Skip to content

Monthly Archives: November 2007

Geschwister? Zumindest das Lächeln ist gleich.

fabian_und_wassi.png

[Prof. Dr. Thomas Fabian und Wassi in der Grundschule Holzhausen. Quelle: aqua.l, 4/2007, 4-5]

Uni-Sex(ismus): Der Kampf für die Unisextoilette möge beginnen!

unisex.png

Hört! Hört!

[PS: Da fällt mir die Ali-G-Episode zum Feminismus ein… Do you think that all girls should try uni sex at least once?]

Hern Wikert seine Baletrupe

Irene Dische bereits am 4. November bei NDR im Gespräch mit Uli Wickert, der (vgl. 24’30”) beim Thema neue Rechtschreibung ziemlich ertappt und unfokussiert klingt:

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.


Das ist ein Link zum NDR-Podcast.

Wie war das noch?

“Wenn es jetzt die Balletttruppe mit drei t heißt. […] Das ist so absurd.”

“Vermutlich haben die auch nicht richtig nachgedacht. Sondern da hat ein Beamter ihnen [den Kultusministern] eine Vorlage gemacht […].”

Hauptsache Herr Wickert verfügt da über die entsprechende Expertise.

“Da kann man nur seufzen!”

Weihnachtliches Pane Hone bei Albrechts um die Ecke

pane_hone1.png

– Schreib mal ein Preisschild für diesen italienischen Kuchen!

– Wie heißt das Zeug?

– Pane Hone.

– Wie?

– Steht doch drauf! Hier P-A-N-E  H-O-N-E.

– Ach so! Und ich dachte schon, du kannst Italienisch.

– Nee, das kann hier keiner.

pane_hone2.png

Buß- und Bettag

Am Morgen des Buß- und Bettag sitze ich vor den CDs der Woche. Gerade aufgestanden und schon ganz gespannt, was die Musikredakteure bei SpOn herausgekramt haben. Ungekämmt, erste Tasse Kaffee in der Hand. Es klingelt. Noch einmal. Noch einmal. Immer wieder. Ich bin alarmiert. Am Feiertag? Wer kann so aufdringlich sein. Sofort überlege ich, was ich schnell verschlucken müsste, käme jetzt der Zoll oder die Bundespolizei. Aber da ist nichts, was ich verschlucken könnte und müsste. Ich erhebe mich also gemütlich vom Rechner und stapfe zur Tür um in die Sprechanlage zu hören. Allerdings ist da nichts zu hören, denn es geht nur eines: klingeln oder sprechen. Und es klingelt. Es kreischt. Ein Tönen, dass ich von der Nostomo kenne. Oder auch von anderen Raumschiffen, bei denen der Selbstzerstörungsmechanismus aktiviert wurde. Bei mir gibt es keine Ansagen. Nicht “noch 1,5 Minuten bis zur Sprengung Ihrer Mietwohnung”. Kein “bitte benutzen sie die Fluchtkapseln”. Nichts. Nur das Lärmen des Gerätes. Ich werde langsam wach, öffne das Fenster um zu sehen, wer denn da vor dem Haus mit dem Finger an der Klingel steht. Zwei Menschen mit Mappen auf dem angewinkelten Arm. MDR? Zoll? Zeitung? Definitiv keine Staubsauger! DRK? Johanniter? Aber die sehen immer so praktisch angezogen aus. Mein potentieller Feiertagsbesuch trägt dunkel. Das Läuten stoppt. Am Hörer ein junger Mann, der sich entschuldigt. Die Taste sei hängen geblieben. Kein Problem. Danke für das Herausziehen. Am Buß- und Bettag seien viele Menschen irgendwie naja – so richtig habe ich mir das nicht gemerkt. Irgendwie geht es darum, dass viele so ins Leben geworfen seien und einen Führer brauchten. Oder einen Ratgeber. Das ist eigentlich trivial. Ob denn die Bibel so ein Ratgeber und Begleiter sein könne. Oh nein! Schlimmer als Zeitungs-, Staubsauger- und GEZ-Drücker zusammen! Ich tippe auf die Zeugen. Aber die beginnen doch immer mit persönlicher Betroffenheit. So nach dem Motto: “Wir möchten gern mit Ihnen über IHR Leben reden.” Oder “Es geht um etwas für SIE sehr wichtiges.” Aber vielleicht gibt es bei denen einen neuen PR-Chef und man versucht etwas revolutionär neues. Wer weiß? Ich denke an das Telefonmarketinggegenskript, dass ich noch nie anwenden konnte. Ich denke daran, wie unverschämt ich unangekündigte Geschäftskontakte an der Tür und am Telefon finde. Ich denke daran, wie die armen Schweine am Feiertag nichts anderes zu tun haben, als durch das Viertel zu tingeln um Leute in Gespräche zu verwickeln. Ich denke daran, dass es Leute gibt, die sich verwickeln lassen, die fortan irgend einer Kirche Geld geben werden, die sich vielleicht gegen Blut- und Organspenden, gegen Homosexuelle und Rockmusik aussprechen werden. Ich denke an einen Freund, der die Zeugen mal in seine Küche ließ um mit Ihnen die Existenz Gottes auszuloten, bis die Besucher schließlich aufgeben mussten und ziemlich verzweifelt die Wohnung verließen. Ich denke daran, dass ich eigentlich in die CDs der Woche hören möchte. “Danke, Bibel habe ich schon. Ich wünsche noch einen schönen Feiertag. Auf Wiedersehen!”

Plattmacher mit Gespür für Titte

So passiert am 19. November im Feuilleton-Pressegespräch beim D-Radio:

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.


Das ist ein Link.

Sehr schön: Aust als “Plattmacher”, das “Gespür für Titte und so weiter”, und das Wenden des Herrn Matthias Matussek bei der Nachfrage nach Nicolas Iljine von der Guggenheim-Stiftung. Sehr geil. Da kann man schleimig und wendig sein wie ein Aal, und trotzdem, und trotzdem …

Herbstblatt

herbstblatt.jpg

Muss wohl Herbst sein.

AWG

Eine unumstößliche Wahrheit, auf die mich Looza aufmerksam machte.

alle_werden_gluecklich.jpg

*g* *g* *g*

ggg_abschluss.jpg

Fragen an Gunter Weißgerber (MdB)

Leicht gekürzte Kopie meiner Nachricht an MdB Gunter Weißgerber (Wahlbezirk Leipzig II).

Sehr geehrter Herr Weißgerber,

[…] Wie ich der Website des Bundestages entnommen habe, haben sie in der 124. Sitzung des Bundestages am 9. November in der namentlichen Abstimmung zur “Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung und anderer verdeckter Ermittlungsmaßnahmen sowie zur Umsetzung der Richtlinie 2006/24/EG; Drs.16/5846 und 16/6979” mit “Ja” gestimmt.

Leider finde ich weder auf Ihrer Website eine Stellungnahme dazu, noch habe ich eine Antwort auf Anfragen im Vorfeld (vgl. hier) bzw. nach (vgl. hier) der Abstimmung gefunden. Deswegen wende ich mich nun direkt an Sie.

Mich würde interessieren, wie Sie Ihre Entscheidung mit Ihrem rechtsstaatlichen und demokratischen Verständnis vereinbaren können. Denken Sie, dass Sie Ihrer Pflicht nach Artikel 38, Absatz 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland nachgekommen sind? Wie haben Sie, auch im Hinblick auf die deutsche und Ihre eigene Geschichte, der Konstruktion einer abstrakten Terrorgefahr folgend, massiven Einschränkungen bürgerlicher Rechte (besonders nach Artikel 5, GG) zustimmen können? Oder vertrauen Sie, vielleicht nicht allein nach Ihrem Gewissen entschieden habend, wie andere Kollegen auf das Bundesverfassungsgericht (vgl. Anlage 4 “Erklärung nach §31 GO” des stenografischen Berichts der Sitzung)?

In der Sitzung haben Sie über das “Einheitsdenkmal” gesprochen. Sie waren an der friedlichen Revolution in der DDR beteiligt. Waren Sie einmal in der Runden Ecke? Schätzen sie das Fernmeldegeheimnis nicht? Wie konnten Sie gesetzlichen Regelungen, die de facto dafür sorgen werden, dass von allen Bundesbürgern festgehalten wird, wann sie mit wem telefoniert haben, wem sie welche E-Mail zu welchem Thema geschrieben haben und auf welchen Internetseiten sie nach Informationen gesucht haben an einem 9. November zustimmen?

Schämen Sie sich dafür kein bisschen? Oder sorgen Sie sich nur darum, dass die SPD für die Generation Internet nun eigentlich unwählbar geworden sein sollte? Oder ist es Ihnen ganz gleich?

Herzliche Grüße

[…]

Keine Güterzüge am Hauptbahnhof…

…führen mehr, schreibt Mephisto.

gueterzuege_am_hauptbahnhof.png

Wo soll ich denn da meine Güter herbekommen?

Letzter Leipziger Tatort mit Peter Sodann und Bernd Michael Lade

(Kreuz) (Kreuz) (Kreuz)

Scherbengericht Südvorstadt

Freunde der Südvorstadt,

ich sammel Scherbenbilder aus der Südvorstadt (z. B. von der Karli). Falls du welche hast und mir zur Verfügung stellst für dieses Blog oder für die Heldenstadt (Lizenz: CC Share Alike + Namensnennung), dann schick sie mir!

Wann hast du dir das letzte Mal einen Platten auf der Karli eingehandelt? Wie sind deine Scherbenerfahrungen?

Bedank!

Tschüssi Fernmeldegeheimnis! Hallo Überwachungsstaat!

Könnte man jetzt nicht Arbeitsplätze für Spezialisten schaffen? Mal bei Frau Birthler anfragen? Wer hat noch gleich dafür abgestimmt? *ärger*

Patrick Breyer (AK VDS): “Das Fernmeldegeheimnis wird von den Gerichten wieder hergestellt werden. Dagegen ist die Wählbarkeit von SPD, CDU und CSU für die Generation Internet endgültig verloren gegangen” [hier].

Nach der Internetsteuer noch einmal so ein Ding. Vielleicht liegt Breyer richtig. Wäre schade, gerade um die ehemalige Volkspartei SPD.

Gegen den Präventivüberwachungsstaat, gegen Stasi 2.0: CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke entscheiden heute über Vorratsdatenspeicherung

Damit mir spätere Generationen keine Mitläuferschaft vorwerfen können, muss ich jetzt ganz kurz vor der Abstimmung (trotz Ecke rechts oben) noch einmal sagen, dass ich gegen die Vorratsdatenspeicherung und die Umwandlung Deutschlands vom freiheitlich demokratischen Rechtsstaat zum präventiven Überwachungsstaat bin und davor warne. Es wäre sehr sehr traurig, wenn der Bundestag heute tatsächlich für die Vorratsdatenspeicherung stimmen würde.

Damit man weiß wie und wer dafür oder dagegen gestimmt hat und wer denn anwesend war oder nicht, möge man heute Debatte und Abstimmung auf einem der folgenden Nachrichtenkanäle live verfolgen:

Von 12.55 Uhr bis 13.55 Uhr will der Bundestag über den Gesetzentwurf zur “Neuregelung der Telekomunikationsüberwachung”, der eine sechsmonatige Speicherung aller (!) Verbindungsdaten in Deutschland vorsieht debattieren.

Weitere Info bei vorratsdatenspeicherung.de.

Wie man langweilige Nachrichten schön schreibt: Sebastian Wieschowski bei SpOn

Glücklich und erschöpft liegen sich die Kollegen des T-Punktes in der Schildergasse in den Armen, stoßen mit Sekt an, verschwinden in der Finsternis der Großstadt. Und immer wieder sieht man zwischen Einkaufsstraße und Hauptbahnhof einsame Menschen im strömenden Regen auf Bänken sitzen, die eifrig eine schwarze Kiste aufreißen und gierig ein futuristisch aussehendes Telefon herausnehmen.

Wie damals bei der Autorennbahn. Wie an Weihnachten.
[Quelle]

Bisschen Klischee, aber schön.

Einen an der Waffel: Politikdiskussion in SL

Heute nachmittag kann man im Politikland von politik.de (polidia GmbH) in Second Life einer Diskussion zum Thema Online-Durchsuchungen beiwohnen. Gesprächspartner sind die innenpolitischen Sprecher diverser Bundestagsfraktionen: Hans-Peter Uhl (CDU+), Dieter Wiefelspütz (SPD), Gisela Piltz (FDP), Wolfgang Wieland (Grüne+). “Warum nicht einmal dort vorbeischauen?”, fragt man auf der Website des Veranstalters. “Warum dort vorbeischauen?”, frage ich.

Crowd Surfing im Auensee

Was sagt man denn, wenn einem ein neun Tage älterer Mann aus Leeds sein verschwitztes Hemd und seine schöne Hose samt Körper in die Hände drückt? “Na na na na naa” (mit entsprechender Zeigefingerbewegung) oder “Bitte!”? Vielleicht auch “Danke”? Schön war es, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass Andrew Whites Gitarre am Anfang ganz leicht verstimmt klang.

Vielleicht war es das kleinste Konzert der Kaiser Chiefs auf der European Tour. Auf der Website des “MTV’s Artist of the Week”, der Silversun Pickups, taucht der Gig im Haus Auensee erst gar nicht auf, auch wenn der erstaunliche Schlagzeuger dieser Vorband mehrfach den Zusammenbruch seines Crash-Beckens und des dafür zuständigen Roadies riskierte. Werbung gab es auch kaum. Die Bude nicht ganz voll. Aber schön eben.

jakobinarina.jpg
Vorband Jakobinarina.

karte.JPG

Everyday I Love you Less and Less…

Die Chiefs heute in LE. Yeah!

Denn auch Herr Jung…

…ist ein lupenreiner Demokrat. Zwar fand ich das Interview mit unserem Oberbürgermeister im LF (Ich mache dem Stadtrat nur einen Vorschlag…) und auch die Nutzung des Leipziger Amtsblatts für die Zwecke des Stadtwerketeilausverkaufs deplaciert, doch muss ich sagen, dass die angekündige Rechtsprüfung des Bürgerbegehrens gegen diesen Verkauf Leipziger Eigentums natürlich sehr für Jungs demokratisches Selbstverständnis spricht. (Herr Jung, ich möchte kotzen.) Während Dona-Nobis-Tiefi in Berlin für die Bahnprivatisierung verheizt wird, betreibt man hier schon wieder eine schlimme Provinz-Posse. Ich sehe für die nächsten Oberbürgermeisterwahlen schwarz für die SPD in Leipzig und goldene Zeiten für Dunkelrot und Konservativ. Vielleicht sollte wirklich einmal der Antifilz-KFZ-Mechaniker die Werkstatt durchkehren. In Sachen Bewahrung wünsche ich den Bewahrern (Konservativen) im Stadtrat ein glückliches Händchen.

Übrigens ist die Idee, dass der Käufer der Anteile ein paar Jahre Geld in die Leipziger Kultur stecken würde nicht sehr beruhigend. So wie freie Kulturprojekte in Leipzig (nicht) gefördert und gleichzeitig sinnlos Kulturkohle verbrannt wird (vgl. Henri Maier vs. Riccardo Chailly Burk Jung), wird das Leipzig wohl kaum etwas nutzen.