…ist ein lupenreiner Demokrat. Zwar fand ich das Interview mit unserem Oberbürgermeister im LF (Ich mache dem Stadtrat nur einen Vorschlag…) und auch die Nutzung des Leipziger Amtsblatts für die Zwecke des Stadtwerketeilausverkaufs deplaciert, doch muss ich sagen, dass die angekündige Rechtsprüfung des Bürgerbegehrens gegen diesen Verkauf Leipziger Eigentums natürlich sehr für Jungs demokratisches Selbstverständnis spricht. (Herr Jung, ich möchte kotzen.) Während Dona-Nobis-Tiefi in Berlin für die Bahnprivatisierung verheizt wird, betreibt man hier schon wieder eine schlimme Provinz-Posse. Ich sehe für die nächsten Oberbürgermeisterwahlen schwarz für die SPD in Leipzig und goldene Zeiten für Dunkelrot und Konservativ. Vielleicht sollte wirklich einmal der Antifilz-KFZ-Mechaniker die Werkstatt durchkehren. In Sachen Bewahrung wünsche ich den Bewahrern (Konservativen) im Stadtrat ein glückliches Händchen.
Übrigens ist die Idee, dass der Käufer der Anteile ein paar Jahre Geld in die Leipziger Kultur stecken würde nicht sehr beruhigend. So wie freie Kulturprojekte in Leipzig (nicht) gefördert und gleichzeitig sinnlos Kulturkohle verbrannt wird (vgl. Henri Maier vs. Riccardo Chailly Burk Jung), wird das Leipzig wohl kaum etwas nutzen.




Solitärkommentar
Zu einem demokratischen Verfahren gehört doch auch saubere Antragstellung. Um das Beispiel von Jung selbst aufzugreifen: soll die LWB, entgegen der seit Jahren von allen Parteien mitgetragenen Praxis, keine Wohnungen mehr verkaufen dürfen? Die vom Bürgerbegehren angestrebte Generalblockade riecht nach Populismus.
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