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Monthly Archives: October 2007

Der galoppierende Wahnsinn: Stadtwerkeverkauf in Leipzig

Zum absurden Vorhaben des Burk Young, möchte ich nichts sagen, nur verweisen auf

Im Übrigen schließe ich mich Looza an, auch wenn ich noch nie beim Schwarzfahren in Leipzig erwischt wurde.

Der Argentinier…

che_guevara_statue_closeup.jpg

…spielt keine große Rolle mehr nach 40 Jahren. Aber Name und Abbild sind ein Kultsymbol, das von entpolitisierten “Linken” hochgehalten wird.

Übrigens bildet die FR den Che heute ganz oben (jedoch rechts außen und ganz klein) auf der Titelseite ab, während die FAZ tanzende Greise (sic!) zeigt. Damit hat sich auch geklärt, welche Politik man bei der FAZ mit den Titelbildern fährt. Man zeigt einfach jeden Scheiß, solange das Foto farbig ist.

[Photo: Che Guevara statue at the site of his death in Bolivia. | Original author: Augusto Starita. | Source: English Wikipedia, original upload 1 April 2004 by Pilaf. | GFDL 1.2]

Ig-Nobel ehrt Schwule Bombe

Der Ig-Nobelpreis ist so eine Art Antithese zum anderen, viel bekannteren Nobel-Preis. Die Preisverleihungen liegen nur ein paar Tage auseinander. Beim einen gibt es eine Menge Kohle und Anerkennung. Beim anderen ziemlich viel Spaß. Denn was dort belohnt wird ist eigenartige, auf den ersten Blick irrsinnige Forschung. Die Veranstalter meinen, dass es um Forschungen gehe, die einen erst zum Lachen und dann zum Nachdenken bringen.

Da wurden schon einmal Wissenschaftler belohnt, die untersuchten, warum der Specht keine Kopfschmerzen bekommt oder warum viele Menschen das Geräusch über eine Tafel kratzender Fingernägel nicht ausstehen können.

In diesem Jahr gab es u. a. Preise für Untersuchungen an Schwertschluckern, zu Zerknitterungsmustern in Bettlaken und zur Gewinnung von Vanillin aus Kuhdung.

Der ‘Friedenspreis’ aber ging am Donnerstag an das Wright Laboratory der Air Force in Dayton/Ohio. 1994 verfassten Forscher dort einen dreiseitigen Vorschlag zur Entwicklung neuer chemischer Waffen. Gegnerische Soldaten sollten unter dem Einfluss eines zu entwickelnden Aphrodisiakums lieber übereinander herfallen als zu kämpfen.

gay_bomb.png

Die Dokumente, die diese Vorschläge enthalten, wurden auf Anfrage des Sunshine Project, einer Lobbygruppe gegen biologische Waffen, herausgegeben.

‘We don’t know if this document was the start and end of it or whether, in fact, this project continued and perhaps continues to this day,’ said Marc Abrahams, editor of the Annals of Improbable Research and the man behind the Ig Nobel awards.
[GuardianScience]

FAZ: Du sollst dir genau ein Bild machen

Seit dieser Woche gibt es bei der FAZ ein Titelbild. Nicht schlecht. Den Start aber vermasselt mit einer Fotografie zweier Männer beim Weintrinken. Aber das stimmt ja nicht, denn, erstens, sind Kim und Roh ja nicht einfach irgendwelche Männer, zweitens, trinken sie auf dem Bild noch gar nicht und, drittens, gab es schon immer einmal Abbildungen auf der Titelseite der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Die andere Zeitung aus Frankfurt, die Rundschau nämlich, brachte am Freitag in der Rubrik “Zehn & Eins” eine Liste der zehn letzten Ausnahmen vom Bilderverbot auf Seite 1 der FAZ.

  1. Ratzinger ist Papst (20. April 2005)
  2. Johannes Paul II. verstorben (4. April 2005)
  3. Berliner Mauer offen (FAZ-Extrablatt, 12. November 1989)
  4. Deutsche Einheit (4. Oktober 1990)
  5. … [sic; 45]

Das ist ganz spannend, besonders wenn man sieht, dass es dann auch der Tod von Otto Suhr (Kennt den noch wer?), Egon Reinerts Aufstieg zum Chef der CDU im Saarland oder die Verstaatlichung des Suezkanals mit Bild auf die Titelseite geschafft haben.

Was fehlt wird ebenfalls kommentiert: Mondlandung, Kennedy-Mord; ganz ganz viel zwischen 1957 und der Maueröffnung. Insgesamt waren es 33 Ereignisse, die die FAZ-Redaktion zu einem Foto auf der Titelseite bewegen konnten – die meisten davon in den Fünfzigerjahren.

Jetzt ist es egal, jetzt muss man immer ein Foto finden. Man stelle sich die Diskussionen vor! Und wenn man kein vernünftiges findet, dann zeigt man eben Kim und Roh bei der Weinprobe. Gibt zumindest schöne Farben.

“Man darf ja auch heute nicht seine Meinung sagen in Deutschland”: Walter Kempowski tot

Walter Kempowski ist gestern Nacht verstorben. Ein Chronist weniger.

Qualitätsjournalismus bei SpOn

Ja, viele sind schon wieder von Spiegel-Online weg. Ist sehr verwunderlich bei dieser Art des Qualitätsjournalismus: Gute Qualität und doch einen Sinn für Humor. Beispiel für einen journalistischen Witz ist die Meldung, dass Touristen die Wohnwagentoilette einer amerikanischen Schauspielerin genutzt hätten. Unglaublich! Und als Quelle gibt man dann den “Internetdienst imdb.com” an.

Rahmenbedingungen Scheiße, Handlungsfelder top; und trotzdem fährt kein Zug

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Zwar liegt Leipzig im Index zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Wohnen, Bildung und Ausbildung und Freizeit des Familienatlas des Resteministeriums für Familie, Senioren, Frauen etc. im oberen Drittel der zuletzt verglichenen vierzig deutschen Großstädte, doch leider kommt trotzdem niemand hin.

Übrigens scheint sich wieder einmal jeder die Perlen nach Gutdünken aus diesem Bericht herauspicken zu wollen. Da steht dann in diversen Medienberichten der Osten ganz gut bei der Familienfreundlichkeit da, obwohl es keine Jobs gibt.

Wo die Wolken herkommen…

Kraftwerk Lippendorf

Unser Julian bei Wittgensteins im GWZ zu Besuch und überhaupt…

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Huch! Wer oder was war denn da los?

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Ach, klar! Die Konferenz “Wittgenstein: Philosophie und Wissenschaft” des Forums für Philosophie der Deutschen Gesellschaft für Philosophie und der Internationalen Ludwig-Wittgenstein-Gesellschaft im GWZ in der Beethovenstraße.

Hier kann man retrospektiv noch einmal schauen, ob sich das Erscheinen z. B. mit Autogrammbüchlein gelohnt hätte. Ich glaube ja schon allein wegen unserem Julian.

Solitärsubway oder Kette im Büdchen

Subway

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