bleiben darf) waren (siehe unten) der fast schon berühmteberüchtigte Sascha Lobo (riesenmaschine) und Ulrich Bröckling (Uni Leipzig). In ihrer Mitte die streitbare Arne Linde (Galerie ASPN).

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Natürlich dachte sich das Publikum, dass man über Spezifika der neuen kreativen Klasse oder über die Definition und die Probleme der digitalen Boheme sprechen würde. Doch es wurde enttäuscht. Nachdem nach einigen Minuten alle Mikrofone funktionierten, konnte man vor allem Worthülsen vernehmen. Phrasen wurden gedroschen. Vor allem von Lobos Seite. Der fiel seinen Gesprächspartnern häufig ins Wort, um es ihnen alsdann umzudrehen. Leider gab es keinen intellektuellen Ausgleich für solch schlechtes Benehmen. Aber vielleicht war das auch Teil einer groß angelegten Zermürbung des Publikums durch die Veranstalter. Erst ließ man viel zu viele Menschen in einen viel zu kleinen und schlecht belüfteten Raum, dröhnte sie vor der eigentlichen Veranstaltung maßlos mit viel zu lauter Musik zu und schaltete, während Menschen versuchten zumindest vernünftige Stehplätze zu ergattern, das Licht aus, um Werbung für andere Veranstaltungen an eine Leinwand zu projizieren.

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Die Diskussion waberte irgendwo zwischen allgemeiner Kapitalismuskritik, dem Lob der Individualität, möglichen Definitionen von Kreativität, Gründen den Ort zu verlassen (Toilette oder Fußball) und dem bedingungslosen Grundeinkommen hin und her. Selbst das Publikum, so vielfältig seine Beiträge (vom sozialschmarotzenden arbeitslosen Landschaftsgärtner über den erfolgreichen bis zum demnächst gescheiterten Kreativunternehmer) auch gewesen sein mögen, schaffte doch nicht das Kunststück, die verfahrene Diskussion, der an allen Ecken eine Struktur fehlte, eine wertbringende Richtung zu geben. Sehr unterhaltsam war die Runde aber schon: die Kontaktschranken–auch zum Publikum–waren sehr niedrig, auf der Bühne wurde viel gegessen (links bis Mitte) und getrunken (rechts), man beschimpfte sich inbrünstig oder wechselte die Rollen (sowohl argumentativ, als auch funktional: Arne Linde übernahm zwischenzeitlich die Moderation). Irgendwie war es aber doch eine Riesenzeitverschwendung.

Selbstmord ist keine Kunst: “Wo bleibt denn da die Pietas?”

Jane will sich das Leben nehmen. Die letzten neunzig Tage möchte sie in ihrem Blog dokumentieren. Ob sie es wirklich tun wird oder nicht, weiß niemand. Wer es ist oder was es ist, weiß auch niemand. Gerätselt wird in der Bloggosphäre. Mal schauen.

Das junge Ding hat sich schon das richtige Kleid für ihren großen Tag herausgesucht und dokumentiert es auf YouTube.

Oops, das war nur ein Nachahmer. Das Original ist hier. Da sieht man auch ganz gut, dass poor Jane nicht alleine filmt–einer der vielen Hinweise darauf, dass es sich um eine Werbekampagne oder ein Kunstprojekt handelt.

Falls es sich um Kunst handelt, scheint das Prinzip klassisch und im doppelten Sinne web-2.0-ig. 1.) Die Vernetzung über alle Kanäle, über Blogs und Youtube wird genutzt, um das Projekt bekannt zu machen (virales Marketing). Mit einem zugleich “skandalösen” (Selbstmord) und dem poetischsten Thema überhaupt–dem Tod einer schönen Frau (vgl. Poe)–gelingt dies besonders gut. 2.) Die “Weisheit der Vielen” (hier: “Das Getuschel der Vielen”) wird für das Projekt genutzt. Spätestens seit John Cages 4’33” ist das Thema in der Kunst jedoch abgedroschen. Natürlich ist das eigentliche Kunstwerk der Hype um den Selbstmord; die Kommentare im Blog, die entweder bestürzt, sarkastisch, …, religiös, oder zustimmend wirken; die Reaktionen und Antwortvideos bei YouTube; das Echo im Bloggerwald an sich. Alter Wein in Web-2.0-Schläuchen.

Es sei denn, natürlich, Jane hieße wirklich Jane, wollte sich in der Tat das Leben nehmen, das ganze wäre keine Kunst. Dann wäre es zwar auch nicht neu, aber auf einer menschlichen Ebene traurig. Wollen wir hoffen, es ist das kleinere Übel: schlechte Kunst.

Update 2008-02-15: Wir werden auf den Crazy-Jane-Effekt lange warten können. Die Kiste ist aufgelöst, das Blog verschwunden. In der Auflösung (dem letzten Eintrag), schreibt Jane:

My closeness to this project must have made art seem like reality to many people. That is not a reaction that I expected nor can I morally justify. This is why my project, 90DayJane, will be taken down in the next few hours. […] 90DayJane was meant to mirror the tragic figure, Christine Chubbuck. Newscaster Christine Chubbuck committed suicide in 1974 by shooting herself in the head live on air. She was very vocal about her depression to those around her and gave every indication of her exact intentions leading up to the event. Sadly, no one reacted or helped Christine and those left behind could only ask “why”. […] Her story both inspired and terrified me because I can truly empathize with her rage and even her isolation. I wondered how Christine’s life and subsequent suicide would play out in our time. Would the internet be yet another place of isolation to her or an escape? [Quelle]

Hirsche in der Lößniger

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Vielleicht sollte ich die aktuelle Phlog-Phase mit Hirschen abschließen.

Monsterverkauf Katharinenstraße

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Schon besetzt

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Was soll man schon von einem Schrank erwarten, …

… der in einer Universität steht?

Kopflastiger Schrank

Jay D. Bolter in Bayreuth

Yes, he talked at the Americanisms conference in Bayreuth. Topic: “The Scopic Regimes of American Media Culture”.

Jay Bolter in Bayreuth

Pink Upholstered Vagina Couch

In der großen Liste findet man vieles. Auch solche Dinge.

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