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Monthly Archives: August 2007

“Ist das die Gegenöffentlichkeit?”: YaBT | Yet Another Blogger-Treffen in Leipzig

bloggertreffenlampe.jpg

Da fand es dann also doch noch statt, das erste Blogger-Treffen in Leipzig. Lange war eines geplant worden. Man installierte ein Wiki aber irgendwie funktionierte das nicht. Also, das Wiki schon, nur die Planung darüber nicht. Kurzerhand legte ******* von der Flohbude (in Absprache) einen Ort und Termin – frei nach dem Motto “Wer kommt ist da, und wer nicht kommt, ist trotzdem ein prima Kerl” – fest.

Looza schreibt bei Heldenstadt, darüber und auch der Seewolf kommentiert. *******, der Anschieber (Danke!), berichtet natürlich ebenso.

PS: Sehr schön, euch mal zu sehen / mit euch zu quatschen.

Viewer Response

Habe übrigens jetzt einen deutschen Musiksender und einen recht neuen Comedy-Kanal aus meiner Fernsehprogrammliste gelöscht. Hintergrund sind Entscheidungen deutscher Gerichte zur ‘Störerhaftung’ (ich würde so etwas als Zensurinstrument bezeichnen wollen). Danach sei z. B. ein Blog-Betreiber für die Kommentare seiner Besucher haftbar, nicht die Kommentatoren selbst. Stefan Niggemeier hat das schon spüren müssen. Eine Firma, die eine Sendung produziert, die über die beiden bei mir entfernten TV-Sender ausgestrahlt wird, sah ihre Rechte durch Kommentare auf Stefans Blog beschnitten und ließ ihn abmahnen. Auch der Spiegel schrieb über diese Firma. Ich werde nicht darüber schreiben; auch keinen Brief an Frau Zypries, die als Bundesministerin der Justiz ein Auge auf absurde, repressive und gegen den Internetstandort Deutschland gerichtete Gesetzgebung und Rechtsprechung haben sollte. Ich drehe für mich einfach das Prinzip der Störerhaftung um und schalte entsprechende Sender nicht mehr ein. Das heißt für mich dann auch: nie wieder Klingeltonwerbung. *Jubel*.

Ich finde übrigens, dass ich soetwas viel häufiger tun sollte. So wie mein norditalienischer Bekanntenkreis – aus für mich nachvollziehbaren Gründen – keine Produkte des größten Lebensmittelkonzerns kauft, so meide ich schon seit langem Produkte einer bestimmten deutschen Molkerei. Leider kann man schwer eine Liste fieser Geschäftemacher publizieren. Vielleicht sollte man es anders herum tun: Einfach einmal Firmen loben, die sich ihrer gesellschaftlichen/sozialen Verantwortung bewusst sind und entsprechend handeln. Für Umweltverträglichkeit gibt es eine Reihe verschiedener Ökosiegel. Wie steht es mit der Sozialverträglichkeit?

Heldenstadt.de wieder online

Heldenstadt.de-Logo

Das Leipziger Stadtblog Heldenstadt ist nun wieder online und verwöhnt die Leipziger mit allerhand Text mit Leipzig-Bezug. Das Team ist jetzt größer geworden und lässt so auf sehr vielfältige Beiträge hoffen. Dabei sind neben Alex und Guido Corleone, die bisher Text ins das Blog schrieben, nun auch Daniel Große, Florian Treiß, Le Martìn, Looza, Thomas Gigold und ich selbst. Gerade habe ich meinen ersten Text dort gepostet und bin gespannt, wie der ankommt. Schließlich ist das jetzt ein Gemeinschaftsprojekt und damit also grundverschieden von dieser Einrichtung hier.

GEZ noch?: GEZ mahnt ab

Jetzt wurde es der Gebühreneinzugszentrale wohl auch zu bunt. (Imho) hatte man jahrelang Schwarzkucker als “Schwerkriminelle” dargestellt–man erinnere an Heinz G.–oder versucht ebendiese einzuschüchtern* um sie zur Anmeldung eventuell vorhandener Radios und Fernseher zu bewegen. Nun ärgert man sich wohl über das damit aufgebaute Image, das natürlich auch auf die Rundfunkanstalten zurück fällt. Continue reading ›

Bloggertreffen in Leipzig?

Übrigens schlägt Flohbuden-******* ;-P ein Leipziger Bloggertreffen vor. Für alle jene, die zwar hier aber nicht dort lesen, der Hinweis.

Zwei Frauen, ein Mann, ein Kondom: Pizza in Leipzig

aktion_2007-07.jpgVorgestern im Briefkasten einen Werbeflyer von World of Pizza gefunden und mich gefragt, was diese Werbung bedeuten soll. Dazu gibt es dann den Satz “Welcher von beiden es besser geschmeckt hat, erfährt er wohl nach dem Dessert,” der mich genau so fragen zurück lässt. Was will mir diese Werbung sagen? Geht es um das Angebot des Monats, “Pizza Summer Night”? Bekommt man ein Kondom mit dazu? Soll hier einfach nur Safer-Sex propagiert werden? Werde ich mit Rauke und Weichkäse auf der Pizza besonders attraktiv für Frauen, oder hat die Pizza den idealen Nährwert für sonst auslaugende Threesome-Abenteuer? Warum scheint eine der beiden Frauen auf dem Bild zu schlafen? Macht zu viel Pizza müde? Vielleicht muss ich einfach mal das Angebot ordern. Dann weiß ich bestimmt mehr.

[Abbildung: World of Pizza]

Zentrum-Süd-Wolken

wolkenmacht.jpgDa bin ich also in dem Haus, “wo [zwar] alle wohnen,” ich jedoch nur jemand ganz besonderen besuche, und schaue aus dem Fenster. Woosh!

Rama Rama, Hare Hare: Samstags in Leipzig am Bildermuseum

Prozession des Leipziger ISKCON-Tempels am 4. August 2007.

krishna.jpg

Ulrich Plenzdorf tot

Interessant ist Else Buschheuers 1/4-Nachruf-3/4-Filmrezension.

Festspielzeitsonderbildbericht Bayreuth 2007/1

Blut am Flaschenhals, HIV-Risiko, Blutvergiftung: Das Gelblog hilft da nicht.

Da heute einige Leute mit ziemlich eigenartigen, gesundheitsbezogenen Suchbegriffen zu diesem Blog kamen und ich mich etwas sorge, möchte ich dazu etwas sagen.

Lieber Besucher,

wenn du hier bist, um eine Anleitung zur Erkennung von Blutvergiftungen zu finden, bitte vergiss es! Geh zum Arzt wenn es dir sehr schlecht geht! Schnell! Das Gleiche gilt, wenn du hier Flaschenhals, Blut und HIV in Kombination suchst. Zur eventuellen Beruhigung sei nur bemerkt, dass meines Wissens das Risiko einer HIV-Infektion durch den Kontakt gesunder Haut mit kontaminiertem Blut sehr gering ist. Hast du dich jedoch an einer zerschlagenen Flasche geschnitten, mit der vorher bereits ein HIV-positiver Mensch aufgeschlitzt wurde, dann handel bitte sehr schnell! Ich würde die Wunde gut antiseptisch spülen und mich sehr schnell (! sofort !) mit einem Arzt in Verbindung setzten, um den Sinn und die Möglichkeit einer PEP zu klären.

Bitte bitte, lieber hierhergegoogelter Schwerkranker, bitte, geh zum Arzt und durchstöber nicht das Internet, wenn es um etwas sehr ernstes geht!

Mit herzlichen Genesungswünschen

Horatiorama / Gelblog

Bauarbeiten bei Heldenstadt.de

Wie Daniel Große schon schrieb, wird bei Heldenstadt fleißig gebaut. Bald started das Leipziger Stadtblog neu mit noch mehr Blickpunkten, noch mehr Beiträgen und noch mehr Helden. Das Gelblog wird darüber berichten. …

Heldenstadt.de-Logo

Literarisch war Leipzig nie lebendiger als seine Autoren: Leipzigs Sommerlochskandal um Juli Zehs groß angekündigten Weggang

Die schreibende Juristin und vielleicht-noch-Leipzigerin Juli Zeh beschäftigt sich im groß angelegten Kultursommerlochinterview der Lokalpresse mit der Stadt, in der sie jetzt wohl lange genug gelebt hat. Es resoniert tatsächlich ein bisschen im Blätterwald. Vielleicht gibt es im Moment wirklich keine anderen Kulturthemen.

Literarisch sei Leipzig längst tot. Diese Aussage ist der Grund, warum man über das Interview spricht. Aber erstaunlich ist sie nicht. Die Entdeckung Zehs kann nur deshalb eine Entdeckung für die Juristin sein, weil sie vielleicht, so meine Vermutung, zu stark um sich selbst gekreist ist und sich in der Zeit, als sie Leipzig noch lebendig fand, nur im Dunstkreis von DLL-Studenten und angeschlossenen unterwegs war.

Ich wage die überspritzte These: “Leipzig war literarisch nie lebendig. Juli Zeh aber auch nicht.” In den letzten Jahren gab es eine Reihe kreativer Leute, die einiges literarisch bewegt haben, die versucht haben, aus dem engen Kreis der DLLer auszubrechen. Da seien beispielsweise Claudius Nießen und Christoph Gräbel genannt, die einmal mit der Literaturshow Turboprop im Ilses Erika ganz erfolgreich waren. Zugegebenermaßen scheinen weder die Show noch der Klub mehr besonders attraktiv und aktuell zu sein. Zugegebenermaßen war das Publikum dieser Show auch schätzungsweise zu zwei Dritteln aus DLLern rekrutiert. Trotzdem gab es aber auch einen Austausch mit anderen Leipzigern.

Geht man in Leipzig einmal ins Haus des Buches, wird man feststellen, dass es mit dem Publikum oft auch nicht so gut bestellt ist. Ich habe dort Veranstaltungen erlebt, bei denen das gesamte Publikum in die erste Reihe gepasst hätte. Da muss schon ein alternder DDR-Schriftsteller antanzen, oder ein drittklassiger Schauspieler einer viertklassigen Familienärzteserie vorlesen, um die Bude voll zu kriegen. Das passiert zuweilen.

Ansonsten war Leipzig literarisch nie lebendig. Juli Zeh aber auch nicht: Continue reading ›

Terrorangst in Überwachungsmensa?

Beckfachinlaufrichtung schreibt über ein Erlebnis in der Mensa Petersteinweg. Wegen der Anfertigung eines Fotos wurde er dort von der Polizei befragt, über ein mögliches Hausverbot wurde gesprochen und die Löschung des Fotos verlangt. ******* hatte bereits über die Installation von Überwachungskameras in der Einrichtung des Studentenwerks Leipzig berichtet. Ich frage mich, was die Kameras dort machen und warum man offensichtlich panisch auf Fotografien reagiert. Wie steht es wohl um die Gefahrenlage der Mensa? Weiß man um mögliche konkrete Anschlagspläne, oder wurden nur Tabletts geklaut? Wurden die Überwachungsfragen auch mit dem StuRa abgesprochen? Fragen über Fragen. Vielleicht meldet sich Frau Hölzel von der Öffentlichkeitsarbeit des Studentenwerks und erklärt die eigenartigen Vorgänge in der Einrichtung.

Schlurchsen im Splitt

Total würdevoll, die Musik in diesem Video.

Bionade in der Plasteflasche

Wie ich im Gespräch des Öfteren schon vernommen habe, hat sich in Leipzig der Glaube breit gemacht, dass es das Erfrischungsgetränk “Bionade” nur in Glasflaschen gäbe. Man kennt sie aus den szenigeren Kneipen und Klubs. Ein bisschen wie vor ein paar Jahren die Premium-Cola, nur vielleicht sogar noch gesünder, ist die Bionade ein Trend der möglicherweise bald von etwas neuem, vielleich dem Tannenzäpfle abgelöst werden könnte. Wer weiß? Also, das Gelblog reißt, um das ein bisschen stadel zu vermeiern, diesem fiesen Irrglauben das Feigenblatt vom Etikett und präsentiert ein Beweisfoto. Ta. Ta.

Bionade in der Plastikflasche