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Monthly Archives: September 2007

Quicksearch with Firefox

There are various reasons for sticking to Opera, the best browser–if you ask me–on this planet. Alas! It is rather slow, especially when it comes to Flash videos, but then it has such nice features such as “quick search”, where you just enter your search query together with a key letter into the address bar. In my version of Opera, I enter “g gelblog” to search Google.com for “gelblog”. Then I have key letters for the Google image search, for Yahoo and several library catalogues as well as Wikipedia in English and in German. Firefox comes with some pre-installed “quick searches” which I must have deleted upon install together with all the other pointless stuff, somebody decided for users to have them from the very start.

Anyway, the way to install some keyword searches in Firefox is this (adapted from Noscope):

  1. Go to a search engine, search for something you can easily find in a URL.
  2. Edit the search URL, and replace your search words with “%s”.
  3. Bookmark this URL. You may want to create a new folder for these keyword searches.
  4. Secondary-click the bookmark, and type in a keyword in the “Keyword” box.

So the URLs in the bookmarks can be something like this:

  • For Google.com: http://www.google.com/search?hl=en&q=%s
  • For Google’s image search: http://images.google.com/images?q=%s
  • For the English Wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/Special:Search?search=%s
  • For the German Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:Suche/%s

“Religion ist vielleicht die älteste totalitäre Versuchung”: Arno Widmann zu Joachim Meisner

Source + info: cf. link.Zwar ist es einige Tage her, doch sollte man noch einmal auf Arno Widmanns Meisner-kritischen Artikel aus der FR verweisen (FR. 17. Sep. 2007, 32). Im Rahmen der allgemeinen, aber doch zu schnell eingeschlafenen Kritik am Kölner Kardinal, schreibt Widmann grundsätzlicher. Nicht nur um Meisners unverschämte Entartungs-Rhetorik ist es ihm, sondern um alle seine verstörenden Verweise auf den Nationalsozialismus.

Der 1933 in Breslau geborene Joachim Meisner scheint besessen vom Nationalsozialismus. Er lässt kaum eine Gelegenheit aus, ihn zu erwähnen. Mal braucht er ihn, um abtreibenden Frauen klarzumachen, dass sie nicht besser sind als die massenmordenden Nazis es waren, mal kultiviert er selbst das nationalsozialistische Vokabular und spricht von ‘Entartung’ oder um ihn genau zu zitieren: ‘Dort, wo die Kultur vom Kultus, von der Gottesverehrung abgekoppelt wird, erstarrt der Kultus im Ritualismus und die Kultur entartet. Sie verliert ihre Mitte.’ [hier]

Widmann bewertet, dass Meisners Katholizismus totalitär sei:

Der Anspruch darauf, überall und in allem das letzte Wort zu haben, wird derzeit von niemandem so vorbehaltlos, ja so schamlos vorgetragen wie von Joachim Meisner. Er weiß nicht nur genau, wie Ehepaare sich zu verhalten haben, er weiß auch, was Kunst ist und keine. Er weiß ganz genau wie Gott verehrt werden möchte und dass nur Männer ihm als Priester dienen dürfen. Besorgniserregend ist freilich nicht der totalitäre Wahn von Meisners Glauben. Besorgniserregend wäre eine Gesellschaft, die ernst nimmt, die ihm mit Respekt begegnete.

Bleibt zu hoffen, dass die Position des Herrn Meisner beim nächsten sicher kommenden Meisner-Feuilleton-Bashing einmal Schaden nimmt und er sich nicht wieder für eine Beförderung nach Rom profilieren kann. Ich frage mich, was er äußern muss, damit die Kölner Katholiken ihm mal altes Obst an die Kanzel klatschen.

WILMA am Start

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Es geht wieder los. Programmheft. Hintergründe.

Gegen den Überwachungsstaat: Großdemo in Berlin

CC-SA | Quelle: Batz

Darum geht es also. Der Batz hat ein Foto des Merkelzettels veröffentlicht, und der Manniac ist in einem Filmchen zu sehen, das von der großen Demonstration in Berlin berichtet. Übrigens schreibt auch Heise darüber. Interessant finde ich, dass sich der schwarze Block auf der Demo trotz Polizeigewalt aufgelöst hat. Sind die Agents Provocateurs im Urlaub? 😉

[Bild: Batzlog (by-cn-sa)]

Aus der Reihe “Horatiorama bei Heldenstadt”: ToT – Der MDR feiert sich und sein Publikum

Es ist 9.30 Uhr. Vorm Haus diskutieren ältere Menschen aus dem Umland, ob es denn zu diesem besonderen Anlass okay wäre, in der zweiten Reihe zu parken. Leute stehen auf dem Bürgersteig und schaffen es nicht, die Straße zum Aldi zu überqueren. Was ist passiert? Der Heimatsender feiert seinen Tag der offenen Tür. Zur großen Einzugssause des MDR nach der Umwidmung des alten Schlachthofs im Jahr 2000 waren die Nachbarn nicht eingeladen, sie sammelten sich vor dem verschlossenen Tor am Ende der Kantstraße und beobachteten von dort ein spektakuläres Feuerwerk. Aber man veranstaltete einen Tag der offenen Tür. Der gab und gibt (denn er wiederholt sich) allen die Möglichkeit zu sehen, wie es bei den Öffentlich-Rechtlichen aussieht. Man erstaunt sich über Wasser im Hochhaus, man freut sich über B- und C-Prominente. “Stars” aus Funk und Fernsehen werden aufgeboten als Verkünder einer verzerrten Medienrealität. Für den MDR ist das eine ganz wichtige Sache. Schon geraume Zeit stehen auf dem Gelände die großen Veranstaltungszelte. An kleineren Aufbauten wurde gestern Abend noch geschraubt. Jetzt ist es soweit. Autos aus den Vororten und dem Umland blockieren die südliche Südvorstadt östlich der Karl-Liebknecht-Straße.

autogramme.jpg
Die “Stars” des MDR verteilen Autogramme.

Vorsorglich hatte der MDR schon einmal Zettel mit dem Hinweis auf eventuelle Geräusch- und Verkehrsbelästigung am Freitagabend (MDR-Sommerfest) und Samstag an die Haustüren umliegender Häuser geklebt. Die 240 Meter bis zu mir hat man nicht geschafft, auch wenn inzwischen so ziemlich jede Parkverbotszone innerhalb von 500 Metern um den Eingang zum MDR-Gelände zugestellt ist und im Aldi gegenüber vielleicht der Umsatz einbricht, weil Einkaufswillige keinen Parkplatz mehr finden oder schlicht den Gang über die Straße scheuen.

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Labiles Gleichgewicht beim Baseball

Via Ares64 ein ganz erstaunliches Baseballfilmchen.

Ahhhhhhgh: Layout-Sünden sind wie Lippenherpes

Layout-Sünde

Man muss ja sicher mit vielem Leben. Zum Beispiel muss man damit leben, dass man auch Projekte umsetzt, die nicht ideal sind. Das passiert beispielsweise, wenn Strukturen und Techniken vorgegeben sind. Da kann es dann also passieren, dass man eine Website mit Landkarte und Frutiger-Schrift hat, die leicht an eine Abteilung beim NDR erinnert–was der Website aber eine gewisse Würde und Seriösität geben soll. Mit Frames lebt man dann auch. Aber sobald man den Rücken kehrt, kommen sie wieder, die Design-Krankheiten, eitrige Furunkel tief aus der matschigen, blassen Arschhaut eines aufgedunsenen Webservers und sowieso absolute Unmöglichkeiten. Hier: ein furchtbar hässlicher New-Button. Nicht nur, dass dieser Button abgrundtief hässlich ist, er hat auch noch einen grauen Hintergrund, der überhaupt nicht zum Hintergrund der Seite passt. Was soll man da sagen außer … AHHHHHHGH!

Gegen die Wand beim NDR

Gegen die Wand

Es ist keine ganz neue Nachricht. Aber nachdem der Film kurzzeitig aus dem Online-Angebot des NDR verschwunden war, möchte ich nach dessen Wiederauftauchen noch einmal darauf hinweisen, dass der Sender tatsächlich den kompletten Film als Flash ins Netz gestellt hat. Zwischen zwei verschiedenen Qualitäten kann gewählt werden, und man kann sogar mitten in den Film springen. Wer ihn noch nicht gesehen hat, dem sei er ans Herz gelegt.

[Foto: Kerstin Stelter, © WÜSTE Film]

Grün so grün sind alle meine Tories

Natürlich sind die Tories konsequenter als die entsprechende deutsche Volkspartei. Es ist ja fast immer so, dass dort, wo die Deutschen Probleme mit ihren Entscheidungsprozessen haben, die Engländer einfach schneller sind. Hier hatte man lange überlegt, wie es denn mit einer Zusammenarbeit von CDU und Grünen aussehen könnte. Zuweilen wird sie praktiziert. Trotzdem hat die CDU kein grünes Image. Grund mag sein, dass trotz aller guten ökologischen Absichtsbekundungen dann doch immer wieder die Industrieinteressen vorn stehen. Die Briten sind da anders. Da wird erst ein vollständig neues Gesamterscheinungsbild entwickelt, das die Partei in eine grüne Ecke stellen soll. In frischem grün und blau steht dort ein Baum neben den Zeilen “Conservatives / it’s time for change”. Sehr schön, auch wenn manchem die Thatcher-Fackel besser gefiel. Damit nicht der Inhalt fehlt, äußert man sich nun zur Erderwärmung, und das nicht zu knapp, mit großem Getöse und gegen Teile der Industrie gerichtet. Erst einmal soll es der Bereitschaftsfunktion von Elektrogeräten an den Kragen gehen. 2,25 % des Britischen Energiebedarfs würden für die Stand-By-Funktion verschwendet. Ein älterer Konservativer im Guardian: Continue reading ›

Workoutmukke: <i>Cajun Dance Party</i> mit "Amylase"

Manchmal empfiehlt es sich, eine Zusammenstellung voranpreschender Musik zu haben. Z. B., wenn man in fünfundvierzig Minuten seine Topleistung auf einem Crosstrainer einstellen möchte–nur zum Beispiel … weit hergeholt, natürlich. Naja. *räusper* Wenn ich also tatsächlich so etwas vor hätte, hätte ich bis letzte Woche folgende Liste gehört.

  1. Bloc Party – Like Eating Glass
  2. Art Brut – My Little Brother
  3. Paddingtons – First Comes First
  4. Kaiser Chiefs – Everyday I Love You Less And Less
  5. Bloc Party – Banquet
  6. Kaiser Chiefs – Na Na Na Na Naa
  7. Arctic Monkeys – I Bet You Look Good On The Dancefloor
  8. The View – Superstar Tradesman
  9. Justice Vs Simian – We Are Your Friends
  10. Paddingtons – Some Old Girl
  11. Kaiser Chiefs – I Predict A Riot
  12. Bloc Party – Positive Tension
  13. Art Brut – Emily Kane
  14. Bloc Party – Helicopter

Nun ist es aber so, dass auf meinem Lieblingsradio inzwischen sehr häufig ein Titel einer Band gespielt wird, die noch recht neu ist. Es handelt sich um die Cajun Dance Party, eine Kombo sehr sehr junger Londoner. Wer sie nicht kennt, sollte sich nicht vom Namen abschrecken lassen, sondern einfach einmal in folgendes Video hören:

Ich glaube, ich werde den Song irgendwo in diese Liste einfügen müssen. You’re the catalyst that makes things faster. Amylase will dry up the plaster. You’re the catalyst that makes things faster. Amylase will dry up the plaster. You’re the catalyst that makes things faster. Amylase will dry up the plaster. You’re the catalyst that makes things faster. Amylase will dry up the plaster. You’re the catalyst that makes things faster. Amylase will dry up the plaster. You’re the catalyst that makes things faster. Amylase will dry up the plaster. You’re the catalyst …

Sondersammlung im Docuverse: Software und Erinnerung

An dieser Stelle wurde vor allem mit Bezug auf einen Vortrag im Studium Universale und ein Interview im lokalen Radio auf das Internet als Ort der Erinnerung verwiesen. Web-2.0-ige Anwendungen scheinen besonders gut geeignet zu sein, persönliche Erinnerungen zu bewahren/diese auszulösen. Nun stellen die Herren vom Umblätterer einen Verweis aus ihrem Blog zu ihrer jetzt aktuell geliebten und demnächst veralteten Software her, ermöglichen also einen späteren Blick auf die eigene Geschichte der Softwaresozialisierung.

Der Netscape Navigator 3 riecht zum Beispiel ganz stark nach dem stickigen Rechenzentrum in den Kellern des Hörsaalgebäudes der Uni Leipzig anno 1997. [Paco/Umblätterer]

Das fühle ich auch. … Ist jemand mal mit diesem Fahrstuhl im Hauptgebäude gefahren; also mit dem hinten im Gebäude, dem ohne Spiegel, vom Rechenzentrum nach oben? Kann sich noch jemand daran erinnern, E-Mails aus Pine heraus ausgedruckt um am nächsten Tag im URZ abgeholt zu haben–wahnsinnig breites, schnell vergilbendes Endlospapier? Aber ich werde weggetragen–um das mal mit einer falschen Übersetzung zu beschreiben.

Denke, es kann funktionieren, auch wenn ich befürchte, dass man nicht unbedingt zu allen jemals verwendeten Programmen, ihren Versionen und Builts eine starke emotionale Bindung hat. Alles andere wäre wohl ziemlich geekig, oder? Selbst die Erinnerung an die Versionsnummern ist schon Spezialisten vorbehalten.

Alle anderen können dann den Service OldVersion.com nutzen, um sich alte Versionen ihrer Software zu besorgen und einmal nachzufühlen, wie das damals so war.